Liebes Land,

Jan
22/16

ich wollte dir schon lange mal schreiben. Sagen, wie gern ich dich hab. Wie wohl ich mit dir fühle. „Wie, bitte, ausgerechnet jetzt?“ fragst du vielleicht und kicherst beinahe schüchtern:“ Ausgerechnet jetzt, wo ich nicht vor acht hell werde und um halb fünf schon wieder dunkel…?“
rausziehen
„Ja, genau jetzt!“, sage ich. Einen Liebesbrief ans Landleben im Sommer schreiben, das kann jeder. Im Sommer, wenn unser winziges Dorf so viele quietschgrünen Wiesen, duftende Sträucher und weichen Elbsand vor sich her trägt, dass es beinahe hintenüberfällt, auf seinen weichen Rundballenpo. Wenn es überall nach Bratwurst duftet und ich abends zwei Stunden für eine kurze Joggingrunde brauche, weil mich jeder zweite an der Dorfstraße auf eine einlädt. Wenn ich vom Joggen wiederkomme und mich frage, ob man vom Fliederbusch- oder Holunderblütenduft regelrecht betrunken werden kann, weil es sich genauso anfühlt.

„Im Winter braucht man hier viel Alkohol“, hat eine neue Freundin über unser Dorf einmal gesagt. Und sie hat manchmal Recht. Außerdem einen guten Eiskratzer. Hier ist es nämlich  immer noch mal minus fünf Grad kälter als in der Stadt. Dafür hab ich hier zum ersten Mal so richtig verstanden, was an einem Sternenhimmel eigentlich so romantisch ist. Ist nämlich tatsächlich bombastisch: Dieses Leuchtgelb auf Schwarz. So ganz ohne Leuchtreklame.

Landleben
Liebes Land, es war nicht immer einfach mit uns, das weißt du. Ich habe lange überlegt, ob das überhaupt was werden kann mit uns beiden. Ob du mir nicht ganz schnell auf den Sender gehst, mit deiner ruhigen Art. Ich musste mich erst dran gewöhnen, dass ich eine knappe Stunde einplanen muss, wenn ich beim Wocheneinkauf einen Becher Sahne fürs Hühnerfrikassee vergessen habe. Es hat sich seltsam angefühlt, als ich auf dem Supermarktparkplatz jemanden angefahren hatte und am nächsten Tag die Bäckerin meinte: „Alles gut gegangen, gestern?“ Und ich überlegt habe und gefragt habe: „Was denn?“ Und sie gelächelt hat mit runden Himbeersahnewangen und gesagt hat: „Na dein kleiner Rums gestern mit dem Auto von der Frau Schmidt.“ Hier draußen zwischen Tratsch und Tierkacke sind wir alle per Du.

Ich gebe zu, manchmal habe ich noch immer Sehnsucht nach der Stadt. Nach Altbauten, schneeweiß und baumhoch. Nach einem völlig überteuerten Latte mit Plastikdeckel. Nach Label-Watching auf dem Kinderspielplatz. Nach prall gefüllten Schaufenstern, in die man beim Kinderwagenschieben gucken kann, statt in Gärten mit Kohlköpfen. Und manchmal verfluche ich diese akurat geharkten Bürgersteige. Manchmal hätte ich mittags, wenn es mal schnell gehen muss, so viel mehr Lust auf eine Portion von meinem schicken Lieblingsasiaten, statt auf einen Salat in der Plastikschale vom Supermarktbuffet. Mit Ei.

Am Anfang hab ich gesagt, ich würde sofort tauschen: Unser Fachwerkhaus gegen ein schickes Stadthaus mit Garten. Wenn Geld keine Rolle spielen würde? Sofort. Mittlerweile bin ich mir da nicht mehr so sicher. Unser Haus, das jetzt schon Geschichten erzählt. Mehr von ruhigen Abenden auf der Terrasse, als von wilden Sausen im Beachclub. Aber Geschichten.
A propos Kneipe. In unserer Dorfschänke gibt es ein tadelloses Steak mit wirklich guten Bratkartoffeln. Als ich den Besitzern vor einer Weile begeistert erzählt habe, dass ich sie gern in einer Reisereportage für ein großes Magazin unterbringen würde, hat der Besitzer bloß mit dem Kopf geschüttelt. Und gebrummt. Und gesagt: „Ach ne lass mal, hier ist es schon immer so voll.“ An diesem Abend, einem Freitag, waren bis auf drei alle Tische leer.
Wohnen auf dem Land
Und dann freue ich mich wieder. Dann freue ich mich, dass ich im Tante-Emma-Laden die Straße runter inzwischen die weichen Brötchen bekomme. Und nicht mehr die harten vom Vortag wie die Touristen. Ich freue mich immer noch über jeden Storch, den ich sehe, jedes Mal. Meine Söhne machen schon Witze und sagen: „Aber Mama, das ist doch bloß ein Storch!“ Und ich freue mich genau darüber. Dass meine Kinder in ihrem Leben zuerst Störche sehen und Kohlköpfe und quietschgrüne Wiesen und erst später Verkehrsstaus und ausflippende Demonstranten. Und dann finde ich es auch kein bisschen schade mehr, dass sie vormittags mit Ästen Buden bauen, im Sand buddeln oder mit der Erzieherin wenn es Hoch kommt mal ein Brot backen, statt vielleicht Japanisch oder Keltische Gesänge in einem dieser feschen Stadtkindergärten zu lernen.

Wir haben blitzschnell neue Freunde gefunden. Die Kinder klar. Aber wir auch. Es fühlt sich gut an, abends noch einmal schnell auf ein Glas Wein zu einer Freundin zu radeln, eine die auch zugezogen ist und auch manchmal Sehnsucht nach Latte Macchiatos hat. Keine Parkplatzsuche gleich ein Wein mehr. Und wie bitte was – hier gibt es einen Literaturkreis? Ich bin dabei. Vielleicht gehe ich nächste Woche sogar mal zu den Landfrauen, da gibt es einen Votrag über Makramee. Ob die wissen, dass das bei Pinterest  der letzte Schrei ist?
Landliebe
Liebes Land, am allerbesten gefällt mir der Platz, den du mir, den du uns lässt. Dank dir konnten wir größer bauen, halt, dank dir und deiner Quadratmeterpreise konnten wir überhaupt bauen und können trotzdem hin und wieder in den Urlaub fahren. Du lässt mir Raum im Kopf, weil nicht alles voll ist mit Klamottenshops und Wohnshops und Kindershops. Wenn ich zu viel maule, dann pustest du Ostwind rüber, dann bin ich ganz schnell wieder still. Und denke: „Ist ja schon gut. Ist ja alles gut.“ Dank dir kann ich die Haustür aufmachen und die Kinder rausschicken und rufen: „Viel Spaß, aber zum Mittag seid ihr wieder da!“ Dank dir wälze ich neuerdings Gartenbücher, sammle Bretter für ein Hochbeet (die Schnecken!) und freue mich drauf, demnächst noch ein neues, kreatives, sehr grünes Hobby zu erobern. Vielleicht probiere ich es tatsächlich einmal mit Kohlköpfen.
rausziehen
Und ihr? Wie und wo wohnt ihr und wie fühlt sich das für euch an?

Alles Liebe,

37 Kommentar zu “Liebes Land,

  1. Liebe Claudi,
    du schreibst mir aus der Seele.
    Wir sind vor 6 Monaten raus gezogen. Immer noch recht stadtnah, aber Wald und Felder sind halt viel näher. Und es fühlt sich genau richtig an. Morgens werden als erstes die Eichhörnchen mit Nüssen versorgt und abends spaziert der Fuchs durch den Garten. Die Kids sind begeistert.
    Und ich kanns auch kaum erwarten unsere Hochbeete (aus Paletten 😉 ) zu bepflanzen.
    Ganz liebe Grüße aus Brandenburg
    Kama

  2. Sarah on 22. Januar 2016 at 14:35 geschrieben

    hach! so isses! und ich freu mich schon auf die zeit bei den Landfrauen hier mit dir!

  3. Nici Sofageschichten on 22. Januar 2016 at 15:24 geschrieben

    Ooooooh,
    das klingt so gut. Auch nach manchen Schwierigkeiten und Stadt-Vermiss-Attacken. Alles wurde & ist gut.
    Wie gerne würde ich das auch sagen. Vor 3 Monaten sind wir von der hippen Großstadt an den Rand des Sauerlandes, grade noch so Ruhrgebiet gezogen. Klar, wir haben jetzt viel mehr Familienzit, weil mein Herzmann nicht mehr 3 Stunden pendelt, wohnen in einer schönen Altbauwohnung und das Umland ist wirklich, wirklich schön. Aber nach Zuhause fühlt es sich nicht an. Noch nicht.
    Ab März pendel ich dann ein paar Städte weiter, mal sehen, wie ich mich als alte Studentin mit Kind zw den ganzen jungen Wilden fühlen werde. Und wie sich das Leben hier in der Kleinstadt anfühlt.
    Liebste Grüße in den Norden!
    Deine Nici

    • Claudia on 22. Januar 2016 at 22:25 geschrieben

      Liebe Nici, manchmal braucht es eine Weile. Über die Kinder lernt man zumindest schon mal ganz einfach Leute kennen.
      Und mit netten Leuten ist es doch sogar beinahe überall schön, oder?

      Liebste Grüße,
      Claudi

  4. Hi Claudia,

    Mir gefällt das Landleben so gut, dass ich gleich noch Bauer geworden bin. ?

    • Claudia on 22. Januar 2016 at 22:23 geschrieben

      So weit würde ich jetzt nicht gehen ; ) Mir reichen die Kohlköpfe demnächst. Vielleicht. Zumindest ein paar Tomaten.
      Große Ehre übrigens, dass du mich hier so regelmäßig besuchst.
      Alles Liebe!

  5. Cathrin on 22. Januar 2016 at 17:03 geschrieben

    Schön, was und wie du schreibst. Wir sind 15 Busminuten von Zürichs pulsierender (haha) Bahnhofsstrasse entfernt, haben 5 Gehminuten in den Wald und 7 zum Fluss. In unmittelbarer Nähe Läden, Schulen, Schwimmbäder. Wir geniessen wie wir finden, die perfekte Kombi zwischen Stadt und Land. Hier kennt jeder jeden und trotzdem kann man mal ausbrechen zu Museen, Theater und Galerien. Little big city wie die Touristinfo so schön formuliert…Füchse, Dachse und Igel haben wir auch noch, zudem noch jede Menge Insekten wegen unseres „ungepflegten“ Rasenstückes vor der Terrasse. Schön ist es hier…hach dein Text veranlasst mich dazu, mich über unser schönes Leben und Wohnen freuen. Schönes Wochenende

    • Claudia on 22. Januar 2016 at 22:22 geschrieben

      Ich war einmal in Zürich und fand es wunderbar. Und auch was du schreibst: herrlich. Also ich finde, du hast ein Spitzenlos gezogen.
      Grüße mir den See und die Dachse ; )
      Alles Liebe,
      Claudi

  6. Simone on 22. Januar 2016 at 18:00 geschrieben

    Liebe Claudi, ich wie schön Du es beschrieben hast… Ich habe mich lange gegen ein vorerst endgültiges Landleben gewehrt und gestreubt ..und als dann die Dame beim Einwohnermeldeamt- bzw Bürgerbüro trifft es eher – mich völlig entgeistert ansah und aus ihr rausplatzte “ wie kann man nur von Hamburg nach Banteln ziehen “ da habe ich nur gestammelt „naja Job und Liebe unter einen Hut zu bekommen (..)“ und war sehr sentimental und trauerte sehr um meine Mini-Altbauwohnung ..Das ist mittlerweile auch schon einige Jahre her und mittlerweile trauere ich nicht mehr: Denke gerne an diese so andere Zeit zurück und freue mich nun aber über die positiven Seiten des Landlebens mit den Kids .. Und ab und zu gehts nach HH und ganz oft nach Hannover .. Dann freue ich mich aber immer wieder nach Hause zu kommen, ganz liebe Grüße und genießt weiterhin den Winter auf dem Land, Simone

    • Claudia on 22. Januar 2016 at 22:20 geschrieben

      Liebe Simone, ja lustig, wo wir gelandet sind, oder? Wer hätte das gedacht.
      Ich grüße ganz lieb zurück und freue mich sehr, dass du mich regelmäßig in meinem Onlinezuhause besuchst ; )
      Ganz liebe Grüße,
      Claudi

  7. Daniela on 23. Januar 2016 at 08:18 geschrieben

    Liebe Claudia, wohnen in Winterhude mit zwei (bald drei!) wilden Jungs, da kann es manchmal schon ganz schön eng werden. Ziehen im Sommer einen Stadtteil weiter, weil wir uns nicht so recht vorstellen können, weiter draußen zu wohnen! Deine Fotos und dein Text machen allerdings so Lust auf’s Landleben! Wir beschränken es aber vorerst auf einen Schrebergarten in Finkenwerder, aber wer weiß was noch kommt. 😉
    Deine Fotos und Dein Blog sind toll! Schaue so gerne vorbei.
    Alles Liebe
    Dani

  8. Liebe Claudia,
    das hast Du so toll geschrieben!!! Ich bin ja ein absoluter Landmensch (schreibe ja auch meist darüber) auch weil ich hier den Freiraum und Platz für meine Leidenschaften habe! Zehn Jahre Hamburg waren absolut schön, aber ich hatte auch einfach immer das Gefühl, nicht cool genug zu sein für diese Stadt. Das hat man mit den Landfrauen nicht unbedingt so 🙂
    Liebe Grüße
    Silke

  9. Miriam on 23. Januar 2016 at 16:07 geschrieben

    Hallo Claudia,
    Ich bin Ostfriesenkind und konnte nicht schnell genug weg nach der Schule. Inzwischen wohne ich seit 21 Jahren in Los Angeles und wuenschte ich koennte mit dir tauschen. Oder wenigetens von Mai bis September ;-).
    Klingt sehr idyllisch bei Euch.

    Gruss
    Miriam

  10. Nina on 25. Januar 2016 at 12:03 geschrieben

    Huhu, wie schön geschrieben!
    Bei uns war es genau andersrum: nach nur einem Jahr am Stadtrand ging es für uns wieder in die Stadt – mittenrein, mit großem Gemeinschaftsgarten, herrlichen Spielplätzen, Parks, Baustellen (Jungsmama) und vor allem Menschen. Wir sind mittlerweile wieder verwurzelt im Kiez, kennen die Nachbarn, werden beim Bäcker/Späti/Supermarkt/Lieblingsitaliener mit Namen begrüßt. Ich bin so froh, meine Wege wieder zu Fuß oder dem Rad erledigen zu können und wir haben Freunde wieder nah um uns. Jedem das Seine, Hauptsache, es macht glücklich & zufrieden!
    Liebe Grüße in den Norden

    • Claudia on 25. Januar 2016 at 12:17 geschrieben

      Liebe Nina, also das klingt auch wirklich gut! Vielleicht machen wir mal Wohnungstausch irgendwann ein paar Tage im Sommer?
      Alles Liebe!

  11. Hallo Claudia,

    eigentlich auf dem Sprung meinen Sohn aus dem Kindergarten zu holen, bin ich über deinen Post gestolpert und musste direkt schreiben.

    Vor einem Jahr sind wir aus Geldgründen aus unserer beliebten Bahrenfelder Minibude in ein Haus nach Finkenwerder gezogen. Und so gaaaaanz langsam komme ich hier im dörflichen Finkenwerder an – nach einem Jahr! Hätte ich nicht gedacht, dass der Sprung über die Elbe kopfmässig soviel ausmacht obwohl wir in 15 Minuten von Tür zu Tür an der alten Kita und unserer „alten Ecke“ sind. Nun sitze ich hier (mit Junge Nr.2 im Bauch!) und hab mich so über Deine Sicht der Dinge gefreut!

    Vielen Dank dafür…und: drei Jungs sind cool! Hab mich eben auch über den Bericht kaputt gelacht, weil auch wir gerade zwei Tage „verdauen“ mussten, dass es wieder ein Junge wird. Inzwischen freue ich mich riesig und denke auch so oft: der ganze pinke Kram und Ponyreiten bleiben uns dafür (eventuell) erspart! 😉

    Ganz liebe Grüsse aus Finkenwerder!

    Stephanie

    • Claudia on 25. Januar 2016 at 17:09 geschrieben

      Liebe Stephanie, oh ja, man muss sich erst einmal dran gewöhnen, an die Jungs und an das Land. Weisst du was, inzwischen denke ich, wenn ich noch ein viertes Kind bekäme, es dürfte super gern wieder ein Junge sein. Viel Spaß mit eurer Bande auf dem Land – ich winke dann mal rüber ; )

      Claudi

  12. Fritzi on 25. Januar 2016 at 14:44 geschrieben

    Ich finde den Beitrag sehr schön, aber den Satz „erst später Verkehrsstaus, Obdachlose und ausflippende Demonstranten“ sehe ich anders. Ich finde es überhaupt nicht bedenklich, dass Stadtkinder zuerst Obdachlose sehen. Es ist dann nicht das „Heile-Welt-Klischee“, aber Obdachlose haben auch eine Daseinsberechtigung. „Erst später Verkehrsstaus, ständig Hundekot auf Spielplätzen und dünne Altbauwände“ unterschreibe ich hingegen sofort.

    LG Fritzi

    • Claudia on 25. Januar 2016 at 17:16 geschrieben

      Liebe Fritzi, wenn ich drüber nachdenke, hast du natürlich Recht. Das Beispiel war sicher nicht gut gewählt. Tatsächlich wachsen unsere Kinder hier in einer Welt auf, die natürlich besonders ist und sehr anders, als an vielen anderen Orten. Wenn wir mal in der Stadt sind, müssen wir danach sehr viel über unterschiedliche Lebensentwürfe sprechen. Und wenn die Kinder einen Obdachlosen sehen, sind sie eine ganze Weile sehr erschüttert. Danke für die konstruktive Kritik und so schön dass du hier vorbeischaust.

      Alles Liebe,
      Claudi

  13. Wir nehmen den Stadtrand:) Deine Worte sind wunderschön. Ich habe mal 4 Jahre auf dem Dorf gewohnt und es ist genau so. Aber ich bin Vollblut – Städterin. Mit all den Vorteilen und Nachteilen.

  14. Hach, Claudi, bin gerade auf Umwegen auf deinen Artikel gestoßen. Wie konnte der mir entgehen?
    Ich als Hamburger Deern (amStadtrand schon ganz schön grün aufgewachsen) vermisse nach 17 Jahren immer noch die Stadt. Aber glücklicherweise hat unser Dorf einen Bahnanschluss nach Hamburg und Kiel in weniger als 40 Minuten!
    Und ja manchmal möchte ich so einen furchtbar teuren Kaffee in Bechern mit Plastikdeckel und tolle kleine ausländische Imbisse (in Hamburg kriege ich immer Hunger) und dann wieder bin ich heilfroh meinen Kaffee morgens nach der Hunderunde oben auf dem Deich sitzend zu trinken. Und ist es nicht herrlich, dass man auf dem Land immer die Sonne sehen kann – also wenn sie scheint. Nicht nur morgens von 9-10 oder abends da unten in der Kneipe vor der Tür…
    Ganz liebe Grüße vom Deich
    Claudia

    • Claudia on 27. April 2016 at 13:43 geschrieben

      Ha, ja oder? Überlege manchmal, ob ich an guten Tagen eine Kaffeemaschine oben an die Straße stelle, für die Mamas, die hier alle am Deich so vorbei schieben. Wir Landmädels, oder?

      Liebe Grüße!

  15. Sabrina on 27. April 2016 at 21:14 geschrieben

    Oh ha, hätte nicht gedacht, dass mich dieser Bericht, diese Geschichte so verzaubert. Danke dafür!

    Darf man fragen, wo bzw von welchem Hamburger Vorort so rin schönes Zuhause findet?

    Ich komme vom Land, lebe seit 5 Jahren in Hamburg. Die Suche nach dem richtigen Platz für ein Hauskauf gestaltet sich schwierig. Es soll definitiv ausserhalb der Stadt sein. Ich habe manchal Ängste davor. Wenn man die Stadt mal gewohnt ist….ne Stunde zum Einkauf ist was anderes als bis 23:00 zu Rewe ;-).

    Danke fürs Mut machen! Danke fürs Teilhaben an deinem Leben.

  16. Liebe Claudia,
    ich bin nun schon mein ganzes Leben eine Vierländer Landpflanze und möchte nie nie niemals etwas anderes sein!!Na gut,vielleicht in Teenagertagen,da hatte man es hier nicht so leicht und hat die Weite und die Natur schon mal
    verflucht 😉
    Es gibt wohl kaum einen schöneren Fleck Erde als den Unsrigen💕
    Liebe Grüße Nicole

  17. Jasmin on 4. Januar 2018 at 22:40 geschrieben

    Oh Claudia, gerade diesen Artikel entdeckt und es ist bei alle den wunderbaren tollen hier der wunderbar allertollste. Wohnen auch auf dem Land, bei Berlin. Leider nicht Ausblick in die Weite, aber ich möchte nicht meckern, den Wald vor der Tür . Du hättest es nicht schöner beschreiben können DANKE

  18. Sarah on 2. Februar 2018 at 22:14 geschrieben

    Liebe Claudia, vielen Dank für diesen Artikel, du sprichst mir aus der Seele! Wir wohnen auch in den Vierlanden und kennen die vielen Fürs (das zauberhafte Land, der Sonnenaufgang am Deich, das Tuckern der Binnenschiffe auf der Elbe,…) und Widers (die manchmal sehr nahe Nachbarschaft, das nicht-über-den-Tellerrand-gucken-können, …). Trotzdem leben wir sehr gern hier und finden, dass es ein wunderbarer Ort ist, an dem unser Sohn aufwachsen kann. Ein Hochbeet haben wir noch nicht, aber vielleicht wird das eine Aktion für die Sommerferien 😀
    Liebe Grüße, Sarah
    PS: Vielen Dank auch nochmal für die Bastelanleitung des Feuerlöschers für Fasching (es ist schon eine Weile her). Der Kita-Fasching naht und
    ich hatte mich daran erinnert, so eine Anleitung mal bei dir gesehen zu haben. War ratzfatz fertig und hat prima funktioniert!

    • Claudia on 7. Februar 2018 at 22:20 geschrieben

      Liebe Sarah, ach das freut mich immer so, dass die alten Kamellen auch noch gelesen werden. Viel Spaß beim Feiern!
      Claudi

  19. Christine Hoffmann on 3. Februar 2018 at 09:48 geschrieben

    Liebe Claudia,
    hach! Ein Hoch auf das Landleben!
    Ich bin selbst auf dem Land aufgewachsen, obwohl meine Eltern und Großeltern zuvor in der Großstadt lebten.
    Meine Eltern bauten auf dem Land und nahmen später beide Omas noch mit in unser Zuhause auf.
    Für uns Kinder einfach klasse, es war immer jemand für uns da.
    Ich selber liebe das Land und fahre nur hin und wieder zum Einkaufen in die Stadt.
    Meine beiden Kinder, mittlerweile Teenager finden das Land allerdings oft langweilig und träumen von der Zukunft in der Großstadt.
    Thihi, mal sehen, wie unsere Zukunft aus sieht.
    Vielleicht wohne ich später doch noch für meine Enkelkinder in der Großstadt.
    Liebe Grüße, Christine

    • Claudia on 7. Februar 2018 at 22:18 geschrieben

      Liebe Christine, ich bin auch schon gespannt, wie die Jungs das hier in ein paar Jahren finden werden.
      Liebe Grüße zurück,
      Claudi

  20. Katie on 9. April 2018 at 15:22 geschrieben

    Liebe Claudi,
    ich bin erst vor kurzem auf deinem Blog gestoßen, aber seit dem begeisterter Fan 😉
    Ich ziehe demnächst von Bonn in ein Dorf bei Rostock und da kam deine Geschichte über die „Landliebe“ gerade recht. Das hat mir wirklich Mut gemacht! Ich hoffe sehr dass wir auch unseren Platz finden werden 🙂
    Liebe Grüße, Katie

    • Claudia on 10. April 2018 at 09:11 geschrieben

      Das freut mich sehr! Ich wünsche dir gutes Ankommen auf dem Land – und ganz bald frische Brötchen beim Dorfbäcker ; )
      Alles Liebe,
      Claudi

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