Mein Großer war entsetzt: „So ein dicker Schreibfehler, Mama, guck mal hier, mitten auf der Weihnachtskarte. Oder was soll das heißen – iksmaaß.“ Seit er lesen kann, ist kein Wort mehr vor ihm sicher und dann erwischt er ausgerechnet das: „X-mas“. Tatsächlich kenne ich viele Menschen, die auf die Schreibweise geradezu allergisch reagieren. Aber sind wirklich mal wieder die Amis Schuld? Hat sich wirklich die amerikanischen Werbeindustrie diese seltsame Wortschöpfung ausgedacht? Oder etwa sogar Coca Cola…?
wieso schreibt man x-mas?
Kein bisschen. Die Schreibweise X-Mas lässt sich viele tausend Jahre zurückverfolgen und stammt ursprünglich aus Griechenland. Abgeleitet wurde das X von der griechischen Bezeichnung für Christus. Das wurde in der frühchristlichen Zeit nämlich Χριστός geschrieben. Später, als die lateinische Sprache aufkam, wurde Χριστός mit Christus übersetzt. Viele Jahre lang wurde Christus allerdings weiterhin mit dem griechischen Buchstaben X abgekürzt.

Während die Abkürzung bei uns langsam im Vergessenheit geriet, behielten die Engländer das Kürzel X für Christus bis heute bei. Irgendwann entwickelte sich aus dem X dann die Bezeichnung X-Mas für „Christmas“. Sprachforschern ist es sogar gelungen, diese Wortschöpfung in alten Schriften um 1551 zu finden.

Und wo wir schon mal beim Aufräumen mit den Vorurteilen sind (Kinder jetzt bitte wegschicken): Coca-Cola hat laut meiner Recherche auch nicht den Weihnachtsmann erfunden. Der Heilige Nikolaus, Bischof von Myra, wurde lange Zeit als überschlanker Mann in Weiß dargestellt. Dieses Bild im Kopf der Menschen hat nicht der Getränkehersteller geändert, sondern ein deutscher Einwanderer in den USA, der gebürtige Pfälzer Thomas Nast. Der zeichnete 1862 einen gemütlichen, bärtigen Gabenbringer für die Zeitschrift „Harper’s Weekly“. Sein „Santa Claus“ wurde weltbekannt und dient bis heute als Vorbild für Weihnachtsmänner.

(Keine Werbung übrigens fürs braune Getränk. Einfach nur ein bisschen Schlauschiss für die Weihnachtsfeier – oder den Kaffeeklatsch mit Onkel Dieter).
Rosemood
Und weil Weihnachtskarten immer schön sind, egal ob „X-mas“ draufsteht oder „Merry Christmas“ oder „Frohe Weihnachten“, könnt ihr heute auf den letzten Drücker noch eure gewinnen. Und zwar in meinem allerliebsten Lieblings-Karten-Atelier Rosemood. Ich habe schon öfter drüber geschrieben, dass Rosemood für mich einfach die schönsten Vorlagen hat (kreativ und künstlerisch, kein bisschen 0815) und den besten Service (ein Grafiker guckt auf jeden Fall noch mal drüber und macht das Feinlayout, es gibt tolle, farbige Umschläge mit dazu und sofort die Info über das richtige Porto).

Ich mag unsere Karte mit dem Schneegestöber ganz besonders gern, aber auch die grafischen Karten finde ich wunderhübsch, zum Beispiel die mit den Winterklamotten im Aquarell Stil, entworfen von der New Yorker Designerin Petite Alma, die Karte mit dem Kranz oder auch die mit den Skifahrern in Vintage-Optik.

Eure Karten könnt ihr bei Rosemood noch bis morgen Abend ordern (wenn ihr normalen Versand wählt), oder bis Mittwoch mit Express-Versand. Und mit ein bisschen Glück könnt Ihr eure Wunschkarten hier gewinnen (im Wert bis zu 80 Euro).

Achtung Blitzverlosung: Kommentiert dafür bitte bis heute, am 9. Dezember bis 24 Uhr unter diesem Post und verratet mir, welcher berühmten Persönlichkeit ihr ganz gern mal eine Weihnachtskarte schreiben würdet (und auch eine zurückbekommen).
Rosemood

PS. Teil eins meiner kleinen Serie mit Antworten auf die vier meist gestellten Weihnachtsfragen meiner Kinder lest ihr hier.
PS. Gewonnen hat Rieke, herzlichen Glückwunsch. Rieke, du hast eine Mail von mir!

Einen wunderbaren zweiten Adventssonntag, alles Liebe,

Claudi