Vogelfutter-Plätzchen selbst machen

Jan
19/17

Jedes Jahr haben meine Jungs und ich einen riesigen Spaß daran, in den Bäumen und Büschen rund um unseren Wintergarten eine Menge Vogelfutter aufzuhängen und später bei einem heißen Kakao den kleinen Restaurantgästen beim Picken zuzusehen. Dieses Jahr kamen wir auf die Idee, unser Vogelfutter einmal selbst herzustellen und das war ganz besonders lustig…
Vogelfutter, Meisenknödel,
Man braucht ein festes Fett dafür (Rindertalg oder Kokosfett), einen großen Beutel Vogelfutter, Ausstechfiguren, einen Zahnstocher und einen Rest Band. Zunächst haben wir das Fett geschmolzen. Ich hatte beim Schlachter im Nachbardorf Rindertalg besorgt, leider las ich erst hinterher im Internet, dass Rindertalg auf keinen Fall zu heiß werden darf, sonst stinkt er. Was soll ich sagen: er wurde heiß, und er stank. Die Jungs fanden es irre komisch, kicherten und streuten trotz Stallgestank in der Küche begeistert viele Hände voll Vogelfutter in die heiße Masse. Kicherten weiter – und anschließend wurde abwechselnd umgerührt.
Meisenknödel mit Kindern machen
Vogelfutter selbst machen,
Dann waren wir alle vier schrecklich gespannt und konnten es nicht abwarten. Also füllten wir die sehr flüssige Masse sofort in die Ausstechförmchen auf einem Backblech. Das Fett lief fröhlich unter den Ausstechförmchen heraus, eine Riesendsauerei, aber die Jungs hatten schon wieder einen Heidenspaß.

Nach dem Saubermachen ließen wir die Masse ein wenig abkühlen, so ließ sie sich prima in die Ausstechförmchen streichen. Mit einem Zahnstocher bohrten wir oben jeweils ein Loch in die Masse, um die Figuren später aufzuhängen, dann wanderte das Backblech nach draußen auf die Veranda in die Kälte.
Vogelfutter machen
Meisenknödel machen, Vogelfutter,
Aus den Fett-Futter-Resten machten Tjelle und ich zum Schluss noch einfache Knödel, dafür rollten wir einfach eine Hand voll von der Masse zu einer Kugel, stecken ein Band hinein und ließen alles aushärten. Tjelle hatte einen Riesenspaß an der Schweinerei. Die beiden Großen durften die Futter-Figuren am nächsten Tag aufhängen – und seither herrscht Hochbertrieb im Feinschmecker-Restaurant nebenan.

Das Schöne an diesem DIY: es verbindet draußen mit drinnen und macht neugierig, mehr über Wildvögel zu erfahren. Kennt jemand von euch vielleicht einen schönen Vogelführer? Ich finde, dieser hier hört sich ganz spannend an (Amazon Partnerlink).
Winter mit Kindern,
Und was ich bei diesem DIY mal wieder gelernt habe: es muss nicht alles glatt gehen und perfekt sein, was man mit Kindern macht. Eigentlich ist es sogar besonders lustig, wenn etwas schief geht.

Eine schöne Restwoche und liebe Grüße (unsere Küche riecht noch immer nach Kuh),

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11 Kommentar zu “Vogelfutter-Plätzchen selbst machen

  1. Pina on 19. Januar 2017 at 08:59 geschrieben

    Sehr witzig. Hier zwar ohne Kinder und Gestank, aber mit ähnlicher Kleckerei… hatte falsches After besorgt. Das ist nicht fest genug geworden…auch im kalten Zustand. Nächstes Jahr versuche ich es wieder. Lieben Gruß!

  2. Yvonne on 19. Januar 2017 at 09:37 geschrieben

    Wir haben gerade gestern ähnliche Futterstationen gebastelt: Äpfel halbiert, mit Förmchen z.B. ein Herz ausgestochen und das dann mit Vogelfutter-Kokosfett-Masse gefüllt. Und eine leere Toilettenpapierrolle (wir heben die für alle möglichen Basteleien auf) mit Fett bestrichen und dann in den Körnern gewälzt. Letzteres erwies sich allerdings als schwierig, weil es anfangs auch nicht so gut hielt. Das Ergebnis ist aber toll geworden und heute nach der Kita hängen wir die kleinen „Vogelrestaurants“ auf.
    Empfehlen kann ich übrigens die Bücher aus der Natur-Entdecker-Reihe von „Wieso? Weshalb? Warum?“. Allerdings sind die nur mit Klappen und ohne Gezwitscher, aber trotzdem herrlich bunt und lehrreich.
    Liebe Grüße und viel Spaß beim Beobachten!

    • Claudia on 19. Januar 2017 at 14:20 geschrieben

      Das mit dem Apfel klingt ja super schön. Das machen wir nächstes Mal. Aber fault der Apfel nicht eigentlich schnell weg?
      Und Danke für den Buchtipp, da schau ich gleich mal.
      Ganz liebe Grüße,
      Claudi

      • Yvonne on 19. Januar 2017 at 21:12 geschrieben

        Ja, ich vermute mal, die Äpfel sehen irgendwann nicht mehr so schön aus, aber so lange es kalt draußen ist, gehts. Ist ja auch nicht für die Ewigkeit. Die Vögel picken sich da aber auch Stückchen raus. Meine Tochter fand das super, weil „dann essen die auch Vitamine“! 😉

  3. Hallo liebe Claudi, weil mir Dein Post heute so gut gefällt und ich so gerne bei Dir lese habe ich mir erlaubt Dich in meinem heutigen Blogpost zu verlinken. Ich hoffe das ist Dir recht. Wenn nicht sag einfach Bescheid und ich ändere das. Ganz liebe Grüße Dir und viel Spaß beim Vögel beobachten. Tini

  4. Astrid on 19. Januar 2017 at 17:17 geschrieben

    Hier wird das Buch „was fliegt denn da“ vom KosmosVerlag geliebt. Mit und ohne Ting-Technologie. Schöner ist es mit, so kann man die Pieper auch hören. Liebe Grüße Astrid

  5. Das ist ja toll, dass ihr an die Vögel denkt :).
    Liebe Grüße!

  6. Wir haben vor kurzem Vogelfutter in Äpfeln verpackt. Das war auch sehr schön. Es hat erstaunlich gut gehalten und nicht gestunken. Allerdings habe ich mich auch für die Kokosfett Variante entschieden 😊
    Habs hier verbloggt:
    http://hofsafari.de/weihnachten-voegel/
    Viele Grüße, Corinna

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