Ach Gott: Die Kumpels der Kinder

Mrz
28/14

FLUCH DER WOCHE NR. 24: DIE KUMPELS DER KINDER. Ich bin verwirrt. Fluche leise. Mag mich selbst nicht. Aber kann nicht anders. Es gibt Kumpels meiner Kinder, die find ich richtig doof…
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Puh, jetzt ist es raus. Also mein Großer verabredet sich jetzt. Immer. Öfter. Leider sind seine Freunde nicht mehr die Kinder meiner Freunde. Nein. Er sucht sich selbst welche. Ich staune. Bin verwirrt. Sauer. Gestresst. Hilflos. Ängstlich. Er sagt mit diesem neuen Freund plötzlich neue Schimpfwörter. Andere Liga Schimpfwörter. Sie spielen neue Spiele – von denen „mit-dem-Dreirad-gegen-sämtliche-Einrichtungsgegenstände-krachen“ noch harmlos ist. Ständig will der neue Freund fernsehen. Mein Sohn plötzlich auch. Ich komme mir vor wie die uncoolste Mama der Welt. Die Dauermeckernde. Und werde prompt beschimpft. Mit den neuen Wörtern. Auch noch, als der neue Freund längst weg ist. Hilfe, ich kenne mein Kind nicht wieder. Bin ich hysterisch? Ich will es doch nur beschützten. Oder in Wahrheit mich? „Bleib ruhig“, sagt mein Mann. „Mach keinen Herrmann draus.“ In mir kämpft es. Klar, andere Lebenswelten kennen lernen ist wichtig. Aber jetzt schon? Und so? Und um himmelswillen was mache ich, wenn er den neuen Freund demnächst allein besuchen will…?
Ihn hinfahren, fürchte ich. Locker bleiben. Es zumindest versuchen.
„So lernt er wenigstens ein paar richtig gute Schimpfwörter!“, beruhigt mich ein Freund. „Aber ich möchte doch, dass er ein netter Junge ist!“, konter ich. „So Looser-nett?“, fragt der Freund. Manno…

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3 Kommentar zu “Ach Gott: Die Kumpels der Kinder

  1. Anja on 31. März 2014 at 13:41 geschrieben

    Jujuuu, was hab ich gefeixt über deinen Post!!!!
    Kommentar meines Mannes (sinngemäß) „nen Taxifahrer kann sich auch nur bedingt aussuchen wohin es geht….“ (Welch charmanter Vergleich, oder?)
    Ich kann mich bei manchen „Übermüttern“ aus Kita oder vom Spielplatz auch kaum zusammenhalten – kann den Kindern aber meist (noch) Rabatt für ihre Blödheit gewähren.
    ‚Kann mir aber gut vorstellen, das „Herrmann“ auch zu mir kommt, wenn ich just diese dusselig-dreisten „Übermüttersprosse“ beim nächsten Kindergeburtstag NICHT MEHR ausgeladen bekomme….
    Bitte werde nicht zu gelassen -ich freu mich jetzt schon auf den nächsten Fluch!
    Gruß,
    Anja

  2. Pia on 10. April 2014 at 09:53 geschrieben

    Schöner Post, der so mancher Mama aus dem Herzen spricht. Ab wann kann man die kleinen Würmer loslassen – das ist ja immer wieder das Thema, in jeder neuen Entwicklungsphase. Tja, und irgendwann sind es die Kumpels… Mit meinem Erstklässler erlebe ich gerade genau das gleiche. Aber hier eine kleine Geschichte zum Trost: Im Winter gab es auch so einen neuen Freund (Nesthäkchen mit 2 fast erwachsenen Geschwistern), der alle Schimpfworte kannte, obercool war und von dem der Satz stammt: „Samstags mach ich eigentlich nie was… da gammle ich nur auf dem Sofa vor dem Fernseher rum“ Und nach meinem ungläubigen Kommentar dann die Antwort: „Ne du, da gibts so ein Programm, da kommen den ganzen Tag Kindersachen…“ Ach so – verstehe! Außerdem gabs bei ihm zu Hause natürlich die Playstation und und und… Zähne zusammenbeissen und durch. Aber plötzlich fiel meinem Sohn von alleine auf, dass er mit ihm eigentlich nicht so gut spielen kann – und plötzlich wollte er sich nicht mehr treffen. Thema vorerst erledigt – gottseidank. Bis zum nächsten „besten Freund“!
    Viele Grüße, Pia

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