Manchmal habe ich das Gefühl, alle um mich herum spielen Brotdosen-Bingo. Da werden Brote in Sternchenform gestochen, schon morgens appetitliche Salate angerichtet oder teure Müsliriegel eingepackt. Wer gleich drei hat, darf Bingo brüllen. Ich bekomme ein schlechtes Gewissen: Bei uns ist nämlich immer bloß ein Brot drin und ein bisschen Obst. Vieles mag ich allerdings auch einfach nicht kaufen (wegen Geld und Müll), andere Dinge sind mir morgens einfach zu aufwendig. Wirklich Lust auf etwas Brotdosenkreativität bekomme ich bei meiner Kolumnistin Hannah (@hannahsfavourites auf Insta). Weil ihre Ideen lecker aussehen – und dennoch machbar. Erzähl doch mal, Hannah…

Hier im Süden hat das Schuljahr gerade erst begonnen. Dieses Jahr bei uns mit einem Schulkind mehr – alle drei Mädels gehen nun zur Schule. Ich mag ja meinen Alltag und auch das morgendliche Brotboxen richten wirklich gern. Noch mehr freue ich mich, wenn die Dosen mittags leer zurückkommen, was eigentlich meistens der Fall ist. Jetzt am Anfang des Schuljahres kommt allerdings noch häufiger was zurück, da ich erst wieder ein Gefühl für den Hunger der Kinder entwickeln muss…

Es kommt auch mal vor, dass sie plötzlich etwas gar nicht mehr mögen. Der Käse, der beim Abendessen so gut war, schmeckt in der Schule plötzlich nicht mehr und wird dann auch wieder mitgebracht. Darum versuche ich die Brotboxen jeweils so zu füllen, dass es ihnen schmeckt. Jedes Kind hat dabei andere Vorlieben bzw. Abneigungen, ist ja klar oder?

Morgens bin ich mit den Fünfen immer allein, daher ist die Zeit um die Brotboxen zu füllen begrenzt. Mein Wecker klingelt um 5:36 Uhr, trotzdem kann es kurz bevor wir das Haus verlassen hektisch werden. An manchen Tagen flutscht es und an anderen Tagen ist der Morgen so kräftezehrend wie ein ganzer Tag! In die Brotdosen kommt immer Obst und Gemüse, ein ‚Schulbrot‘ und ein Snack. Alles variiert bis auf die Karotte und die Apfelschnitze mit Zitronensaft gegen das braun werden, welche es täglich gibt. Als ‚Schulbrot‘ haben wir gerade erst Bagels für uns entdeckt, üben aber noch an der Form. Belegt sind sie mit Butter und Kräutersalz, mit Mandelmus oder mit einer Frischkäse-Creme.

Ich backe gern selbst, weil ich dann weiß, was drin ist und weil ich variieren kann: Mit einem Rosinenbrötchen mach ich dem einen Kind eine Freude und für das andere Kind lass ich die Rosinen im Teig einfach weg, es gibt dann ein Hefeteigbrötchen. Aus Foccaciaresten vom vorigen Abendessen lassen sich morgens auch schnell leckere Brotboxeninhalte zaubern.
Brotdosen machen ohne Stress


Als Snack freuen sich die Mädels über Bananenbrot, Müsliriegel, Dinkel-Brezelchen, Energiebällchen oder Nüsschen mit Trockenobst. Wie gesagt, mir macht Brotdosen füllen richtig Spaß. Als Box nutzen wir übrigens seit Jahren die Dabba Magic von ‚ECO BROTBOX‘, die Aufteilung finden wir super! (Amazon-Partnerlink)

Zur Zeit gibt es oft Bagels in unseren Boxen, die sind lecker, wir üben bloß noch an der Form. Belegt sind sie für ein Kind immer mit Butter und Kräutersalz, die anderen freuen sich auch über Mandelmus oder eine Frischkäse-Creme. Das Rezept für die Bagels habe ich auf dem Blog klaraslife gefunden, ich backe sie am Abend davor mit Dinkelvollkornmehl. Die Frischkäse-Creme schmeckt auch ganz wunderbar auf unserem Dinkel-Hirse-Brot. Ein Kind bliebt auch hier Butter und Kräutersalz treu.

Für unsere Frischkäse-Karotten-Kohlrabi-Creme braucht ihr:
2 Esslöffel Frischkäse
1/2 geriebene Karotte
1 Scheibe geriebenen Kohlrabi
etwas Kräutersalz
Ihr vermengt einfach alles miteinander und dann ist die Creme auch schon fertig für die Schulbrote.
Vegetarischer Brotaufstrich
Und was kommt bei euch in die Brotbox?
Bis bald, eure Hannah

Ich bin auch gespannt!
Seit ihr Team Brotdosen-Bingo? Oder bislang Team Fix und Fertig, so wie ich?

Alles Liebe,

Claudi