Was esst ihr – oder esst ihr gerade nicht – während der Schwangerschaft?

Apr
20/17

Neben meiner riesigen Lust auf scharfes Essen, gern mit Kokos oder anderen Nüssen, habe ich in dieser Schwangerschaft vor allem auf eins Appetit: auf Sushi. Ich kenne das bereits von den Schwangerschaften zuvor, da konnte ich ebenfalls nicht genug davon bekommen. Immer in vegetarisch natürlich, denn roher Fisch in der Schwangerschaft, heidewitzka, das würde sich ähnlich lebensmüde anfühlen, wie mein Neugeborenes auf dem Autodach zu transportieren. Unangeschnallt…
Schwangerschaft, was ist erlaubt, Sushi in der Schwangerschaft
Dann wechselte ich kurz vor der dritten Schwangerschaft die Frauenärztin und sprach mit ihr, als ich wieder schwanger war, übers Essen, über meine Gelüste – und meine Freude auf echtes Sushi, am liebsten gleich im Kreißsaal. Sie schaute mich überrascht an: „Sie essen kein Sushi in der Schwangerschaft? Aber es gibt doch nichts Saubereres als den großen, weiten Ozean.“ Ich war völlig überrascht, aber sie erzählte mir von ihren vielen schwangeren Patientinnen aus Japan: „Wenn ich denen sagen würde, sie sollten kein Sushi essen, würden die mir sagen, dann müssen wir verhungern.“ Was Fisch betreffe, würde sie bloß eins meiden: geräucherten Lachs. Weil der meist in Zuchtanlagen auf engstem Raum aufwachse und häufig Keime enthalte. Ich war wieder einmal baff, wie unterschiedlich Menschen mit dem Thema Essen in der Scwhangerschaft umgehen…

Am Anfang dieser Schwangerschaft – ich war vielleicht in der 14. Woche – konnte es immer noch nicht so richtig glauben und den Kindern davon erzählt hatten wir auch noch nicht. An diesem Abend waren Freunde zum Essen bei uns und mittendrin erzählten sie uns überglücklich, dass sie ein Baby erwarteten. Ihr Geburtstermin: genau zwei Tage vor meinem. André und ich sahen uns an, dann die Kinder, die noch nichts von ihrem neuen Geschwisterchen ahnten und wir dachten beide, dass dieses nicht der richtige Zeitpunkt war, es ihnen mitzuteilen. Ich gratulierte also, freute mich für sie mit und schwieg. Hellhörig wurde ich bloß, als ich meiner Freundin den Frischkäse reichte und sie heftig ihren Kopf schüttelte und meinte, den dürfe sie ja gerade nicht. Ich linste auf den Berg Frischkäse, den ich mir gerade aufgefüllt hatte und überlegte, ob Frischkäse um himmelswillen auch auf der Liste der verbotenen Lebensmittel gestanden hatte, die ich während meiner ersten Schwangerschaft eifrig im Portemonnaie herumgetrug.

Überhaupt: Ich bin mit jeder Schwangerschaft lockerer geworden: esse dieses Mal mit gutem Gefühl mein (frisches!) Ei innen noch flüssig, Parmesan, italienischen Schinken, meine Bolognese mit Rotwein oder Eierlikörkuchen und trinke Kaffee. Auf einem englischen Blog habe ich vor einer Weile schrecklicherweise gelesen, dass in einigen Ländern Erdbeeren in der Schwangerschaft als No-go gelten. (In die könnte ich mich jedes Mal reinlegen. Immer. Aber in der Schwangerschaft ganz besonders: Bei Tjelle hatte ich ein paar Mal Sorge, ob es vielleicht eine Erdbeere werden würde, statt eines kleinen Jungen).

Noch etwas: Als ich auf einer Party vor einer Weile nach der Schale mit der Lakritze griff, hielt jemand meine Hand fest: Ob ich nicht wüsste, dass Lakritze in der Schwangerschaft absolut schädlich sei. Es könnte Stress beim Baby auslösen und außerdem Diabetes und Übergewicht. Davon hatte ich nun wirklich noch nie gehört. Das hatte auch nicht auf der Liste von damals gestanden, da war ich sicher. Ich habe mir auf den Schreck ein großes alkoholfreies Weizen bestellt, was ich ebenfalls sehr mag, bis mir einfiel, dass eine Freundin von mir während ihrer Schwangerschaften nicht mal einen Schluck alkoholfreies Bier getrunken hat – wegen der winzigen Menge Restalkohol.

Was bitte ist denn nun richtig? Verunsichert bin ich auch in dieser, immerhin meiner vierten Schwangerschaft. Dennoch versuche ich locker zu bleiben und auf mein Bauchgefühl zu hören. Ich habe den Frischkäseberg übrigens gegessen. Freue mich riesig auf die Erdbeeren. Lachs mag ich grad nicht mehr, Lakritz muss auch nicht sein. Und ich bleibe auch dieses Mal bei vegetarischem Sushi.

Und ihr? Auf was verzichtet ihr oder habt ihr verzichtet? Und auf was nicht? Ich bin sehr gespannt.

Alles Liebe,

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25 Kommentar zu “Was esst ihr – oder esst ihr gerade nicht – während der Schwangerschaft?

  1. Sabrina Debenath on 20. April 2017 at 07:31 geschrieben

    Liebe Claudi,

    Ich lese seit einer Weile Deinen spannenden& aus dem Leben gegriffenen Blog.
    Ganz ganz toll finde ich auch Deine Bilder dazu.
    Ich bin zum 2. mal Schwanger&habe mich in Deinem Sushi Text wiedergegunden.
    Ich habe in dieser Schwangerschaft auch unheimliche Lust auf Sushi. Verzichte aber auch uf rohen Fisch. Ich esse zur Zeit mit grossem Heisshunger frische Ananas, ich könnte mich reinlegen. Und allgemein Früchte.
    Ich finde allgemein,dass jede Schwangere selbst entscheiden sollte,was sie essen möchte&was nicht. Auf was sie ganz verzichtet &was sie meidet. Ich bin in dieser Schwangerschaft auch lockerer geworden, verzichte aber auf gewisse Sachen trotzdem komplett.

    Ich wünsche Dir für Deine Schwangerschaft weiterhin alles Gute&freue mich auf all Deine neuen Berichte.

    Herzlich Sabrina

    • Claudia on 20. April 2017 at 12:27 geschrieben

      Was für ein liebes Feedback Sabrina. Ich freue mich, dass du hier her gefunden hast und uns jetzt öfter besuchst.
      Und sag mal, ein besseres Gelüst als frisches Obst gibt es jawohl nicht. Da hat dann wohl wirklich niemand mehr was zu meckern.
      Obwohl – die viele Säure… (HA, ich mach doch nur Spaß!!!!!)
      Ich wünsche dir eine wunderbare Rest-Schwangerschaft mit Bergen von Ananas,
      alles Liebe,
      Claudi

  2. Elen on 20. April 2017 at 07:54 geschrieben

    Wunderbarer Artikel! Ich bin das erste Mal schwanger – „und dann auch noch mit Zwillingen“. Sobald ich den Satz ausgesprochen habe, wird man von allen nur noch mit Samthandschuhen angefasst. Meist nur gut gemeint, trotzdem auf Dauer nicht zu ertragen.
    Einladungen zum Frühstück endeten darin, dass ich Listen mit Lebensmitteln per Whats App bekam, was ich „denn überhaupt essen könne“ oder bei der Einladung zum Abendessen wurde betont „wie schwierig es sei, eine dunkle Soße ohne Rotwein zuzubereiten“. Völliger Unsinn – vorallem weil ich das nie verlangt habe.
    Ich habe mich, bis auf die gänzlich rohen Sachen, während meiner gesamten Schwangerschaft auf mein Gefühl verlassen. Wenn ich wusste, wo die Lebensmittel herkommen, wie sie hergestellt wurden, habe ich sie bedenkenlos gegessen und schwups bin ich gesund und munter in der 38. SSW angekommen. Was ich absolut bescheuert finde: auf Parmaschinken, Frischkäse wird verzichtet – dafür schütten sich einige Schwangere völlig überzuckerten Sekt für Kinder rein. Ich weiß nicht, was da die bessere Wahl ist…
    herzliche Grüße aus Köln!

    • Claudia on 20. April 2017 at 12:25 geschrieben

      Ich danke dir, ja, sowas kenne ich auch: Freunde, die es gut meinen, rufen hier an und wollen ihr geplantes Dinner mit mir abstimmen. Das ist lieb gemeint, aber himmel, soviel Aufhebens will ich gar nicht. Leider hört das mit den Tipps zum Thema Kind mit der Geburt nicht auf. (Bloß dass sich die Leute dann mehr Gedanken machen was das Kind ist, und – zum Glück – nicht mehr so sehr, was die Mama verdrückt.

      Darauf ein alkoholfreies Bier (autsch, diesen überzuckerten Sekt kann ich nicht trinken),
      alles Liebe,
      Claudi

  3. Johanna S. on 20. April 2017 at 08:11 geschrieben

    Komischerweise bin ich in dieser zweiten Schwangerschaft beim Essen strenger als in der ersten und verkneife mir bisher alles mit Rohmilch und rohem Fleisch, auch die Salami und den Parmesan. Beim weichen Frühstücksei bin ich allerdings entspannt und Kuchenteig naschen lass ich mir auch nicht nehmen. Erdbeeren? Die könnte ich gerade nicht weglassen… Und das, wo ich eigentlich darauf achte, immer schön saisonal und regional einzukaufen 😉

    • Claudia on 20. April 2017 at 12:21 geschrieben

      Stimmt, die Kuchenteignascherei, auweia, die ist ja auch verschrien. Mache ich ständig.
      Und gerade steht eine wunderbare Schale Erdbeeren mit Joghurt neben mir.
      Gewaschen – aber nicht desiniziert ; )
      Alles Liebe!

  4. Liebe Claudia, fürchterlich diese vielen Verbote, oder? Vor allem, weil eben jeder etwas anderes auf der Liste hat, von dem man vielleicht noch nie etwas gehört hat (Lakritze und Erdbeeren?!? Ist mir völlig neu und kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen!). Und dann wieder diese Grauzonen: Salami lieber nicht, aber auf der Pizza schon. Parmesan gerade so ok (trotz Rohmilch) aber bitte nicht das Randstück… Da wird man doch verrückt? Ich habe damals auf rohen Fisch/Fleisch verzichtet (und huih hatte ich Lust auf Sushi!), Rohmilchkäse (aber um himmelswillen nicht auf meinen geliebten Parmesan!), Alkohol (eh klar), und rohen Schinken. Und ja, mein Ei war auch immer durch. Aber um ehrlich zu sein, war das meine erste Schwangerschaft, da liest man eifrig Ratgeber usw. und ist irgendwie besonders nervös (also ich war es). Ich glaube wenn ich nochmal schwanger wäre, wäre ich etwas entspannter. Da dürfte das Ei dann auch noch weich sein und dazu gebe es Prosciutto.
    Viel wichtiger finde ich es, dass man gute Lebensmittel einkauft und sich gesund ernährt, so dass man sich wohl fühlt und dem Baby alle Nährstoffe liefern kann.
    Liebe Grüße, Sabrina
    P.S.: Als es bei uns losging und ich einen Tag vor der Geburt meines Sohnes ins Krankenhaus kam, fragte mein Mann übrigens sofort die Schwester ob es nun ok sei, wenn er mir Sushi besorgen würde 🙂 – sie meinten er solle noch bis morgen warten. Haha :-)!

    • Claudia on 20. April 2017 at 12:19 geschrieben

      Ja, die Grauzonen, die sind der Wahnsinn. Letztens erzählte eine Freundin, ihre Hebamme hätte ihr geraten, auch noch in der Stillzeit auf rohes Fleisch und Fisch, Parmesan und Co zu verzichten. Aber ich bin so bei dir, wohlfühlen und ein gutes Gefühl haben ist alles!

      Schönen Tag dir,
      Claudi

  5. Christina on 20. April 2017 at 08:36 geschrieben

    Liebe Claudia bei mir ist es die 3 Schwangerschaft und mir ging es wie dir. Man weiss nicht was soll man Essen was nicht. Man hört oder liest immer irgendwas neues. Auf kaffee, Salami und lachs Verzichte ich. Weich gekochte Eier mag ich sowieso nicht. Aber mein Arzt sagte mir ziemlich am Anfang das ich Essen solle worauf ich Hunger habe und das jeder kleinste Tropfen Alkohol schädlich ist. Mit Erdbeeren hätte ich aber keine Bedenken. 🙂

    • Claudia on 20. April 2017 at 12:16 geschrieben

      Huhu, danke dir, und weißt du was gerade neben mir steht: eine Schale Joghurt mit Erdbeeren. Göttlich!
      Liebste Grüße,
      Claudi

  6. Ulla on 20. April 2017 at 08:40 geschrieben

    Liebe Claudia, vielen Dank für den sehr erlichen Artikel! Ich fand das auch so, so, so schwierig in der Schwangerschaft! Und dann all die Ratschläge… Puh. Ich habe also eine Weile auf alles verzichtet (alles was ich irgendwo gefunden oder gehört hatte- und nein, nichtmal nach wochenlangem lesen und googeln etc bin ich auf Lakritz gestoßen, nie gehört- zum Glück, ich habe andauernd Lakritz gegessen 😉 )

    Und dann habe ich irgendwann gedacht, als ich las, was so alles stress beim ungeborenen Baby auslöst, dass das doch wohl am meisten stresst. Also mich auf jeden Fall. Und damit ja auch das Baby.
    Also habe ich meinen Laptop ausgemacht. Und die Ratgeber zurück in die Bibliothek geschleppt und mich auf die elementaren Verzicht-Tipps beschränkt, die meine Hebamme mir genannt hat. (Rohmilch, roher Fisch rohes Fleisch und Alkohol) und das war’s auch schon. Kaffee gab’s wieder für mich (klar, in Maaßen aber oh war das schön! Und Entspannend! Und Rotweinsauce, Camembert, Parmesan etc… NOM NOM NOM
    Und ich war hundert- ach was tausendmal entspannter und das Baby hat sich auch viel öfter angefangen zu melden (Vermutlich weil ich den Kopf dafür frei hatte und nicht mehr permanent über meine Listen gegrübelt habe.)

    Alles in allem finde ich- Man kann nicht auf alle Tipps hören und sollte man auch nicht. Was nachgewiesen schädigend ist, klar. Aber man kann sich ruhig mal entspannen. Ich habe auch kein Kräutersträußchen unterm Kopfkissen und keine Lavendelkissen auf dem Bauch oder so. Und das waren auch Tipps, die ich bekommen habe…
    Der Körper holt sich, was er braucht. Also ruhig mal ein paar Gelüsten nachgehen, die sind ja nicht zufällig da!

    Alles Gute für dich und deine wachsende Bande! Hurra!

    • Claudia on 20. April 2017 at 12:15 geschrieben

      Ha, dann bin ich ja nicht die Einzige die von der Lakritzgeschichte wirklich noch nie gehört hat…
      Ich bin ganz bei dir, ich glaube Entspannung ist goldwert (in der Schwangerschaft und beim Kinderhaben hinterher ja noch viel mehr).
      Alles Liebe!

  7. Joevlin on 20. April 2017 at 10:48 geschrieben

    Erstmal alles Gute für Deine Schwangerschaft! Und für Deine tollen Posts, die ich gerne lese.
    Es ist immer wieder interessant zu sehen, wie unterschiedlich doch die Ansichten in allen Ländern sind.
    Während ich in anderen Ländern Schwangere sehe, die genüsslich Salat und frisches Obst essen, schlagen italienische Frauenärzte die Hände über dem Kopf zusammen, denn: TOXOPLASMOSE! Jede Schwangere in Italien muss sich davor fürchten, denn auf jedes Gemüse oder Obst (auch wenn es im Baum wächst) könnte ja eine Katze draufgemacht haben und dadurch ist es verseucht. Zudem ist jeden Monat ein Toxoplasmosetest obligatorisch.
    Das heisst, es wird dir dringend empfohlen, keine Rohkost zu essen und wenn, dann bitte nur mit Amuchina (ein chlorhaltiges scheußliches Desinfektionsmittel) desinfiziert. Meine Frauenärztin hatte mir sogar von Wasser aus dem Wasserhahn abgeraten…
    Parmesan hingegen ist absolut ok, da so lange gereift, dass es kein Risiko mehr darstellt (für Italiener so ungefähr wie Sushi für Japaner), rohes Fleisch, roher Schinken, roher Fisch, Rohmilchkäse wie Camenbert hingegen ein No-Go.
    Was mich jedoch total sprachlos gelassen hat ist der Hinweis in dem italienischen Schwangerschaftsordner, dass 1 Glas Wein oder 1 Dose Bier am Tag ok sind. Meiner Meinung nach völlig verantwortungslos so etwas in die Ernährungshinweise für Schwangere zu schreiben.
    Man sieht dann nämlich Schwangere, die gerne mal ein Gläschen Wein mittrinken, aber bei den Erdbeeren vehement verneinen (weil es könnte ja dem Kind SCHADEN).
    Aber im Endeffekt ist es richtig, dass auch ich in der zweiten Schwangerschaft etwas lockerer war.

    Hab einen tollen Tag und herzliche Grüsse
    Joevlin

    • Claudia on 20. April 2017 at 12:14 geschrieben

      Liebe Joevlin, vielen Dank für deinen Kommentar! Wenn ich sowas lese, bin ich mir noch sicherer, dass ich einfach auf mein Bauchgefühl hören mag. (Und der ruft nunmal eher Mal nach einer Scheibe Salami als nach einen Glas Rotwein.)
      Lustig, der Tipp mit dem Desinfektionsmittel, ich finde danach riecht es in Italien sowieso häufig.
      Ganz liebe Grüße,
      Claudi

  8. Annika on 20. April 2017 at 12:43 geschrieben

    Liebe Claudi,
    Ich verstehe dich so gut! Diese ganzen Ge- und Verbote können einen Wahnsinnig machen. Vor allem wenn sich noch dazu plötzlich auch völlig fremde Menschen dazu auslassen, und meinen einen Kommentar zum Essen abgeben zu müssen. Ist mir damals so passiert.
    Aber, da das Thema mein Fachgebiet betrifft: gesund-ins-Leben.de ist eine Seite vom Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung und gibt die aktuell gültigen Empfehlungen wieder.
    Was jeder für sich draus macht, bleibt sicher auch dem eigenen Sicherheitsbedürfnis überlassen. Aber zumindest sind diese Empfehlungen absolut verlässlich und ersparen vielleicht die eine oder andere langwierige Netzrecherche.
    Und wer noch ein bisschen mehr wissen will, kann sich auf der Seite des Robert Koch Instituts über Listeriose , Toxoplasmose und deren Häufigkeit informieren. Meiner Erfahrung nach, gibt es da nämlich auch viele Kollegen, die nicht so wirklich gut über das Thema informiert sind.
    LG, Annika

  9. Tanja on 20. April 2017 at 19:06 geschrieben

    Hallo liebe Claudia! Ich erfreue mich nun schon ein Weilchen an deinen Bildern und Texten hier und bei Instagram. Das Thema „Was-essen-und-was-nicht-in-der-Schwangerschaft“ ist auch bei mir gerade wieder aktuell. Ich bin nun zum zweiten Mal und inzwischen im 4. Monat schwanger und ich komme auch dieses Mal nicht drum herum, mir Gedanken zu machen, welche Vorsichtsmaßnahmen nun Sinn machen und welche übertrieben sind. Ich verzichte auf rohes Fleisch, rohen Fisch und Rohmilchprodukte. (Mir läuft schon jetzt das Wasser im Mund zusammen, wenn ich an das erste Sushi denke, dass ich mir gleich nach der Schwangerschaft gönnen werde!) Ich lebe nun seit gut einem 3/4 Jahr in Chile und hier gibt es die tollsten süßesten Erdbeeren im Sommer, die ich massenweise gefuttert habe. Kaffee trinke ich während der Schwangerschaft koffeinfrei, der schmeckt mir genauso gut. Tja und Lakritz, da könnte ich mich reinlegen, aber den gibt es hier in Chile nicht. Alkoholfreies Bier trinke ich hin und wieder auch gerne und dieses Mal kommt auch mal eher als in der ersten Schwangerschaft ein Schuss Rotwein ins Essen. Insgesamt ein Thema, das mich hin und wieder nervt und stresst, weil man eben – wie bei vielen anderen Themen auch – so viele verschiedene Meinungen zu hören bekommt und es da manchmal nicht leicht ist, zu wissen, was denn nun richtig ist. Und ja, letztendlich muss man wohl einfach wieder auf’s gute alte Bauchgefühl hören und ein bisschen Vertrauen haben.
    Saludos – Liebe Grüße aus Santiago

  10. Liebe Claudi,
    das kannst du doch nicht machen. Hier eine große Sushiplatte zeigen während ich suhsimäßig auf dem Trockenen sitze!!! ;-))
    Ich habe während der Schwangerschaft kein Fisch-Sushi gegessen, wobei ich die Gemüsesushi eine recht gute Alternative finde und ich hoffe doch sehr, dass es sehr viel Saubereres gibt als den großen, weiten Ozean!!! Alleine nach Fukushima möchte ich mir manchmal gar nicht vorstellen, was wir da mit Fisch zu uns nehmen (abgesehen von Schwangerschaften). Ich habe schon auf einiges verzichtet. Ich hatte immer im Hinterkopf wie sehr ich mich ärgern würde, wenn dem Baby was passiert, nur weil ich nun dies oder jenes esse. Dabei kann man bestimmt etliches essen (auch mein Arzt war da ziemlich locker). Aber was will man gegen Gefühle tun. ;-)) Andereseits ist der Zeitraum ja überschaubar und verrückt habe ich mich deswegen auch nicht gemacht.
    Dir weiterhin alles Liebe in der Schwangerschaft!
    Liebe Grüße
    Jutta
    P.S. Erdbeeren, Frischkäse? Ist mir auch ganz neu. Von Lakritze hab ich mal was gelesen (weiß aber nicht, ob es da um Schwangersein ging, aber die mag ich ohnehin nicht besonders)

    Aber es gibt doch nichts Saubereres als den großen, weiten Ozean

    • Claudia on 21. April 2017 at 12:12 geschrieben

      Liebe Jutta, irgendwie mag ich mir das gern vorstellen, mit dem sauberen, weiten Ozean ; )
      Sushi mit rohem Fisch bekomme ich derzeit aber trotzdem nicht runter. Einfach Bauchgefühl.
      Und das ist wohl sowieso bei allen Tipps das Allerbeste!

      Ganz liebe Grüße,
      Claudi

  11. Regina on 20. April 2017 at 21:51 geschrieben

    Hallo liebe Claudi,

    erstmal: danke für deine immertollen Beiträge, ich lese dein Blog unheimlich gerne!
    Bin selbst gerade mit dem dritten Kind schwanger und mir geht es ähnlich wie dir: ich werde immer lockerer und überlege nicht mehr bei jedem Salatblatt panisch, ob es denn auch gründlichst gewaschen wurde…
    Parmesan esse ich in dieser Schwangerschaft auch erstmalig, da ich einfach so großen Appetit darauf habe und mit Kaffee-und alkoholfreiem Bierkonsum bin ich auch deutlich lockerer geworden. Erdbeerverbot ist mir auch total neu, Lakritz hab ich schon gehört, aber ich glaube, da müsste man schon etwas mehr als ein paar Schnecken essen, dass es was ausmacht…

    Letzlich sollte aber wohl wirklich jede Schwangere das essen, was ihr ein gutes Gefühl gibt (ich musste letztens etwas schmunzeln, als ich mit einer Freundin zusammen frühstückte, die das erste Kind erwartet- ihre Unsicherheit bezüglich einiger Lebensmittel erinnerte mich so an meine erste Schwangerschaft- aber ganz ehrlich habe ich gar nicht mehr so viel Gelegenheit zum drübernachdenken, dafür sorgen die Geschwister 😉 )

    Auf was ich mich essenstechnisch übrigens am meisten freue, wenn das Baby da ist, ist Camenbert…

    Dir alles Liebe und Grüße aus dem Süden,
    Regina

    • Claudia on 21. April 2017 at 12:08 geschrieben

      Oh, das freut mich sehr! Ich wünsche dir eine entspannte Schwangerschaft.
      Ich hab übrigens auch schon Camembert gegessen, pasteurisiert, aus der Packung.
      Hatte ich gar nicht mehr dran gedacht…

      Schönstes We und liebe Grüße in den Süden,
      Claudi

  12. Nici on 21. April 2017 at 10:01 geschrieben

    Verrückt, verrückt…
    was es alles an Ver- und Gebote gibt, je nach Land und persönlicher Entscheidung.
    Ich hatte als vorher überwiegend vegan Essende plötzlich soooo Kohldampf auf Schnitzel & Currywurst. Der Mann fand’s gut 🙂
    Und auch mit der gar nicht mehr so kleinen Maus (2 1/4 Jahre) gibt’s Essen querbeet und dank türkischer Tagesmutter sind Knoblauch & Oliven heiß geliebt.
    Mir wurde im letzten Drittel empfohlen nicht mehr als eine Mandarine pro Tag, weil sonst das Fruchtwasser sich verändern könnte. Völliger nonsense und das in der Vorweihnachtszeit. Lieber ein Jeeper auf Gesundes statt Plätzchen. Alles Liebe dir & dem Minikind!

    • Claudia on 21. April 2017 at 12:06 geschrieben

      Danke für deinen Komentar und ja seltsam, oder, was da für Ratschläge durch die Gegend sausen…
      Und hey, Mandarine hab ich jetzt aber wirklich noch nie, nie, nie gehört.
      Und was soll dann passieren, dann wird das Fruchtwasser sauer? Oder orange? Oder kriegt es Mandarinenhaut.
      Hach, ich wünsch dir ein wundervolles, entspanntes Wochenende,
      alles Liebe, Claudi

  13. Henriette on 22. April 2017 at 09:37 geschrieben

    Liebe Claudi,
    ich lese deinen Blog so unglaublich gern und freue mich jedes Mal, wenn ich einen neuen Artikel entdecke. Ich mag deine entspannte Einstellung im Allgemeinen und zum Thema Ernährung in der Schwangerschaft im Besonderen. Ich habe mich in meiner ersten Schwangerschaft mit meinem großen Sohn relativ streng an alle möglichen Verbote und Gebote gehalten. Das war wirklich eher anstrengend als genussvoll. In meiner zweiten Schwangerschaft mit meinen beiden kleinen Jungs bin ich es zunächst lockerer angegangen. Allerdings habe ich dann eine Schwangerschaftsdiabetis entwickelt. Mit einer sehr vernünftigen Ernährung konnte ich das zum Glück in den Griff bekommen, ohne dass ich Insulin spritzen musste. Allerdings weiß ich nun umso mehr zu schätzen, was für ein großer Genuss es ist, Erdbeeren, Melonen und Bananen essen zu können, wann immer ich möchte. Das alles und auch jedes andere Obst war damals für mich nämlich eine riesen Ausnahme, die ich nur in Minihäppchen genießen durfte.
    Also genieß alles, was dir und euch gut tut!
    Liebe Grüße von Henriette

  14. Liebe Claudi,
    ich kann mich noch erinnern, dass ich beim dritten Kind einen unbeschreiblichen Heißhunger auf Currywurst hatte, der mir beim vierten Kind eine heftige allergische Reaktion eingebracht hat.
    Das zweite Kind hingegen vermießte mir jeglichen Appetit auf Ungesundes.
    Hm, Kind 2 ernährt sich hier inzwischen konsequent vegetarisch, Tendenz vegan und immer vor allem gesund.
    Kind 3 hat einen Hang zu Fastfood und isst am allerliebsten Pizzahawai mit viel Curry und hat die Blutgruppe Schoko
    und Kind 4 fragt seit ein paar Jahren bei fast jedem Haps, ob sich das mit dem zuvor gegessenen verträgt.

    Vielleicht besteht da ein Zusammenhang mit den Essgewohnheiten und
    -gelüsten in der Schwangerschaft?!

    Weitere bleibende Schäden sind bisher nicht feststellbar. 😉 Deshalb mein Rat, mach dich nicht verrückt. Ernähr dich gesund und: Deine Frauenärztin ist eine kluge Frau.

    Liebe Grüße
    und eine gute Schwangerschaft weiterhin

    Nula

  15. Liebe Claudi,
    ich esse dieses Mal auch viel mehr angeblich nicht so Gutes wie in der ersten Schwangerschaft. Zum Beispiel Leberwurst. Zwar in Maßen, weil ich normalerweise regelrecht süchtig danach bin, aber ohne kann ich nicht. Ich trinke auch schwarzen Tee, auch wenn man das nicht so soll. Sushi lasse ich auch lieber, aber sonst weiß ich gar nicht mehr genau, was man nicht essen oder machen soll. Das Baby wird es bestimmt überleben.
    LG Steffi

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