Was bringt ihr aus dem Urlaub mit?

Aug
21/17

Noch ist dieser Urlaub nicht zu Ende, zum Glück noch lange nicht. Und noch habe ich auch nichts gekauft. Nichts, außer jede Menge selbstgepflückter Pfirsiche, Mineralwasser (mit Gas) und beutelweise Garnelen fürs Barbecue. Aber obwohl wir noch zwei Wochen unterwegs sind, überlege ich schon, was wir dieses Mal mitnehmen könnten, als Andenken an diese wunderbare Reise. Denn so sehr wie ich unterwegs sein liebe, so sehr liebe ich es etwas mitzubringen, was mich ans unterwegs sein erinnert…
Mitbrinsel
Souvenirs sind die Einschalttaste fürs Kopfkino für mich. Ich seh einen bunten Teller – und stehe wieder auf dem quirligen Markt in Portugal. Ich streichel über die spitze, roséfarbene Muschel – und liege wieder am Strand in Südafrika; Sand und Sonne auf der Haut – und keine Strickjackenärmel wie so oft zuhause.

Meine Souvenirs müssen gar nicht viel kosten. Manchmal nichts: als Teenie habe ich mal ein hölzernes, halb verrottetes Werbeschild aus Amerika mitgebracht. Es hängt immer noch bei meinen Eltern an der Wand. Ein Jahr habe ich mit einer Freundin beim Wandern auf Mallorca alte Fliesenscherben gesammelt. Unser Koffer war irre schwer – aber ich erinnere mich noch heute an die wunderbaren Farben. André musste aus Amerika eine Hummer-Holzboje nach Hause schleppen. Stöhnt heute noch. Freut sich aber wie ich beinahe täglich über die Boje in unserer Pollersammlung draußen an der schwarzen Scheune.

Meine Kinder sind übrigens Meister im Finden von kostenlosen Souvenirs: Muscheln, Steine, Stöcke – ja angespühlte Schuhe oder ausgeblichene Obstnetze landen in unserer Strandtasche. Nicht alle schaffen es bis nach Hause.

Was ich sonst noch gern aus dem Urlaub mitbringe:

Nützliches. Zu schön, wenn man das, was man wirklich braucht mit guten Gefühlen verbinden kann. Ich habe ein Nadelkissen aus Maine. Wenn ich nähe denke ich an die hübsche Quakersiedlung. Aus Holland haben wir im Frühling ein Küchensieb mitgebracht, weil unsere kaputt war. Bei jedem Spaghetti abgießen muss ich grinsen.

Kinderbücher: Da hab ich einen Tick, obwohl ich oft die Sprache nicht verstehe, liebe ich Kinderbücher aus anderen Ländern und bringe gern eins zur Erinnerung mit. Die Jungs können sowieso noch nicht lesen, und gucken gern die Bilder an. Und manchmal erzähle ich einfach eine Geschichte dazu.

Kinderklamotten: es fühlt sich jedes Mal an wie ein Fest, wenn ich im Urlaub Labels entdecke, die ich bei uns noch nie gesehen habe. Unseren Babyschlafsack mit dem Fliesenmuster haben Andre und ich in Venlo gekauft als ich mit Lasse schwanger war – jedes Kind hat ihn bisher getragen. Und wir freuen uns beinahe jeden Abend und lächeln und tauschen einen dieser warmen „Weißt-du-noch“-Blicke.

– Muscheln, Äste, Steine, Scherben: Strandgut und andere Naturschätze wandern jedes Mal mit in den Koffer. Aus den schönsten Funden unseres letzten Urlaubs haben die Jungs und ich ein Mobile für Bo gebastelt. Ich freu mich jedes Mal, wenn ich es sehe.

Schnick Schnack: vier kleine Muminfiguren aus Schweden, ein Kuh-Milchkännchen von Sylt. Ich bin überhaupt kein Fan von Zuviel Klimmbimm. Aber manchmal ist es einfach Liebe.

Kosmetik: Irgendwie leuchtet apricotfarbener Nagellack aus Frankreich noch apricotfarbener. Ist doch verrückt.

Lebensmittel: Ich liebe ausländische Supermärkte. Sie sind Souvenir-Schatzkisten für mich. Für meine Männer zum Glück auch. Wir laufen jedes Mal durch die Regalreihen, wie andere Gruppen durch die Museen dieser Welt. Schau mal die Käseabteilung! Hurra, die Fischauslage! Wie sensationell sind bitte diese Mandelkringel. Wir können Stunden in ausländischen Supermärkten verbringen. Und tragen hinterher ein paar Urlaubsgefühle zum Trinken/Lutschen/Knabbern heraus. (Während ich diesen Text schreibe, liegt neben mir übrigens eine Packung italienischer Chips. Ein Souvenir vernasch ich also grad). Das geht so weit, dass ich in Schweden vor Jahren eine Dose Fisch gekauft habe. Ich hasse Dosenfisch – aber die Dose sah so hübsch aus. Sie steht noch immer in unserer Küche. Ich hoffe bloß, es kommt nie jemand auf die Idee, sie zu öffnen.

Und was bringt ihr so aus dem Urlaub mit? Erzählt doch mal, ich bin so gespannt…

Liebe Grüße aus Italien,

2 Kommentar zu “Was bringt ihr aus dem Urlaub mit?

  1. Sharon on 22. August 2017 at 11:59 geschrieben

    Ich kann dir in vielem nur zu stimmen…

    Das Muschelsammeln überlasse ich den Kindern und bin dafür auf der Jagd nach Treibholz.
    Wir waren jetzt mehrere Male im gleichen Ferienhaus in Norwegen und kennen schon die Stellen wo was zu finden ist. Da müssen wir im Urlaub auf jedenfall mindestens einmal hin.
    Genauso mit den Geschäften, ich kaufe gerne Geschirrtücher, die kann man nie genaug habe und sind auch ein schönes Mitbringsel. Dieses Jahr hatten die keine schönen Anziehsachen für die Kinder, aber ich habe für mich zufällig günstige Oberteile gefunden.
    Mitgenommen wird immer Flatbrod (ein Knäckebrot) und Marmelade und der Rekesalat (Krabbensalat, der Beste) darf auch nicht fehlen…

    LG, Sharon

  2. Girlfrommars1 on 22. August 2017 at 19:45 geschrieben

    Bei mir ist es fast genauso ! Ich kaufe auch oft alltagsgegenstände , die im Ausland oft auch viel schöner sind und auch gern Klamotten , die much immer wieder an den Urlaub erinnern u wir uns oft sagen, wisst ihr noch so wir die gekauft haben , Ein Bild aus Barcelona u eins aus Portugal haben wir auch . Meine Kinder sammeln auch gern Muschel , Steine u Stöcke . Der Große hat ein schönes Stück Holz mit Loch in ein Armband verwandelt. Letztes Jahr in Frankreich haben wir Zahnbürsten im Supermarkt entdeckt, die 3 Minuten blinken , bis man fertig geputzt hat . Die waren der Renner in der Schultüte ! Lg und schönen Urlaub noch .

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