Ob Westerland oder winziger Strand: Ich will dahin zurück. Ich habe so große Sehnsucht nach dem Geschmack von Salzluft, Socken aus Sand, Möwengezicke und Wind, der mir den Kopf aussaugt, dass ich manchmal Wellengeplätscher höre. Mitten im Wohnzimmer. Ich atme ein – aber dann ist da doch bloß mein kleiner Sohn, der den Fußboden flutet. Falls ihr auch unter großer Meervermissung leidet, gibt’s hier drei DIY-Ideen, die uns wenigstens in Gedanken an unsere Lieblingsstrände beachen, nein, beamen…

Sachensucher auf Sylt

Überall auf unseren Außenfensterbänken liegen Muscheln. An der Scheunenwand baumeln Bojen. Ich habe da einen T(r)ick: Mehr Meer im Alltag. Wenn ich irgendwo neue suchen gehe (Bojen oder Muscheln), ruft mein Mann: „Wir brauchen keine mehr.“ Ich glaube, gerade würde er nach einem Strandbesuch freiwillig Berge davon im Kofferraum nach Hause fahren. Hauptsache es gebe mal wieder einen Strandbesuch. Die Sehnsucht ist so groß, dass ich selbst im geriffelten Rand von Muffin-Förmchen Muscheln sehe.

Inspiriert ist meine kleine Idee von hier. Ich habe statt Pappe als Untergrund einen Kartondeckel genommen und die Muscheln zusätzlich noch verziert. Dazu unbedingt Meer Musik hören. Wer das hübsche Muschelbild übers Bett hängt, träumt garantiert vom Strand. Wetten?

Frischer Wind für Muschelsucher

Ihr braucht: Pappdeckel, Acryl- oder Kreidefarbe nach Wahl, Filzstifte, Wasserfarben, verschiedene Muffinförmchen, Schere, Kleber, Band

Und so geht’s: Pappdeckel mit Kreide- oder Acrylfarbe anmalen. Gut trocknen lassen. Aus den geriffelten Seiten der Muffinförmchen Muscheln schneiden. Mit Filzstiften und/0der Wassefarben verzieren.


Beachdinner in Bordeaux

Ein langer Tisch, ein leckeres Essen und Rauschewellen, die im Hintergrund rumrandalieren: Ich habe soviel Lust auf ein Abendessen am Meer – selbst die Möwen wären eingeladen. Die Windlichter im Vichy-Stil habe ich auch hier gesehen und sie sind wirklich fix gemacht und sehen nach mehr aus. Magnifique!

Selbstgemachte Windlichter, die nach einem kleinen Bistro am Atlantik aussehen

Ihr braucht: Gläser, Servietten, Klebestift, Schere, Teelichter

Und so geht’s: Einzelne Lagen einer Serviette auseinandernehmen. Eine Lage in schmale Streifen schneiden. Mit dem Klebestift Streifen auf die Gläser malen. Streifen aufkleben. Erst längs, dann quer. Teelicht rein und Gedanken reisen.

Krabbe auf Cape Cod

Auch meine Kinder vermissen das Meer. Nicht bloß die Wellen, mit denen sie so gern fangen spielen. Nicht bloß den Sand, mit dem sie Burgen bauen (und den sie nachher zuverlässig in mein Bett transportieren). Sondern ganz klar auch das Gefühl, Mama und Papa mal wieder ganz woanders, ganz für sich zu haben. Mehr Magie. Meer Magie. 

Bei meinem kleinen Krabben-DIY hatten wir für eine kleine Weile ein ebenso sandwarmes Gefühl. Ihr könnt euren Kindern Material hinlegen und meinen Mini-Film abspielen. Und vielleicht einen Meerroman lesen. Oder ihr malt zusammen und freut euch vor. Vielleicht vermisst das Meer uns auch ein bisschen. Dann ist endlich mal jemand noch lauter als die vorlauten Wellen.

Mein kleiner Krabben-Kunstkurs

Ihr braucht: DIN A3- Papier, Pinsel, Wasserfarben, wasserfesten Stift (oder schwarzen Filzstift)

Und so geht’s: Erst eine rundes Dreieck zeichnen. Dann Augen dran. Dann jede Menge Beine. Ganze zehn Stück! Okay, die vorderen sind Scheren. Kleine Pünktchen dort hinsetzen, wo es auf der Krabbe dunkler ist, also am Panzerrand und nah an den Gelenken. (Die Punkttechnik ist eine simple Variante, um Kindern einen wenig Perspektive zu vermitteln). Mit Wasserfarben in der Lieblingsfarbe anmalen.

Hier im Film zeige ich euch meine kleine Krabbe…

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Ganz viel Spaß und alles Liebe,

Claudi