Für mich gibt’s nichts Schöneres, als am Strand zu lesen. Bis der Herbst kommt und all die neuen Bücher und ich denke, dass es nichts Schöneres gibt, als im Bett zu lesen. Egal ob die Sonne auf diese gewisse goldene Weise scheint oder es regnet. Es ist so gemütlich. Hinterher darf‘s gern noch eine Folge sein…

1. Serie: Mit meinem Mann eine Serie zu finden, die uns beiden Spaß macht, ist nicht leicht. Gut gefallen hat uns nach Ted Lasso die Serie „Stick“ (ebenfalls auf Apple).

Ex Golf-Profi Pryce sieht eine Chance seinem verpatzten Leben eine neue Richtung zu geben, in dem er dem jungen Santi zu einer Karriere als Profigolfer verhilft. Das ist ein lustiges, mal ernstes und stimmungsvolles Roadmovie, macht Spaß.

So richtig freue ich mich danach auf die zweite Staffel von „Nobody wants this“ (ab Ende Oktober) und natürlich auf Staffel 2 von Maxton Hall (ab 7. November). Psst, einen weiteren, sehr lustigen Serientipp verrate ich euch nächste Woche bei Instagram.

2. Im Kino habe ich gerade “In die Sonne schauen” gesehen. Und wow, die Bilder haben sich in meine Netzhaut gebrannt. Die Story: Ein paar Tage im Leben von vier Mädchen, die alle auf demselben Hof in der Altmark gelebt haben, bloß zu unterschiedlichen Zeiten. Die Bildsprache: beeindruckend, poetisch, intensiv. Sonnenlicht verschwimmt vor meinem Auge, Cut, Fliegenbrummen, Cut, Kameraführung eines Gruselfilm. Ab und zu hab ich bloß durch die Lücken zwischen meinen Fingern geguckt.

Das Grauen wartet überall – wenn auch „nur“ in wirren Pubertätsgedanken. Ein Schritt – und alles kann anders sein. Wechselt die Zeit, rauscht der Ton – ist das ein Sturm oder ein Tinnitus?

In meinem Kopf passiert während des Film noch mehr, als auf der Leinwand. Schon immer frage ich mich in alten Häusern, wer da vorher gelebt hat. Wer vor mir auf dem Sofa saß. Vier Feste gibt’s im Film und so unterschiedlich sie sind – der eine Tisch ist bei jedem dabei. Obwohl man den Staub des alten Vierseitenhofs quasi riechen kann, ist das der entstaubteste Historienfilm, den ich je gesehen habe.

Ja, er ist sehr düster, und vermutlich wäre ich nicht jeden Tag in Stimmung für diesen Film. Vielleicht wäre hier und  da ein Funken Freude und Geborgenheit okay gewesen, weil es die hoffentlich in allen Zeiten gab. Aber vielleicht auch nicht. Dieser Film ist ein Kunstwerk, ich kann nicht aufhören, an ihn zu denken. Er passt gut in den Herbst, wegen des Lichts, der Melancholie. Iich bin heute ganz froh, dass ich in einem Neubau lebe.  Sicher bin ich deswegen nicht.

3. Ein Buch: Einfach schön: „Was wir sind“ von Anna Hope. Drei Frauen, ein gemeinsames Leben. So spannend, was da so zwischen 20 und 30 passiert! Es ist ein angenehm ruhiges Buch, ohne künstliche Dramen, nah am Leben, aber dennoch ein bisschen poetisch. Man spürt die Freude am Erzählen.

Zwei schöne Buchaussichten für den Frühling verrate ich euch demnächst bei Instagram. Ich bin schon ganz gespannt, was ihr sagt.

Und was liest und guckst du gerade?

Claudi