So lecker: Der Dea-Young-Smash

Mai
06/15

Vor kurzem waren wir aus. Nicht bei Freunden zu Hause, das zählt nicht, das machen wir beinahe jedes Wochenende. Das funktioniert immer gleich: Kinder und jede Menge Kinderzeugs einpacken, irgendwann die Kinder ins Bett der Freunde schleppen, später die Kinder und ihr Zeugs wieder ins Auto und schließlich die Treppe hoch bis in ihre Zimmer schleppen. Einer muss zweimal gehen…
Cocktail, Basilikum, Ingwerbier, Mehl,
Ich mag diese Abende. Sehr. Vor allem die Zeit zwischen dem Geschleppe. Aber diesen Abend hab ich geliebt. Der Leute wegen. Des Essens. Und weil ich nichts nach Hause schleppen musste. Außer das Rezept für meinen neuen Lieblingsdrink…

Wir sind seit ewiger Zeit mal wieder nach Hamburg gefahren. Hä? Wie? Ja, wir wohnen da, aber inzwischen so weit draußen, dass wir tatsächlich sagen, wir fahren nach Hamburg, wenn wir in die City fahren. Wir haben ein paar liebe Freunde, die wir viel zu selten sehen, im Mehl getroffen, in der Gaußstraße in Ottensen, eins meiner absoluten Lieblingsrestaurants in Hamburg. Weil sie sich dort trauen Pizzen zu machen wie kein anderer. Außerdem ist die Pizza sehr dünn, sehr kross und trotzdem – keine Ahnung wie das möglich ist – innen genau richtig saftig.

Es gibt ein paar Pizzen auf der Karte, unsere hieß „dunkle Seite der Macht“, die sie mit roter Beete, Ziegenkäse, Honig, karamelisierten Rhabarber, Walnüssen, Kräutern und Limette zeigte. Alles auf einem Sepia- Weizen-Teig. Ansonsten macht einem die gute Pizza-Fee in der Küche was man sich wünscht: Einfach auf einem Zettel eintragen, was man gern, so lala und was man überhaupt nicht mag und überraschen lassen. Ich hatte jedes Mal Knallerkombinationen.
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Wir hatten also einen langen Tisch und gute Gespräche und nach dem letzten Pizzastück kamen die Drinks auf den Tisch, das Mehl hat nämlich nicht nur eine prima Küche, sondern auch eine spitzen Bar. Wusste ich noch nicht. Bin zu lange raus aus der – ööhh – Sauferei. Dachte auch schon, der Abend würde ab da ne öde Nummer für mich werden, weil sich nämlich alle schicke Cocktails bringen ließen und der Kellner dann auch noch stolz erzählte, sie hätten im Mehl – potzblitz – alle lahmen Konsumgetränke einfach mal abgeschafft. Cola? Fanta? Apfelschorle? Pah. Gibts nich mehr. Passt nich. Peng! „Aber ich still doch noch…“, sagte ich leise. „Ich lass dir was machen!“, sagte der Kellner.

Das Ende vom Abend: Hach war das nett. Ich bin wieder drauf. Jetzt will ich mehr. Mehr Ausgehen. Mehr lange, voll besetzte Tische. Mehr City. Okay, ich nervte den Kellner mindestens dreimal damit, ob auch jetzt echt und ohne Scheiß wirklich kein Alkohol in meinem Drink ist. Weil er einfach so mmmjam lecker und irgendwie nach mehr geschmeckt hat. Der arme Kerl blieb trotz Still-Muddi-Tüddel immer noch nett, darum ich traute ich mich auch gleich noch nach dem Rezept zu fragen. Kann euch ja schließlich hier nicht den Mund feucht schwärmen und dann nix ausschenken, oder? Der Kellner schickte auf der Stelle Mehl-Barchef Dea-Young, der ohne Murren das Rezept rausrückte. Weiß man ja nie, wie das ist. Vielleicht strenggeheimer Shaker-Schatz, oder so. Aber nö, nicht bei Dea-Young. Der schmiss lieber noch ne Runde selbstgemachte Gurken-Petersilien-Limo (auch köstlich!). Und gab uns ein bisschen Nachhilfe in Sachen Mixen. Jaha, die haben da Fachbegriffe, heidewitzka, sage ich euch. „Muddeln“ und „dubblen“ und „strainen“ – bloß sein köstlich süffiges grünes Baby hat noch keinen Namen.

Jetzt schon.
Alkoholfreier Cocktail, Hamburg Restaurants, Mehl Hamburg,

Der Dea-Young-Smash

4 cl frischer Zitronensaft
2 cl feiner Zucker
ein gute Handvoll Basilikum
Crushed Eis
Mineralwasser
Ingwerbier

Zitronensaft, Zucker und Basilikum mit dem Stößel muddeln (also matschen). Mit Eis in einen Shaker geben. Dobble strainen (sprich zweimal durch das Sieb beim Shaker gießen). Je zur Hälfte mit Sodawasser und Ingwerbier auffüllen.

Prost!

(Unter uns: Ich hatte zuhause weder Stößel, noch Shaker und auch kein Ingwerbier. Ich kann sagen, der Smash schmeckt auch spitze, wenn man den Basilikum mit einem Löffel matscht, ihn dann zwei Mal durch ein Küchensieb gießt und alles nur mit Mineralwasser auffüllt)

Alles Liebe,

3 Kommentar zu “So lecker: Der Dea-Young-Smash

  1. Kama on 6. Mai 2015 at 09:39 geschrieben

    Hallo und wie lecker ist das denn?!
    Und der Gedanke dahinter, Cola und Co abzuschaffen und durch Selbstgemachtes zu ersetzten…echt Klassse! 😉
    Wird sofort ausprobiert! Vielen lieben Dank fürs Teilen.
    Liebe Grüße
    Kama

  2. Sabrina on 6. Mai 2015 at 16:12 geschrieben

    Hallo liebe Claudi,
    schön, dass du den Abend so geniessen konntest. Und mit diesem Getränk erst recht! Wir sind seit Baby erst 1x alleine weggegangen und das kleine Kerlchen ist schon 9 Monate alt.. Es ist definitiv Zeit, wieder einmal WAS FÜR MICH zu machen. 🙂
    Liebe Grüsse,
    Sabrina

  3. Pina on 6. Mai 2015 at 17:05 geschrieben

    Mhhh… Ich muss gleich Ingwerbier besorgen. Das war sooo lecker. Und sooo nett. Und ein super Text! 🙂

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