Vom Bloggen und nicht bloggen

Mai
20/16

Eigentlich sollte hier heute der Post über meine Buchparty laufen. Jubel, Trubel. Heiterkeit. Gestern Abend fertig getextet, dann, 22.04 Uhr, schob sich etwas anderes dazwischen. Erst eine Whatsapp, die zweite mit fast ähnlichem Wortlaut an diesem Tag. „Pass bloß auf dich auf“, stand da.“ Dann ein rasch geöffnetes Textfenster und diese sehr schnell und sehr spontan hingehauene Zeilen übers Bloggen. Und nicht mehr Bloggen: Meine Blogger-Kollegin Mari von Babykindundmeer hat gestern ganz plötzlich ihren Instagramaccount und Youtube-Kanal gelöscht und in einem Video auf Facebook verkündet, dass sie am Ende sei. Alles hinschmeißt. Und ich frage mich einmal mehr, ist das richtig, was ich hier mache…?
Vom Bloggen, Burnout
Meinen Freundinnen habe ich es in letzter Zeit immer öfter erzählt: dass das alles ganz schön viel ist gerade. Hier auf dem Blog auch. Ein wenig. Ich meine das Bloggen und das Lehrerin sein und das Haus und das Mamasein. Und jetzt noch das Buch. Dass ich brenne, für das was ich mache. Aber dass ich manchmal Angst habe, mich zu verbrennen. Mir hat nicht immer hundertprozentig gefallen, über was Mari geschrieben hat, konnte nicht jede Kooperation nachvollziehen, nicht jedes geteilte Foto. Aber sie hat mich immer beeindruckt: mit ihrem Gespür für Themen, mit ihren nichtendenwollenden Ideen für sehr erfolgreiche Posts, mit ihrem Arbeitseifer, mit ihrer deutlich spürbaren Liebe für ihre Arbeit, mit ihrer offenen und sympathischen Art, mit der Fähigkeit riesige Massen mit Alltagsleben dermaßen zu unterhalten und zu begeistern.

Und ja, auch habe schon öfter darüber nachgedacht, wie spitzenmäßig es wäre, mit so vielen Followern. Was für Möglichkeiten! Mit dem Blog als echten, als einzigen Beruf. Mit dem Job eine (glückliche) Familie zu sein. Mehr nicht. Bis es mir wieder einfällt, was das bedeuten würde: jede Kooperation annehmen müssen, egal ob Toaster oder Getränk oder zigtausendstes Spielzeug. Und jeden Tag ein Post posten müssen, weil es die Leser verlangen und noch mehr die Kooperationspartner. Weil der Balken bei Google Analytics, eine Seite, die die Besucher und Klicks und Absprünge einer Internetseite anzeigt, sofort abfällt, wenn man es nicht tut. Weil das sofort Auswirkungen auf die angebotenen Kooperationen hätte und auf die Bezahlung. Und: Weil Masse eben auch Menschen anzieht, die eine Plattform suchen um zu provozieren. Ich hatte, seitdem es meinen Blog gibt, zwei oder dreimal einen richtig negativen Kommentar. Einen, der meine Arbeit bemängelte. Das war ein seltsames, ein unschönes Gefühl. Aber ich kann und möchte mir nicht vorstellen, wie es sein muss mehrere hundert davon zu bekommen. Kommentare der untersten Schublade, die nicht nur die Arbeit, den Inhalt der Texte, sondern einen selbst, oder das liebste, nämlich die eigenen Kinder betreffen. Ich bin immer noch wirklich geschockt von ihrem Abschiedsvideo und diese Geschichte tut mir so unglaublich leid.

Ich habe mich nach Maris öffentlichem Zusammenbruch einmal mehr gefragt, ob das richtig ist, was ich hier tue. Dass ich so viel preis gebe (gegen Mari einen Klacks). Dass ich meine Kinder zeige, meine Projekte und über meine Art der Erziehung öffentlich schreibe. Mir den Stress mache, perfekten Fotos und Momenten hinterherzujagen. Aber: Ich habe auch einmal mehr gedacht: „Ja, das ist richtig.“ Es fühlt sich einfach richtig an. Ich liebe es zu texten. Hier ein Medium gefunden zu haben, für das ich schreiben darf, ohne Textchef, ohne Abgabefristen, ohne Druck (ha, außer meinem eigenen), dafür mit direktem Kontakt zu Lesern – wo gibt es das schon? Und dann werde ich auch noch hin und wieder, sogar ganz anständig dafür bezahlt. Ich werde inzwischen wieder zu Presseveranstaltungen eingeladen, auf denen war ich früher für die Zeitschrift Maxi, heute bin ich da für Wasfürmich. Wie absolut unglaublich ist das denn? Und: Das ist viel Arbeit. Mich hat einmal eine PR-Beraterin auf einer Pressekonferenzen gefragt: „Und, wie viele seid ihr jetzt bei euch im Team?“ Ich hab zuerst gar nicht gewusst, was sie meinte. Aber dann. „Wir sind fünf!“, hab ich gesagt. Und dann haben wir beide lachen müssen.

Von mir fällt unheimlich viel Stress gerade ab, mein Buch ist raus, die Party auch. Ich habe einige Kooperationen abgearbeitet, ein paar mehr einfach mal abgesagt. Heute hatte ich erstmal spontan Freundinnen zum Kaffee da. Eigentlich wollte ich tatsächlich ganz schnell eine neue Buchidee einreichen, mich kümmern, ein paar tolle Kooperationen anleiern. Aber ich lass es sein. Der Sommer kommt. Und da bin ich jetzt dran. Ich blogge weiter. Aber ich versuche noch mehr, mir keinen Stress zu machen. Kein schlechtes Gewissen zu haben, Kooperationspartner zu vertrösten. (Ich schwöre: Wenn ich sage, es kommt, kommts auch. Manchmal eben nur später).

Klar, es wird auch wieder Tage geben, an denen nicht alles Spaß macht am Bloggen. Aber hey, ich finde ab einer gewissen Größe und wenn der Blog nicht mehr nur reines Privatvergnügen ist, darf das auch so sein. Kein Job macht immer Spaß (nicht mal der Mama-Job). Aber es sollten eben zwei Drittel der Zeit Spaß machen. Sich richtig anfühlen. Und das fühlt es sich für mich. Ich freue mich so, dass ich so viele mit dem hier inspirieren kann und ja, es macht mir tatsächlich auch Spaß, hier unsere schönsten Familienmomente zu sammeln. Was für eine schöne Erinnerung für später. Ich kann jedes einzelne Foto von uns, von meinen Kindern, sehr gut verantworten. Weil ich aufmerksam bin. Weil ich mit Liebe arbeite. Und freue mich wahnsinnig, wenn ich andere damit erfreue. Inspiriere. Bei uns ist nicht immer alles perfekt, aber ich freue mich, dass mich das hier vor allem an unsere schönen Momente erinnert. Ich muss bloß immer wieder und Tag für Tag aufpassen, dass auf der Jagd nach einem schönen Foto nicht der schöne Moment an mir vorbei huscht und mir dabei auch noch die Zunge raustreckt. Ich habe mich schon oft gefragt, ob es das Wert ist, wie viel Zeit ich in dieses Projekt Blog stecke. Zeit, die ich mit meinen Kindern verbringen könnte.

Das erste Jahr meines dritten Kindes ist zum Beispiel im Wahnsinnstempo an mir vorbeigerauscht – und ich habe währenddessen viel Zeit mit Bloggen verbracht. Aber dann denke ich wieder, nein, es war genau so richtig wie es war. Ich würde es wieder so machen. Ich bin keine Mutter, die nur Mutter kann. Mir fällt ein, wie wunderbar es war, mit ihm auf der Brust zu texten. Was für eine schöne Abwechlung, statt zwischen Spucktücherbergen mal auf einem hübschen Presseevent zu stecken. Und wie viel Spaß mir der Austausch mit den Lesern macht. Diese Unmittelbare. Immer. Das hatte ich bei keinem Medium für das ich in meinen Jahren als Journalistin geschrieben habe. Darum liebe ich Bloggen.

Übrigens glaube ich, das erste Jahr mit Baby verfliegt so oder so. Mit jedem schneller. Und ich bin eher der Typ, der Dinge bereut, die ich nicht gemacht habe. Wenn ich die Zeit, in der es möglich war, nicht auch für den Ausbau meiner Leidenschaften genutzt hätte. Nur eins nehme ich mir einmal mehr fest vor: mir selbst nicht soviel Druck zu machen. Das nützt keinem. Davon geht nichts besser. Davon wächst man nicht. Im Gegenteil. Mari, du hast mich daran erinnert, inne zu halten. Rechtzeitig die Handbremse zu ziehen. Dafür danke ich dir. Ich wünsche dir von ganzem Herzen alles Gute!

Das Bild zeigt einen meiner Söhne beim Hinschmeißen. Kurz vorm Wiederaufstehen übrigens. Sollte man also vielleicht viel öfter mal machen. Oder?

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32 Kommentar zu “Vom Bloggen und nicht bloggen

  1. Ja genauso ist es doch richtig, sich immer zu hinterfragen, ob es das richtige ist, nicht nur irgendeinem Trend hinterher zu laufen, Produkte vorstellen, hinter denen Du nicht stehst oder nur oberflächliche Post zu bringen. Bitte!!!! Gerade letzters nervt so sehr, es gibt so viele, auch große Blogs, die inhaltlich überhaupt keinen Tiefgang haben. Schon lange lese ich diese nicht mehr, denn mir fehlt hier die Inspiration und Authentizität. Die Angst vor persönlich verletztender Kritik kann ich nachvollziehen, aber, dass wird einem überall begegnen! Es ist ja zum Glück nur die Minderheit. Liebe Claudi, mach bloß weiter so, ich mag Dein fünfköpfiges Team sehr!

  2. JuhuJ on 20. Mai 2016 at 11:39 geschrieben

    Sehr schön geschrieben! Und an schlechten Tagen wieder hervorholen und lesen!

    Weiter so!!!

  3. Du liebe tolle Claudi ! Was für ein schöner Text !
    Mach bitte immer weiter denn ich liebe deine Ideen !
    Fühle dich umarmt
    Rebecca

    • Claudia on 21. Mai 2016 at 10:22 geschrieben

      Hach Rebecca, ich danke dir. Das Kompliment kann ich dir nur zurückgeben.
      Wir müssen einfach auf uns aufpassen. Kann doch nicht so schwer sein, oder?

      Beste Grüße nach Berlin!

  4. Christine on 20. Mai 2016 at 12:39 geschrieben

    Liebe Claudi,
    Deine Gedanken zu dem Thema hören sich sehr durchdacht und geerdet an. Solange du weißt, dass du auch mal kürzer treten und Perfektionismus auch mal in seiner Ecke stehen lassen kannst ist es doch super. Schirin hat in ihrem Kommentar Authentizität angesprochen, genau die hast du hier in jedem Post. Und die lese ich auch gerne nur einmal in der Woche und dafür aber eben richtig tolle Geschichten anstatt täglich gestressten Murks. (Was jetzt nicht heißt dass das bei Mari so gewesen wäre – ich kenne ihren Blog gar nicht…)
    Also, mach weiter so wie es für dich passt. Und es ist doch auch ganz wundervoll für so vieles zu brennen und zu leben, andere haben gar nichts leidenschaftliches im Leben…

    Ganz liebe Grüße, Christine

    PS: Aber wie wärs mit einem Feuerlöscher im Haus, nur so für den Notfall ?

    • Claudia on 21. Mai 2016 at 10:21 geschrieben

      Ha, ha, liebe Christine, du kennst meinen Mann nicht. Der ist der größte Feuer-Phobiker. Natürlich haben wir einen Feuerlöscher, sogar zwei, einer wohnt hinter der Schlafzimmertür. Apropos: Gibt es die eigentlich auch in hübsch?

      Liebste Grüße,
      Claudi

  5. Maria on 20. Mai 2016 at 13:41 geschrieben

    Das hast du so treffend geschrieben! Ich blogge zwar nicht, aber fühle mich schon nur in meinem Vollzeitlehrerinsein häufiger so… Aber ohne könnte ich auch nicht. Mach weiter so! Ich lese sehr gern von euch! Liebe Grüße Maria

    • Claudia on 21. Mai 2016 at 10:18 geschrieben

      Liebe Maria, ganz klar, dieses Thema betrifft nicht nur Blogger, sondern eigentlich alle. In Maris Fall war wohl einfach alles zu viel: die Arbeit – und dann noch die riesige Öffentlichkeit, die auf alles guckt, kontrolliert, kommentiert. Eine tickende Zeitbombe.

      Ich freu mich riesig, dass du hier so gern vorbeischaust!

  6. Toll geschrieben und trifft den Kern. Ich antworte selten öffentlich, bin eher unöffentlich trotz online Shop, kenne aber die ganzen Themen sehr gut. Man macht sich selbst den meisten Druck. Ich bin auch ein Perfektionist und erst wenn ich körperlich nicht mehr kann, mache ich mal Pause, eigentlich zu spät. An Pfingsten habe ich nach Monaten mal wieder Mittagschlaf gemacht, wo doch Muttis öfter mal ausspannen sollten, aber eben nicht wenn man selbständig ist, kleine Kinder und Haushalt hat, gesundes Essen jeden Abend auf dem Tisch stehen muss etc… Ich versuche jetzt wieder öfter mal Pausen einzulegen, mal nicht am Rechner schnell mittags essen (okay heute habe ich Deinen Text gelesen und das war wirklich schön)! Das Leben rast und wir Eltern rasen mit, ab und zu eine Pause muss sein und niemand sollte böse sein, wenn mal ein Post weniger kommt oder Pause eingelegt wird, im Gegenteil, das nenne ich mit gutem Beispiel voran gehen! Herzliche Grüße, alles Gute & ein schönes sonniges Wochenende! Lina

    • Claudia on 21. Mai 2016 at 10:16 geschrieben

      Liebe Lina, das ist es, oder? Ich sitze oft während ich esse und texte noch schnell was. Es macht drei Mal super Spaß, bloß beim vierten Mal stresst es mich. Warum also nicht einfach den Rechner bei diesem Mal zumachen und den Text einen Tag später posten. Heidewitzka, kann doch ganz einfach sein, wenn man so drüber nachdenkt. Ich übe das!
      Dir auch ein wunderbares, stressfreies Wochenende!

  7. Aileen on 20. Mai 2016 at 16:08 geschrieben

    Wunderschön geschrieben ?
    Herzliche Grüße
    Aileen

  8. Isa on 20. Mai 2016 at 19:08 geschrieben

    Ein wunderbarer und wahrhaft ehrlicher Text. LG Isa

  9. Anja on 20. Mai 2016 at 21:16 geschrieben

    Hey Claudi. Ein toller Post! Jupp, mach das genau so, wie du es für richtig hältst und mit ganzer Seele, deiner wahnsinnig tollen Art und deinen Texten, die mitzunehmen. Ich gönne dir jeden Cent der über Kooperationen in Deinem Säckel landet aber dein allergrößtes Kapital ist sicher deine famose Art zu schreiben – und auf die kommt es mir als Leser an. Also entspann dich – von mir aus den Sommer über- in vollen Zügen und Hau dann wieder einen raus. Ich freu mich jetzt schon drauf!
    Gruß, Anja

  10. Kathi on 20. Mai 2016 at 21:22 geschrieben

    Liebe Claudi!
    Ich lese deinen Blog erst seit kurzem aber ich liebe ihn! Es tut mir unheimlich gut, es macht Spaß ich finde dich und deine Familie so herzlich und hinreißend! DANKE für deine Mühe! Es ist besser als jedes Roman,es ist besser weil es eben das wahre Leben ist!
    Liebe Grüße Kathi

  11. Hej Claudi!
    Schön geschrieben! Genieße den Sommer und sammle schöne Eindrücke, schick Fotos raus aus dem wahren Leben, wenn du Bock hast und nix sonst. Ich für meinen Teil blogge, weil ich Spaß dran habe und das bedeutet auch, dass ich über das schreibe, was mir Spaß macht. Und genauso empfinde ich es, wenn ich deinen Blog lese. Die Leichtigkeit (hinter der dann doch jede Menge Arbeit steckt) ist nur zu spüren, wenn es auch Spaß macht.
    Auf in einen schönen Sommer! Und leibe Grüße vom kleinenDeich
    Claudia

    • Claudia on 21. Mai 2016 at 10:12 geschrieben

      Da hast du sowas von Recht, das Feuer muss brennen, mal auf größerer, mal auf kleinerer Flamme, aber immer ein wenig.
      Ich freu mich auf alles, was noch kommt. (Und versuche auch weiterhin nein zu sagen, zu Kooperationen oder Veranstaltungen, die mir nicht hundertprozentig gefallen – Geld hin oder.
      Das kann ich aber zum Glück nur sagen, weil ich noch einen anderen Job habe, der mir nicht nur Geld, sondern auch noch relativ freie Zeiteinteilung mitbringt. So nervig der Spagat zwischen zwei Jobs also auch manchmal ist, so wunderbar ist er auch ganz oft.

      Ganz liebe Grüße,
      Claudi

  12. Andrea on 21. Mai 2016 at 09:09 geschrieben

    Liebe Claudi,
    Ich freue mich immer auf neue Texte von Dir und Deine Posts. Das ist meine regelmäßige und von mir sehr lieb gewonne Auszeit. Da kann ich lächeln, werde auf Ideen gebracht, was die Jungs und ich als nächstes Bastelprojekt oder Entdeckerziel nehmen. oder ich grübele über Meinungen und Haltungen anderer nach und überlege,ob ich alles richtig mache mit Kinder, Ehemann, Haus, Beruf und Karriere.
    Und bis jetzt war die Antwort für mich immer ja. Das Leben ist kurz und ich will mit meinen Jungs neben dem normalen Alltag immer Momente für uns schaffen an die wir mit einem Lächeln zurück denken. Und dabei hilft mir dein Blog immer wieder.
    Vom Puppenhaus basteln, Ausflug in die Kunstwelt, Städtereisen….. wenn ich deine Texte lesen, dann denke ich häufig … super, dass machen wir jetzt auch mal.
    Also hiermit von ganzem Herzen ein ganz großes Dankeschön an Dich. Mach weiter so. Unsere Gesellschaft braucht solche starken, kreativen Frauen, die auch einmal nein sagen können und somit Familie, Beruf und Hobby/Leidenschaft in Balance bringen. (Klingt pathetisch,ist aber so 🙂 )
    Ganz liebe Grüße
    Andrea

    • Claudia on 21. Mai 2016 at 10:06 geschrieben

      Wow, liebe Andrea, was für wunderbare Worte! Ich danke dir ganz herzlich.
      Und ja, ich hab auch so Lust genau das weiter zu tun!

      Alles Liebe,
      Claudi

  13. Anita on 22. Mai 2016 at 21:32 geschrieben

    Liebe Claudia,

    Obwohl ihr Blogger-Kolleginnen seid, steht ihr meiner Meinung nach an ganz unterschiedlichen Polen des Blogger-Universums. Es ehrt dich, so für deine Kollegin einzustehen und nur ein Holzklotz könnte nach dem Anschauen des von Marissa hochgeladenen Videos mit einem Schulterzucken einfach so weiter machen. Nichtsdestotrotz bleibt ein komischer Nachgeschmack, auch angesichts einer gewissen Naivität, was die Arbeitsbelastung einer (3-Fach-) Mutter und Vollzeit-Bloggerin betrifft. Wenn ich es richtig beurteile, ist es in der Tat bei vielen erfolgreichen Blogs so, dass Arbeit delegiert wird bzw. jemand eingestellt wird, der sich „ums Grobe kümmert“ (wie z.B. bei cupofjo). Es ist also nicht hoffnungslos! 🙂 Zum anderen hat Marissa ja in der Vergangenheit schon öfter vom Hinschmeißen gesprochen (und so einige denkwürdige Instas gemacht, als es z.B. um ihre Ehekrise ging), um danach wieder größer, leider konsumlastiger und fröhlicher weiterzumachen. Ich wünsche Dir, dass du die richtige Balance für dich und deine Familie findest, aber mache mir keine Sorgen bei dir! 🙂

  14. villa_wunder on 23. Mai 2016 at 15:05 geschrieben

    Liebe Claudia,
    so toll geschrieben. Ich lese eigentlich erst seit letztem November Blogs und ich bin selber erst seit kurzem auf Instagram unterwegs. Ich bewundere alle Mamas, die neben Kinder, Haushalt, Mann und Job auch noch ihrer Leidenschaft des Bloggens folgen und Zeit für die Pflege eines IG-Accounts finden. Ich, als alleinerziehende und Vollzeit arbeitende Lehrerin und Mama, bin am Abend häufig völlig ko. Ich möchte natürlich auch schöne Fotos auf IG posten, aber ich habe keine Lust dafür stundenlang das perfekte Set zu bauen. Deshalb gibt es bei mir nur Handyfotos. Deinen Account und deinen Blog finde ich toll, vor allem, weil ich das Gefühl habe, dass es für euch gut passt. Und jeder, der damit nicht einverstanden oder der Meinung ist, du solltest das alles nicht tun und dich dafür kritisiert, einfach keine Blogs lesen. Ich freue mich jedes Mal, dass ich von dir jede Menge Anregungen bekommen habe und bekomme und das auch sehr genieße. Also von ganzem Herzen ein dickes Danke schön an dich und mache weiter so.
    Liebe Grüße villa_wunder

    • Claudia on 23. Mai 2016 at 21:27 geschrieben

      Du Liebe, vielen Dank. Ich freu mich so, dass es dir hier so gut gefällt. Und ich kann dich gut verstehen.
      Irgendwie passt das halt alles gerade hier bei uns – in unserer Wohnung vorher und ohne diese Umgebung hätte ich nie so viele schöne Fotos zum Posten. Und natürlich steckt da auch jede Menge Arbeit dahinter, wie du schon sagst. Ich habe das Glück. dass ich mir meine Zeit oft einteilen kann und hier auch Unterstützung habe, sonst würde das ganze hier auch nicht so gehen. Dennoch denke auch ich bei Insta ganz oft, ach das hätte ich gern auch und das und die Zeit dafür. Es ist eben eine Traumwelt. Hier ist ja auch nicht immer alles nur schön und friedlich.
      Trotzdem bin ich ganz überwältigt über das postive, ach was, liebenswürdige Feedback. Internet ist halt auch schon ganz schön toll, lässt einen träumen, inspiriert und verzaubert, das sollte man ja auch nicht vergessen. Bloß sich dabei natürlich auch nicht.

      Ganz liebe Grüße,
      Claudi

  15. Ach wie lustig. Fast das Gleiche habe ich gerade niedergeschrieben und mir viele Gedanken gemacht nach Maris Botschaft auf Facebook. Jetzt habe ich es aber erstmal wieder gelöscht, weil es nicht zum DIY-Post passte, der morgen kommen soll. Ich werde aber die Tage auch darüber schreiben. Wie du bin ich auch Lehrerin, Mama (allerdings habe ich nur einen Sohn) und Bloggerin. Ich mache mir selbst den Druck, zweimal die Woche posten zu müssen und das seit drei Jahren. Jeden Dienstag ein DIY. Das stresst mich oft. Ich habe aber Angst, damit aufzuhören und dann gar nichts mehr zu machen, weil ich den Druck nicht habe.
    Mich stört es selbst überhaupt nicht, wenn meine Lieblingsblogger mal nicht bloggen. Ich freue mich über jeden Post, egal in welchem zeitlichen Abstand.
    LG Steffi

    • Claudia on 23. Mai 2016 at 21:45 geschrieben

      Das lustige ist bei mir immer, je weniger Druck ich mir mache, desto schneller flutschen hier die Texte… Und um so mehr.
      Sowas verrücktes!
      Einen festen Tag für irgendwas habe ich aber auch schon lange abgeschafft. Das hat mich auch total gestresst.
      Alles Liebe,
      Claudi

  16. So schön geschrieben wie immer!!! Ich war auch tief schockiert… Aber Mari hat wirklich viel zu viel gemacht. 5 Posts die Woche, Youtube-Vlogs, perfektes Instagram… Und du hast Recht, wenn Blog ein Job wird, hat man beim Bloggen viel weniger Spaß.
    Lisa von http://mamakreativ.com

    • Claudia on 24. Mai 2016 at 22:23 geschrieben

      Liebe Lisa, jetzt ist Mari ja zurück, beinahe zumindest. Scheint ihr also doch nicht ganz so schlecht zu gehen.
      Und ich meinte eigentlich nicht, dass bloggen nur Spaß macht, wenn es kein Job ist. Es ist wie jeder Job, mal macht er Spaß, mal weniger. Und das finde ich dann auch völlig okay. Bloß kaputtmachen sollte man sich nicht.
      Liebe Grüße,
      Claudi

  17. Pingback: So bloggen wir! Was die Bloggerwelt denkt - in 61 O-Tönen

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