Sind Jungs wirklich anstrengender?

Sep
28/17

Eigentlich bin ich es so leid, dieses Jungs- Mädchenthema. Bin es so leid, darauf angesprochen zu werden: Vier Jungs, oh ha. Oh ja. Versuche zu lächeln, es zu verbuchen unter allgemeinem Gerede – meine Jungs für viele eben ein gefundener Happen Smalltalk, wie das Wetter von morgen oder das Fußballspiel von gestern. Genervt bin ich doch…
Sind Jungs anstrender, Mädchenwunsch, arme Jungs
Da höre ich die eine Mutter neben uns in der Umkleide mit ihrem Kind reden, das Kind zeigt auf mein Baby und sagt: „Ein Junge!“ Und die Mutter sagt: „Ja, ein vierter Junge.“ Und das Kind sagt: „Das muss doch eine Schwester sein!“, der Junge hat nämlich eine Schwester. Eine kleine Schwester. Und da sagt die Mutter: „Es hat eben nicht jeder so viel Glück wie wir.“

Oder die andere Mutter, Mutter eines Mädchens, beinahe Mitte vierzig, sie hat es spät bekommen. Sagt zu mir mit glucksendem Baby auf dem Arm: „Hast du jetzt vier Jungs, mein herzliches Beileid, dass muss ja schrecklich anstrengend sein.“ Ich lächele, so wie ich in solchen Situationen immer öfter lächeln kann, weil es meine Kinder sind, Junge oder Mädchen, schnurzpiepsegal, meine Kinder eben und sage:“Ach du, ob vier Jungs oder vier Mädchen – ich glaube das nimmt sich nichts.“ Normalerweise ist dann Schluss. Dann lächeln die anderen, denken vielleicht was anderes aber nicken dennoch. Aber sie nicht, sie sagt: „Das glaube ich aber nicht.“ Und ich stehe da, meinen glucksenden, wunderbaren Jungen im Arm und merke, dass mir jetzt doch die Augen feucht werden, wenn ich mich nicht so richtig konzentriere.

Jungs haben ist gerade out. Ich kann es nicht anders sagen. Es gibt Artikel dazu, jetzt gerade wieder in der aktuellen Eltern, ganze Bücher, es begegnet mir auf dem Elternabend, eigentlich überall wo wir auftauchen. Jungs gelten als anstrengend. In diesen seltsamen Elternklönrunden nach dem Bringen auf dem Schulhof geht es auch oft darum: „DIE Jungs sind laut. DIE Jungs stören (den Unterricht, den nachmittäglichen Kaffeeklatsch, die aufgeräumte Sofalandschaft.) DIE Jungs kloppen. DIE Jungs sind nicht so wie Kinder sein sollen. (Sind Kinder jemals wie sie sein sollen?) Und ich könnte permanent Plakate ausrollen und mich hinstellen und demonstrieren für die Jungs.

Für sie Werbung machen. Wie cool, wie lieb, wie laut, wie leise, wie raufig, wie zart sie sind, sie sein können. Darum bitten, sie endlich mal in Ruhe zu lassen. Und ihnen durch Artikel und Bücher und Kurse nicht einen noch schlechteren Ruf zu geben, als sie gerade ohnehin schon haben.

Ich hätte auch gern ein Mädchen gehabt. Wer hier schon länger liest, weiß das. Ich war beim dritten Kind zuerst fast ein wenig enttäuscht. Aber jetzt habe ich es endlich verstanden. Kinder sind keine hübschen Overalls in Katalogen, die man aussuchen und bequem nach Hause bestellen kann. (Auch wieder umtauschen, ist klar. Und die es für Mädchen natürlich angeblich viel hübscher gibt.) Kinder sind Kinder. Geschenke. Aufgaben. Herausforderungen. Meine Jungs fordern mich heraus. Genauso wie es Mädchen tun würden, da bin ich inzwischen sicher. Ich hätte immer noch gern eins gehabt, aber genauso gern würde ich ab und zu in Australien wohnen. Oder hätte gern längere Beine. Bei Mädchen wäre es vielleicht manchmal ein wenig leiser hier und das Sofa länger ordentlich. Vielleicht aber auch nicht.

Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, dann wäre es, dass wir aufhören ständig zu werten, zu urteilen, in Nischen zu drängen. Jemanden für etwas quasi zu bemittleiden, was nicht bemittleidenswert ist. Ich erwische mich immer öfter zu sagen: „Ich habe vier Kinder!“ Nicht vier Jungs, einfach vier Kinder. Denn das sind sie doch. Selbst wenn sie ein Geschlecht haben, sind sie total unterschiedlich.

„Vier Kinder“ führt natürlich auch oft zu Kommentaren. Aber das ist dann endlich mal ein anderes Thema.

Was denkt ihr dazu? Habt ihr den Artikel in der Eltern schon gelesen? Ich noch nicht. Mögt ihr etwas ergänzen? Habt ihr andere Erfahrungen gemacht?

Ganz liebe Grüße,

121 Kommentar zu “Sind Jungs wirklich anstrengender?

  1. Annika on 28. September 2017 at 11:45 geschrieben

    Ich habe den Artikel in der Eltern noch nicht gelesen aber irgendwie macht mich das doch sehr traurig! Ich habe eine Bekannte die uns nur zu sich nach Hause einlädt, wenn mein Sohn bei seiner Uroma ist, denn es ist zu anstrengend, zu laut und zu wild!
    Mich macht das sogar ziemlich wütend! Ich sehe es so! Es sind Menschen wie du und ich, jeder mit seinem eigenen Charakter, ich bin eine Frau, ich bin lauter als mein Mann! Meine Tochter war bevor mein Sohn zur Welt kam immer laut, wütend, wild und kam selten zur Ruhe aber sie war nach wie vor immer noch ein Kind, kein Soldat, kein Mensch, dass gelernt hat sich ruhig zu verhalten, wenn andere reden, denn meine Tochter lernte erst die Welt kennen! Meiner Meinung nach gibt es kein Unterschied, ich habe „nur“ zwei Kinder und komme auch hier an manchen Tagen an meine Grenzen und habe Kopfweh, weil einfach beide Kinder laut sein können!

  2. Kay on 28. September 2017 at 11:46 geschrieben

    Liebe Claudia,
    ich habe zwei Jungs und kenne die Sprüche und mitleidigen Blicke, interessanterweise meist von den Eltern mit Mädchen/Junge Kinderpaar. Wenn das Thema drittes Kind ja oder nein hochkommt höre ich oft: “ Oh je, überlegt euch das gut, vielleicht wird es ein dritter Junge!“ Dass ich drei Jungs super fände kann kaum jemand verstehen. Drei Mädchen fände ich auch super. Kinder sind nämlich einfach super.
    Ja meine Jungs sind laut und wild, sie toben den ganzen Tag wie junge Hunde übers Sofa und können schlecht still sitzen. Aber warum auch? Es sind Kinder. Ich habe in letzter Zeit diverse Artikel über Jungserziehung gelesen und darüber, dass Jungs nicht mehr Jungs sein dürfen. Leise sein sollen. Angepasst. Und auch ich ertappe mich manchmal dabei zum xten Mal ein „leiser“ oder „nicht so wild“ ins Kinderzimmer zu rufen. Und dann? Denk ich mir: Es sind Kinder, solange sie Spaß haben sollen sie laut und wild sein dürfen. Und dann lege ich noch ein paar Kissen mehr vors Bett, damit sie gefahrlos runterspringen können. Würde ich bei Mädchen übrigens genauso machen. Ich schalte bei den Mädchen-Jungs Diskussionen jetzt einfach auf Durchzug und erfreu mich an meinen gesunden, tobenden Kindern. Das scheinen viele Eltern leider nicht mehr zu können….

  3. Juli on 28. September 2017 at 11:47 geschrieben

    Das hast du toll geschrieben! Ich habe ein Pärchen und habe schon so oft gehört „Na, da habt ihr ja alles richtig gemacht.“ Ja genau! Haben uns auch wahnsinnig angestrengt…
    Ich bin, wie du Grundschullehrerin und kann allein aus dieser Sicht sagen, dass Mädchen weder süßer, ruhiger, ordentlicher oder hübscher sind, noch sensibler, braver oder fleißiger. Das ist doch reine Charakter- und nicht Geschlechtssache. Aber das brauche ich dir ja gar nicht erzählen. Ich kann dich aber verstehen, wie einen diese unüberlegten Aussagen treffen können. Ich finde auch, dass sich das sehr abwertend gegenüber Jungs anhört. Gut, dass deine vier eine Mama wie dich haben. Ganz liebe Grüße

  4. Sarah on 28. September 2017 at 11:57 geschrieben

    Hallo!
    Mädchen können auch wild und laut! Wir haben so ein Exemplar- ziemlich anstrengend nach einem sehr ruhigen und eher leisem Jungen. Aber beide sind wunderbar, genau wie sie sind!
    Bin gespannt wie unser frisch geschlüpftes 3. Kind sein wird. Welchen Charakter es hat- denn darum geht es ja. Um Charaktere und nicht um Geschlechter. Es ist übrigens ein Mädchen…
    liebe Grüße, Sarah

  5. Tatiana on 28. September 2017 at 12:02 geschrieben

    Die Jungs können aber auch ganz zart sein und die Mädchen können auch „der Mann im Haus“ sein. Also was solls? Scheiß auf die Anderen. Irgendwie muss man drüber stehen, was sie über einen Denken und so (gar nicht so leicht). Sie sind gesund (und schön und wuselig und liebevoll…> denk dir die Liste weiter).
    Und irgendwann kommt dann auch der Zeitpunkt, wo Jungs „In“ sind (weil Mädchen in der Pubertät nämlich bestimmt anstregender sind und den Nachnamen auch nicht weitertragen….)
    Aber wir Erwachsenen lernen ja auch noch 😉

  6. Alexandra on 28. September 2017 at 12:02 geschrieben

    liebe claudia,
    ich verstehe dich sehr, und dass manche mütter so kränkende kommentare abgeben,verstehe ich gar nicht.
    ich sagte immer ich kann mir nicht vorstellen ein mädchen zu haben. so eine „prinzessin“. (achtung klischee…) und dann hab doch auch ein mädchdn bekommen. und was soll ich sagen, sie ist
    wilder, lauter, unsensibler und schlimmer als ihr bruder. 😉
    ich finde man kann das nicht über einen kamm scheren, wie welches geshlecht sich verhält.
    eine freundin von mir sagt immer, sie wären überhaupt keine bubeneltern, wollen aber noch ein weiters kind. da frage ich sie immer, was sie machen würde, wenn es ein bub werden würde. dann schaut sie mich ganz entgeistert an…
    aber wie du sagt, es ist doch einfach ein segen, kinder zu bekommen und sie sind keine katalogware, zum aussuchen. naja, manche werden es nie verstehen.
    ganz liebe grüße aus österreich & an deine 4 tollen buben -darauf bin ich sogar ein bisschen neidisch 🙂
    alexandra

  7. Ich habe 2 wilde, GESUNDE!!! Buben und auch wenn ich mir immer ein Mädchen gewünscht habe (oder zwei ;)), könnte es jetzt einfach nicht anders sein… es ist perfekt, wie es ist. Und JA, die Jungs sind laut und wild und sie streiten non-Stop den ganzen Tag… es ist tatsächlich anstrengend… und wenn ich mir an manchen Tagen denke, dass ein Mädchen vielleicht einfacher, leiser – ja, weniger anstrengender wäre, denke ich an die Pubertät und hoffe auf ausgleichende Gerechtigkeit – na, mal sehen 😀 …und ich denke an meine zwei Brüder und an den Ausspruch MEINER Mama, wenn die beiden als Kinder mal wieder auf Teufel komm raus gestritten haben… sie sagte dann immer: „Ihr sucht euch nochmal.“ Und so ist es heute… meine Brüder sind trotz knapp 4 Jahren Altersunterschied sehr eng miteinander und die besten Freunde. So wünsche ich mir das für meine Jungs… 🙂 Ist doch großartig! Ein Hoch auf unsere Jungs! Alles Liebe! Anja

  8. Ruth on 28. September 2017 at 12:06 geschrieben

    Liebe Claudi,
    was für ein berührender und toller Artikel.Den Artikel in der Eltern habe ich (noch)nicht gelesen,aber ich habe selber zwei Jungs und ein Mädchen.Ich kann deine Gefühle und Erfahrungen so nachvollziehen,denn als ich noch „nur“Jungs Mama war,musste ich mir auch sehr häufig anhören“wie ich das denn aushalte,so dicht nacheinander und auch noch Jungs“.
    Das hat mich verletzt und wütend gemacht,denn ich finde (meine)Jungs einfach wundervoll.Als dann unser Mädchen kam,hatte ich in den Augen vieler „so ein Glück,denn stell dir vor,drei Jungen“.
    Natürlich habe ich mich auch über eine neue Erfahrung und mein Mädchen gefreut,aber ich kann aus meiner Erfahrung sagen,das sie anstrengender,fordernder,dickköpfiger und mit mir wesentlich kritischer ist als meine Jungs.
    Genieße deine tollen Kinder und lasse die Kommentare einfach vorbeiziehen.
    Meine Jungs sind nun Pubertiere und auch in dieser Zeit großartige kleine Männer,die wir in vollen Zügen genießen!
    Warte ab,wenn all die Mädchen in die Pubertät kommen…dann lächelst du und fragst,was genau das Wort zickig eigentlich bedeutet,du würdest es im Zusammenhang mit deinen Kindern gar nicht kennen!Liebste Grüße!

  9. Ulrike on 28. September 2017 at 12:10 geschrieben

    Liebe Claudia,
    ich kann deine „Müdigkeit“ über dieses Junges-Mädchen-Thema so gut nachvollziehen. Auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass die meisten glauben, dass man nur mit einem „Pärchen“ komplett, gar glücklich sein kann.
    Als ich mit meinem zweiten Kind schwanger war, besuchte ich mit unserer älteren Tochter eine Krabbelgruppe. Ausser mir waren noch sämtliche andere Mütter mit dem zweiten Kind schwanger und erwarteten alle ohne Ausnahme das jeweils andere Geschlecht zu ihrem ersten Kind. So, wie es anscheinend in den Köpfen der meisten sein muss. Nur ich erwartete unsere zweite Tochter, und ich war glücklich darüber, da wir uns insgeheim eine Schwester für unsere große besser vorstellen konnten. Statt sich mit mir zu freuen oder neutral zu bleiben, wollten die anderen mir „Mut“ machen, nach dem Motto, „ach, vielleicht wird es doch ein Junge, so früh, können die Ärzte das sowieso nicht sagen“ und fast jede kannte eine Geschichte aus dem Bekanntenkreis, wo es tatsächlich zu Überraschungen im Kreissaal kam.
    Wir sind komplett als Familie und glücklich mit unseren Mädels, genauso fänden wir zwei Jungs toll und wahrscheinlich wären wir auch mit einem Jungen und einem Mädchen oder einem Mädchen und einem Jungen glücklich. Denn auch wir erleben unsere Kinder als Persönlichkeiten, als Individuen. Eine, die es uns von Anfang leicht gemacht hat und ihren Weg von alleine findet und eine, die uns regelmäßig an unsere Grenzen bringt.

    Ich bin übrigens die Älteste von vier Schwestern. Ein damals neuer Kollege meines Vaters fragte ihn, ob er Kinder habe. Mein Vater antwortet: Ja, vier Töchter. Der Kollege sagte nur: „Bei uns hat es gleich mit einem Pärchen geklappt“… Also das Thema ist schon etwas älter 🙂

    Herzliche Grüße aus Stuttgart, Ulrike

  10. Liebe Claudia,
    ich habe nur ein Kind – einen wunderbaren Jungen und selbst ich musste mir so was öfters anhören. „Was wird es? Oh ein Junge, bist du enttäuscht oder?“ Häh?!? Nein! Um ehrlich zu sein finde ich es super eine Jungsmama zu sein. Jungs können wild sein, aber auch sanft oder verkuschelt, mutig und manchmal auch verunsichert, eine ganz bunte Mischung eben. Und warum? Weil sie doch in erster Linie Individuen sind. Schöner und wichtiger Artikel!
    Liebe Grüße, Sabrina
    P.S.: Und wenn man sich die aktuelle Mädchenmode mit viel rosa und viel Einhorn anschaut, freue ich mich doppelt in der Jungsecke einkaufen zu dürfen ;-)!

  11. Magdalena on 28. September 2017 at 12:11 geschrieben

    Ich habe den Artikel noch nicht gelesen und weiß auch gar nicht ob ich das will. Wir haben 2 Jungs und mussten uns schon beim zweiten öfters ein ‚Oh schade‘ anhören. Bei den ersten 2 habe wir uns nicht sagen lassen was es wird, weil es eh egal ist. In wenigen Tagen kommt Nummer 3 zur Welt. Seit der Bekanntgabe der Schwangerschaft hieß es nur: Na hoffentlich ist es diesmal ein Mädchen…das muss jetzt aber ein Mädchen sein. Mir wurde von vielen Seiten das Gefühl gegeben, dass ein Junge weniger Wert ist. Vor allem wenn schon 2 da sind. Ganz ehrlich: die Vorstellung ein Mädchen zu bekommen hat uns gefallen, entschieden haben wir uns aber für ein 3. Kind und nicht ein Mädchen. Irgendwann hat es mir dann gereicht und ich habe mir das Geschlecht sagen lassen, damit endlich Ruhe ist. Und? Wieder ein Junge :-). War ich einen klitzekleinen Moment enttäuscht? Ja. Freue ich mich deswegen weniger auf mein Kind? Nein! Ich habe zwei sehr liebevolle, intelligente und humorvolle Kinder. Und bin mir sicher, dass das dritte genauso toll wird. Vielleicht wird es diesmal ein ‚typischer Junge’…das sind meine nämlich eher nicht und das ist dann ja auch nicht recht. Ach eine verrückte Welt ist das…Diskussionen über Dinge, die man eh nicht ändern kann.

  12. Kathi Grüttner on 28. September 2017 at 12:12 geschrieben

    Ich habe zwei gesunde und wertvolle Jungs uns bin es leid zu hören:jetzt fehlt euch ja nur noch ein Mädchen! Uns fehlt gar nichts, denn am Geschlecht auszumachen wann wir vollzählig sind ist für mich einfach nur dumm! Dein Artikel ist sehr sehr schön und ehrlich geschrieben und wer will denn schon langweilige und saubere Sofalandschaften 😊 die erzählen doch von nichts! LG Kathi

  13. Romy on 28. September 2017 at 12:14 geschrieben

    Ja auch wir sind aktuell mal wieder mehr mit dieser Thematik konfrontiert…wir haben zwei herrliche Jungs und erwarten unser drittes Krümelchen. Die ersten Kommentare im Familien- & Freundeskreis waren „na da muss es doch jetzt endlich mal ein Mädchen werden“ oder „habt ihr euch das gut überlegt?! Wenn das dann doch wieder ein Junge wird!!!“…anfangs haben mich solche Aussage wirklich geschockt…wie kann man einen noch nicht mal geborenen Menschen schon so „aburteilen“. Mittlerweile überhören wir solche Sprüche und denken uns unseren Teil 🙂 Unsere beide Jungs animieren wir sogar zum rumtoben, wild sein und Blödsinn machen…einfach weil es Spaß macht und wir verdammt stolz auf diese authentischen, liebvollen, quirligen, einfallsreichen, neugierigen, inspirierenden wilden Kerle sind! Doch egal, ob Junge oder Mädchen…Kinder erfrischen das Leben und erfreuen das Herz (Zitat: F. Schleiermacher)

  14. Lena on 28. September 2017 at 12:15 geschrieben

    Immer wieder scheint es so,als ob Mädchen eben all die Eigenschaften hätten die in der Gesellschaft und der Öffentlichkeit akzeptabel sind. Sitzen eher da und malen was anstatt im Restaurant hin und her zu rennen,…
    Aber 1. Wer sagt,dass das eine Geschlechterfrage ist und nicht einfach eine Charakterfrage und
    2. Was ist mit uns Menschen los,dass überall Kinder nur dann akzeptiert sind wenn sie süß sind und das spielen was uns Erwachsenen bloß nicht zu wild/laut/stressig ist.
    Machen wir nicht unsere Mädchen auch dazu,dass sie all die „typischen Mädcheneigenschaften“ auch so erfüllen und im Gegenzug die Jungen zu denen,die bloß nicht zu sanft und zart sein dürfen,allerdings auch niemals zu laut. Was sollen Kinder denn da eigentlich noch sein wenn nicht einfach sie selbst?
    Ich kann dich so gut verstehen Claudia. Als Pädagogin sind das irgendwie häufig meine Herzensthemen. Zuschreibungen, Klischees, „Normal“ oder nicht „Normal“.
    Als werdende Mutter werden diese Themen zukünftig sicher nicht weniger Raum einnehmen sondern nur noch mehr dazu führen,den Mund aufmachen zu wollen und häufiger mal drauf hinzuweisen was wir da eigentlich von uns geben.

  15. kathi on 28. September 2017 at 12:20 geschrieben

    Von deinen Kindern lernst du mehr als sie von dir: Sie lernen eine Welt von dir, die nicht mehr ist. Du lernst von ihnen eine, die nun wird und gilt.*

    (Friedrich Rickert, 1788 – 1866)

    Mögen wir alle von unseren Kindern lernen,von unseren Jungen und Mädchen.
    Mögen wir lernen WAS WIRKLICH WICHTIG IST.

    Mit einem herbstlich-herzlichen Gruss in Deinen Tag
    Kathi

  16. Batati on 28. September 2017 at 12:22 geschrieben

    Hallo, ich hab zwei Mädels und solches Verhalten gegenüber Jungs und Junggseltern tut mir unendlich leid. Auch für meine Mädels, denn das bedeutet ja im Umkehrschluss, dass Mädchen auch nur ,,funktionieren“, wenn sie, leise, zart, angepasst und brav sind. Und meine sollen auch laut, unangepasst und wild sein dürfen. Und Leute, die unaufgefordert Ihren Senf zu allem dazugeben müssen, zeige ich den geistigen Stinkefinger und versuch sie im Weiteren zu ignorieren. Halt die Ohren steif!

  17. Du liebe, wunderbar geschrieben… Ich habe (leider ) nur einen Sohn zweier großer Schwestern und merke zwar immer wieder, das bestimmte Verhaltensweisen tatsächlich ein bisschen geschlechtsspezifisch zu sein scheinen (was ich unglaublich faszinierend finde), Jungs in ihrem ganzen Wesen so herrlich, offen, neugierig, sensibel, einfach nur zauberhaft sind, das ich sofort weitere nehmen würde 😊. Was ich ganz schrecklich finde, sind die so häufig gehörten Aussagen, als Kind 3 dann ein Junge wurde- na dann hat der Papa ja endlich nen Stammhalter… Da Platz mir die Machos- ertrage-ich-nicht-Geduldtsschnur. Und ich kenne durch Job und leider auch aus dem Freundeskreis so viele fantastische Jungs, die im Schatten ihrer Schwestern, aber trotzdem im Wissen um ihre, um diese Position groß werden… Das ist traurig, gemein und Charakter verkennend… Und deshalb verstehe ich so gut, dass dir in mancher Situation die (Wut)Tränen in die Augen steigen. Du hast so zauberhafte vier kleine Kerle- ich glaube ganz ehrlich, so mancher beneidet dich insgeheim in dieses große Glück…😘

  18. Dreimalhoch on 28. September 2017 at 12:36 geschrieben

    Liebe Claudia
    Ich kenne diese Blicke und Kommentare als dreifache Jungsmama auch. Aber ich möchte es mittlerweile nicht mehr anders haben. Wie du es schon geschrieben hast, es sind nicht nur Jungs oder Mädchen, es sind Kinder und zwar unsere und wir lieben sie. Und mal ehrlich, wenn wir an diesen Klischees festhalten wollen, könnten wir uns ja auf die Pubertät freuen weil dann sollen ja die Mädchen anstrengender sein😉. Ich verlass mich aber nicht auf diese Verallgemeinerungen und denke dass es auch mit Jungs in der Pubertät nicht einfacher wird… so wie es jetzt auch nicht anstrengender ist…😊

  19. Isa on 28. September 2017 at 12:42 geschrieben

    Hallo in die Runde!
    Ich bin auch eine bekennende Buben-Mama (1und4). Und auch ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich mir beim zweiten Kind schon sehr ein Mädchen gewünscht hätte. Das mag undankbar klingen, vor allem vor dem Hintergrund, dass ich für jedes Kind drei Schwangerschaften gebraucht habe. Da sollte man ja eigentlich schlauer sein und vor allem dankbar, dass man das Glück hat zwei gesunde Kinder zu haben. Das war ich auch auf jeden Fall! …. aber wenn ich ganz ehrlich bin, war da auch dieser Wunsch nach einem Mädchen.
    Das ist heute irgendwie anders. Seit wir zu viert sind, ist die Welt noch viel chaotischer, aber eben auch bunter. Ich habe verstanden, dass mein zweiter Sohn, obwohl er seinem Bruder sehr ähnlich ist, ganz andere Bedürfnisse und Fähigkeiten mitbringt als der erste. Ich empfinde dies als ehrliche Berreicherung und wenn man sich darauf einlässt, ist es wunderbar inspirierend.
    Ich träume von noch weiteren Kindern ….auch wenn das nicht vernünftig scheint. Aber immer wenn ich daran denke, ist es mir mittlerweile völlig egal welches Geschlecht es sein könnte. Vielmehr interessieren mich die kleinen ganz eigenen Persönlichkeiten, die noch kommen könnten.
    Wenn ich hier lese, dass man manche Freunde nur ohne den großen Sohn besuchen kann, frage ich mich, was eigentlich mit einer Gesellschaft und vor allem ihren Erwachsenen los ist, die es scheinbar nicht mehr mir kleinen Jungs und ein bisschen Bewegungsdrang aufnehmen können…. wann ist das eigentlich schief gelaufen ….

    Liebe Grüße
    Isa

  20. Claudia on 28. September 2017 at 13:01 geschrieben

    Wie blöd müssen sich erst Eltern mit kranken oder behinderten Kindern fühlen, wenn sie immer wieder lesen oder hören, dass es unabhängig vom Geschlecht wichtig ist GESUNDE Kinder zu haben ?

    • Nadine on 28. September 2017 at 22:34 geschrieben

      Danke, genau das habe ich mir auch gedacht.

    • Mareike on 29. September 2017 at 18:58 geschrieben

      Oh, ja genau! Das fand ich am schlimmsten in der Schwangerschaft! Auf jedes „Hauptsache gesund „reagierte ich stets mit „Nee! Hauptsache ein Mensch! Alles andere ist unwichtig!“
      Ich meine-was soll man denn dann sagen, wenn man tatsächlich ein krankes Kind bekommt? Hä?
      In das Geschlecht ist ja wohl so was von wurscht! Ich habe einen Jungen und zwei Mädchen. Alle drei sind total anders. Und jeder mal „typisch Mädchen/Junge“. Ich habe große Probleme mit diesen ständigen Zuschreibungen! Sie sind halt, wie sie sind! Wir müssen sie doch nicht zu Klischees machen!

  21. Anna-Maria on 28. September 2017 at 13:10 geschrieben

    Liebe Claudi,
    Ich find euch so klasse mit euren vier Jungs. Mein Sohn ist der erste Junge in der Familie und er ist „sogar“ pflegeleichter als meine Nichte 😉
    Ich habe das Gefühl, dass es bei mir und meinem Mann nicht der letzte Junge ist. Das hat mich eine Weile verrückt gemacht. Jetzt finde ich es einfach nur spannend und finde es echt egal ob Mädchen oder Junge. Viel hängt doch auch davon ab wie die Eltern mit ihren Jungs oder Mädels umgehen.

    Mach weiter so! Menschen haben oft die Eigenheit an allem irgendwas Kritisches zu finden.
    Kann ja auch nicht alles glatt laufen, dass wär ja zu einfach 🤔😉

    Liebste Grüße von der bis jetzt einfachen Jungsmama 😊
    Anna-Maria ❤

  22. Kira on 28. September 2017 at 13:12 geschrieben

    Liebe Claudi,
    ein schöner Artikel, dem ich absolut zustimme.

    Laut oder leise, raufig oder gedankenversunken, aktiv oder still, Fussball oder Puppe, blau oder rosa – das können aber müssen keine Geschlechtermerkmale sein. Das werden sie erst, wenn wir sie dazu machen. Es gibt Jungs, die gern tanzen, und Mädchen, die Fussball spielen. Ich muss auch ein bisschen lachen und an meinen Sandkastenfreund denken. Nach 2 Jungs kam das ersehnte Mädchen, das die Mama so gern in rosa Kleidchen stecken wollte. Und was war? Sie kletterte schneller auf höhere Bäume als die Brüder und spielte besser Fussball. Ätsch!

    Es sollten sich alle ein Beispiel an dir nehmen und ihre Kinder einfach Menschenkinder sein lassen. Mit Fussball oder Puppe oder beidem oder ohne.

    Viele Grüsse, Kira

  23. Isa on 28. September 2017 at 13:20 geschrieben

    Ich finde Jungs klasse! Habe selber auch 2. Würde sogar mehr davon nehmen. 😉
    Habe in der Krippe sehr schlechte Erfahrung gemacht im Umgang mit Jungs. Als mein Kleiner Mann in der Eingewöhnungsphase war, wurde auch gleichzeitig ein Mädchen eingewöhnt. Sie wurde von den Erzieherinnen immer ganz anders begrüßt. Liebevoller. Mit hoher Stimme. Und sie immer Komplimente bekommen: Mensch, was bist du heute wieder schick… etc. Und mein Junge- der stand dahinter. Und wurde begrüßt mit: Du bist ja auch schon da. Oder: musst doch nicht weinen. Bist schon groß. Komplimente hat er nie bekommen. Auch wenn ich Wert auf hübsche Jungsklamotten (ohne Merchandising) lege!
    Es hat mit mich zuhause oft zum weinen gebracht. Hab mich in mein Kind hineinversetzt und gedacht: diese schroffe Art, das merkt er doch auch. Er hat sehr lange gebraucht bis er schließlich eingewöhnt war. Durch einen Umzug hat er die Krippe verlassen. Bald geht er in eine neue Einrichtung. Und ich habe Angst….
    verdammt noch mal! Akzeptiert diesen kleinen, sensiblen Jungen mit so vielen tollen Spielideen so wie er ist!!!

  24. Joëlle on 28. September 2017 at 13:22 geschrieben

    Liebe Claudia
    Wir haben zwei wilde Jungs (4.5 & 3 Jahre) und ein noch wilderes Mädchen (15 Monate). Die Wildheit hängt also (zumindest bei uns) definitiv nicht vom Geschlecht ab. Bevor ich eigene Kinder hatte, wollte ich auch immer unbedingt ein Mädchen. Nach meinen beiden tollen Jungs, hätte ich mich aber genauso sehr über einen dritten Jungen gefreut wie über unser Mädchen. Kommentare wie: „Jetzt habt ihr ja doch noch ein Mädchen!“ haben mich genervt. Als ob wir uns nur für ein drittes Kind entschieden hatten um unbedingt noch ein Mädchen zu bekommen. So ein Schwachsinn! Was zählt ist die Seele, das Wesen des Kindes und nicht sein Geschlecht! Und ein Kind zu bekommen ist für mich immer noch ein wunderbares Geschenk und ich bin froh, dass ich mich einfach überraschen lassen darf, wer da zu uns kommt! Könnte man die eigenen Kinder selber „zusammenstellen“ würden sie bestimmt nicht halb so perfekt sein und wir würden von ihnen nich all das lernen…
    Als Lehrerin der 7.-9. Klassen (in der Schweiz) hatte ich übrigens auch nie den Eindruck, dass die Jungs in der Pubertät schwieriger waren als die Mädchen. Die Pubertät könnte also für die einen oder andern Mädcheneltern noch kleinere und grössere Überraschungen mit sich bringen.😉
    Falls wir irgendwann noch ein viertes Kind bekommen, wäre ein weiterer Junge auf alle Fälle genauso wunderbar wie ein weiteres Mädchen!

    Herzliche Grüsse,
    Joëlle

  25. Manuela on 28. September 2017 at 13:32 geschrieben

    Bei uns war lange Zeit unklar ob wir überhaupt Kinder bekommen können. Heute sind wir Eltern von 3 gesunden wundervollen Kindern, die uns oft an unsere Grenzen bringen, aber das größte Glück auf Erden sind! Ja, 3 Jungs… die sich in ihren Geschwisterwünschen unterschieden… so hätten wir alle Wünsche eh nicht erfüllen können! 😉 Wir haben den Kindern immer erklärt wir bekommen das vom lieben Gott geschenkt was besser zu unserer Familie passt. Ich dachte früher immer ich wäre eher eine Mädchen-Mama… und hatte mir demnach auch ein Mädchen gewünscht. Heute geht’s bei uns Zuhause manchmal schon wild zu… aber ich würde keinen meiner Jungs hergeben! Jeder zeigt seinen eigenen Charakter, so wie das auch bei Mädchen wäre. Vor allem anfangs gab es tatsächlich auch viele bemitleidende und unüberlegte Worte… aber manchmal auch aufmunternde von Frauen die vor Jahr(zehnt)en das gleiche erlebt haben. Die Zeit lässt einen reifen… und heute (der Kleinste wird Ende des Jahres 3) bin ich froh wenn ich morgens keine Langhaarfrisuren zaubern muss und ich nicht noch eine Portion Spielzeug des anderen Geschlechts kaufen oder verräumen muss! Ich glaube jeder hat vielleicht einen Geschlechtswunsch… aber mit der Zeit lernt man selber und auch die Umwelt die Vorzüge seiner Kinder kennen. Und das sie wundervoll sind, egal mit welchem Geschlecht sie nun auf die Welt gekommen sind!!! Kopf hoch, lass Dir von niemandem was einreden… Ihr habt größtes Glück mit Euren Jungs (zumindest über Holz machen musst Du Dir mal keine Sorgen machen ;-P ) … und so manche Mädchen-Eltern beneiden Euch sicher um Eure wundervollen Jungs! Die Mädchen kommen da früher oder später von alleine ins Haus. Vielleicht sind wir ja dann Großeltern von lauter bezaubernden Enkelinnen!?! … wäre ja auch nicht schlecht! 😉 Ganz liebe Grüße aus Bayern.

  26. somi on 28. September 2017 at 13:38 geschrieben

    Liebe Claudia,

    ich bin zwei, bald dreifache Mädchenmama und in meinem Umfeld bekomme ich eher die Frage zu hören, ob mein Mann keine Jungs „kann“. Auch so ein Quatschmist! Kinder sind Kinder, egal welches Geschlecht. Ich habe ein ganz klischeemäßiges zartes, ruhiges, gern bastelndes Mädchen – und die zweite ist ziemlich das Gegenteil – dass Kinder einfach ihren eigenen Charakter haben, egal ob mit oder ohne Penis, das ist einfach noch nicht bei allen angekommen. Auch für drei Mädchen habe ich schon diverse Beileidsbekundungen erhalten (jetzt mag das ja nett sein, aber freu dich schonmal auf die Pubertät mit drei Zicken…) und kann damit so gar nichts anfangen. Schon beim zweiten war klar: Jedes Kind kommt mit seinem Charakter auf die Welt, mit jedem Kind lernt man neu zusammenzuleben, und wer da ernsthaft einteilt, dass Jungs anstrengender/lauter/wilder sind als Mädchen, hat noch nicht so viel mit Kindern zu tun gehabt oder nur einen oberflächlichen Blick. Lass dich nicht verunsichern (die viele Kommentare hier unterm Artikel beweisen ja, dass diese Diskussion einfach Quatsch ist), lassen wir uns alle nicht dazu hinreißen, unsere Kinder aufs Geschlecht zu reduzieren, wir sollten offen bleiben und sie als das sehen, was sie sind: Kinder – mal wild, mal ruhig, aber eben einfach so, wie sie eben sind!

  27. Unverschämt!!! Mehr fällt mir dazu wirklich nicht ein. Und traurig. Ud Wertschätzung fällt mir noch ein. Ich freue mich das ich gleich zwei gesunde, tolle Kinder habe. Eins davon ein wildes Mädchen, was letzte Woche in der Kita ein anderes Kind umgeschubst hat – sie ist also so ein Mädchen wie ich es war 🙂

  28. Julia on 28. September 2017 at 14:15 geschrieben

    Ich habe zwei laute, wilde und wirbelnde Mädchen. Ich glaube, die stehen Jungs in nichts nach. Gibt sogar noch ne Portion Zickigkeit oben drauf.
    Ich bin einfach nur dankbar zwei gesunde Kinder zu haben. Grade wenn man deinen letzten Bericht über unerfüllten Kinderwunsch gelesen hat, wird klar wie unwichtig es ist, ob es Jungs oder Mädchen sind. Ich denke du kannst dich wirklich glücklich schätzen mit deinen 4 Jungs, soweit man das über Insta beurteilen kann, scheinen sie ziemlich gut geraten zu sein 😉😁

  29. Ute on 28. September 2017 at 14:30 geschrieben

    Liebe Claudi,
    ich lese Deinen Blog seit einiger Zeit mit viel Freude und die wunderschönen Bilder zaubern mir immer ein Lächeln ins Gesicht. Ihr seid eine so tolle, wunderbare Familie, man spürt richtig, wie glücklich und zufrieden Ihr seid, wie liebevoll Ihr miteinander umgeht.
    Wir haben „nur“ einen Jungen, aber dieses Jungs- Mädchenthema gab es schon, als unser Sohn, er wird im November 25 Jahre jung, noch klein war. Auch meine Schwiegereltern und die Oma von meinem Mann haben damals immer davon gesprochen, wie schön es wäre, wenn es ein Mädchen werden würde (meine Schwiegereltern haben 3 Jungs und ein Mädchen). Und obwohl ich immer einen Jungen wollte, habe ich zeitweise gehofft, dass es ein Mädchen wird.
    Zur Entbindung im Krankenhaus meinte eine „wertende“ Oma: „Ach, nur ein Junge“. Ich war zutiefst verletzt und traurig und dachte nur… aber kern gesund!!!!
    Und auch später in der Schule gab es immer mal wieder „Probleme“, weil die Mädchen „alles“ durften und die Jungs „nichts“ (z.B.: 9/10 Klasse: die Mädchen durften sich während des Unterrichtes schminken, aber die Jungs durften noch nicht einmal einen Schluck Wasser trinken). Leider könnte ich noch viele Beispiele aufzählen.
    Ich kann allen Müttern und auch Vätern nur raten, hört nicht auf dieses „dumme“ Gerede. Seit glücklich mit Euren Kindern und Euren Familien, genießt es, sie gesund aufwachsen zu sehen, seit stolz auf sie. Und auch wenn ich jetzt wie meine eigene Mutter klinge, die Zeit vergeht so schnell und die Kinder sind groß und gehen ihre eigenen Wege.

    Alles Liebe
    Ute

  30. Lisa on 28. September 2017 at 14:33 geschrieben

    Diese Diskussion ist doch wirklich komplett überflüssig. So wie das Thema „Mädchen tragen Rosa, Jungs Hellblau“. Alles Quatsch. Trotzdem ist es bei den meisten Leuten so im Kopf. Immer noch. Ich habe 2 Jungs und 1 Mädchen. Sie ist das Sandwich mittendrin und mit ihr haben wir gerade die meisten Probleme: sie brüllt, sie schreit, ist aggressiv und gar nicht „damenhaft“. Na und? Ich sehe wirklich keinen Unterschied zwischen Mädels und Jungs was das Raufen, Sofa demolieren, Wand bemalen oder die Lautstärke betrifft. Jedes Kind ist anders und jedes hat seinen eigenen einzigartigen Charakter. PUNKT ; )

  31. Penny on 28. September 2017 at 14:46 geschrieben

    Liebe Claudi,

    keine Ahnung, ob Du das alles liest, denn schließlich hast Du ja noch vier Kinder nebenher ;-), ABER MIR GEHT DIESES GESCHLECHTERTHEMA SO WAS VON DERMAßEN AUF DIE NERVEN!!!“!!!!!!!!!! Ich weiß echt nicht, was das soll. Gibt es tatsächlich so viele Menschen, die noch nicht gemerkt haben, dass die charakterlichen Unterschiede zwischen einzelnen Menschen viel größer sind als zwischen den Geschlechtern? Ich habe ja eine sehr wilde Tochter, und als sie klein war, musste ich mir ständig anhören (gerne dabei süffisant grinsend) das sei doch kein wirkliches Mädchen. Meine Antwort: “ Sie kennt halt mit 18 Monaten die Geschlechterklischees noch nicht.“ Auch gerne von ( sich selbst so bezeichnenden) Jungsmüttern, die meine Tochter nicht kannten: “ Ach, hast Du es gut, ein Mädchen ist bestimmt viel weniger anstrengend, Du solltest meinen Sohn mal erleben! So anstrengend kann kein Mädchen sein.“ Unfassbar. Mein Mädchen ist wild, mein Sohn ängstlich und zurückhaltend, meine Tochter laut, mein Sohn in sich gekehrt, meine Tochter fast zu aufgeschlossen, mein Sohn fremdelt gleich. Und jetzt? Mein Mann ist auch viel ruhiger als ich, oder greift da dann wieder das Vorurteil,das Frauen mehr reden als Männer? Ich bin keine Jungsmutter und keine Mädchenmutter, ich bin Mutter! Und meine Kinder sind Kinder! Und die sind halt so, wie sie sind. Das man da 2017 noch drüber reden muss, ärgert mich. Den Artikel habe ich nicht gelesen, aber gerade beschlossen, dass ich die Zeitschrift nicht mehr kaufe.

    • Penny on 28. September 2017 at 14:57 geschrieben

      PS: Da fehlt das zweite s am dass, weil ich mich so geärgert habe. Und Deine Vermutung ist total richtig: mit einer 8jährigen ist das Sofa auch nie ordentlich!

  32. Anja on 28. September 2017 at 15:21 geschrieben

    Liebe Claudi, ich gebe Dir einerseits sehr recht, andererseits glaube ich – aus Erfahrung, wie Du weißt – leider doch, dass drei Jungs sehr viel lauter, wilder, bewegungsintensiver, ja, eben anstrengender sind, als es drei Mädchen im selben Abstand (je ca. 2 Jahre) wären. Ich kenne Mütter mit drei, sogar eine mit vier Mädchen und ich glaube es liegt nicht nur an den Müttern, dass der Alltag mit drei (oder vier) kleinen Mädchen eben relaxter ist, als der mit drei Jungs. Ich hoffe allerdings darauf, dass die Jungs dann in der Pubertät einfacher sind, als es ein Haufen kleine Zicken wären … (schon wieder so ein Vorurteil). GLG, Deine Anja

  33. Michaela on 28. September 2017 at 15:31 geschrieben

    Liebe Claudia!
    Deine Worte berühren mich gerade sehr und treiben mir Pipi in die Augen. Ich folge dir schon eine Weile auf Insta und finde dich und deine Familie wunderbar. Ihr seid für mich eine richtig schöne Bilderbuchfamilie. Ich habe zwei Jungs im Alter von 7 und 5 Jahren und ja es ist manchmal anstrengend. Und manchmal auch wieder total easy, wenn sie sich stundenlang friedlich miteinander spielen. Mädchen können aber doch genau so anstrengend sein. Dass weiß ich von meinen Freunden und Bekannten. Letztendlich kommt es doch auf den Charakter des Kindes an. Ob ich den Artikel in der Eltern lesen werde, weiß ich noch nicht genau. Weniger Medien, mehr Inneres Gefühl, darauf werde ich mich konzentrieren und nur davon leiten lassen.
    Bleib dir selbst treu, dann findest du den richtigen Weg, aber ich denke den hast du schon gefunden.
    Liebste Grüße
    Michaela

  34. Sharon on 28. September 2017 at 15:46 geschrieben

    Ich glaube den Mädchen-Mamas geht es ähnlich wie dir. Meine Cousine hat fünf Mädchen – oha! Ich nur drei und da wird man natürlich auch schon angeguckt. Der Beste Kommentar kam allerdings tatsächlich von meiner Mutter, abgesehen von dem „das wird ja eh wieder ein Mädchen, als ich mit Kind Nr.3 schwanger war“ kam dann ein: da brauchst du einen Schrank voll Binden!
    Ja, ganz ehrlich wie schon bei Instagram geschrieben: Die ganzen Jungs brauchen doch die ganzen Mädchen, moderne Welt hin oder her, ohne Mädchen und Junge gibt keine neuen Mädchen und Jungs. Ergänzt sich doch prima, meine 3 Mädels mit deinen 4 Jungs 😉
    Und dann noch was zu diesen Kommentaren von wegen die machen soviel Arbeit oder wie schaffst du das: Ich sag immer, wir wollten die Kinder dann müssen wir das ja wohl auch packen oder?
    Liebe Grüße
    Sharon

    • Sharon on 28. September 2017 at 15:48 geschrieben

      P.S. Ich behaupte einfach mal meine Mittlere stellt garantiert mit ihrem aufbrausenden Charakter und ihrem Fußballtalent so manchen Jungen in den Schatten. Da ist nichts mit Puppen, sie wird 8 und spielt gerade neben mir mit ihren Autos. Das zum Thema Klischee 🙂

  35. Angela on 28. September 2017 at 15:54 geschrieben

    Ich habe zwei Jungs und ich finde sie super! Aber ja, ich habe in beiden Schwangerschaften, in der zweiten sogar noch etwas mehr, gedacht „ach, jetzt ein Mädchen“ oder „ach, vielleicht ein Päärchen“… später dann auch „wenn ich wüsste, dass das dritte ein Mädchen würde“… und dann diese Sätze von außen … ihr braucht doch noch ein Mädchen. Als wäre das etwas wertvolleres oder eine Familie kann erst dann vollkommen sein, wenn man mindestens einen Jungen und ein Mädchen hätte. Alles perfekt aus dem Quelle-Katalog (ein Anflug von Nostalgie 😉)

    aber je länger ich Mama dieser zwei Wirbelwinde bin, bin ich einfach glücklich über meine beiden Zwerge, die mal wild und mal verträumt sein können, mal sensibel oder total ruppig, die mal gern Fußball spielen mal gern basteln. Mal der eine, mal der andere, jeder frei nach seiner Stimmung – nicht nach seinem Geschlecht.

    Und übrigens – ich habe eine jüngere Schwester und als sie zur Welt kam, hieß es „ach, das bisschen was da fehlt, hätte doch auch noch…“

    Alles fast wie immer… unglaublich eigentlich

  36. Merle on 28. September 2017 at 15:55 geschrieben

    Liebe Claudi,
    als Mutter eines Mädchens und eines Jungen kann ich nur sagen: Nein, sind sie nicht!!! Bei uns ist der Junge der einfühlsamere, sensiblere und sozialere! Das Mädchen die lautere, wildere und forderndere! Beides fordert die Umgebung immer wieder zu entsprechenden Bemerkungen heraus. Dieses Schubladendenken ist so armselig! Soll ich meinen tollen sensiblen Jungen dazu „erziehen“, diese Gabe gering zu schätzen und mein kraftvolles Mädchen ständig ermahnen, sich stets brav und angepasst zu verhalten??? Jeder der beiden ist doch in erster Linie ein Mensch mit einer eigenständigen Persönlichkeit. Anstrengend sind sie allerdings beide, jeder auf seine Art 😉
    LG
    Merle

  37. Vier Jungs!? Herzlichen Glückwunsch zu so viel Glück. Auch ich bin eine Jungsmutter und bin froh darüber. Kein Mädchen liebt eine Mutter so sehr wie es ein Junge tut. Kein Gezicke und Kreischen, wenn das Lieblingskleid in der Wäsche ist u. ä. Hach, geht es uns doch gut als Jungsmutter!
    Herzlichst Ulla

  38. Larissa on 28. September 2017 at 16:53 geschrieben

    Ich liebe es, dass mein Sohn wild und abenteuerlustig ist und voller Energie und Neugier und immer auf entdeckungstour! Das ist anstrengend, manchmal, aber man kann sich ja durchaus von der kindlichen Begeisterung anstecken lassen. Und dann ist das wunderbar!

  39. Ups, da bekomme ja selbst ich (als Außenstehende) einen Kloß im Hals. Wobei ich ganz ehrlich zugeben muss, dass ich mir das auch schon Mal gedacht habe. Warum eigentlich? Vielleicht weil ich selbst so gerne ein Mädchen wollte und vielleicht weil ich einige „reine“ Jungsmuttis kenne, die auf ein Mädchen gehofft hatten. Aber von Glück, respektive Unglück zu sprechen…
    Ich selbst hatte fest mit einem zweiten Mädchen gerechnet, dann wurde es ein Junge (ich wusste es vor der Geburt) und ich musste erstmal schlucken, mich regelrecht an den Gedanken gewöhnen (in unsere Familie gab es bislang nur Mädchen). Und jetzt? Natürlich wollte ich um nichts in der Welt tauschen. Wobei mein Junge auch hin und wieder für ein Mädchen gehalten wird und sich zum Schulanfang einen Mädchenschulranzen und ein Mädchenfedermäppchen aussuchte, wobei wir auch schon wieder beim nächsten Jungen-Mädchen-Thema wären…
    Alles nicht so leicht. Schwieriger finde ich Jungs nicht unbedingt. Okay, alles was sie finden wird zur Waffe umfunktioniert, daran muss man sich erstmal gewöhnen, sie sind lauter, körperlicher, aber wenn ein Freund da ist spielen die Jungs genauso friedlich vor sich hin wie die Mädchen (und streiten natürlich auch mal-auch gleich).
    Deine Jungs sind auf alle Fälle wundervoll und wenn deine Kleinen grinsen geht selbst einem Fremden das Herz auf! Und wie!
    Liebe Grüße
    Jutta

  40. Verena on 28. September 2017 at 17:38 geschrieben

    Ich habe Zwillinge. Ein Pärchen. Bevor ich Mutter wurde, habe ich mir immer ein Mädchen gewünscht. Vermutlich, weil man hofft, sich selbst darin wieder zu entdecken. Heute weiß ich: mein Junge ist ein Geschenk. Ebenso wie seine Schwester. Er ist anstrengend und oft laut. Genauso, wie es seine Schwester oft ist. In beiden Kindern kann ich mich wiederentdecken. Nur in meinem Buben oft mehr, weil er mir ähnlicher ist und unser Mädchen mehr nach dem Papa kommt. Jeder Freundin, die einen Jungen geschenkt bekommt und ein wenig verlegen murmelt: „Ein Mädchen wäre auch schön gewesen“, habe ich das Gleiche gesagt. „Jungs sind wundervoll… und Mädchen genauso 😊 Denn sie sind unsere Kinder und einmalig.“

  41. Karin on 28. September 2017 at 18:11 geschrieben

    Ich habe 3 Mädchen und muss mir immer anhören, wie schrecklich deren Pubertät doch sei, und überhaupt, Jungs sind doch viel gradliniger, Mädchen hätten ja von klein auf diese Stutenbissigkeit, etc. etc.- ist das Neid, komplett in die Hose gegangener Smalltalk oder die Erziehungs-Variante von Stammtischgerede? Ich verbuche das mittlerweile unter schlechte Manieren…hilft wenigstens manchmal.

  42. Miriam on 28. September 2017 at 19:00 geschrieben

    Liebe Claudia,
    ich kann dir da nur zustimmen…
    Wir haben die zwei Jungs.
    Und die Frage die dann manchmal kommt
    „Wollt ihrs mit nem Dritten nochmal probieren?
    Vielleicht klappt’s ja dann mit nem Mädchen.“
    schon ziemlich daneben!
    Liebe Grüße aus dem Schwarzwald, Miri

  43. Sandra Tischlinger on 28. September 2017 at 19:02 geschrieben

    Ein wunderbarer Text,der genau ins Schwarze trifft!❤❤
    Als sich meine Jungs in der Schwangerschaft geoutet haben und ich glücklich darüber war, zwei gesunde Jungs unter dem Herzen zu tragen,musste ich mir auch schon anhören „wäre es ein Pärchen,hätte es sich gelohnt“
    Solche Sprüche hörte ich oft…aber ich habe sie gleich wieder vergessen und sie mir nicht zu Herzen genommen..
    Seit 4 Jahren leben wir in Bayern und gefühlt werden Mädchen bevorzugt…überall…in der Schule,in Vereinen…das empfinde ich als ungerecht…
    Nun bin ich mit Mäuschen Nummer 3 schwanger.Da es sich bis jetzt nicht geoutet hat,wird natürlich viel orakelt..und jeder wünscht mir ein süßes Mädchen nach den zwei Jungs…Ich weiß,dass das Bett gemeint ist, aber mittlerweile nervt es nur noch…

    Liebe Grüße Sandra

  44. Hallo liebe Claudi,
    Ich habe zwar noch keine Kinder, lese deinen Blog aber super gerne!:)
    In unserer Familie gibt es viele Kinder, vorallem jüngere:)
    Mein Bruder hat 2 Töchter (9 und 3) er ist super happy damit, denn die beiden sind gesund und glücklich (ist das nicht super?). Die Wohnung sieht manchmal aus wie ein Barbie-Lego-Puppen-Paradies, aber glaube nicht, dass das Sofa ordentlich ist..!;)
    Ich glaube es kommt nicht auf das Geschlecht des Kindes an, sondern auf den Charakter. Man kann genauso gut 4 wilde Mädchen haben, die sich zanken und tüfteln oder aber 4 Jungs. Genauso andersherum:)
    Mein Cousin war immer ein super stiller, hat gerne alleine seine Bücher angeschaut und war immer ganz kuschlig, seine Schwester hingegen ist laut und wild und trotzdem wunderbar! Ist es nicht einfach toll, kleinen Menschen dabei zuzusehen oder sogar Teil dessen zu sein, wie sie wachsen, entdecken und lernen?:)
    Kinder sind Kinder und es ist egal ob Mädchen oder Junge:)

    Liebst, Anne 🙂
    http://www.einfachanne.wordpress.com

  45. So, ich habe 8 Mädchen und 1 Jungen… was meinst Du was ich oft zu hören bekomme, oder mein Sohn? Schlimm ist das.
    ich mag Deinen Artikel, das Werten muss aufhören.

    Was sind wir alle glücklich, dass wir mehrere Kinder haben dürfen, so ein Geschenk, so ein Segen.
    Und ja Mädchen haben ihre Eigenheiten und Wunderbarkeiten und Jungen auch… ich fühle mich sehr gesegnet, dass ich beides haben darf.
    Meinem Sohn wird aber auch oft das Beileid bekundet bei 8 Schwestern oder auch meinem Mann….. der arme in dem Frauenhaushalt…
    Finden wir alles nicht, unser Sohn auch nicht.
    Es ist großartig wie es ist mit meinen teilweise wilden, trotzigen, lauten, sensiblen, wunderbaren Töchtern und meinem musischen, babyliebenden Sohn.
    lg. und danke dass Du das Thema aufgegriffen hast,
    Elisabeth

  46. Chiara on 28. September 2017 at 20:26 geschrieben

    Wir haben 3 Mädchen – eine liebt Rosa und Glitzer (im Gegensatz zu mir), spielt aber am liebsten im Dreck – eine ist total kreativ und trägt nur weite Oshkosh-Latzhosen, ihr ist egal, ob der Pulli sauber ist, sie spielt aber sooo gern mit Puppen und bemuttert ihre jüngst geborene Cousine, Lieblingsfarbe Blau – und die 3. ist wild, laut, trotzig und hat sich heute rote „Rennfahrerturnschuhe“ gekauft, hasst es aber, schmutzig zu sein – Mitleid bekommen wir auch oft, weil der „Stammhalter“ fehlt… ich habe selber zwei Schwestern und lache darüber. Zusammen mit einer von ihnen führe ich ein Strassenbauunternehmen… Mein Cousin – „der Stammhalter“ – wird Physiotherapeut. Er mochte Lastwagen und co. noch nie… soviel zu Klischees! Lassen wir unsere Kinder doch einfach Kinder sein! Es ist das Glück unserer Zeit, dass das Geschlecht keine (oder eben leider erst kaum, aber was ist, kann noch werden) Rolle mehr spielt.

  47. Sandra on 28. September 2017 at 21:02 geschrieben

    Wir haben einen Jungen und ein Mädchen und bisher kann ich nur sagen, dass ich das Mädchen als anstrengender, chaotischer und lauter empfinde…trotzdem genauso liebenswert wie den großen Bruder!
    Als ich mit unserem Sohn schwanger war, schienen auch mehrere Bekannte enttäuscht für mich zu sein, dass es kein Mädchen wird. Das habe ich damals sehr persönlich genommen, denn wir haben uns wahnsinnig auf dieses lang erwartete Kind gefreut. Nur mein Vater hat übrigens ziemlich gegenteilig reagiert als wir ihm erzählten, dass wir nun wissen, dass wir einen Jungen bekommen. Er sagte nämlich, dass wir ja ungeheures Glück haben, weil Jungs ja viel einfacher sind als Mädchen. Zwar weiß ich als seine Tochter auch nicht was ich davon halten soll, aber es war mal eine erfrischende Aussage. 😉
    Also auch mich als Geschwisterpärchenmama irritieren diese Freude über ein Mädchen und Enttäuschung über einen Jungen noch immer.

  48. E on 28. September 2017 at 21:07 geschrieben

    Heute habe ich auf den Kommentar einer anderen Mütter, die zu ihrer Tochter sagte „Ja, die Mama von S. hat drei Jungs – die Arme!“ die Antwort gegeben: „Ich bin nicht arm, ich bin reich!“ Da würde sie dann plötzlich ganz kleinlaut… ich hab mir mittlerweile zwei, drei Antworten zurechtgelegt und mir fest vorgenommen, die zurück zu geben, wenn wieder ein Kommentar kommt.Ich bin es nämlich auch leid, mit dem Gefühl zu Hause zu sitzen, nicht deutlich genug reagiert zu haben, meine Jungs nicht richtig verteidigt zu haben. Unsere drei Jungs sind für meinen Mann und mich das größte Geschenk, jeder so einzigartig und toll. Und dein Blog ist für mich eine echte Inspiration! Lass dich nicht ärgern, es wird so viel dummes Zeug verzapft. Viele sind glaube ich auch einfach neidisch, sei es auf die große Familie oder auf die Zufriedenheit, die ihr ausstrahlt. Ich wünsche euch, dass euch die erhalten bleibt. Und danke für den Artikel! Er bringt’s auf den Punkt.

  49. Quitschie on 28. September 2017 at 21:08 geschrieben

    Toll geschrieben….
    Erst heute Nachmittag waren wir bei Freuden wo es auch um dieses Thema ging. Meine Aussage, dass ich es toll finde zwei Jungs zu haben und ich mich beim dritten genauso über einen Jungen zu freuen wie auf ein Mädchen, sorgte fast schon für Entsetzen am Tisch. Zu laut, zu wild und überhaupt!!!

  50. Julia on 28. September 2017 at 21:23 geschrieben

    Liebe Claudia,
    vielen Dank für deinen Text, der in mir irgendwie bekannte Begebenheiten aufflackern lässt – allerdings genau anders herum. Wir haben drei Mädels, und mein Mann und ich werden sehr häufig mit mitleidigen Blicken und komischen Gesprächen konfrontiert (‚Was?! Das dritte Mädchen? Ihr Armen!‘).und dann die typischen Klischees: Dass zuhause bestimmt ununterbrochen geredet wird, dass alles rosa ist, dass wir von Zicken umgeben sind. Dass wir uns ja dann schonmal auf ein Horror-Jahrzehnt in der Pubertät einstellen können, hoffentlich keine früh schwanger wird, etc. Mich macht das auch sehr wütend! Wir haben drei perfekte Kinder, jedes mit seinem einzigartigen Wesen. Schade, dass andere das nicht so sehen können. Ich wünsche deinen Jungs und meinen Mädchen (und allen Kindern), dass sie sich genau so geliebt fühlen, wie sie sind: perfekt.

  51. Patricia on 28. September 2017 at 21:28 geschrieben

    Wie schon auf Instagram kommentiert, finde ich es wirklich erstaunlich, dass wir 2017 immernoch über klischeehafte „Rollenzuteilungen“ diskutieren, sie rechtfertigen oder erklären müssen. Und Vorallem, dass „aufgeklärte“ Zeitschriften solche noch untermauern. Ich weiß nicht was das soll. Es nervt. Ich habe auch zwei Jungs, ich hätte auch gern ein „Päärchen“ gehabt. Nun denn, deshalb liebe ich mein zuckersüßes Baby nicht weniger. Ich liebe meine beiden Jungs/ meine beiden Kinder.
    Ich glaube einfach, dass jedes Kind anstrengend ist oder eben auch mal nicht. Das jedes Kind wild sein kann oder eben nicht. Und wie es nun dazu kommt, ob durch Sozialisierung, Erziehung, Umfeld oder einfach am Typ oder Sternzeichen des Kindes liegt ist doch am Ende völlig Banane…
    Ja, auch mich regt es auf. Denn in Schule (als Lehrerin) hat man diese Diskussion auch zu Hauf.

  52. Motherofthree on 28. September 2017 at 21:48 geschrieben

    Sehr zutreffender Post! Ich hab drei kleine Jungs, sie sehen sich relativ ähnlich wie Miniausgaben voneinander;-) wenn wir auftauchen, ist es immer ein bisschen wie eine Abrisstruppe…die „Soundso“ mit ihrer Chaostruppe…ja, sie sind laut, ja sie sind wild, ja, sie sind starrsinnig, aber sie sind auch fürchterlich lieb und einfühlsam und schlau und unglaublich lustig! Ich genieß mein Dasein als Jungsmama total. Ich betone sogar extra, dass ich drei Kinder habe und zwar drei Jungs! Und fühle mich heimlich ein bisschen cool damit, weil es meine Jungs sind, meine Posse, meine Verbündeten, meine Beschützer, meine Verehrer, meine Mannschaft. Es gibt nichts wundervolleres als die drei! Jungs rocken und klaro, Mädchen sind süß und hübsch und Mädchenklamotten sind auch spitze, aber hey: Jungs rocken einfach!!! Deshalb mach Dir doch keinen Kopf. Lächle nett und denk Dir heimlich, still und leise, wie glücklich Du doch sein kannst mit Deinen bezaubernden 4 Buben und wie schade es für die andere Mama eigentlich ist, dass sie das nicht kennen lernen wird…

  53. Judith on 28. September 2017 at 22:18 geschrieben

    Ach der Artikel hat mir gut getan. Ich bin auch eine dreifach Jungsmama. Auch manchmal traurig über die Keine-Tochter-Situation und manchmal auch besorgt darüber wie ich meine Jungs heil durch ein mädchenorientiertes Erziehungssystem bugsiere.
    Oft freu ich mich aber auch dass meine Jungs sich haben als Brüder fürs Leben. Ich bin mit 2 Schwestern groß geworden und meine Mutter sagte auch immer wenn wir uns stritten in breitestem Sächsisch „ihr werd euch noch ma suchn“. So ist es auch gekommen. Mein Leben wäre ohne meine Schwestern inzwischen um einiges ärmer. Diese Erfahrung wünsche ich mir für meine Jungs auch. In meiner dritten Schwangerschaft hörte ich von einer Familie, die auf die Geburtsanzeige ihres 4. Jungen schrieben:“Gott sei dank wieder ein Junge!“ Diesen Satz habe ich seitdem oft gesagt wenn mich mitleidige Kommentare ereilten.

  54. Jessica on 28. September 2017 at 22:20 geschrieben

    Liebe Claudi,
    wir haben eine so traurige Woche hinter uns. Meine Schwägerin hat zwei Wochen vor dem Stichtag ihren Sohn verloren. Keine Herztöne mehr. Er ist einfach eingeschlafen.
    Sie haben zwei Mädchen (7 und 3) und haben sich so sehr einen Jungen gewünscht. Und nun muss sie sich von ihrem Liebling verabschieden, bevor sie ihn überhaupt kennengelernt hat. Sie weiß nicht mehr wie sie noch weiterleben soll, so traurig ist sie.
    Das macht mir wieder bewusst, über was für unwichtige Dinge wir uns eigentlich kümmern oder aufregen. Ich denke ein „Hauptsache gesund“ reicht nicht, ein „Hauptsache am Leben“ – dafür sollten wir dankbar sein. Die Entstehung eines kleinen Menschen ist ein Wunder und jedes Kind wunderbar.

  55. NADINE on 28. September 2017 at 22:41 geschrieben

    Toller Artikel! Ich empfinde es aber gar nicht so nur bezogen auf das Geschlecht! Habe eher das Gefühl, dass gerade viele Kinder in sind. Hauptsache drei und mehr, egal ob Junge oder Mädchen, ganz im Courntey Adamo Style. Hauptsache viele, lässig und farblich abgestimmt! Eben angepasst, vereinheitlicht zu Kleiderpuppen! Bloß nicht anstrengend, immer am lachen und entdecken. Davon bin ich viel mehr genervt. Kinder, ob Junge oder Mädchen, dürfen auch mal schreien, motzig schauen, Handyspiele spielen, Aldihosen tragen und an Palstik oder Zucker nuckeln!
    Ich selbst bin ein großer Fan von Jungs! Mehr davon bitte für diese Welt! Und anstrengend!? Nicht die Bohne, wenn man sie lässt!

  56. Maja on 28. September 2017 at 23:10 geschrieben

    Wir haben zwei Kinder. Ein Mädchen und einen jungen. Und ich finde sie beide toll. Klar. Und ich habe es mir auch genau so gewünscht. Aber nur wegen der Unterschiedlichkeit. Wir waren zuhause drei Mädchen. Mein Vater durfte sich einiges anhören. Er war immer der arme einzige Mann. Ich glaube er war ein total geliebter Mann, unglücklich hat er nicht gewirkt. Aber wir waren auch drei sehr sehr unterschiedliche Mädchen. Im Grunde hätte ich das wissen müssen, egal welche Sorte Kinder man bekommt, man bekommt ziemlich einzigartige Menschen. Daher ist es egal.
    Eines kann ich nach einigen Jahren mutterdasein mit einem „Pärchen“ (bizarrer begriff) sagen: mehr nerven hab ich an meiner Tochter gelassen und mehr Ruhe in meinem Sohn gesehen. Und eines weiß ich auch und zwar dass sich das auch wieder ändern kann.

    Nicht so viel auf das Dumme gequatsche der Leute geben. Viele können sich nur ihre eigene Welt erklären, für eine weitere Sicht fehlt der Horizont.

  57. Helga on 29. September 2017 at 05:51 geschrieben

    Liebe Claudia, ich bin ganz deiner Meinung. Ich habe vor 6 Wochen auch mein 4. Kind bekommen und obwohl ich 2 Mädchen und 2 Jungs habe nerven mich auch unglaublich die Kommentare. Die Menschen machen mir Komplimente und sagen was für ein Glück wir hatten, wie gut wir das gemacht haben usw. Als würde es in unseren Händen liegen…. klar bin ich glücklich so wie es ist, und klar hätte es mir für meinen Sohn leid getan wenn er der einzige Junge unter Mädchen geblieben wäre, zumindest jetzt in den ersten Jahren, denn er hat sich schon sehr einen Bruder gewünscht. Aber wir wären trotzdem alle super glücklich!
    Wie du sagst, Kinder sind Geschenke! Man muss endlich damit aufhören das Leben als Wunschkonzert zu betrachten.

  58. Anne on 29. September 2017 at 08:39 geschrieben

    Hallo, ich kann dich. Je bestätigen. Ich bin Jungsmama und liebe es. Um nichts in der Welt will ich mein kleines Söhnchen missen seine Wildheit, seine Zartheit seine Kuscheligkeit. Ich habe mir immer einen Sohn gewünscht und liebe ihn für seine Art, seine Kreativität seine Einfühlsamkeit. Ein kleiner Räuber. Und ich glaube nicht dass unser Mädchen anders werden würde😉Es sind unsere Kinder und sie machen uns zu Eltern.

  59. Als ich das erste Mal beim Elternabend in der Schule meiner Tochter saß, da war das erste und wichtigste Thema von mehreren Mädchenmüttern, wie sich denn die Jungs benehmen würden, dass es zu wild und zu laut zugeht und es Raufereien gibt und das wären sie so nicht gewöhnt.
    Und da habe ich tief ausgeatmet, mich entspannt in den Stuhl gelehnt und gedacht „ boah und du gehörst jetzt nicht dazu. Musst dir kein Bashing anhören, hast eine „verhaltenskonforme“ Tochter“ .
    All die Jahre vorher musste ich mir das alles nämlich ständig bei meinem Sohn sagen lassen.
    Aus meiner persönlichen Erfahrung war es im Kindergarten und in den ersten Schuljahren immer „problematischer“ mit meinem Jungen, weil sich Mädchenmütter und Kindergärterinnen und Lehrerinnen eben nicht so anfreunden konnten mit der manchmal ausufernden Jungslebensfreude.
    Jetzt sind die Kinder älter und es kehrt sich. Der Sohn ist ein wahnsinnig entspannter Teenager und das Mädchen wird manchmal ganz schön zickig, da ist das Konfliktpotential viel höher.
    Kinder sind einfach genial – so wie sie eben sind. Die von dir zitierten Ansagen mancher Mütter sind für mich unfassbar. Und euch finde ich einfach klasse!
    Liebe Grüße

  60. Anna on 29. September 2017 at 10:29 geschrieben

    Liebe Claudia ,

    Ich weiß nicht ob sich mein Kommentar vielleicht wiederholt und ist den anderen, die ich nur zum Teil gelesen habe-(sind nämlich ziemlich viele :)), ziemlich ähnlich in manchen Hinsichten . Also ich bin Mama von einem Jungen. Und hoffe es werden mehr Iwann , leider klappt es noch nicht so. Aber unser Sohn ist gesund, laut,wild, empfindsam und lebhaften und bin ehrlich gesagt noch in meiner findungsphase ; welcher Typ Mama ich bin. Viele Leute reden einem gerade beim ersten Kind ja mehr rein oder man lässt sich leichter beeinflussen . Ich weiß es nicht. Gerade solche Kommentare werfen einen doch aus der Bahn 🙁 . Woher nimmt man sich das Recht , zu sagen wie das Kind sein soll . Und wenn wir bei einem
    Kind bleiben dennoch sind wir doch nicht besser oder ärmer dran. Hallo wir haben einen gesunden Sohn/gesundes Kind . Was gibt es schöneres auf der Welt . Egal wieviele man bekommt Hauptsache gesund und glücklich. Hat man einen jungen der alleine in Ecke spielt werden Kommentare gegeben oder einen der schreiend über den Flur läuft . So lange es nicht das eigene Kind ist , werden sich die Mäuler zerrissen.
    Meinen Eltern nach war ich frech , laut und habe alles kaputt gemacht was mir in die Hände kam. Ziemlich untypisch für ein Mädchen der Definition nach . Man wird mit einem Geschlecht und einem Charakter geboren : wichtig ist es doch diesen zu stärken und Rückhalt dem Kind zu geben . Nicht das Gefühl jemand anderes zu sein , weil es den Leuten passt.
    Pipi Langstrumpf ist doch auch kein typisches Mädchen und Astrid Lindgren hat doch damals dieses Statement gesetzt. Man sollte sich nicht beirren lassen und solchen Menschen kommentarlos aus dem Weg gehen. Unmöglich und ohne Worte . Könnte noch unendlich so weiter schreiben 🙂 ganz liebe Grüße

  61. Katharina Wieber on 29. September 2017 at 10:49 geschrieben

    Wir haben Zwillingsjungs,6 Jahre alt, und ein Mädchen, 2 Jahre alt. Es gibt natürlich einige geschlechterspezifische Unterschiede, aber dass die Jungs „anstrengender“ wären, können wir nicht sagen. Oft ist die Kleine lauter und wilder als ihre Brüder. Die Wertung von außen, darf man sich nie zu sehr zu Herzen nehmen. Leider fällt einem das meistens allzu schwer. Aber ein Versuch ist es wert. Egal womit man auffällt, 3 oder 4 Jungs/ Mädchen, Zwilling/Drillinge, es wird immer jemand geben, der unpassende Kommentare abgibt. Ich höre oft gar nicht mehr richtig zu. Lächle,nicke und gehe weiter bzw wechsle das Thema. Alles Liebe.

  62. Eine wunderbare Mutter haben deine Kinder. Lass dich bloß nicht umstoßen von Klischeehaften Phrasen. Ich, als Mama von einem Mädchen und einem Jungen, darf mir des Öfteren anhören, dass ich ja eine ganz schöne Rabaukin habe und wie zart und lieb doch mein Sohn ist (und dabei schwingt natürlich mit: das muss doch andersrum sein!). Scheinbar gibt es also immer was auszusetzen 😉 Am Ende des Tages stelle ich dann fest, dass ich selbst als Mama mein Selbstbewusstsein stärken muss und dadurch dann auch das meiner Kinder. Dann kratzen solche Kommentare nicht gleich an meiner Seele. Für mehr Selbstbewusstsein für Mütter und vor allem ein wenig mehr Reflektion über eigene Kommentare beim Gegenüber (am besten, bevor man sie rauslässt!).

    • Claudia on 29. September 2017 at 12:10 geschrieben

      Danke du Liebe! Diese ganzen herzlichen Komentare geben meinem Selbstbewusstsein noch mal so einem richtigen Kick. Vielleicht hat der liebe Gott mir vier Jungs geschenkt, damit ich in die Welt hinausgehe und allen erzähle, wie unglaublich toll es ist Jungs zu haben. ; )

      Ganz liebe Grüße!

  63. SilkeAusL on 29. September 2017 at 10:56 geschrieben

    Liebe Claudi.
    Ich habe 2 Mädchen. Ja wohl. Und ich habe immer früher davon geträumt, ein „Pärchen“ zu haben, aber es hat nicht sollen sein.
    Aber damit kann ich jetzt ganz gut leben.
    Mein(gerade mal 1 Jahr altes)Sofa ist leider dank eines Tatoo-Stifts versaut und auch sonst können die Mädels(besonders die Große)die Wohnung und ihre Klamotten ganz wunderbar „boy-like“ verdrecken. Kleider gibt es nur bei besonderen Anlässen, helle Klamotten sehr ungern. ABER: da find mal was für „Mädchen“. Geh mal in die Kleidungsabteilung bei C&A,H&M und Co. Was sind da die vorherrschenden Farben? Rosa, Pink, Weiß….Ich bin oft geneigt, zwischen den Jungsklamotten zu suchen. Aber meine Kinder stehen dann doch nicht(mehr)so auf Feuerwehrmann Sam, Cars usw. Wo ist das Problem, „neutrale“ Kleidung herzustellen?
    So, das ist Punkt Nr.1.
    Punkt Nr.2: so wie es bei meinen Mädels Unterschiede gibt(der „Raufbold“ und das „Mädchen“), gibt es das ja nun auch bei Jungs. Nur weil man 2,3 oder 4 Jungs hat, heisst es ja nicht, dass alle die totalen Chaoten sind und man am liebsten rückwärts wieder raus geht vor Lärm und Prügeleien, wenn man Euch besuchen kommt, oder? Da geht es bei uns mitunter mit Sicherheit lauter und wilder zu 😉
    Und nein, den Elternartikel habe ich nicht gelesen, weil diese Zeitschriften, sorry, mir ganz fürchterlich auf den „Sack“ gehen. Ich hatte die „Eltern“ und später die „Eltern Family“ als die Mädels noch ganz klein waren(und ich noch Zeit dafür hatte)abonniert und am Ende war ich sie so leid, dass ich heute selbst beim Arzt lieber die „Klatschzeitschriften“ lese. Klar stehen manchmal ganz interessante Artikel drin und die Kolumnen sind auch oft ganz witzig, aber mich nervt schon, dass ich viel Geld für jede 2.Seite Werbung ausgeben muss.
    Wenn ich mich informieren will, „recherchiere“ ich lieber selbst.
    Ich bin eigentlich relativ „Zeitschriften-frei“ 😂.

    Mach Dir keinen Kopf, alles ist gut so, wie es bei Euch ist und die Natur hat sich da schon was bei gedacht, wenn sie Euch „nur“ 4 Jungs geschenkt hat.

    LG Silke

  64. jana on 29. September 2017 at 11:12 geschrieben

    ich frage mich woran die leute sowas fest machen, das mädchen „einfacher zu händeln,ruhiger und ordentlicher“ sind. und ach ja, natürlich haben mädchen als säugling ja auch noch weniger koliken.
    so, nun bin ich mama eines jungen und tatsächlich haben alle frauen aus meinem geburtsvorbereitungskurs einen jungen bekommen. wenn wir uns mit der rasselbande treffen ist es einfach nur schön- und genau so schön wäre es sicherlich wenn mädchen dabei wären.
    ich finde sowieso die ganzen wertungen schrecklich- egal in welche richtung! wie oft ich in meinem freundeskreis höre „achso und wieso kannst du dieses und jenes nicht? das machen andere mütter doch auch“ eben weil alle kinder und babys individuell sind, egal ob junge oder mädchen!

  65. Liebe Claudia, du hast einen so wunderbaren, wunderbar ehrlichen Artikel geschrieben! Ich bin begeistert. Ich finde diese ganze Jungs-Mädchen-Diskussion einfach nur Quatsch. Ich habe meine Ausbildung an einer reinen Mädchenschule gemacht und kann nur sagen: Mädchen können auch verdammt anstrengend sein. Vielleicht anders anstrengend, weil sie im Unterricht manchmal auf unterschiedliche Weise auffallen, aber am Ende des Tages ist es doch kein Unterschied.
    Bei aller Anstrengung würde ich keine, wirklich keine Sekunde dieser Zeit gerne tauschen, denn ich habe diese Kinder kennenlernen und mit ihnen arbeiten dürfen und genau das macht doch die Anstrengung auch irgendwie aus, ob privat oder schulisch oder oder oder: Wo Menschen zusammentreffen und sich wirklich (!) miteinander auseinandersetzen, ist es nie einfach, sondern es liegt ja im Sinn der Sache, das auseinandersetzen mit Arbeit verbunden ist. Und Arbeit ist nicht immer nur leicht. Nicht mit dem Partner, nicht mit den Kindern, nicht mit Familienmitgliedern/Freunden, nicht mit Kollegen, nicht mit Schülern etc.

    Herzlich,
    Katharina

  66. Kathy on 29. September 2017 at 11:50 geschrieben

    Hallo,

    ganz ehrlich ich kann diese blöden Kommentare nicht verstehen. Ich hab zwei wundervolle, völlig unterschiedliche, wilde, laute und oft dreckige Jungs und ich hab es mir nie anders gewünscht. Sie schaffen es jeden Tag das beste aber manchmal auch das schlechteste aus mir raus zuhalten. Oft tanzen wir zusammen auf dem Tisch. Manchmal bin ich genervt, weil keine Minute Ruhe herrscht. Und ja, wie du mal sagtest, noch bin ich hier die einzige Prinzessin 😆.
    Grundsätzlich sollten alle doch mehr außerhalb der Schubladen denken. Sie werden niemanden gerecht!

    So und ich werde als nächstes meine zwei wundervollen wilden, sensiblen, lauten und manchmal auch nachdenklichen Söhne knuddeln und kitzeln bis wir vor lachen keine Luft mehr bekommen und unendlich denkbar sein ihre Mutter zu sein.

    LG Kathy
    P.s. Lass dich nicht ärgern, es gibt sicher genug die dich beneiden um deine zuckersüßen wilden Kerle.

  67. Claudia on 29. September 2017 at 12:54 geschrieben

    Ich glaube, dass es egal ist wierum. Wenn man nicht dass klassische „ein Mädchen und einen Jungen Modell“ hat, dann gibt es immer Kommentare. Bei drei Mädchen (eine Freundin von mir), wird man bemitleidet, weil so viele Mädchen ja bestimmt wahnsinnig zickig sind. Als ich mit dem 3. Kind schwanger war und die ersten beiden ja Mädchen sind, hat mir auch dauernd jemand gesgat, dass ich mir bestimmt einen Jungen wünsche oder ob wir bestimmt froh wären, wenn es ein Junge wird. (Wir wussten nicht was es wird). Aber es war uns völlig egal, weil erstens würden wir es lieben, total wurst was es ist und zweitens können wir es doch sowieso nicht ändern! Also kommt es so, wie es kommen soll. Und so ist es dann auch genau richtig.
    Und denen mit ihren komischen (ungefragten!!) Kommentaren, würde ich es auch mal genau so sagen, dass deine vier Jungs das Beste ist und sie dich auf Händen tragen (werden). 😊

  68. Claudia on 29. September 2017 at 12:57 geschrieben

    P.S. und meine zwei Mädchen sind mindestens so laut wie drei Jungs, das ist mal sicher.. 😁🙈

  69. Meine Tante hatte auch vier, der älteste ist nur knapp jünger als ich, also bin ich mit denen aufgewachsen. Ja, sie waren laut und ja, sie haben gerauft. Und? Ich habe mitgestritten und mitgerauft. Wir waren ja Kinder, weder Mädchen noch Junge! Wir waren auch mal leise. Ich mag Stereotype und das Schubladendenken nicht besonders. Jeder Mensch ist anders, ein Unikat. Das hat für mich nichts mit dem Gewchlecht zu tun! Wir haben ein Kind (zufällig Mädchen, kannste dir ja nicht aussuchen, ist ja auch völlig schnuppe) und die verwüstet übrigens auch innerhalb kürzester Zeit das Sofa.

  70. Theresa on 29. September 2017 at 14:47 geschrieben

    Liebe Claudia,

    lies mal rein in den Artikel, es lohnt sich. Denn es ist mehr ein Plädoyer FÜR als GEGEN Jungs.

    Ich fand ihn jedenfalls sehr lesenswert und bin selber stolze Mutter zweier ganz wunderbarer wilder, raufender, lauter, lustiger und gleichzeitig ganz kuschelig, einfühlsamer toller Jungs.

    Alles Liebe für Dich und Deine Familie,
    Theresa

  71. Romy Uhlig on 29. September 2017 at 15:34 geschrieben

    Ein toller Beitrag von dir. Den Artikel habe ich noch nicht und werde ich nicht lesen. Ich kann dir nur eins sagen, auch mit einem Mädchen wäre es nicht leiser oder aufgeräumter. Vielleicht mehr rosa :D, aber nicht aufgeräumter. Ich habe einen wundervollen Jungen, der so zart und einfühlsam ist und so kreativ und aufmerksam und ein wunderbares Mädchen, das wild ist und am liebsten den ganzen Tag mit ihrem Prinzessinenkleid durch Matschpfützen springen möchte. Es ist doch so egal, ob Mädchen oder Junge, jedes Kind ist einfach einzigartig und einfach toll.

    Lass dich nicht ärgern!

  72. Hallo Claudi,
    du hast vollkommen recht mit deinem Artikel…Was haben andere Mütter (denn es sind nur die Frauen die so reagieren oder?) nur gegen Jungs? Diese Unterscheidung fängt doch schon in der Schwangerschaft an. Ich musste mir einige Male komische Kommentare anhören wie „Oh ein Junge…damit kann man als Frau ja nicht viel anfangen“..Hallo?! Es ist Mein Kind und welches Geschlecht es hat, ist doch total egal. Ich finde Jungs ehrlich gesagt viel „cooler“,denn ich war eh nie Fan von Rosa-Kleidung o.Ä. 😉

  73. Diana on 29. September 2017 at 16:28 geschrieben

    Liebe Claudi,
    ganz zauberhaft geschrieben (wie immer…). Ich habe ein Mädchen (7) und einen Jungen (4). Ich hätte gerne noch ein Kind und wann immer ich das Thema anschneide heißt es: wieso? Du hast doch schon beides… (tränen-lachender-emoji).
    Also, man findet immer Leute, die unbedacht oder in Gedanken beschränkt Äußerungen in die ein oder andere Richtung abgeben.
    Ich finde meinen Kleinen auch wilder und lauter als meine Große, aber vielleicht ist es einfach nur eine Charakterfrage?
    Ich habe den Eltern Artikel letzte Woche gelesen – ich habe jetzt bewußt nicht nochmal reingeschaut, aber was bei mir hängen geblieben ist, dass ich mehr darauf achten möchte meinem Sohn die Möglichkeit zum austoben zu geben. Und anstatt mich zu ärgern, dass nicht ruhig gespielt wird lieber nochmal eine Runde mit dem Rad um den Block zu drehen. Aber das gilt gleichermaßen für meine Tochter auch…
    4 Jungs sind sicher anstrengend – 4 Mädchen auch – Na und? Es ist wunderbar anstrengend. Ich meine: „Wie cool! Du hast 4 Kinder! Das ist ohne Einschränkung ein Grund zum freuen und wer das nicht so sieht hat echt nix kapiert“ :-)))
    Liebe Grüße
    Diana

  74. Ich habe auch 2 Kinder. Zufälligerweise sind es Jungs. Ich kann meine Liebe zu Ihnen nicht in Worte fassen, deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass ich eine Tochter mehr lieben würde. Natürlich haben meine Mum und ich über andere Dinge gesprochen als sie mit meinem Bruder, ich werde das dann eben mit meinem Mann oder meiner besten Freundin besprechen. Der Charakter hat doch nichts mit dem Geschlecht zu tun, vieles hängt aber in der Tat von der Erziehung ab, das kann ich nicht bestreiten. Ich kenne beruflich auch wahnsinnig viele Familien. Es gibt schon heftigste Unterschiede. Da ist die Mama die ihrem Sohn eher dezente Mädchenkleidung kauft die auch noch bezaubernd an ihm aussieht und da ist die Mama deren Tochter niemals blau tragen würde, weil das ja ne jungsfarbe ist… und das mit 2,5 Jahren. Jeder wie er mag, aber dann auch keine unfairen Kommentare oder Artikel über unsere wundervollen Söhne schreiben!

  75. Christina on 29. September 2017 at 19:18 geschrieben

    Hach, mal wieder ein herrliches Thema zm mitdiskutieren! 😉
    Fürchterlich, was da zur Zeit (eigentlich ja schon seit vielen Jahren) abläuft! So absurd!
    Jungen (Männer?!) sollen stark sein, sich behaupten können, sich durchsetzen etc, aber das alles sollen sie bitte im angepassten Handeln erlernen.
    Ja, Jungen prügeln sich manchmal, ja Jungen können laut schreien, ja, Jungen können wild spielen und dabei viel Chaos verursachen, aber das tun Mädchen, wenn wir sie lassen, auch. Ich habe beide Geschlechter zu Hause und stelle – abgesehen vom Prügeln und den genderspezifischen, viel von außen heranagetragenen Spielzeugen – keine Unterschiede im Spielverhalten fest.
    Zudem finde ich es sehr angenehm, dass Jungen sich hin und wieder mal auf die Nase hauen und danach entweder Freund oder Feind sind (auch das ist ein Klischee, aber ich konnte es schon oft beobachten), Mädchen sind da oft leider nicht so direkt…
    An unserer Sekundarschule wurden in diesem Schuljahr 2/3 Jungen und 1/3 Mädchen aufgenommen. Nicht etwa, weil es in dem Jahrgang so übermäßig viele Jungen gab, nein, die Mädchen durften zu 2/3 ans Gymnasium gehen. Weil sie nämlich von frühester Kindheit an zu angepasstem Verhalten erzogen werden und damit im Schulsystem deutlich beser fahren.
    Dabei werden die Resourcen der Jungen in meinen Augen verschwendet…
    Ich denke ja oft, dass diese ganze“ Jungenproblematik“ mit den vielen Frauen in unseren Bildungseinrichtungen zusammenhängt…
    Kita:Erzieherinnen, Grundschule:Lehrerinnen, weiterfrühernde Schulen: immer noch deutlicher Damenüberschuss… und zu Hause ist auch Mama nach wie vor eher die Zuständige…
    Also: Männer! Ran an die Jungs und die Köpfe der Frauen, damit dieses Dilemma mal endlich aufhört.

  76. Anna Tawida Mekhail on 29. September 2017 at 19:30 geschrieben

    Danke Danke Danke! Du sprichst mir aus der Seele. Ich hatte mir ehrlich gesagt auch ein Mädchen gewünscht einfach weil ich so eine schöne Beziehung zu meiner Mama habe und dachte dass das mit einem Mädchen dann genauso wird. Ich habe den Wunsch dann sogar offen ausgesprochen und wurde von eigenen Freundinnen aber als absolute Jungsmama bezeichnet und mir prophezeit dass ich nur Jungs bekommen werde(allerdings nur von denen die Junge und Mädchen haben 😉 was auch immer das heißen soll. Als es dann wirklich wieder ein Junge war haben mein Mann und ich uns total gefreut und waren natürlich gleich verliebt. Ich liebe meine Jungs und wenn wir nochmal ein Kind bekommen sollten glaube ich dass ich mir sogar wieder einen Jungen wünsche, da unsere Jungs einfach so tolle Kinder sind und ich vielleicht wirklich einfach eine Jungsmama bin denn das kann ich wirklich gut 😊

  77. Sina on 29. September 2017 at 22:02 geschrieben

    Danke für deinen Beitrag, der dieses Thema gut zusammenfasst!
    Eltern mit mehreren Jungs zu bemitleiden finde ich genauso blöd wie solchen mit je einem Mädchen und einem Jungen zu gratulieren, Eltern mit mehreren Mädchen „endlich“ noch einen Jungen zu wünschen (und andersrum), Väter mit „nur“ Töchtern oder Mütter mit „nur“ Jungs um ihre Einzelposition in der Familie zu bedauern. Dass man andererseits als Reaktion auf sowas anfängt die „geschlechts-untypischen“ Verhaltensweisen der eigenen Kinder herauszustellen (sensibler Junge – wildes Mädchen) ist nur eine Folge von diesen Klischees und ungebetenen Fragen und Ratschlägen, die wir doch eigentlich hinter uns lassen wollen.
    Ich finde, du hast ganz Recht mit deiner Schlussfolgerung: es sind Kinder. – Wie schön!

  78. Uli on 29. September 2017 at 23:22 geschrieben

    Was für ein schöner Artikel (deiner, den anderen habe ich nicht gelesen)
    !!
    Kinder sind Kinder! Und großartig. Und jedes vermutlich irgendwann im Leben mal unkompliziert, mal fordernder.
    Ich habe immer gedacht, ich würde einen Jungen bekommen – es war dann aber ein Mädchen. Heute wird meine Tochter unglaublich oft (Und selbst im schlichten (nicht pink oder rosafarbenen) Kleid für einen Jungen gehalten. Als Junge angesprochen und ich gefragt : da wollt ihr sicher bald noch ein Mädchen, oder?!

    Warum eigentlich müssen völlig fremde Menschen sich da einmischen?!? Ich habe ein Kind! Ein wundervolles Kind. Wild, schnell, tobelustig, kichernd, kuschelnd, sanft und wütend. Es ist weiblich, ja. Das ist mir sowas von egal. Ihr zum Glück auch. Sie wünscht sich, wenn sie groß ist, einen Bart. Und fährt in der Zwischenzeit ihre Puppe spazieren.

    Meine Eltern meinen übrigens, dass ich fordernder war als meine drei Brüder zusammen.
    Und nein, ich bin nicht endlich nach drei Jungs geboren! Ich bin die große Schwester mit drei kleinen Brüdern.

    Genieße das Leben mit deinen Bier wundervollen Kindern. Was für ein großes Glück!!

    Alles Liebe – Uli

  79. S.Ortholf on 29. September 2017 at 23:22 geschrieben

    Hallo Claudi,
    Ja auch wir haben zwei Jungs .Und ich bin dankbar das es zwei gesunde stramme Burschen sind,die mit beiden Beinen im Leben stehen.Quatsch haben Sie genug gemacht und uns manchmal zur Weißglut gebracht…aber so wie sie sind ,sind Sie richtig.
    Wir haben bei beiden das Geschlecht nicht wissen wollen aber gespürt habe ich es. Und ich bin dankbar das ich zwei Burschen habe.Manchmal werde ich auf Händen getragen und manchmal bin ich die Mama mach mal….
    Die Mädchen kommen so oder so….und ich werde auch die Lieb haben.

  80. Yvonne on 30. September 2017 at 05:24 geschrieben

    Liebe Claudi,

    Vor fünf Tagen haben wir überglücklich unseren gesunden kleinen Thore bekommen,unseren dritten Sohn 😊
    Ich habe mir nie was anderes gewünscht,als Jungs ,obwohl es genug Leute in meinem Umfeld gibt,die mich „liebevoll“ als „Tussi“ bezeichnen würden 😏( was übrigens auch mal so einThema für sich wäre) und doch so der Überzeugung waren,ich wäre eine Mädchen Mama?!
    Früher wäre ich mit Gold überhäuft worden,heute bekommt man nur wehleidige Blicke und Sprüche wie „Respekt“ oder „du Arme“ oder „naja,kann man sich eben nicht aussuchen“…mir ist das egal,ich liebe meine Jungs und jede gegenteilige Aussage,wird für mich als dumm und neidvoll abgespeichert!
    Ich bin eine Mega Jungs Mama 💪🏻

    Lg Yvonne

  81. Nina on 30. September 2017 at 08:05 geschrieben

    Also ich finde, dass ist totaler Quatsch. Meine Schwester und ich haben vom Feinsten gerauft. Mein Neffe weißt jegliche „weibliche“ Tugend auf (sensibel, zurückhaltend…) und die Tochter einer Bekannten (das jüngere Kind) ist lauter, wilder und abenteuerlustiger als ihr älterer Bruder und mein Sohn zusammen 😂 Dämliche Klischees! So leid es mir tut, ich vermeide Gespräche mit vielen anderen Müttern, weil (und dieses Klischee stimmt leider allzu oft) diese Wettbewerberei und Vergleicherei einfach keinen Sinn macht und mir nur den letzten Nerv raubt.

  82. Maria on 30. September 2017 at 08:45 geschrieben

    Hej, ich erlebe es nicht so, saß Jungen gerade nicht so in sind. Allerdings sind meine Jungs 10 und 14 (die Tochter 13!), vielleicht ist das bei den jüngeren Kindern so? Ich fände es für mich persönlich schade, wenn ich nur Jungs oder nur Mädchen gehabt hätte. Wild, ungestüm, laut sind übrigens alle drei mal mehr und mal weniger. Die Jungs sind oft körperlicher und raufen lieber (mit mir), während die Tochter sich da lieber raushält (und zum Vater flüchtet). Der Große ist übrigens auf einem ehem. Mädchengymnasium, da sind immer noch mehr Mädchen, auch wenn sich das gerade ändert. Nachteile haben die Jungs dort nicht, im Gegenteil, die Lehrer schätzen das Gebrummel der tiefen Stimmen im Gekicher der Mädchen… liebe Grüße vom Bodensee

  83. Michaela on 30. September 2017 at 10:57 geschrieben

    Hallo Claudi,
    die Liebe zu deinen Kindern spricht aus jeder deiner Zeilen…
    (Genaus solche Mamas wie du haben nicht umsonst Jungs – denn diese Liebe brauchen sie (und kein Selbstmitleid oder was auch immer man bekommen könnte bei dem, was das Umfeld einem aufdrücken könnte) um liebevolle Männer zu werden. Und das werden sie werden! ;))

    Wir haben auch drei Kinder – das erste ist ein Junge, dann kam ein Junge und als drittes haben wir einen Jungen bekommen.

    Diese Sprüche und Kommentare und Blicke kenne ich so so gut – klar! – und inzwischen (unser Kleinster ist jetzt knapp 2) gehen sie auch nicht mehr so tief. Aber dennoch: Wie können wir für das größte Geschenk, das uns unser Leben gemacht hat, bemitleidet werden?
    Die Mitte-Vierziger-Mutter hat mir (beim Lesen) schon sehr weh getan.

    Manchmal frage ich mich:
    Wäre ich auch so, hätte ich eine oder mehrere Töchter?
    Das Leben hat uns nicht nur mehrere tolle Kinder geschenkt – es hilft uns auch, zu lernen, Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu sehen und tolerant zu sein.

    Was ich den Zwei-Geschlecht-Eltern sagen möchte:
    Glaubt uns bitte, wir könnten es uns nicht schöner/besser vorstellen, als Mama/Eltern von diesen Kindern (Menschen!) zu sein! <3

    Liebe Claudi,
    es gibt so viele von uns, die sich eine Hornhaut zulegen müssen und werden.
    Und: Wir können so so so stolz sein!!!

    Ein Hoch auf unsere Kinder!!!

  84. Lisa on 30. September 2017 at 12:22 geschrieben

    Hallo Claudia 😊
    Wir bekommen im Dezember Zwillingsjungs… da gibt es schon jetzt oft Kommentare pber die man sich manchmal tagelang ärger. Wie :“oh na das ist aber hart..“
    Will keiner hören. Und das nun Jungs auch noch out sind sind ja gute Aussichten 😅 liebe Grüße Lisa

  85. Drei Mädchen Mama on 30. September 2017 at 13:09 geschrieben

    Hallo Claudia,

    wir haben drei Mädels und es NATÜRLICH alles easy peasy. 😂 Ach und das dritte Kind ist NATÜRLICH auch nur entstanden, damit mein Mann einen Stammhalter hat. 😂

    LG von der glücklichen Drei Mädchen Mama

  86. Astrid on 30. September 2017 at 16:01 geschrieben

    Puh, das hört sich ja wirklich schrecklich an! Also ich habe zwei Jungs und es wird auch wohl nur Jungs geben! Bei meinem Mann sind es 4, bei Opa 5. Kein einziges Mädchen dabei. Ich bin noch nie auf die Idee gekommen, dass da ein Unterschied ist. Für mich sind es alles Kinder! Einige anstrengender, einige weniger anstrengend. Ich arbeite sogar in einer Kita und es hat mir noch nie jemand gesagt, dass Mädchen weniger laut oder gar ruhiger sind. Und mir ist das auch noch NIE aufgefallen. 🤔Das ist doch Charakter! Es können alle gleich anstrengend sein, oder eben nicht! Also ich liebe meine Jungs!!! Egal wie viele es noch werden! 💛💚💙❤️

  87. Anne Dittmer on 30. September 2017 at 20:47 geschrieben

    Hallo Claudia, es tut mir leid, dass dich die Worte dieser Mutter so getroffen haben. Sie weiß es eben nicht besser …
    Wir haben zwei Kinder. Einen Jungen und ein Mädchen. Irgendwie hab ich mir ein Mädchrn gewünscht und da hab ich nun den Salat. Nüscht Bling Bling und Basteln – Ronja Räubertochter würde vor Neid erblassen! meine Kleine kostet mich oft mehr Nerven als mein Sohn. Und ich liebe es. Sehr!

  88. Babsi on 30. September 2017 at 21:01 geschrieben

    Ein ganz toller Artikep von Dir! Zauberhaft! & ehrlich! Ich habe zwar einen Jungen & ein Mädchen… aber Zwillinge. Also ich finde es toll. Aber gerade als die beiden klein waren würde ich nur bemitleidet. Von wildfremden Leuten auf der Straße angesprochen & bemitleidet. Das ist auch furchtbar. Weil ich die beiden immer nur als das total toll empfunden hatte & immer noch empfinde. Natürlich ist es mal stressig.. mal anstrengend… aber das hat eine Mutter mit einem Kind (oder mit 2, 3 oder 4 Kinder) auch… es sind halt Kinder & ein Kind das immer hört, ruhig ist & keinen Unfug anstellt… so ein Kind wünsche ich mir ich!!!!

  89. Tina on 30. September 2017 at 21:29 geschrieben

    Liebe Claudia,
    ich bin die ständigen mitleidigen Blicke und Bekundungen als dreifache Jungsmutter ebenfalls Leid. Es nervt mich nur noch. Es muss ständig irgendwo herausgestellt und betont werden, dass ich die mit den drei Jungs bin, und alle Umstehenden verfallen dann regelmäßig in ein „OOOhhhjeee“. Dabei sind unsere drei Jungs richtig toll und individuell und in erster Linie unsere drei KINDER, ganz unterschiedlich alle! Und mal ehrlich, die Werbung suggeriert uns doch auf jedem Bild, dass zu einer vermeintlich glücklichen Familie eine Mutter, ein Vater und zwei Kinder – Junge und Mädchen – gehören. Wie soll unser Umfeld auch anders denken, wenn wir ständig davon zugeballert werden?! Es ist ja heutzutage schon nicht mal mehr normal, nur zwei Kinder zu haben. Schade. Und die Zeitschrift ELTERN ist mir viel zu Mainstream. Entweder, die AutorInnen sind wirklich so naiv oder das Spielen mit den Klischees ist beabsichtigt, um Aufmerksamkeit und Leser zu finden oder Debatten anzuregen, die gar nicht notwendig sind! Das ist mir zu einfach, ganz ehrlich. Wir sollten uns von diesen Publikumszeitschriften keine Meinung aufdrücken und uns erst recht nicht davon ärgern lassen. 😉
    Ganz liebe Grüße!!

  90. Philip on 30. September 2017 at 21:47 geschrieben

    Ohne jetzt zuviel schreiben zu wollen:
    Ich bin gerade zufällig über diesen Blogeintrag gestolpert. Ich bin männlich – und das unterscheidet mich wohl von den 98 bis heute veröffentlichten Kommentarschreiber*innen unter diesem Beitrag.
    Als These möchte ich in den Raum werfen, dass die Wahrnehmung ob das eine oder andere Kindergeschlecht anstrengender ist in direktem Zusammemhang mit Geschlecht des zu diesem Thema befragten Elternteils steht. Ich persönlich bin noch von keinem anderen Vater mit Mitleid überschüttet worden, wenn ich mit meinem Sohn über den Spielplatz tolle. Sollte ich in ferner Zukunft meine Familienplanung mit drei Jungs abschließen wäre das genauso in Ordnung wie jede andere noch mögliche Geschlechterkombination – und alle Väter mit denen ich dieses Thema aufgegriffen habe waren bei der Vorstellung nur Jungs (oder aber auch nur Mädchen) zu haben völlig unaufgeregt. Sind wir da vielleicht einfach pragmatischer?

  91. Rosa on 1. Oktober 2017 at 13:00 geschrieben

    Hallo liebe Claudi,

    Ich finde es unglaublich wieviele Kommentare es zu diesem Thema hier gibt. Dabei dachte ich immer ich bin allein mit meinem schrecklichen „Schicksal“ . Ich will gar nichts wiederholen, hier wurde so viel wahres geschrieben nur so viel: als ich mit meinem 3. Kind schwanger war versuchte mir auch jeder einzureden wie schlimm das Schicksal es mit uns meinte, ich konnte mich kaum auf dieses Kind freuen zweifelte an mir und meiner Fähigkeit einen 3.(!) Buben lieben zu können da jeder mich bemitleidete tat ich es bald auch. Ich dachte ich werde depressiv, wollte doch ein drittes Kind und nun wurde mir suggeriert wie schrecklich ein weiterer Junge sei… bis mein Mann sagte “ es tut mir so leid das ich nicht in der Lage bin ein Mädchen zu zeugen, ich hoffe du bist mir nicht böse!“ ( für ihn war es komplett egal aber er sah wie ich vermeintlich litt)
    Das tat mir so weh, was ist das für eine komplett bescheuerte Welt? Warum muss alles wie im Bilderbuch sein? Warum ist es nicht den Menschen egal welches Geschlecht die Kinder haben? Wir brauchen doch auch Männer , die werden nun mal als Jungs geboren… und die sollen alles sein; stark, mutig, selbstsicher aber auch sanft , zurückhaltend und zärtlich. Wenn ich meinen kleinen Sohn der erst 4 Monate ist ansehe schäme ich mich für meine ablehnende Haltung in der Schwangerschaft. Er ist perfekt, so unglaublich süß und vollkommen wie jedes Kind. Und auch vor meinem Mann schäme ich mich da er meine Zweifel aushalten musste. Mittlerweile ist es mir egal was andere sagen ich bin so stolz auf meine drei Kinder das tut mir so gut zu sehen wie sie ihren Bruder lieben. Das Leben mit Kindern ist schön! Genießen wir es!!!❤️❤️❤️

  92. Chris on 1. Oktober 2017 at 21:52 geschrieben

    Liebe Claudi, ich habe selber keine Jungs, sondern zwei wunderbare Mädchen. Völlig egal, dachte ich früher immer. Als meine Große geboren wurde, wurde ich eines Besseren belehrt und werde es auch immer wieder. Zuletzt gestern,als sich beide Kinder ein kleines Spielzeug aussuchen durften und sich, zur Verwunderung der Verkäuferin für einen Tieflader und einen Traktor entschieden haben.
    Mich nerven diese Geschlechterklischees. Mich nerven Aussagen wie „Aber das sind doch Autos und ihr seid Mädchen.“ Mich nerven aber auch Aussagen von Eltern, deren Kinder sich daneben benehmen und dann entschuldigt werden mit „Das sind halt Jungs.“ Ich verstehe nicht, was das eine mit dem anderen zu tun hat. Genauso wenig wie die Aussage einer Jungenmama, die ihren Sohn darauf aufmerksam gemacht hat, er muss mit meiner Tochter vorsichtiger umgehen, sie wäre ein Mädchen… ?? Will sagen, die Klischees gibt es auf beiden Seiten. Ich verstehe sie nicht. Es sind einfach Kinder. Lassen wir sie auch welche sein. Also, halte dein glucksendes Jundenbaby jedem anderen Menschen stolz unter die Nase. Denn so soll das mit den kleinen Wesen einfach sein. Egal ob Junge oder Mädchen.

  93. Den Artikel in der Eltern habe ich noch nicht gelesen, aber jetzt bin ich doch sehr neugierig auf dessen Inhalt.

    Wir haben ein Mädchen und einen Jungen und seit seiner Geburt muss ich mir von Verwandten anhören, wie anstrengend mein Sohn. Das nervt! Ich kann mir daher gut vorstellen, wie es später noch wird.

  94. Emi on 3. Oktober 2017 at 11:23 geschrieben

    Tja ich habe drei Kinder und ich kann vermelden, dass das einzige Mädchen definitiv das „anstrengendste“, lauteste und am wenigsten ausgeglichene der Geschwister ist. Selbstverständlich wird es deshalb nicht ein Gramm weniger geliebt. Aber ich muss wirklich laut lachen, wenn diese Mär der anstrengenden Jungs aufkommt. Ich teile die Erfahrung, dass Jungs im Kleinkind- und Grundschulalter es eher schwerer haben als Mädchen (das mag sich später ändern). Mädchen werden ständig ermutigt, egal, ob sie auf Ballett oder auf Fußball stehen (aber der kleine Junge in der Ballettklasse meines Mädels wurde bestenfalls belächelt), und sie kriegen andauernd Komplimente, egal, ob sie wild, leise, hübsch oder burschikos daher kommen. Jungs werden irgendwie mit einem strengeren Auge betrachtet und kriegen immer noch dämliche Rollenklischees um die Ohren gehauen. Irgendwas ist da falsch gelaufen. Ich liebe kleine Jungs und betrachte fremde kleine Jungs prinzipiell immer mit einer Extraportion Wohlwollen….

  95. Jaja, kenne ich. Gerade hat sich noch eine auch schwangere Mami bei mir ausgeweint, dass sie jetzt nach einem Mädchen einen Jungen bekommt und der bestimmt total wild ist. So wie mein Sohn. Und ich denke mir so, hä? Mein Sohn sitzt 5 Stunden alleine ruhig in seinem Zimmer und bastelt oder baut Lego. Was ist daran wild? Vielleicht tobt er sich im Kindergarten aus und ihre Tochter ist tatsächlich etwas sehr still, aber wer weiß, wie sie ist, wenn sie mal 14 ist. Dann können Mädchen nämlich auch ganz schön anstrengend sein.
    Ich habe mir auch erst ein Mädchen als zweites Kind gewünscht. Aber jetzt bin ich froh, dass es ein Bruder wird und wir das super hinkriegen werden.
    LG Steffi

    • Claudia on 3. Oktober 2017 at 21:24 geschrieben

      Unglaublich, oder? Das macht mich richtig traurig.
      Alles Gute dir! Langsam müsste er doch mal schlüpfen… 😍

  96. Sabrina on 6. Oktober 2017 at 07:58 geschrieben

    Hallo Claudia,
    Ich habe vier Mädchen, die Älteste ist 5 Jahre, die Jüngste gerade 5 Monate alt. Vier Mädchen „passen“ den Leuten auch nicht :-): „Jetzt braucht ihr aber noch ein 5., irgendwann muss doch ein Junge kommen“, „Jetzt fehlt euch aber noch ein kleiner Prinz“…
    Nein zum Teufel, wir haben nicht vier Kinder weil wir nach Mädchen 1, 2 oder 3 noch unbedingt einen Jungen haben wollten. Wir wollten 4 Kinder, egal welchen Geschlechts, wir sind absolut zufrieden mit vier Mädchen (ja auch mein Mann 🙂 ), uns fehlt nichts.
    Oft denke ich, es ist sogar einfacher wenn man vier Mal „das gleiche“ hat.
    Egal ob Jungs anstrengender sind als Mädchen oder Mädchen zickiger als Jungs, es sind Kinder, sie sind wundervoll und unendlich fordernd zu gleich, das ist der einzige Punkt und hier entscheidet weniger das Geschlecht als die Anzahl an sich 🙂

    Und ja, es mag einige desillusionieren: auch mit vier Mädchen ist es eine schier unmöglich Herausforderung das Sofa beziehungsweise das Haus ordentlich zu halten 😉

    Viel Freude an deinem Kleeblatt und immer den passenden Spruch auf den Lippen!
    Liebe Grüße von der Küste

  97. Judith on 6. Oktober 2017 at 13:51 geschrieben

    Hi,
    ich habe zwei Kinder, zwei Jungs. Und selbst ich werde ständig bemitleidet. Schon während des Schwangerschaft „ooooh beim Nächsten klappt’s vielleicht dann“. Als wäre nur ein Pärchen perfekt. Ja, hätte ich es mir aussuchen dürfen, hätte ich gerne ein Mädchen gehabt. Doch egal, was in meinem Bauch war, ich hätte nie getauscht. Wenn wir Mädchen hier haben zum Spielen, ist es nicht leiser und nicht lauter, nicht weniger Chaos und nicht weniger wild. Und Abends liegen meine zwei Kinder (5&2) kuschelnd miteinander oder mit mir auf der Couch.
    Nein, den Artikel habe ich nicht gelesen. Und mag das auch gar nicht lesen, denn sowas nervt mich nur… Herzlichen Glückwunsch zu vier wunderbaren Kindern ❤

  98. Christin @pinkderrick on 7. Oktober 2017 at 22:22 geschrieben

    Lustig. Ich erlebe es genau anders herum. Drei Mädchen? Du Arme! Oder: Der arme Papa! Ich habe nicht das Gefühl, dass Jungs gerade out sind oder Mädchen, sondern dass die perfekte Bilderbuchfamilie immer noch aus Mädchen UND Junge besteht. Wie oft ich schon gehört habe: da muss aber noch n Stammhalter her! Ja, klar. Mädchen sind natürlich nix wert. P.S.: Ich finde euch zu cool (weißte ja).

  99. Heidi on 9. Oktober 2017 at 10:15 geschrieben

    Hier auch vier Jungs. Und ich kann jeden einzelnen Satz von dir unterschreiben – leider.
    Wobei ich immer denke (und ab und zu auch sage), dass es schon seinen Sinn hat, wo die Kinder landen. Bei uns sind vier Jungs prima aufgehoben, ich habe auch lieber Rugby gespielt als Barbie 🙂
    Das ganze Geschlechter-Gerede kenne ich nur zu gut, eben aus der Perspektive, dass ich selbst nie ein typisches Mädchen war. Aber verletzend ist es trotzdem oft, wenn unterstellt wird, man hätte nur 4 Kinder, weil man ja immer noch die Hoffnunf auf ein Mädchen hatte. Nö, wenn ich mir irgendwas gewünscht habe, dann 4 gesunde Kinder. Die haben wir und sind glücklich damit.

  100. Sabine on 10. Oktober 2017 at 21:00 geschrieben

    Liebe Claudi,
    Beim Lesen des Artikels musste ich an meine beste Freundin, die ebenso Claudia heißt, denken, auch sie hat vier Jungs, zwei schon erwachsene und zwei Nachzügler. Der größere Nachzügler ist gleich alt wie unser Sohn, der kleinere etwas jünger als unsere Tochter. Sie hat sich auch so ein Mädchen gewünscht, sie war irgendwie furchtbar traurig, andererseits aber glücklich, ein gesundes Kind auf die Welt gebracht zu haben, und ganz ehrlich, ihr Kleinster ist anderthalb, meine Kleine etwas über zwei, meine ist sooo anstrengend, so lieb ich sie hab, aber manchmal denke ich mir, vielleicht wären zwei Jungs besser. Und natürlochuhab ich mir ein ymädchen gewünscht… eh klar, aber aus heutiger Sicht sehe ich vieles anders. Ich hatte mit ihr eine sehr schwierige Schwangerschaft, hätte sie fast verloren, sie hätte auch schwerste behindert sein können, das wichtigste ist, ein, zwei drei, vier oder mehr gesunde Kinder zu haben, ob Bub oder Mädchen, ist sowas von egal. Und noch zu guter Letzt….du hast Recht, Mädchensaxhen können viel toller sein, aber sie sind auch dreimal so teuer und man muss bei einem Pärchen fast alles doppelt kaufen, … es hat nicht immer nur Nachteile, und was andere denken, ist -sorry – sch….egal

  101. Caroline Krieger on 12. Oktober 2017 at 04:46 geschrieben

    Ich bin seit kurzem auch Mama von 4 Jungs und es grenzt teilweise schon an Frechheit was man sich anhören kann. „Trotzdem alles Güte “ “ du Arme“ “ das gibt’s ja nicht, dass man so viel Pech hat“. Diese Komentare verletzen sehr.
    Natürlich hätte ich auch gern ein Mädchen gehabt, aber wichtig ist doch, dass das Kind gesund ist und die Mutter natürlich auch und woher nehmen sich die Leute das Recht über meine Familie zu werten und über das, was MICH glücklich macht?!

  102. Hallo Claudi
    Du sprichst mir wirklich aus dem Herzen. Wir haben auch drei Jungs und wie bei dir habe ich mir bei Nummer 3 ein Mädchen gewünscht. Ich musste mir auch schon anhören von Junge-Mädchen-Eltern „Wir haben ja alles richtig gemacht“ … so, so, ich habe es also falsch gemacht. Aber ich denke alles im Leben hat einen Sinn und vielleicht würde ich mich mit einer Tochter auch nur streiten. Eine Freundin meinte mal zu mir: vielleicht ist es besser, wenn es drei Jungs sind. Wäre das dritte ein Mädchen, wäre sie wohl die „kleine Prinzessin“, die bei den Jungs auch zu Eifersüchteleien führt. Aktuell spreche ich von meiner Räuberbande und streichle stolz einem der Jungs über den Kopf, wenn die mittleidigen Blicke kommen. Alles gut euch und vielen Dank.

  103. Hanna on 3. November 2017 at 13:13 geschrieben

    Du hast völlig recht. Auch ich beobachte, dass Mädchen in der Gesellschaft mittlerweile erwünschter sind. Sie werden als ruhiger und umgänglicher angesehen. In meinem Job als Lehrerin sehe ich auch, dass meist die Mädchen die beliebteren Schüler sind.
    Auch ich habe mir gewünscht eine Mädchen-Mama zu sein. Nicht wegen des angeblich ruhigeren Gemüts (das hatte ich als kleines Mädchen auch schon nicht), sondern weil ich als Erwachsene zu meiner Mutter ein so tolles freundschaftliches Verhältnis habe, was ich bei Männern und ihren Müttern so selten erlebe.
    Es kam jedoch anders…
    Ich bin eine Jungsmama…2 Söhne habe ich. Beim zweiten Mal habe ich sogar einige Tipps befolgt, die das Zeugen eines Mädchens begünstigen könnten, so versessen war ich. Doch dann kam alles ganz anders… mein zweiter Sohn starb in der 27. Woche. Jetzt weiß ich wie absolut irrelevant das Geschlecht ist. Mein KIND ist mein KIND, das ich über alles liebe und vermisse, wenn es nicht da ist.
    Ich wünsche mir nichts mehr als eine Jungsmama zu sein, die ihre beiden Söhne Im Arm halten kann. Ich wünsche mir keinen Jungen und kein Mädchen, ich wünsche mir mein Kind!

  104. Sofia on 5. November 2017 at 16:16 geschrieben

    Meine Tante hat auch vier Jungs ( die inzwischen alle erwachsen sind) und wenn ich ehrlich bin habe ich Sie, nachdem ich mein zweites Kind bekommen habe, gefragt, wie Sie das gemacht hat mit vier Jungs ( hätte ich mal besser mit vier Kindern gesagt) Ihre Antwort war total lässig “ Ach weißt du , Jungs sind total pflegeleicht!“ 😉 So wie Sie es gesagt hat, Fande ich es richtig glaubwürdig und cool 😎 Ich habe übrigens ein Mädchen und einen Jungen und deswegen musste ich mir auch in der Schwangerschaft schon anhören, dass wir kein drittes mehr bräuchten – das fande ich auch immer so unverschämt! Wir wollen wenn noch ein Kind und nicht jetzt noch ein Mädchen oder einen Jungen;) Ihr seid toll! Ganz liebe Grüße

  105. Magda on 6. November 2017 at 08:34 geschrieben

    Ich habe 5 Jungs (15,12,10,4,2). Bin total stolz eine Jungsmama zu sein. Wobei ich schon sagen muss, ohne es böse zu meinen- manchmal benehmen sie sich wie Mädchen 😀 Genauso, denke ich, benehmen sich auch Mädchen öfters wie Jungs. Ganz egal welches Geschlecht, jedes Kind ist ein Unikat!

  106. Danke Claudia!
    Du hast mich wirklich zum Grübeln gebracht!
    Ich habe zwei Söhne und dachte eigentlich, ich hätte alles, was mich glücklich macht. Aber ständig wird mir von außen suggeriert, dass mir eine Tochter zum Glück fehlt…

    Darüber hab ich in meinem Blog geschrieben:
    http://minimidimami.blogspot.co.at/2017/11/von-lauten-jungs.html

    Danke!
    Alles Liebe,
    Tanja

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