Ich liebe Schenken. Ich liebe es, in meine magische Mama-Wunschkugel zu gucken und mir zu überlegen, womit ich den Kindern wirklich eine Freude machen könnte. Hex, hex – einmal endlosen Spielspaß, bitte. Damit beschenke ich mich gleich mit. Bei den Großen schaue ich auf ihre Wunschzettel, die wir traditionell ab Anfang November schreiben. Zwischendurch trifft mich ein Angstblitz. Angst vor noch mehr Kram, noch mehr Chaos, noch mehr endlosen Aufräumdiskussionen. Ich seufze einmal, schiebe die Angst weg – und denke an ihre leuchtenden Augen und ihren Spaß. Hier ein paar Geschenkideen, die bei uns tatsächlich stundenlangen Spielflow zaubern…

Übrigens freue ich mich in Sachen zukünftiger Chaos-Vermeidung inzwischen, wenn ich Geschenke finde, die entweder in die vorhandenen Sammlungen in Kisten und Körben integriert werden können. Also lieber noch mehr Holzsteine, von der Marke, die wir bereits haben, als nochmal ein ganz neues System. Oder aber über Dinge für draußen, weil die erstens in der Scheune gelagert werden und zweitens die Draußenspielzeit verlängern.

Ich mag Spielzeug, das auf viele verschiedene Arten bespielt werden kann, von verschiedenen Altersgruppen gleichermaßen, nur eben auf verschiedene Art und damit für viele Jahre. Zur Menge: Meine Kinder bekommen in der Regel zu Weihnachten ein großes Geschenk, ein kleineres und ein Buch. Noch was: Alle Spielzeuge sind selbst gekauft. Ich schreibe euch hier meine ganz persönlichen Erfahrungen und Tipps zusammen und verlinke euch alles, daher muss ich natürlich dennoch Werbung drüberschreiben.

Geschenke für Ein- bis Zweijährige

Mein Motto in Sachen Geschenken ist schon eine ganze Weile „weniger ist mehr“ – in dieser Altersgruppe aber ganz besonders. Meist ist das knisternde Geschenkpapier ohnehin das Spannendste. Würde ich mit meinem Wissen von heute nochmal loslegen mit dem Kinderkriegen, ich würde viel weniger Kleinkindspielzeug schenken, also wenig Rasseln, Greifringe oder all das, sondern lieber gleich anfangen, mit den Basics zu beginnen. Das kann ein kleiner Topf mit Holzlöffel sein – der hinterher in der Kinderküche landen darf. Oder ein Schleichtier als Start für eine Sammlung, an der die Kinder ewig Freude haben werden.

Den größten Spaß hatten meine Kinder in dem Alter nämlich immer mit den Spielzeugen der großen Geschwister – oder mit meinen Küchengeräten. Was noch wirklich schön war, auch, um sich damit mal gemeinsam zu beschäftigen, ist unser kleiner Beutel mit Stapeltieren. Die dürfen angeguckt und in den Mund genommen werden und neben- und aufeinander gestellt. Und hinterher dürfen sie in unserem großen Tierkorb landen und noch sehr, sehr lange bespielt werden. Bei uns stehen sie derzeit hübsch im Regal, hinterher landen sie auf jeden Fall in der Erinnerungskiste.

Noch ein schönes Geschenk für kleine Kinder ist ein Freund fürs Leben. Also ein besonderes Kuscheltier oder eine Puppe. Michel, die Puppe meines kleinsten Sohnes wird heißgeliebt, bekuschelt und bespielt – und sieht auch so aus.  Was sie ganz besonders macht. Bestellt habe ich sie in der Puppenwerkstatt belambolo von Heike Gielen und kann sie euch aus vollem Herzen weiterempfehlen.

Geschenke für Zwei- bis Vierjährige

Jetzt ist eine tolle Zeit um die Basics zu schenken: Eine Kinderküche, ein Kaufmannsladen, ein Puppenhaus. Wenn das alles dank großer Geschwister bereits da ist, sind kleine Erweiterungen eine tolle Idee. Also zum Beispiel eine Küchenmaschine für die Kinderküche, eine Waage oder eine neue Kasse für den Kaufmannsladen. Wir hatten schon mal eine, die gleich kaputt gegangen ist und haben jetzt diesen Klassiker, den ich bereits als Kind hatte, der einfach unkaputtbar ist und den bisher jedes Kind geliebt hat.

In Sachen Nachhaltigkeit und Familientradition ist es auch eine gute Idee, diese nicht mehr bespielten Klassiker der Großen einfach noch einmal zu schenken. Vielleicht neu gestrichen und mit ein bisschen neuer Ausstattung. Kein Kind wird sich daran stören – und die Großen sind meistens super stolz. Haben wir mit Kaufmannsladen und Puppenhaus gemacht – und ich kann es sehr empfehlen.

Toll sind außerdem Geschenke, die die Kinder zu Rollenspielen motivieren. Mein kleinster Sohn wird dieses Jahr diese wunderschöne Arzttasche bekommen. Der Arztkoffer, den die großen hatten, ist längst kaputt – und die neue Tasche gefällt mir und ganz sicher auch ihm. Ich freue mich auf viele Untersuchungen und Holzspritzen.

Dann wird es für meinen Kleinsten noch diese kunterbunte Murmelbahn geben. Er hat sie vor einer Weile bei einem Freund entdeckt und unglaubliche drei Stunden am Stück fasziniert damit gespielt. Ich weiß, sie ist aus Plastik und vielleicht nicht ganz so schön wie die gängigen Holzbahnen am Markt. Aber sie sieht fröhlich aus, ist leicht zu transportieren, einfach zusammenzubauen, stabil, ermöglichst dutzende Bau-Varianten und ist unschlagbar günstig.

Ich habe sie übrigens gebraucht ersteigert. Bei fast allem, was ich schenken möchte, schaue ich zuerst immer einmal, ob ich es gebraucht bekomme. Für die Kinder macht das überhaupt keinen Unterschied, für unsere Umwelt aber sehr wohl. Und günstiger ist es natürlich auch.

Zu jedem Weihnachtsfest gibt es bei uns für jeden ein Buch, das ist Tradition. Toll für diese Altersklasse sind meine Bilderbücher mit den Geschichten über das kleine Schwein Schwups. Schwups Erlebnisse knüpfen an die Alltagserlebnisse von Kindern an, sind kreativ und lustig, mit wunderschönen Illustrationen und mit Umweltfarben in Deutschland auf Umweltpapier gedruckt. Ihr bekommt sie unter anderem bei uns im Shop.

Geschenke für Fünf- bis Siebenjährige

Kinder in diesem Alter befinden sich mitten in der magischen Phase. Sie können stundelang in ausgedachten Geschichten versinken und erschaffen sich im Spiel ihre eigenen Welten. Toll sind daher Spielsachen, die das fördern.

Bei uns im Spielzimmer ist die große Verkleidungskiste aus Rattan jeden Tag in Betrieb. Ich finde es manchmal nervig, weil alle Klamotten meist überall im Raum verteilt herumliegen. Aber es wird sich einfach beinahe täglich verkleidet. Wieso also nicht mal ein besonders schönes Kostüm zu Weihnachten schenken? Bei meinen Kindern kommt das super an. Und man schafft sich nach und nach einen Fundus für stundenlangen Spielspaß – und einen guten Verkleidungsfundus für zukünftige Halloween und Faschingsfeiern. Hier ist das Gepardenkostüm sehr beliebt. Und das Wolfskostüm.

Mein Sechsjähriger liebt Basteln und Malen, vor einer Weile gab es daher schon mal einen Bastelkoffer für ihn. Der platzte inzwischen aus allen Nähten, daher wurde er inzwischen von einem Bastelwagen abgelöst. Darin ist Platz für alle Stifte und Farben, verschiedenen Papiersorten, Schablonen und unten sammeln wir Klorollen, Stoffreste und kleine Kartons. Der Wagen kann bequem dahin geschoben werden, wo gerade gebastelt wird und ist hier täglich in Betrieb. Ein wunderbares Geschenk für kleine Künstler.

Auch eine tolle Idee: Besondere Materialien zum Kreativsein. Das können ein paar besondere Stifte sein, wie zum Beispiel die hübschen Wachsteine im Leinenbeutel aus dem Kyddo Shop. Oder spannende Papiervarianten wie eine große Malpapierrolle. Riesenvorteil von Bastelsachen für mich: Sie sorgen nicht nur für stundenlangen Flow und spannende Ergebnisse – sondern verbrauchen sich. Ha – es fliegt also bald weniger Kram im Haus herum.


Ein Spiel ist ebenfalls eine gute Idee, weil man damit die Aussicht auf gemeinsam verbrachte Zeit gleich mitschenkt. Eins unserer absoluten Lieblingsspiele ist Stone Age Junior, weil es besonders hübsch gestaltet ist, ein bisschen Memory beinhaltet und einen Hauch von Monopoly und wirklich ein richtiges Spiel ist. Genau so eins, wie wir Erwachsenen öfter spielen.


Meine absolute Herzensempfehlung sind Kaplasteine. Es gibt kein Spielzeug in unserem Haus, was in Verbindung mit dem Korb mit Schleichtieren öfter bespielt wird, als diese schlichten Steine. Wir haben gleich die 1000 Kiste und die würde ich auch jedem Empfehlen. Meine Kinder beschäftigen sich damit stundelang, in jedem Alter. Sogar der Zehnjährige baut noch gern damit. Man kann filigrane Kunstwerke erschaffen, um die Wette Türme bis zu Zimmerdecke bauen oder Gehege für seinen Schleichtierzoo. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Ein wunderschönes Spielzeug und seinen Preis absolut wert.

Ebenfalls eine super Geschenkidee: Mein neues Kinderkochbuch. Da sind nicht bloß 60 Rezepte,plus jede Menge lustige und herzerwärmende Geschichten drin, sondern auch Bastelideen, Spiele, Experimente, Geheimwissen über Lebensmittel und unseren Körper und noch viel mehr.

Geschenke für Acht- bis Neunjährige

Ich nenne es mal das LEGO-Alter, weil die meisten Kinder wohl dank der kleinen bunten Plastiksteine regelmäßig in herrlichsten Spiel-Flow geraten. Ich gebe aber zu, ich war eine Weile schwer genervt von den teuren Sets, die – je nach Charakter meiner Kinder – entweder unbespielt in einer abgeschlossenen Glasvitrine herumstehen, oder aber nach nach nicht mal zwei Wochen in ihre Einzelteile gespielt wurden. Unmöglich, sie in unserem Spielchaos jemals wiederzufinden und wieder zusammenzubauen.

Dennoch: LEGO ist ein super schönes Spielzeug. Ich würde statt der Sets allerdings immer lieber eine Classic-Box mit vielen verschiedenen Steinen schenken, damit die Kinder ihre eigenen Entwürfe bauen können. Was sie nach einer Weile auch mit Hingabe tun. Auch eine gebrauchte Steinesammlung vom Flohmarkt ist eine super Geschenkidee. Und wenn ein Set mal ein Herzenswunsch ist, gibt es das natürlich auch mal – die Steine landen dann eben bei uns irgendwann in der Selbstbaukiste. Hauptsache, sie fliegen nicht auf dem Boden herum und ich trete drauf. Aua!

Auch toll: Ein Instrument. Falls das Kind noch keins spielt, vielleicht eine günstige Variante in Verbindung mit ein paar Schnupperstunden. Falls es bereits eine Weile dabei ist, darf es gern ein richtig gutes sein. Damit macht üben gleich noch mehr Spaß und man haucht dem ganzen eine ganz besondere Magie ein. (Hier habe ich darüber geschrieben, wie viel Freude Instrumente uns machen…)

Geschenke für Zehn- bis Zwölfjährige

In diesem Alter wird es langsam schwer – vor allem, wenn man den Wünschen nach einem Handy oder einer Wii (noch) nicht nachgehen möchte. Was bei uns gut ankommt sind geschenkte Erlebnisse. Also ein Legoset plus ein Aufbaunachmittag mit dem Patenonkel, ein Skateboard mit einem Skateboardkurs, ein eigenes Küchenemesser mit einem gemeinsamen Koch- oder Backkurs, ein Konzertbesuch bei der Lieblingsband oder ein Stadtbummel mit einem freien Wunsch und Essen gehen (ohne Geschwister).  Vielleicht sogar mal eine Übernachtung nur mit Mama und Papa in einer anderen Stadt, wenn das wieder geht.

Mein Großer liest gern, er bekommt also nicht nur das eine traditionelle Weihnachtsbuch, sondern gleich noch ein zweites. Vielleicht schenkt man dazu noch einen Gutschein für eine gemeinsame Lesenacht im großen Bett (oder auf dem Wohnzimmerboden).  Er hat sich auch über ein Zeitungsabo sehr gefreut – ich finde aber, dass muss passen. Wenn es eher ein pädagogisches Geschenk in Sachen Leseförderung ist, würde ich das Weinachten weglassen und lieber mal zwischendurch schenken.

Für Kinder, die gern experimentieren, sind Forscherkästen ein tolles und sehr besonderes Geschenk. Wir haben einen zur Elektrizität, der dem Großen mit seinen Freunden schon viele spannende Erlebnisse verschafft hat.

Auch schön ist ein cooles Plakat fürs Zimmer oder ein erstes, ganz allein ausgesuchtes Möbelstück. Und ebenfalls eine gute Idee: Geschenke für draußen. Die passen in jede Altersgruppe, aber in dieser machen sie noch einmal mehr Sinn. Weil sie die Fast-Jugendlichen von der Computerzeit ablenken und an die frische Luft bringen. Weil sie das Körpergefühl trainieren und beweglich machen. Für die Großen dürfen sie nun bei uns auch gern ein wenig hochwertiger sein. Denn sie werden ja im besten Fall an die jüngeren Geschwister weitervererbt. Super kamen hier zum Beispiel ein Skateboard, ein Roller und eine Slackline an.

Und noch ein Tipp, für alle, die ein kleines Mitbringsel suchen, für die Kinder von Freunden oder die Geschwister der Patenkinder: Hier sind kleine Kreisel aus Holz total beliebt. Die liegen bei uns im Wohnzimmer, werden beinahe täglich bespielt, immer wieder um die Wette gedreht und sorgen für diverse Kicher-Flows. Kleines Kreiselglück.

Wisst ihr schon was ihr schenkt? Habt ihr noch Tipps für uns?

Fotos: Louisa Schlepper – Ihr-sagt-Ja-Hochzeitsfotografie und Wasfürmich

Alles Liebe,

Claudi