Wenige Tage nachdem die Schule wieder begonnen hat, begebe ich mich mit meinen Söhnen nachmittags ins Abenteuerland. Also in ihren Ranzen. Zwischen gewundenen Getränkebächen und dichtem Mappengestrüpp wartet regelmäßig eine echte Mutprobe auf uns: Öffnen und eintreten in die dunklen, echt unheimlichen Brotdosenhöhlen…

Vielen Kindern fällt es noch schwerer, als das kleine A oder das große Einmaleins: Sich selbst um den Ranzen kümmern, ihn aufräumen und überprüfen, ob alle Materialien noch da sind. Es ist lästig – auch für uns Eltern. Fakt ist aber, da spreche ich als Lehrerin aus Erfahrung, ein aufgeräumter Ranzen macht den Schulalltag sehr viel leichter. Wir kennen das ja von uns: Im Chaos können die wenigsten konzentriert arbeiten. Und wenn erstmal ein Eselsohr im Arbeitsblatt ist, macht das ordentliche Schreiben  auch nicht mehr ganz so viel Spaß. Außerdem machen fehlende Scheren, Kleber, Radiergummis und spitze Bleistifte dem Kind in der Schule nicht bloß Stress, sie sorgen auch für unnötige Unruhe im Unterricht.

Am Anfang jedes Schuljahres ziehe ich also gemeinsam mit meinen Kindern regelmäßig los in die unerforschten Gebiete ihres Ranzens. Ich nehme mir Zeit, mit ihnen einmal alles zu überprüfen. Das geht schneller, als sie (eigentlich wir) denken und das Beste: Ganz schnell können sie es allein. Damit das alles mehr Spaß macht, habe ich mir für meine Kinder ein kleines Spiel ausgedacht. Ich nenne es „Abenteuer in Ranzania“, was so aufregend klingt, dass meine Kinder sofort Lust auf Ranzenordnung haben.


Ich habe dafür eine Karte entworfen. Eine, die den Karten in ihren geliebten Fantasygeschichten ähnelt. Damit ist ein Ranzencheck ganz einfach – und macht richtig Spaß. Weil ich nicht Dutzende Kopien hier herumfliegen haben möchte (ähm, hat man ja aus der Schule schon genug), habe ich die Karte einmal ausgedruckt (besonders schön auf beige oder gelbem Papier!). Ihr könnt sie HIER herunterladen. Die Ränder habe ich abgerundet, das sieht noch geheimnisvoller aus. Dann kann es losgehen.

Meine Kinder nutzen für unseren Ausflug ihre Lieblingsstifte, die FriXion Stifte von PILOT . Mit einem von ihnen habe ich auch die Karte gezeichnet. Sie gleiten einfach super leicht übers Papier, schmieren nicht und liegen gut in der Hand. Es gibt in der FriXion Familie inzwischen die Modelle Ball (normal breit, sehr farbintensiv), Point (sehr fein, leuchtend), Light (breiter Marker), Light Soft, Colors (Filzstift zum Ausmalen), Fineliner und Kugelschreiber (FriXion Clicker) – alle in bis zu 12 sehr intensiven Farben.

Was meine Jungs an den FriXion-Stiften allerdings am allermeisten mögen: Dass sie radierbar sind. Falls sie sich also vermalen oder verschreiben  – oder in der Welt von Ranzania auf meiner Karte falsch abbiegen (oder in eine Schucht fallen), können sie es dank des Radierers einfach ungeschehen machen. Das ist fast wie zaubern können. Übrigens sind die Stifte in unserer Schule sogar zum begehrten Sammel- und Tauschobjekt geworden – und sind mir in dieser Funktion viel lieber, als die sonst üblichen überteuerten und schnell verknickten Sammelkarten.

Am Besten startet jedes Ranzania-Abenteuer im Wald der 1000 Mappen. Der kleine Abenteurer macht also mit seinem FriXion -Stift ein Kreuz ganz oben am Wald. Jede Mappe im Ranzen wird jetzt einmal kontrolliert: Müssen Blätter eingeheftet werden? Ist etwa verknickt? Kann etwas ausgeheftet werden?

Auf dem schmalen Weg gleitet der Stift weiter in Richtung Tiefe Taschenschlucht, vorbei an der Poststation. Bedeutet: Einmal die Postmappe checken, ob wichtige Zettel für zuhause drin sind. Dann in allen Seitentaschen forschen gehen, ob da Steine, Stöcker oder gebastelte Kleinigkeiten stecken, die befreit werden wollen.

Zurück mit dem FriXion von PILOT in Richtung Wald und einmal ganz mutig nach unten abbiegen und eine Blick in die Tiefe Schlucht von Ranzania werfen: Liegt ganz unten im Ranzen etwas, was da nicht hingehört? Wir haben dort schon angelutschte Lollis, moosige Steine und mühsam gestickte Kunstwerke aus der Versenkung gerettet. Alles klar? Dann schnell einen Haken dran.

Es geht weiter, an den Brotdosenhöhlen vorbei (alle ab in die Küche) und rüber zum Palast der Stifte, sprich, einmal bitte die Reißverschlusstür zur Federtasche öffnen und schauen, ob noch alles da ist. Geht es dem Kleber gut? Ist die Schere eine passende Schere (Links- versus Rechtshänder?).

Ein letzter prüfender Blick am gewundenen Fluss, sprich in Richtung Trinkflasche, ob die auch wirklich dicht ist und bloß kein Bach in Ranzania über die Ufer tritt.

Fertig! Nächster Ranzen bitte. Der gelaufene Weg auf der Karte kann dank der FriXion-Stifte von PILOT einfach wegradiert werden. Oder aber Kind zwei nimmt einfach eine andere Farbe. Mehr Tipps für Schulanfänger, wie kostenlose Stundenpläne zum Ausdrucken, Packlisten und Ideen für die Schultüte findet ihr auch auf der Internetseite von PILOT.

Viel Spaß in Ranzania, herzlichst,

Claudi