Wie siehts aus mit guten Vorsätzen?

Jan
09/17

Jedes Jahr nach Silvester, nehme ich mir das Gleiche vor: nämlich im neuen Jahr endlich entspannt und zufrieden zu sein. Und: nicht so viel zu meckern: mit den Kindern – und vor allem mit mir. Klappt irgendwie nie, also nie so richtig…
Vorsätze,
Spätestens Anfang Februar schimpfe ich wieder wie ein Rohrspatz – vor allem im Stillen mit mir selbst. (Okay, auch morgens auf dem Weg zur Kita mit den Kids). Ich schimpfe, dass ich nicht genug schaffe, dass ich schon wieder die Fenster nicht geputzt habe und überhaupt: dass ich immer nich nicht organisiert bin. Und über viele, viele andere Dinge. Dieses Jahr mache ich es anders. Statt große, dicke Ziele zu haben, nehme ich mir fünf schlanke Kleinigkeiten vor. Mal sehen, aber ich hab da so eine Ahnung, dass die ganz gehörig zum Erreichen des großen, dicken Ziels beitragen könnten…

  • Im hier und jetzt sein und nicht im Netz. Es ist so leicht – und fällt mir so schwer. Ich liebe und hasse Instagram, aber meistens liebe ich es und ich verliere mich so gern in euren Bildern, Texten und den Kommentaren zu meinen Posts. Aber es geht so unglaublich viel Zeit dabei drauf. Zeit. in der ich eben nicht hier und jetzt und bei mir und bei meinen Kindern bin. In den Ferien habe ich es geschafft und auch mal mal zwei Tage nicht eine Minute in Social-Media-Land verbracht – und ganz ehrlich: es war herrlich. Und ich so viel ruhiger, entspannter, freundlicher. Ich gebe zu, ich muss mich regelrecht austricksen dafür (bedeutet: Handy ganz oben links im Bücherregal deponieren – oder gleich mit leerem Aku unterm Kopfkissen oben im Schlafzimmer), aber dann geht es und tut so gut. Und eigentlich ist es tatsächlich so viel schöner, abends einmal alle Accounts zu besuchen und eure lieben Kommentare zu einem geposteten Foto zu lesen. Und Mails sind auch tatsächlich immer noch da, selbst wenn man sie nur einmal abends liest.
  • Dieses Jahr immer ein Buch dabei haben. Statt aufs Handy, möchte ich ab jetzt in ein Buch zu gucken, wenn ich auf den Bus warte, oder auf den Schulschluss der Kinder oder auf das Ende des Fußballtrainings oder auf den Beginn des Arzttermins.
  • Essen. Keine Neujahrsvorsatzliste ohne Essensvorsätze. Ich will nicht weniger essen, nicht gesünder essen (okay, will ich doch, aber das klappt so absolut bei mir sowieso nicht), ich möchte dieses Jahr einfach noch öfter als im vergangenen Jahr mit Freunden essen. Wir hatten fünf Racletteverabredungen, zwei Mal Brunch, eine orientalische Tafel und einmal Fondue mit Freunden während dieser Ferien, und es war herrlich.
  • Noch was in Sachen Essen: Sonntags einen kleinen Plan mit fixen Gerichten machen und einmal am Wochenanfang dafür einkaufen gehen. Habe ich mir schon oft vorgenommen, mal sehen ob es dieses Jahr klappt. Ich möchte diese Woche dieses, dieses und dieses ausprobieren. Und die Birnentarte aus Veronikas neuem, ganz zauberhaften Backbuch (Amazon-Partnerlink). Auf dem amerikanischen Blog Dinner – a lovestory habe ich ein Familiendinner-Tagebuch eines ganzen Jahres gefunden, Kochbuchautorin und Mama Jenny postet dort über die Freude und Wichtigkeit von gemeinsamen Abendessen und ich kann mich kaum sattsehen, an den herrlich natürlichen, ungephotoshopten Fotos (von köstlichem Essen – und ölverschmierten Pfannen und angekrusteten Töpfen). Herrlich. Vielleicht dokumentiere ich unser Abendessen auch mal, einfach so, ist doch irgendwie eine so schöne Erinnerung. Vielleicht notoere ich jeweils noch ein Stichwort dazu, welches Thema das Gespräch beim Essen jeweils beherrscht hat. Also mein Koch-Plan für diese Woche steht, nachher fahre ich einkaufen, ich habe total Lust darauf.
  • Ähm, noch eins, dieses Jahr werde ich endlich Müllbeutel in der richtigen Größe kaufen. Immer. Damit ich mich nicht mehr täglich über den Danebenfall-Mülleimerschluchten-Ekelwahnsinn durch zu kleine Beutel ärgern muss. PS: Ich habe seit Silvester die Literzahl auf einem Zettel im Portmonnaie. Ha. Und ja, nicht im Handy, denn das liegt ja, wenn es gut läuft, unter meinem Kopfkissen. Ihr wisst schon.

Habt ihr gute Vorsätze? Also kleine, unanstrengende? Einen guten würde ich meiner Liste glatt noch hinzufügen wollen.

Schön wieder hier zu sein. Und noch schöner, dass ihr wieder hier seit,
alles Liebe,

14 Kommentar zu “Wie siehts aus mit guten Vorsätzen?

  1. Cornelia on 9. Januar 2017 at 10:57 geschrieben

    Liebe Claudi,
    ich finde „Vorsätze“ sind immer Dinge, die man sich im Bezug auf sein Tun und sein Verhalten vornimmt. Da hab ich bisher nur einen – jeden Abend Zahnseide verwenden. Wirklich. Jeden. Abend. Ohne Ausnahme. Aber dieses Jahr habe ich mir aufgeschrieben, was ich im ersten Halbjahr 2017 tun möchte. Konkret. Nicht als Neujahrsvorsatz, sondern damit ich am Ende vom Jahr nicht das Gefühl habe, das ich mich habe treiben lassen, dass ich das Jahr nach meinen Wünschen und Vorstellungen gelebt habe. Also ein langes Wochenende nicht dann auf den letzten Drücker einschieben wenn alle nach einer kleinen Auszeit lechzen, sondern schon frühzeitig planen, damit man die Vorfreude genießen kann.
    Solche Dinge. Und auf diese Liste (ich liebe Listen) schau ich jede Woche, wenn ich mir einen Überblick verschaffe, was ansteht, mir Gedanken mache was ich machen/angehen möchte und auch, was es wann zu essen gibt und den Einkaufszettel für den Wocheneinkauf schreibe. Den schreib ich übrigens in eine App, die der Herr des Hauses ebenfalls nutzt, denn den Einkauf erledigt er meistens.
    Alles Liebe & Gute für’s neue Jahr und ich freu mich schon auf viele Inspirationen von Dir!
    Cornelia

    • Claudia on 9. Januar 2017 at 22:34 geschrieben

      Ohhhh jaaa, Zahnseide wär gut. Super Idee. Und die anderen Ideen klingen auch prima.
      Danke dir für deinen schönen Kommentar,
      alles Liebe,
      Claudi

  2. Kim on 9. Januar 2017 at 13:12 geschrieben

    Herrlich! Ein Teil deiner Vorsätze decken sich mit den meinen (die Mülleimersache läuft zum Glück bei uns). Mit einem davon habe ich schon im November angefangen- ein Buch überall dabei zu haben. Die Winternovellen von Ingvild H. Rishøi habe ich nun durch, und hoffe noch vieler solcher Bücher mit feinem Einband, einer angenehmen Mitnehmgröße und Kurzgeschichten zu finden. Das Buch hat sogar in meine Manteltasche gepasst, das fühlte sich richtig toll an.

    Ausserdem habe ich mir zu Weihnachten ein Geschenk gemacht das mich hoffentlich das ganze Jahr über begleiten wird- ich habe mir den Kunstmeilenpass geholt. Und freue mich auf die Documenta. Wenigsten einmal im Monat möchte ich nur mit mir durch eine Ausstellung schlendern, einer Führung anschliessen und mich in den ein oder anderen Künstler einlesen. Mal sehen ob das mit dem „alleine“ so bleibt.

    Euch wünsche ich ein richtig gutes Jahr 2017!

    • Claudia on 9. Januar 2017 at 22:33 geschrieben

      Kunstmeilenpass klingt ja sensationell – ist der überregional?
      Das google ich gleich mal…

      Dir und euch auch ein wunderbares 2017!
      Claudi

  3. Liebe Claudi,
    schön, dass du wieder da bist 🙂
    Das mit dem Meckern … ja … da arbeite ich schon länger dran. Und bei mir ist es tatsächlich so: weniger meckern bringt mehr tolle Momente mit sich … aber es ist so schwer.
    Vorsätze hab ich eigentlich keine. Es stehen hier einige Dinge an, die ich hinbekommen möchte … dazu muss ich auch an mir selbst arbeiten … klarer werden … Wünsche anpacken … hmm, doch Vorsätze? 🙂
    Sag mal, hast du als Lehrerin evtl Tipps für Linkshänder zum Schulstart? Was Quatsch ist und was wirklich sinnvoll? Viiiiielleeeeicht magst du zum Schulstart noch was schreiben??? 🙂
    Liebe Grüße, Dorthe

    • Claudia on 9. Januar 2017 at 22:31 geschrieben

      Auch schön, dass du wieder da bist!
      Mit Linkshändern habe ich leider wenig Erfahrung.
      Aber ich glaube die Beratung im Schreibwarenladen ist immer eine Hilfe – und natürlich, dass was sich die Klassenlehrerin wünscht.
      Beste Grüße,
      Claudi

  4. Ich kenn das mit den Vorsätzen, jedes Jahr das gleiche. Der Tip mit dem Hier und Jetzt und dem Buch ist super. Das nehme ich mal mit auf, in meine Vorsätze. Und wenn du Inspiration für den Wochenplan suchst. Ich mach jede Woche einen für uns und stell ihn auf meinem Blog online: http://tagaustagein.org/tag/speiseplan/

    LG Kerstin…ach und ein gesundes neues Jahr noch…

    • Claudia on 9. Januar 2017 at 22:29 geschrieben

      Liebe Kerstin, du postest Essenspläne, das ist ja genial, da schau ich gleich mal rüber.
      Heute gab es gleich ein weunderbares Abendessen – mit Liebe gekocht und sogar die Kinder waren entspannt dabei,
      Ich freu mich schon auf das von morgen.
      Ganz liebe Grüße,
      Claudi

  5. Tina on 9. Januar 2017 at 19:28 geschrieben

    Ha, beim letzten Punkt musste ich laut lachen – ich hab genau das gleiche Problem und frag mich schon, ob es an mir liegt oder ob der Mülleimer irgendeine komische Sondergröße hat. Mein Mann rechnet mir dann immer irgendwas vor von Umfang, Tiefe, Hoehe, aber welche Größe ich kaufen soll, kann er mir auch nicht sagen. Jetzt muss ich erstmal alle zu kleinen Beutel aufbrauchen und dann kaufe ich mir einfach einen neuen Muelleimer!

    Ich wuensche dir einen guten Start ins neue Jahr!

    Tina

    • Claudia on 9. Januar 2017 at 22:28 geschrieben

      Hach Tina, das könnte mein Mann sein. Der rechnet nicht nur, der vergisst auch nie eine Zahl, die er mal gehört hat.
      Ganz liebe Grüße,
      Claudi

  6. Kerstl on 9. Januar 2017 at 21:31 geschrieben

    Wunderbar deine Vorsätze. Eigentlich bin ich gar kein Fan davon, aber dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, mehr „echte“ Kultur zu genießen – Klassiker lesen oder im Theater anschauen. Und das erste Buch von Kästner habe ich bereits durch, da ich krank seit drei Tagen auf dem Sofa hocke. „Fabian -die Geschichte eines Moralisten“ – sehr zu empfehlen und aktuell wie damals.
    Den Vorsatz mit den Müllbeuteln finde ich auch sehr witzig.

    • Claudia on 9. Januar 2017 at 22:26 geschrieben

      Theater klingt wunderbar! Das möchte ich auch mal wieder. Wir waren dieses Jahr in drei Weihnachtsmärchen mit den Kindern – herrlich.
      Aber ein Stück für Erwachsene wär auch mal wieder schön!
      Ganz liebe Grüße,
      Claudi

  7. Josefine on 12. Januar 2017 at 19:26 geschrieben

    Liebe Claudi,

    zuallererst: Ich mag Deinen Blog sehr, das klingt alles sehr sympathisch. Und wenn Du schreibst, dass Du dann und wann in München bist, dann hoffe ich, dass wir uns spontan über den Weg laufen (haha….ist mir aber tatsächlich mal mit einer Bloggerin in Berlin passiert!). Mein Vorsitz für dieses Jahr: Nix kaufen. Alles mal aufbrauchen, was da ist. Und mehr reparieren und ausleihen. Allein der Gedanke daran, tut mir schon gut. Und bisschen Geld, das ich ansonsten ausgegeben hätte, leg ich in ein Kuvert, auf dem steht: Just for me…ist dann für eine Extra-Ausgabe, für den Urlaub oder was Schönes nur für mich. Viele liebe Grüße aus München und einen guten Start in ein glückliches neues Jahr, Josefine

    • Claudia on 12. Januar 2017 at 22:15 geschrieben

      Liebe Josefine, das klingt ja alles wunderbar: dein Kompliment und deine Idee. Oh, und der Unschlag!!! Ich bin gespannt, wie viel zusammenkommt. Ganz viel Freude beim Einsparen und bis bald, in München und im Netz ❤️
      Herzlichst, Claudi

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