Es gibt sie noch, die schönen, persönlichen Blogs

Feb
23/17

Vor kurzem schrieb ich mit meiner Kollegin Saskia auf Instagram hin und her und wir überlegten, ob es sie noch gibt, die kleinen, die feinen, die wirklich persönlichen Blogs. Saskia hatte das Gefühl, dass sie früher, als sie mit ihrer ersten Tochter schwanger war, fasziniert eine ganze Menge davon gelesen hat, aber dass diese Blogs heute oft groß und unpersönlicher geworden sind. Ich musste ebenfalls viel darüber nachdenken, musste an die vielen, oft gleichen Produktempfehlungen und Blumenversand-Pakete und zigtausend Gewinnspiele denken…
Werbediskussion, Blog, gute Texte,
Aber: mir fielen auch die vielen guten Geschichten ein, die ich in letzter Zeit gelesen hatte… Immer mehr kamen mir in den Sinn. Denn das Schöne ist doch, dass es heute so viele Blogs gibt, dass man irgendwo auf einem seiner Lieblingsblogs immer mindestens eine gute, persönliche Geschichte am Tag lesen kann. Größe bedeutet dabei für mich in Sachen Blog auch nicht zwangsläufig ein Schrumpfen der guten Geschichten. Ich möchte auch nicht schon wieder auf die ewige Werbediskussion eingehen, die immer wieder im Netz aufkocht.

Denn für mich ist Fakt: Wer regelmäßig schreibt, es durch Ausbildung oder viele Jahre Schreiberfahrung perfektioniert hat, andere damit erreicht und berührt und in seine Texte viel Arbeitszeit hineinsteckt, sollte und muss dafür auch bezahlt werden. Diese bezahlten Posts sollten nicht zu viele werden und auch immer gut gemacht sein. Aber Geld verdienen gehört eben zum Leben dazu. Und übrigens: Seit ich selbst blogge, schätze ich gut gemachte Produktempfehlungen auf Blogs noch viel mehr. Und ich liebe es zu lesen, was Kollegen zu ein und demselben Produkt für eine Geschichte erzählen.

Aber hier sind sie nun, meine liebsten persönlichen Blog-Geschichten der letzten Wochen…

Johanna von Pinkepank nimmt uns mit wie sie ihren (und unseren) Traum verwirklicht und einen Laden eröffnet. Und nimmt uns mit, als sie sich eingestehen muss, dass das so wie sie es sich vorgestellt hat nicht funktioniert. Ein absolut ehrlicher, sehr bewegender Text: Tschüß Laden, hallo Leben. Auch sehr gern gelesen habe ich unter anderem ihren Bericht über den Reitausflug.

Bei Little Years fand ich Isabels Überlegungen zum Einkindmama versusus Zweikindmama-Dasein sehr lesenswert. Bei Janina von Oh Wunderbar habe ich in letzter Zeit ihre sehr persönlichen Tipps für eine kostengünstige Fernreise mit Kindern verschlungen. Und ihren Post darüber, wie sie am Flughafen in Mexiko gemerkt hat, dass sie schwanger ist.

Ich habe viel über Sarahs Text nachgedacht, darüber wie schön, aber wie seltsam es manchmal auch ist, im Netz viel von sich Preis zu geben: Wer bin ich und wenn ja wie viele?. Und ihre erfrischend ehrlichen und im typischen Sarah-Ton verfassten Texte über die anstrengenden Situationen mit Kindern sowieso, wie hier. Aßerdem Lisas berührenden Text darüber, dass ihr grad ziemlich viel zu viel wird.

Außerdem mochte ich Rebeccas Bienenwachswickel, Tanjas Glassuppentrick, Annas großartigen Text über das Mamasein und das nicht mehr können und doch noch können.

Oder die vielen guten Artikel bei den vielen großartigen englischen Blogs, zum Beispiel wie man Spaziergangschätze in der Wohnung präsentiert oder darüber, wo man selbst wohnen möchte oder wo Freunde eigentlich so wohnen.

Ich könnte diese Liste noch ein ganzes Stück weiterführen, so viele gute Texte sind mit eingefallen. Dass die Fotos zu den Texten immer ein bisschen schöner, die Verlinkungen ein bisschen einfacher und die Schreibe ein bisschen professioneller geworden ist, finde ich dabei ehrlich gesagt ganz wunderbar.

Und ja, auch ich versuche, hier auf Wasfürmich ganz bewusst ganz viele, persönliche Geschichten zu bringen, ohne zu Privates auszuplaudern. Jetzt im Januar und Februar mit Absicht noch ein bisschen mehr, weil es im November und Dezember ein paar mehr Kooperationen gab, als ich es eigentlich mag. Ihr (und ich auch) mochtet zum Beispiel meinen Text über unser neues Baby sehr. Und die Ideen für Spiele mit Nüssen. Und die Dienstags-Diskussionen sowieso.

Also ja, ja, ja, ich finde es gibt sie noch, die guten, die persönlichen, die liebevollen Blogs und sie ersetzen für mich oft sogar das eine oder andere Magazin.

Habt ihr in letzter Zeit noch schöne, persönliche Posts gelesen? So gern her damit und bei den Kommentaren teilen. Ich bin gespannt.

Ganz liebe Grüße,

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14 Kommentar zu “Es gibt sie noch, die schönen, persönlichen Blogs

  1. Kathrin Schülldorf on 23. Februar 2017 at 07:27 geschrieben

    Oh ja, die gibt es und deiner ist mein momentaner Favorit❤ Jede Stillmahlzeit mit meinem 4-Monate-alten Hannes freue ich mich, in deinem Blog zu schnüffeln und wieder etwas Neues zu entdecken. Ich bin ebenfalls eine drei-Kind-Mama vom Land, deine Affinität zu roten Fingernägeln, zu Alkohol, zu Selbstbräuner, zu selbstgemachten Dingen, dein Geschmack die Kinder zu kleiden, deine Ausdrucksweise- Ja, ich bin ein richtiger Fan und freue mich, deinen Blog vor Kurzem entdeckt zu haben. Ich finde mich in so vielen Dingen wieder und deine Texte zusammen mit meinem Baby und einer Tasse Tee erheitern meinen Tag oft ungemein! Danke, liebe Claudia, weiter so bitte ❤

  2. Oh Claudi,

    was hab ich mich gerade gefreut, das zu lesen.
    Ich lese auch so gern bei dir mit und dein Blog gehört schon ziemlich lang zu meinen kleinen Schätzen in der Leseliste.

    Ich schicke dir viel Sonnenschein!
    Janina

  3. Denise on 23. Februar 2017 at 09:29 geschrieben

    Liebe Claudia!

    Dein Blog ist wirklich einer meiner allerliebsten!!! Mach bitte genauso weiter! 🙂
    Liebe Grüße

  4. Vielen Dank liebe Claudi, für diesen, wie immer, so schönen Post von Dir und Dein verlinken. Ich freue mich ganz doll darüber ❤.

    Fühl Dich lieb gedrückt, Tanja

  5. ChristinaInAustralien on 23. Februar 2017 at 09:55 geschrieben

    Ja, ein schöner Text! Ich finde, man muss da als Leserin auch mal ehrlich mit sich selbst sein. Manche meiner Lieblingsblogs suche ich bewusst auf, weil man da mal kurz aus dem Alltag flüchten kann, und es mal ganz kurz furchtbar wichtig ist, ob eine Wand rauchig blau oder grün wird.

    Und andere lese ich, weil ich die etwas bodenständigeren, ernsteren Diskussionen mag. Dass niemand umsonst arbeiten soll, finde ich ganz wichtig, eine Zeitschrift nehmen wir ja auch nicht einfach so aus dem Geschäft mit (obwohl mir schon klar ist, dass die im Grossteil auch nicht von mir, sondern eben den Werbekunden getragen wird.)

    Allerdings sind des Bloggers Authentizität und Glaubwürdigkeit, die Werbepartner so schätzen, nicht ganz unbegrenzte Resourcen. In letzter Zeit merke ich persönlich, dass mir an einigen Stellen – nicht hier – der Konsum zu viel wird, oder dass mir von Tiefkühlfisch bis Putzmittel alles Mögliche schmackhaft gemacht werden soll. Und da lese ich dann einfach nicht mehr mit.

  6. Janine on 23. Februar 2017 at 10:06 geschrieben

    Liebe Claudi,
    ja, es gibt sie. Leider immer seltener. Leider viel zu viele vollgepackt mit Designerklamotten, teuren Reisen, Interiordesign, etc. und vor allem immer überall das gleiche. Gleiche Kinderzimmer, gleiche Klamotten, gleiche Stile, gleiche Wohnungseinrichtung… da habe ich aufgehört die meisten zu lesen.
    Zu dir komme ich dagegen immer sehr gern. Hier wirkt nichts zu sehr gewollt sondern authentisch. Wirklich ganz wundervoll.

  7. Liebe Claudi,

    ja, ich habe das gestern auch bei Saskia gelesen, wollte mich gar nicht in die Diskussion einmischen (ja, das kann ich auch mal ;-)) und finde es deswegen umso schöner jetzt hier deinen Text zu lesen. Ist er doch so eine tolle Zusammenfassung von von kleinen einzelnen Dingen die das Bloggen ausmachen. Texten die uns Bloggern am Herzen liegen und wofür wir überhaupt gelesen werden. Ja, Werbung ist bestimmt keine Randerscheinung mehr, aber wenn ein Blogger nicht mit eben diese persönliches Texten fesseln kann, die im wichtig sind und für die er brennt, dann liest ihn auch keiner. Ich glaube also auch – es gibt sie noch, die Blogs die (auch) begeistern. Nebenbei möchte ich dich bitten das du vielleicht über die Rubrik Link Tipps des Monats nachdenkst – da waren nämlich einige für mich dabei 🙂

    Ganz liebe Grüße,
    Sarah

    PS: und natürlich Danke! Das hatte ich jetzt noch gar nicht gesagt

  8. Als ich mit meinem großen Sohn vor 7 Jahren schwanger war, habe ich begonnen Blogs zu lesen. Anfangs Deko- und Shabby-Blogs, dann hab ich mich immer mehr auf Mama und Eltern-Blogs wieder gefunden. Über die Werbung von Bloggern hab ich schon viele tolle Sachen gefunden (und auch gekauft – ich bin ein Konsumopfer). Noch mehr haben mich die persönlichen Geschichten gefesselt. Viele Blogs hab ich von vorne bis hinten und wieder zurück gelesen. Hab mir Rezepte, Bastelideen und Ausflugsziele gepinnt. Mittlerweile blogge ich alte Schachtel selber und weiß, wie viel Zeit, Mühe und Arbeit in jedem einzelnen Post stecken. Ich denke, das diese Mühe auch belohnt werden soll. Aber mir ist auch dieser Überkonsum aufgefallen. Überall ploppen die gleichen Sachen hoch und das nervt manchmal. Ich lese immer noch am Liebsten persönliches. Aber da ich die Wahl hab, überlese ich einfach das, was mich nervt und bin dann bei interessanten Dingen wieder ganz dabei. Und danke für Deine Anregung, da lese ich noch mal quer. LG Kerstin

  9. Ach du Liebe – ich danke dir vielmals!

  10. Liebe Claudia,

    ich stimme dir voll und ganz zu!
    Diese Blogs gibt es.
    Sogar ganz viele…
    Meist werden ja eher die etablierten, bekannten, namhaften Blogs in Empfehlung genannt, aber Dank vieler Blogrolls auf anderen Blogs habe ich schon so viele andere Blogs entdeckt… Echte Leseschätze für mich ♡

    Herzliche Grüße
    Julia

  11. Sara on 24. Februar 2017 at 04:35 geschrieben

    Danke für deine vielen kleinen Tipps. Ich werde mich auf jeden Fall durch deine Empfehlungen durchklicken. Das hört sich sehr gut an. Vielen Dank dafür. 🙂

  12. Dank einer Empfehlung auf einem anderen Blog bin ich hier gelandet, mag das Foto am Anfang des Posts sehr, werde sicher auch den einen oder anderen verlinkten Blog anschauen und mich zu Neuem verlocken lassen.
    Was mir allerdings auffällt, ist, dass sich die Leserschaft so nach und nach diversifiziert nach Altersgruppen. Früher waren die Generationen viel mehr durchmischt. Aber wenn auf Dauer die Kommentare nachlassen, liest man dann halt auch nicht mehr mit – und schwupps! befindet man sich in einer sehr altershomogenen Gruppe. Das finde ich eigentlich bedauerlich…
    LG
    Astrid

    • Claudia on 27. Februar 2017 at 21:25 geschrieben

      Liebe Astrid, danke für deinen Kommentar. Ich weiß nicht, wie es früher war, soooo lange blogge ich ja noch nicht. Aber ich wundere mich eigentlich immer eher, wer mich alles liest. Klar, am meisten Mütter mit Kindern im ähnlichen Alter, aber ich bekomme so viele liebe Mails von älteren Frauen, deren Kinder manchmal schon aus dem Haus sind. Die lesen bei mir, um sich zurückzuerinnern. Und auch junge Mädchen, noch ohne Kinder (aber mit unkonkreten Kinderwünschen). Ich mag das sehr.
      Liebe Grüße,
      Claudi

  13. Dési on 1. März 2017 at 12:16 geschrieben

    Vielen lieben Dank für die Inspirationen. Auf deinem Blog lese ich sehr gerne, gerade wegen der persönlichen Geschichten. Und wegen deiner schönen Fotos. Eure Familie erinnert mich immer an Büllerbü…so schön

    LG Dési

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