Was gibt es Schöneres als ein Wochenende mitten in den Herbstferien? Eine abenteuerliche Woche in Dänemark und Berlin liegt hinter uns. Berge von Wäsche und eine zweite, ruhige Trödelwoche vor uns. Die brauchen wir auch nach all dem Trubel – also den Trödel, nicht die Wäsche…
Werbespot,
1. Klappe, die erste. Ich kann es immer noch nicht so richtig glauben, aber wir haben als Familie einen Tag mit einem Riesenfilmteam gedreht. Was es wird darf ich leider noch nicht verraten, aber wir haben schon mal ein bisschen Weihnachten gefeiert. Und Spaß hat es gemacht. Gleich morgens hab ich mich gefühlt, als gucke ich mir selbst von draußen in meinem Leben zu. Kennt ihr das Gefühl? Weil es so absolut unwirklich war, dass da vor unserem Hotel in Falkensee die Mobile Maske vorfährt und uns stylt und schminkt. (Gefühl kenne ich auch von meinen Geburten). Wir sahen alle ganz anders aus als sonst – haben uns aber wirklich gut gefühlt. T. mag seinen Dino-Schlafanzug seither gar nicht mehr ausziehen. Wie lieb, dass das Team ihm den zum Schluss geschenkt hat.

2. Sorgenlos. Wir sind den Rest des Wochenendes in Potsdam geblieben, was wunderschön war. Vom morgendlichen Gemecker und Gestöhne mal abgesehen. Wenn ich eins hasse ist es Gemaule über einen geplanten Ausflug, bevor dieser überhaupt angefangen hat. Machen das bloß meine Kinder? Aber wisst ihr was? Ich glaube, ich war auch so. Uns sind auf jeden Fall nach einer mauligen Stunde im Park Sanssouci plötzlich so viele Unterwegs-Beschäftigungen eingefallen, dass die Kinder gar nicht weiter wollten. Was für einen Spaß man mit einem geknüddelten Pullover und einer Hosentasche voller Eicheln haben kann.
Kuscheltier mit Duftöl
3. Floßfahrt mit Mut. Ein Potsdamer Freund hatte uns noch etwas ganz Besonderes empfohlen: eine Floßfahrt auf der Havel, dem Tiefen See und dem Griebnitzsee. Ich gebe es zu, ein bisschen mulmig war mir schon, als wir mit zwei Nichtschwimmern das schaukelnde Floß betraten. Aber wir steckten die Kinder in die Schwimmwesten – und hatten einen Riesenspaß. André lenkte auf der einen Seite, ich saß hinten, mal mir dem einen, mal mit dem anderen Kind auf dem Schoß. Immer wieder Wahnsinn, wie nah einen die wenigen Quadratmeter zusammenbringen. Da knallt es mal mit dem einen, da kann man mit dem anderen mal richtig gut in Ruhe reden. Und dann wechselt es zum Glück mal. Ein Familienerlebnis, dass wir ganz sicher nicht vergessen werden (und nach dem drei hier versprachen, beim nächsten Mal vorher nicht zu maulen).
Ausflüge mit Kindern, Potsdam
4. Dufte. Ich mag Leute mit Ideen und Dinge mit Geschichten. Wie die selbstgenähten Kuscheltiere von Noura Leder, die ein kleines Täschchen für ein Duftkissen haben, auf das man je nach Lust und Laune ein Bio-Duftöl tropfen kann. “Ein Stück vom Glück” zum Beispiel, eine aufmunternde Mischung Orange und Bergamottminze (perfekt für den Kitastart, eine schwere Klassenarbeit oder die erste Auswärtsübernachtung), oder aber “Eine Mütze Schlaf”, mit beruhigender Mandarine, Lavendel und Majoran. Auch ein tolles Geschenk für Neu-Eltern, finde ich (oder für Freundinnen mit Schlafentzug). Noura ist noch ganz am Anfang: hier könnt ihr ihr Projekt unterstützen und ihr dort oder per Instagram auch eine Nachricht schreiben, falls ihr selber gern einen duften Kumpel hättet.
Floß fahren
5. Lecker. Der Londoner Starkoch hat sein neues Buch Simple herausgebracht – ich fand es nach dem Urlaub auf meiner Fußmatte. Jetzt kann es kaum erwarten, mich hindurch zu kochen (und zu essen). Ich lese auch so gern die kleinen Geschichten zum Anfang der Rezepte. Mein Liebling: Das Lachsgericht à la Bridget Jones. Das kocht Jack Qwant im Film für Bridget bei ihrem zweiten Date. „Von Ottolenghi“, flüstert er dabei stolz. Bloß dass es so ein Rezept bisher nie gegeben hat. Im neuen Buch gibts eins – Bridget zu Ehren. Prise Zucker, oder?
neues Kochbuch,
Eine schöne Herbstwoche,

Claudi