Hallo, hier wohne ich

Apr
16/15

Dieses mal bei uns. Also immer hereinspaziert in Tjelles Zimmer. Äh, Ecke. Äh, Wand. Okay, jetzt ist es raus. Klein-Tjelle hat kein fein rausgeputztes Babyzimmer. Ups. Ne, kein Stück. Dafür eine hübsch gemachte Wand. Richtig hübsch, finde ich. Warum er trotzdem quasi permanent auf gepackten Koffern sitzt…
Babyzimmer, Wickeltisch, Mobile,
Weil ich finde, dass Babys ziemlich lange beinahe überhaupt keinen Platz brauchen – außer eine Babybreite bei uns im Bett (das Babybay ist grad eher Buch- und Zeitschriftenablage), hat Tjelle bei der Zimmerverteilung grad mal eine Wand bei uns im Schlafzimmer abbekommen. Autsch. Zum Glück kann er noch nicht das Handy bedienen und beim Jugendamt anrufen, sonst wüssten die sicher, dass ich außerdem bereits beinahe alle Klamotten der ersten beiden, fast alle Babysachen und überhaupt ganz viel Kinder-Tüdelü in die Kisten für den Flohmarkt, beziehungsweise in die Mülltonne, verbannt habe. Oha, war wohl nicht geplant der Bursche, höre ich euch da flüstern?

Nö, kein Stück. Ich meine doch. Ganz und gar geplant. Aber irgendwie hatte ich beim Dritten keine Lust mehr auf soviel Kram. Also mussten alle Klamotten ausziehen, die ich schon beim ersten und zweiten Kind nur so naja fand. Genauso beinahe das ganze Babyspielzeug. Hat eh keiner mitgespielt. Mit Löffeln und Tupperdosen, ja. Mit diversen Klingelkuscheltieren? Nö!

Gabs bei euerm Baby eigentlich auch Geschenkegedrängel? Also zufällig von einer Sache ganz viel? War bei uns jedes Mal so. Kann keiner was für und hey, ich weiß, jeder meint es gut, sogar die Bank im Heimatdorf meiner Eltern. Aber sieben Spieluhren braucht kein Mensch. Und alles mit Bärchen und Bügelbildern hat in Tjelles Wickelkommode ebenfalls endgültig Hausverbot. Einziehen durften dafür ein paar neue Klamotten, selbstgekauft oder geschenkt, auf jeden Fall heißgeliebt, die alle niemals in Müll, sondern auf jeden Fall in Tjelles Erinnerungskarton landen. Und übrigens, alles gar nicht besonders teuer (öps, okay, einiges schon), aber schön. Richtig, richtig schön. Bei meinen ersten beiden hatte ich viel Gebrauchtes, von Freunden oder Flohmarkt, dieses Mal kaum. Irgendwie wollte ich nicht, dass Tjelle, der als Dritter ohnehin so wenig Premieren gebucht hat, in den gruselgelbgetönten Bodys von Bruder eins und zwei herumlaufen, äh, liegen muss.
Babyzimmer, Wickeltisch, DIY-Regal
Das einzig geerbte vor Tjelles Wand ist die Wickelkommode. Für die wollte mir der Mann vor der Geburt unseres ersten Sohnes eigentlich einen Wickelkommodenaufsatz bauen. Öhm, hab ich bis jetzt noch nicht. Will ich jetzt aber auch gar nicht mehr, geht nämlich auch prima so. Für Tjelle gab es eine neue Wickelauflage in grau und mit Wolken von Färg Form, die ich bei Wohngeschwisterchen in der Schanze gekauft habe. Außerdem endlich ein schlicht graues Plastik-Zuhause für die Feuchttücher – über die hässliche Verpackung hab ich mich bei den anderen beiden immer geärgert.

Dahinter steht mein schwarzes Notizbuch, in das ich jeden Tag drei Sätze über Tjelle eintrage. Also ich versuche es zumindest. Über der Kommode hängt mein selbstgebasteltes Mobile mit Papierdiamanten. Wunderschön und nach der Anleitung von hier auch gut zu schaffen. Allerdings kein bisschen ratzfatz. Nö, das nicht. Umso toller für die letzten Abende vor der Geburt. Bauchfühlen, falten, fluchen, wenn es nicht gleich kLappt mit dem Falten und freuen, freuen, freuen. Hachz… Genauso hab ich das gemacht und es war so schön. Auf einige der Diamanten habe ich noch mit schwarzen Fineliner Muster gezeichnet.
Wickeltisch, Mobile, Babyzimmer
In Sachen Wandfarbe musste Tjelle bei uns im Schlafzimmer natürlich auch nehmen was kommt. Aber hey, ich denke es geht deutlich schlimmer als das bezaubernde Graugraublau namens „Fjord“ von Flamant. Fehlte bloß noch ein Regal. Ein hübsches. Nicht zu groß. Klar hatte ich an das hier gedacht. Aber dann war da urplötzlich die Idee, zwei weiße Spielzeugkoffer als Ablage an die Wand zu bringen. Nicht dass er demnächst ausziehen soll (obwohl vielleicht doch nach letzter Nacht), nö, eher weil es lustig aussieht und darauf gerade genug Platz für ein paar hübsche Kleinigkeiten ist. Wie die winzigen Babyschuhe, die kein Mensch und schon gar kein Baby braucht, die ich aber heiß und innig liebe und die Tjelle schon – ha! – bestimmt fünfmal anhatte. Dann ein Schnuller, den er noch kein bisschen will, aber ha, ich gebe nicht auf.

Der rote Bus aus London, bei unserm Paartrip mit Bauch geshoppt. Ein Wackelelch von einer Freundin, einfach, weil er ein Elch ist und mich an Schweden erinnert. Dann eine Karte mit einer lächelnden Wolke, die ich eigentlich gekauft habe, um Tjelles Geburt bei Freunden und bei Instagram anzukündigen. Ich hab sie dann doch nicht genommen, sondern das hier gemacht. Aber dort stehen, hübsch sein und und immer wieder sagen „Endlich bist du da“ darf sie gern weiter. Schließlich noch ein Bild von uns, darauf ist Tjelle noch im Bauch und wir halten meine selbstgebastelte „Welcome Schwups“-Girlande in der Hand.

In den Koffern, in Tjelles allerheimlichsten Geheimverstecken, wie Lasse sagt, sind übrigens sein Namensbändchen aus dem Krankenhaus, ein paar Karten, die wir zu seiner Geburt bekommen haben und – öhm – sein Nabel. Ich weiß, ist ein bisschen eklig. Schmeiß ich auch bestimmt bald weg, aber noch, noch konnte ich es nicht.
Und bei euch? Wie sehen eure Babyzimmer, – ecken oder -wände so aus? Ich bin ja so neugierig.
Liebe Grüße,

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9 Kommentar zu “Hallo, hier wohne ich

  1. Mensch das ist ja eine tolle Idee mit dem Buch. drei Sätze ist denk ich absolut machbar und wenn dein kleiner das dann nicht mehr ganz so klein liest ist das sicher spannend und lustig )

    super Idee!
    Ich hoffe ich denk noch dran, wenn es denn dann bei mir mal so weit ist 😉

    Ganz viele liebe Grüße!

    Franzy

    • Claudia on 19. April 2015 at 09:13 geschrieben

      Danke dir, genau, drei Sätze geht ganz oft. Und wenn nicht, dann weiß ich später ja auch warum ; )
      Allerliebste Grüße an dich, Franzy

  2. Unser kleiner Mann hat auch nur eine Wand – ein kleines Eck… Neben dem Schreibtisch. Und sein Bett – das er leider viel zu selten nutzt! Sonst hat er nichts… Ein paar Kartons mit besagten vererbten Klamotten. Alles was ich nicht möchte ist da noch drin. Alles was hübsch ist und passt in der Kommode. Passt super! 🙂
    Herzlichst Juliane

    • Claudia on 19. April 2015 at 09:10 geschrieben

      Liebe Juliane,
      sehr gut, so gehts auch. Und dann immer schön reinstecken in die Lieblingssachen und noch hübscher finden als sonst.
      Alles Liebe

  3. Nora on 16. April 2015 at 22:25 geschrieben

    Hallo Claudi!
    Das ist eine sehr schöne Wand!!! Musste sehr grinsen als du das mit den nicht bespielten Rasseln geschrieben hast. Wir haben im Wohnzimmer eine schöne Kiste von verbaudet. Da sind gaaanz viele Babyspielsachen drin, alle geschenkt bekommen. Am liebsten nuckelt Silas aber im Moment an meinen Hausschuhen…
    Liebe Grüße Nora

    • Claudia on 19. April 2015 at 09:11 geschrieben

      Liebe Nora, jaha, die berühmte Babyspielzeugkiste… Einer der einsamsten Orte der Welt.
      Hausschuhe klingt ja … ähm, lecker. Obwohl besser als Gartengummistiefel.
      Beste Grüße!!

  4. liebe Claudi,

    also ich denke – egal ob Ecke, Wand oder Zimmer: Hauptsache liebevoll und schön. Und das ist es bei Euch ja ganz eindeutig… Die Koffer sind so süß. Und die Idee mit dem Büchlein ist grandios!

    Liebe Sonntagsgrüße, fee

  5. ach wie schön ,bei uns sieht es ung. genauso aus…weniger ist mehr;)und es gibt auch keine kinderzimmer…wir haben auch nur eine normale kommode und eine kleine wickelauflage,unser mobile ist auch gefaltet allerdings tiere und keine dimanten( habe ich zu weihnachten mal versucht und bin verzweifelt)
    liebe grüße rebecca

    • Claudia on 22. April 2015 at 21:46 geschrieben

      Liebe Rebecca, ich fands zuerst auch zum Fluchen, aber hatte diese intensive Ich-will-das-für-mein-Baby-Nestbau-Ausdauer…
      Alles Liebe!
      Claudi

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