Ein Bauch und viele Dellen: Ein paar Gedanken zum Körpergefühl in der Schwangerschaft

Jun
27/17

Manchmal, in der Stadt, sehe ich eine Frau mit ziemlich prallen Oberarmen. Dellig. Wabbelig. Formlos. „Puh“, denke ich. Und: „Oha!“ Ich nenne solche Arme „Kegelfahrtenoberarme“, weil für mich meist ältere, reisebusfahrende Damen diese Art von Armen hatten. Als ich noch für die Zeitschrift Maxi gearbeitet habe, sagten wir „Winkfleisch“ dazu. Das trifft es auch. Ich gucke noch mal genau hin. In die spiegelnde Schaufensterscheibe: „Verdammte Kiste, das bin ja ich…!“
Dellen, Körpergefühl, schwanger
Ich versuche wirklich milde mit mir zu sein. Ich schaue nach unten und sehe meinen Bauch, meinen prallen, runden, wunderschönen Baby-Bauch, den ich mit Stolz vor mir hertrage (auch wenn ihn viele arg tiefhängend finden und einige riesig, aber viele auch ganz zauberhaft). Ich finde ihn schön. Aber dann sehe ich meinen Po, der zusammen mit meinem Bauch gerade in meinen weiten Lieblingskleidern beinahe so breit ist, wie ich hoch.

Ich trage keine Spaghettiträger mehr. Zu wenig mag ich meine Oberarme. Manchmal ärgere ich mich deswegen. Weil mir soviele schöne Kleider durch die Lappen gehen. Und heute Morgen hat einer meiner Söhne auf meinem Po Schlagzeug gespielt. Und sich kringelig gefreut. Weil das so schön wackelt.

Oft denke ich, wie gern wäre ich eine dieser Frauen, die überall schmal bleiben, poschmal, oberarmschmal – nur mit einer verschluckten Melone. Und ganz bestimmt an dem Tag sagt eine Mutter im Kindergarten zu mir: „Boah, du hast ja dieses Mal so viel zugelegt wie nie. Wo willst du denn noch hin?“

Zum Glück sagt ein paar Stunden später vielleicht eine: „Du bist ja immer noch so schön schmal. Hast wohl bloß eine Melone verschluckt?“

Und dann weiß ich selbst nicht, ob ich mich nun schmal/schön/dick/furchtbar/fettwienie fühlen soll. Alles hintereinander weg wahrscheinlich. Und manchmal alles auf einmal. Ein Baby-Bauch und ein paar Dellen sind auf jeden Fall ein ähnlich dankbares Thema wie das Wetter. Oder eine Fußball-WM. Jeder kann was dazu sagen. Und tut es.

Noch was: Ich hatte nie Probleme mit Schwangerschaftsstreifen. Aber plötzlich entdecke ich auf meinem Bauch feine blaue Linien. Wie wild drübergesprengelt, als hätte sich der Action-Künstler Jackson Pollock über mir ausgetobt. Bloß dass blaues Gekleckse auf Bauch nun mal keine Kunst ist. Dazu feine Linien an meinen Beinen. Meine Beine! Die mit Ende 30 immer noch aussahen wie mit Ende 20. Meine Beine: meine sicherer Outfitjoker, den ich immer betonen konnte, selbst wenn sonst gar nichts mehr ging. Und plötzlich: feine blaue Kringel und Muster auf meinen Waden, wie auf unserem Zwiebelmustergeschirr in der Esszimmervitrine. Dazu neue Dellen. Haut wie mit Mehl bestäubt. Schuppigkeit. Angeschwollen.

Ich frage mich, ob das je wieder so wird wie vorher. Okay, wenigstens ein wenig so wie vorher. Und wenn ja, was um himmelswillen ich dafür tun muss, (viel Sport! kein Essen!), damit es wieder so wird. Das wird anstrengend. Und dabei bin ich doch jetzt immer schon so müde.

Nur eins mag ich. Meinen Busen. Dem tut die Kurvigkeit gut. Ich darf bloß nicht an hinterher denken. Zum Glück hat jemand diese Wabbelverpackungen für Milch aus den Supermärkten verbannt. Sie hätten mich bei jedem Besuch ans Hinterher erinnert.

Aber dann. Spüre ich mein Baby. Und gucke an mir herunter, auf meinen Kugelbauch und meinetwegen auf all die Dellen und Kurven und blauen Linien und möchte jede einzelne umarmen und sagen: „Danke! Danke, dass ihr meine schönsten Geschenke so wundervoll verpackt und mir überreicht habt.“ Und erinnere mich wieder daran, dass es Wichtigeres gibt als Spaghettiträger. Spaghettieis zum Beispiel. Und: das ich meinen Jungs gern beibringen und vorleben möchte, was wirklich wichtig ist in Sachen Frauen. Und dass Lebensfreude auf Dauer mehr Spaß macht als Dellenlosikeit. Das ist eigentlich das Allerwichtigste.

Und überhaupt: Ich mag den Gedanken. Mein Körper als Geschenkpapier für meine schönsten Überraschungen. Als hübsche Hülle und als Schutz. Wirklich schönes Geschenkpapier hebe ich übrigens auf. Gehe sorgfältig, liebevoll, zärtlich damit um. Streiche es glatt, falte es. Und benutze es wieder. Mit Dellen. Und mit Freude.

Und ihr? Mochtet oder mögt ihr euren schwangeren Körper? Was mochtet/mögt ihr am wenigsten und was am meisten? Schafft ihr es milde mit euch zu sein? Erzählt doch mal, ich freue mich auf eure Kommentare…

Alles Liebe,

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29 Kommentar zu “Ein Bauch und viele Dellen: Ein paar Gedanken zum Körpergefühl in der Schwangerschaft

  1. Kathy on 27. Juni 2017 at 08:13 geschrieben

    Hallo,
    ich finde du hast ganz recht und hast es auch noch toll „verpackt“. Mein „wundervoller“ 😆 Körper hat einiges geleistet, zwei Kinder geschützt, getragen, geboren, wieder getragen. Er hat Dellen, Besenreißer und ist nicht mehr so knackig, wie mit 20, aber hej, ich werde dieses Jahr 40 und Sport ist ein absolutes Fremdwort für mich. Wenn ich andere Frauen sehen, die jünger und sportlicher sind, flüstert mir natürlich ein kleine Stimme ins Ohr „solche Beine hättest du auch gern“. Aber dann kommt meist die Antwort aus meinen Bauch „auch die Haare oder Nase? Und meinst du sie ist glücklicher deshalb?“.
    Bzgl. der Männer, ist euch schon aufgefallen, dass die meisten dellenblind sind und auch das ein oder andere Kilo, mit dem wir kämpfen, völlig übersehen. Ich denke nicht, dass die Männer das Problem sind, sondern unsere eigenen strengen Maßstäbe. Und die Werbeindustrie und ganz schlimm, Photoshop!
    Mädels genießt euer Leben, feiert euren Körper!

    Viele Grüße
    Kathy

  2. Sarah on 27. Juni 2017 at 08:27 geschrieben

    Oh, ich habe das aber nie negativ gemeint, ich finde deinen Bauch auch wunderschön! Und vielleicht deshalb nur jetzt so groß, weil er anfangs so klein war.

  3. Sabrina Debenath on 27. Juni 2017 at 08:30 geschrieben

    Liebe Claudi,

    Ich kann Deine Gefühle zu 100% nachvollziehen. Ich hatte sie in beiden Schwangerschaften. Und obwohl ich in dieser Schwangerschaft allgemein weniger zugenommen habe&weniger Wassereinlagerungen haben,ertappe ich mich genau bei diesen Gedanken.
    Mir hat unsere Italienreise über Auffahrt sehr gut getan. Am Strand sein,sich im Meer schwerelos zu fühlen,braungebrannt& niemand kennt einem. Ich habe mich so wohl gefühlt& dieses Gefühl konnte ich ein wenig im Gepäck mitnehmen. Und ich versuche es mir noch bis am Ende der Schwangerschaft zu bewahren.

    Ich wünsche Dir&Deiner Familie alles alles Gute&ich finde,Du bist eine wunderschöne schwangere Frau,die so viel Lebenfreude ausstrahlt.

    Herlich Sabrina (37.SSW)

  4. Rike on 27. Juni 2017 at 09:03 geschrieben

    Du sprichst mir aus der Seele! In meiner ersten Schwangerschaft ist mir hauptsächlich ein Melonenbauch gewachsen. Dieses Mal wächst mein gesamter Körper. Meine Arme und Beine sind schon deutlich dicker geworden und ich tue mich momentan etwas schwer mit meinem Äußeren. Ich beneide auch die Frauen, die weiterhin so wunderschön straff und schlank aussehen.
    Andererseits bin ich dieses Mal auch gut sechs Jahre älter…
    Und ich bin so froh und dankbar, dass mein Körper in der Lage ist mir noch einmal so ein Wunder zu schenken. Ich würde mir nur sehr wünschen, dass er danach in seine Form zurück findet😬.

  5. Maggi on 27. Juni 2017 at 09:03 geschrieben

    Die Idee mit dem Geschenkpapier ist toll. Ich war drei Mal die, die „eine Melone verschluckt“ hat. Aber ob das besser ist? Niemand hat mir in der U-Bahn Platz gemacht, die Leute haben immer verwundert geschaut, als ich vom errechneten Geburtstermin erzählt habe und heute bleiben Leute auf der Straße stehen und fragen: „Wie, Du hast ein Kind? Wann warst Du denn schwanger?“ Der große Vorteil aber war, dass ich bis zum Schluss alles machen konnte und mich der Bauch nicht gestört hat. Aber dadurch habe ich mich auch weniger geschont. Jeder Bauch ist so wie er ist und das ist gut so. Und Dellen hin oder her, auf alle Fälle ist der Beckenboden am wichtigsten.

  6. Bettina on 27. Juni 2017 at 09:11 geschrieben

    Hallo liebe Claudia,
    vielen Dank für deinen tollen, ehrlichen Post.
    Ich gehöre wohl gerade zu den schwangeren Frauen, die vorne eine Melone heranwachsen lassen und ansonsten ganz gut körperlich abschneiden. Das mag natürlich auch daran liegen, dass es meine erste Schwangerschaft ist… ABER: Gerade gestern Morgen habe ich mit einem (hormonellen) Heulkrampf am Frühstückstisch gesessen und mich darüber geärgert, dass am Sonntag während einer Veranstaltung innerhalb von 1,5 Stunden 6(!) für mich verletzende Kommentare zu meinem Bauch kamen und nur 1x wirklich nette Worte… Ich bin schlank, habe bisher nur 9 Kilo zugenommen, mein Bauch hat bisher (ssw36+6) keine Streifen und ich finde, er sitzt genau an der richtigen Stelle.. Ich liebe ihn!!! Und mein Mann auch!! Und den Inhalt erstrecht!!! Aber was zu meinem Bauch schon alles gesagt wurde, da falle ich manchmal vom Glauben ab… das beste waren zwei ältere Herren ausländischer Herkunft, die meinten: „Deutschland wächst!“ Manchmal bin ich zwischen lachen und weinen hin- und hergerissen und versuche das einfach mit einem Lächeln abzuschütteln. Aber warum kann man uns Ladys nicht einfach für das Wunder in und Rund um unseren Bauch abfeiern und uns ein wenig mehr anfeuern und ohne Neid oder whatever auf uns zu schauen…?!?!?!? Ich habe lange auf diesen Bauch hingearbeitet, er ist wirklich ein Wunder und das möchte ich auch noch die letzten schwangeren Wochen genießen – Bitteschön!

    Alles gute weiterhin für euch!! Du hast eine wahnsinnstolle Ausstrahlung! Lass dich nicht kleinkriegen!!
    Bettina

  7. Anne on 27. Juni 2017 at 09:14 geschrieben

    Liebe Claudi, so ein wunderbarer Text! Mir ging und geht es so ähnlich. Ich habe meinen Spatz mit 24 bekommen. Noch immer, 2Jahre später ist mein Körper so geprägt von der Schwangerschaft. Ich habe sehr viele Dehnungsstreifen. Natürlich habe ich erst damit gehadert. Besonders als es zum Ende der Schwangerschaft jeden Tag mehr und diese immer größer wurden. Und das obwohl ich doch so jung bin, Sport mache, mich gesund ernähre.. Aber dann sagte mein Mann etwas so wunderschönes, dass ich sie seither akzeptiere, schön finde und stolz auf meinen Körper bin. Seine Worte: „Da hat unser Sonnenschein dir seine schönsten Strahlen hinterlassen.“
    Ja, diese Strahlen werden mich immer an unser schönstes Wunder erinnern. Und ich hoffe sehr, dass wir noch ein Wunder erleben dürfen, welches mir dann vielleicht auch noch ein paar Strahlen schenkt.

    Liebste Grüße,
    Anne

  8. Susanne on 27. Juni 2017 at 09:18 geschrieben

    „…Und erinnere mich wieder daran, dass es Wichtigeres gibt als Spaghettiträger. Spaghettieis zum Beispiel“

    Ein wunderbarer Artikel über Körpergefühl und unseren Umgang damit… und das ist nicht nur in der Schwangerschaft wichtig sondern jeden einzelnen Tag! Unsere Kinder werden sich nicht erinnern, ob wir damals in dem Sommer als sie 5 waren schlank und gut aussehend waren, sondern daran, ob wir Eis essen waren mit ihnen, im Schwimmbad, am See, ob wir mit ihnen rumgetobt sind, ohne daran zu denken, ob die Oberarme schwabbeln.

    Ich mag Deinen Blog sehr, die Art wie Du schreibst und das Bild, das Du von Deiner Familie zeigst und wie ihr uns teilhaben lasst an Eurem Leben. Danke dafür!
    Für die restlichen Wochen Deiner Schwangerschaft wünsche ich Dir alles Gute und noch viel mehr natürlich für die Zeit danach!
    Ich bin froh, Euch im Netz gefunden zu haben… und gehe heute Nachmittag mit meinem Sohn ein großes Spaghettieis essen und werde dabei an Euch denken!
    Liebe Grüße aus dem Rheinland

  9. Maya on 27. Juni 2017 at 09:21 geschrieben

    Danke für Deinen wunderschönen Text!
    Ich gehörte zu den „Melonenschluckerinnen“, war damit aber auch nicht vor Bemerkungen gefeit („So klein? Ist das normal?“). Vielleicht betrachte ich deshalb jede Schwangere heute noch ein bisschen liebevoller. Ich war und bin noch immer wahnsinnig stolz auf meinen Körper, der dieses Wunder hervorgebracht hat. Warum mein Po ein My verrutscht ist, und mein Oberkörper seither breiter ist als vorher – keine Ahnung. Wenn ich an diesen kleinen Menschen denke, ist mir das recht gleich.

  10. Rebecca on 27. Juni 2017 at 09:26 geschrieben

    Ach- so ein schönes Bild: unsere Körper als Geschenkpapier! Ich bin zum ersten Mal schwanger und jetzt auch in der Endphase- in weniger als 4 Wochen halte ich mein Kind hoffentlich in den Armen. Wie du es beschreibst, geht es mir auch gerade: ich freue mich unheimlich über meinen Kugelbauch, erschrecke aber mitunter über die anderen Veränderungen an meinem Körper! Wenn ich mich im Profil im Spiegel anschaue, muss ich manchmal richtig lachen, weil mich der Anblick von Po, Hohlkreuz und Plautze so ein meinen alten Mathelehrer erinnert. Dann aber schau ich mir meine Mama an, die 5 Kinder bekommen und Krampfadern, Dellen und Falten davongetragen hat. Für mich ist sie aber eine wunderschöne Frau, weil sie Zufriedenheit und Glück ausstrahlt und im Reinen mit sich und ihrem Körper ist. Meistens jedenfalls😉

  11. Ich hab schon immer mit meinem Körper gehadert, auch weil es mir so „vorgelebt“ wurde. In der Schwangerschaft habe ich geschwankt zwischen „toll was mein Körper leistet“ und „wie viele Kilo werden das noch und wie werde ich die bloß wieder los“. Streifen hat mir das Fräulein keine hinterlassen und mein Bauch war ziemlich klein, was ich gut fand, aber das kann man ja wenig beeinflussen und auch große Bäuche sind wunderschön. Aber wahrscheinlich hat mich auch deshalb ein Kommentar einer Freundin echt verletzt. Ich war, glaube ich, in der 15. oder 16. Woche, wir waren beim Sport, entsprechend enge Klamotten hatte ich an, und sie meinte nur: „Boah, Du hast ja schon voll den Bauch. Das sieht ja man ja schon meeegaaa!“ Das fand ich nun überhaupt nicht, und außerdem war ich eben schwanger.
    Inzwischen bin ich die Kilo (fast) wieder los, aber mein Bauch ist nicht mehr so flach wie früher, dafür hatte ich fast nie so gut trainierte Arme 😉

    Liebe Grüße
    Stephi

  12. Ein wunderschöner Post, der mich auch wieder bestärkt! Ich bin in der 25 SSW, es ist unser erstes Baby und ich hab bereits jetzt Dehnungstreifung unterhalb von meinem Bauchnabel. Während also andere Schwangere zum ersten Mal gegen Ende ihrer Schwangerschaft vl. einen Streifen bemerken, schau ich bereits im 7. Monat aus wie ein Zebra 😂🙈! Oft stehe ich da und denk mir „Oh Gott wie schau ich erst gegen Ende aus“ und dann fällt mir wieder ein was mein Körper hier gerade schafft! Es ist wie du’s beschreibst – ein wunderschönes, besonderes & lebendiges Geschenkspapier und auch das schönste, glitzerndste Geschenkpapier bekommt mal Ecken und Kanten ab! Dafür entsteht etwas bezauberndes perfektes Neues!

    Wünsch dir nichts eine tolle Kugelzeit und alles Liebe, Sandra

  13. Alexandra on 27. Juni 2017 at 10:27 geschrieben

    Liebe Claudi,

    erstmal: du siehst wunderschön aus! Mit einer wunderschönen Kugel, die auch immer noch so hübsch von dir in tollen Kleidern verpackt wird.
    Ich bin auch gerade schwanger und kann so gut verstehen wie es dir geht. Du glaubst nicht wieviele doofe Kommentare ich schon in meiner Schwangerschaft bezüglich Bauchgröße etc. abbekommen habe. Und ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wieso schwangerschaftsbedignte körperliche Veränderungen ständig von der Umwelt kommentiert werden müssen. Wahrscheinlich weil die meisten Menschen nicht darüber nachdenken, was sie da genau sagen. Am Angang (20. Woche oder so) hieß es bei mir von allen möglichen Seiten: „huch, dein Bauch ist ja schon riesig, wo soll das denn noch hinführen“. Jetzt (32. Woche) bekomme ich ständig zu hören: „du musst mal mehr essen, der Bauch ist ja noch total klein und überhaupt hast du mit 6 Kilo viel zu wenig zugenommen“. Mir ist es ein Rätsel, woher diese Menschen immer ihre Referenzwerte beziehen, weil in meiner Welt sehen alle Frauen anders aus und das natürlich auch in der Schwangerschaft! Du merkst, ich kann mich darüber wahnsinnig aufregen, weil mich das anfangs auch super verletzt hat. Aus dem einfachen Grund weil ich so stolz auf meine Kugel war und mich so gefreut habe über jeden Tag an dem sie wächst und dann kommen so doofe Kommentare, die einen in der Schwangerschaft natürlich noch viel mehr treffen als sonst. Inzwischen ist es mir (an guten Tagen) fast egal… Deshalb: Genieße die letzten Schwangerschaftswochen und sei bitte ganz ganz stolz auf dich und deinen Körper, der jetzt schon 4 Kinder getragen und bald auch geboren hat – das ist der Wahnsinn! Ganz liebe Grüße,
    Alex

  14. Das ist ein toller Artikel zu einem schwierigen Thema. Die Geschenkpapiertheorie gefällt mir sehr…. mein Körper hat 9 Kinder in 8 Schwangerschaften getragen, genährt und zur Welt gebracht… dafür bin ich unendlich dankbar.
    Trotzdem ertappe ich mich immer wieder dabei unzufrieden mit dem zu sein, was eben als Geschenkverpackung übrig geblieben ist. Dazu ein bisschen Stress-Ess-Verhalten und so absolut keine Zeit/Lust/Überwindung zum Sport, eine schlechte Kombi. Aber was zählt ist schon eher das Spagettieis, da geb ich dir sowas von Recht…. ich stille jetzt erstmal so lange unsere Jüngste das braucht und dann sehen wir weiter…
    Ich liebe Deinen Blog und ich finde Du bist eine wunderhübsche Schwangere in tollen Kleidern und einen ans Herz gehend sympathischen Schreibe.
    lg. Elisabeth

  15. Anne on 27. Juni 2017 at 11:44 geschrieben

    Schluchz. Tränen in den Augen. Wunderbar geschrieben!!
    Ich hatte nach der Schwangerschaft schon zu „kämpfen“.
    Ich war immer dünn. Hatte einen knackigen Körper und war immer stolz auf meine Figur.
    Ich habe während der Schwangerschaft 20 kg zugenommen. 7 kg hielten sich hartnäckig. Meine Brüste sind nicht mehr das, was sie mal waren.Einen kleinen Bauch werde ich wohl immer behalten. Und ach ja, meine Oberarme gefallen mir auch nicht besonders. 😉
    Heute aber habe ich mich mich meinem Körper ausgesöhnt.
    Es ist der Körper einer Mama. Die Brüste einer Mama, die ihr Baby gestillt hat. Der Bauch einer Mama, der 9 Monate lang schützende Höhle für ihr Baby war. Und die Arme!? Nun gut, hierfür gibt es ja Hanteln und co. 😉 Ich freue mich jedenfalls schon sehr auf eine zweite Schwangerschaft!!
    Liebe Grüße und alles Liebe für den Endspurt für dich! Anne

  16. NADINE on 27. Juni 2017 at 14:50 geschrieben

    Wackelmilchtüten!!Genial!!Ich habe immer an leere Caprisonnen gedacht beim Hinterher, aber dein Vergleich ist spitze!

  17. Johanna S. on 27. Juni 2017 at 15:38 geschrieben

    Jede Frau ist anders, jede Schwangerschaft ist anders und jeder Bauch ist anders. Und jedes Mal ist es ein Wunder, was unsere Körper leisten – egal ob wir eine Melone verschluckt haben oder Winkearme und Streifen bekommen. Es ist so, wie du schreibst: Zum Thema körperliche Veränderung in der Schwangerschaft lässt es sich prima smalltalken. Ich versuche gerade, bei diesen Kommentaren wegzuhören und sie nicht zu ernst zu nehmen. Gehadert habe ich zu Beginn der Schwangerschaft genug und jetzt möchte ich die letzten Wochen einfach noch genießen. Auch in Shorts.

  18. PaulineBlau on 27. Juni 2017 at 16:11 geschrieben

    ❤❤❤❤

  19. anja on 27. Juni 2017 at 21:11 geschrieben

    Hi Claudia.
    Danke für diesen schönen Artikel. Ich selber habe mich in meinen zwei Schwangerschaften nie besonders schön empfunden, aufgedunsen wie ich war…
    Ich habe meine Familie lapidar immer zum whale whatching eingeladen – wohlgemerkt meine Wortwahl! Wenn ich wiederum Schwangere sehe, finde ich sie allesamt wunderschön. Ich bin mit anderen diesbzgl. viel milder als mit mir selbst und liebe diese prächtigen Frauen. Keine Ahnung warum. Kugel fleissig weiter. Anja

  20. Ella on 27. Juni 2017 at 21:15 geschrieben

    Ja das kenne ich auch. Ich bin der Typ verschluckte Melone obwohl ich in beiden Schwangerschaften massig zugenommen habe. In der ersten 20 in der zweiten hab ich mich ab 21 kg nicht mehr gewogen sondern die Zeit nur noch genossen. Kurz nach den Geburten waren die Kilos wieder weg. Und der Busen und der Po auch. Kugelrund fand ich mich schöner. Aber immer schwanger sein geht ja auch nicht nur aus Gründen der Optik. Also einfach genießen und es wertschätzen dass unsere Körper solche Höchstleistungen vollbringen können!

  21. Lotta Nil on 28. Juni 2017 at 08:18 geschrieben

    🙂 die „Kegelfahrtenoberarme“! Vielleicht sollten wir auch anfangen zu kegeln, weil das dagegen hilft???? Vielleicht war das schon immer der Trick gegen Winkfleisch?

    Ich habe sehr gelacht! Und muss aber doch noch loswerden: keine Sorge um irgendwelche Adern oder Dellen. Deine Ausstrahlung, deine Fröhlichkeit und eure Zufriedenheit als Familie sind ein sehr wirkungsvoller Concealer!!!!

    Das versuche auch ich an den Tagen, an denen die Schaufensterscheiben was anderes sagen, immer wieder zu bedenken.

    • Claudia on 28. Juni 2017 at 16:40 geschrieben

      Kegeln – das wär doch vielleicht echt was. Danke für dein Feedback. Und ja, guter Concealer-Tipp!
      Alles Liebe, Claudia

  22. Uli on 28. Juni 2017 at 11:21 geschrieben

    Ein wunderbarer Artikel, vielen Dank!
    Ich mochte mich schwanger sehr sehr gern aber auch wenn ich über die Hälfte meines Gewichts zugenommen hatte, wiege ich nun, nach der Schwangerschaft, weniger als vorher und ganz erlich? Ich hasse die ‚boa siehst du wieder toll aus, so schön schlank‘ Kommentare! Ich fühl mich nämlich gerade überhaupt nicht schön sondern knochig und unsexy.
    Aber ich arbeite an mir. Ein paar Kilo mehr wären schön aber wenn sie nicht kommen, dann halt nicht.
    Denn ja, der Körper hat so viel getan, gearbeitet, mir so viel geschenkt. Und noch wichtiger finde ich, dass mein Kind ein gutes Verhältnis zu ihrem Körper hat. Sich selbst lieben kann.
    Wie soll sie mal sagen können ‚ich bin gut, so wie ich bin, ich finde mich toll!‘ Wenn sie jahrelang von mir gehört hat, dass ich meinen Körper nicht mag, ihn anders haben will, besser, schöner.

    Genieße also deine Schwangerschaft noch ein bisschen, du siehst, so aus der Ferne, ganz wunderwunderschön aus, genau richtig, nirgendwo falsch. Streichel noch ein bisschen das Geschenkpapier, dein Körper malt dir Erinnerungen auf die Haut, damit du dieses Wunder nie vergisst. Das schönste Tatoo der Welt!

    Alles Liebe und Gute für dich, für euch, für euer Wunderkind!

  23. Ulla on 28. Juni 2017 at 19:12 geschrieben

    Der schönste Satz ist: „Das Lebensfreude auf Dauer mehr Spaß macht als Dellenlosigkeit!“ Denn genau so ist es. Bei mir ist es zwar keine Schwangerschaft sondern das Alter, welches mich hin und wieder grübeln lässt. Aber auch dieses hat seine Vorteile ;-).
    Herzlichst Ulla

  24. Christine on 30. Juni 2017 at 14:05 geschrieben

    Liebe Claudi,
    den Vergleich mit dem Geschenkpapier finde ich sehr schön und passend. Ich muss sagen, dass ich schon vor Jahren damit aufgehört habe an meinem Körper rumzumäkeln. Er hat vlt nicht die perfekten Maße (aber wer bestimmt das schon?) und meine Haut ist unter Garantie nicht die ebenmäßigste (ich hatte schon in der Jugend Dellen, Schwangerschaftsstreifen und Besenreißer, trotz „Normalgewicht“…). Aber ich hab in den letzten Jahren gelernt meinen Körper einfach so zu lieben wie er ist und mich auf das zu konzentrieren, was ich mag. Und das hab ich mir auch für die Schwangerschaft vorgenommen. Und dann wurde ich schwanger. Und irgendwie ging die Selbstliebe echt verloren, vor allem nach der Geburt war ich mit meinem Körper todunglücklich. Und hab mit mir selbst geschimpft, weil Selbstliebe und so… zwei Jahre später hab ich meinen Körper wieder ganz lieb, jede einzelne Delle, sogar noch mehr als vorher. Aber ich denke es ist ok über die Veränderungen ein bisschen verzweifelt zu sein, schließlich verändert sich durch ein Kind (oder zwei, oder drei…) so viel, da muss der Kopf ja auch erst mal mitkommen.
    Ich finde es mittlerweile übrigens sehr unverschämt anderen etwas zu Umfang/Form/Lage des Babybauches zu sagen (urteilend), als ob ausgerechnet daran irgendjemand irgendetwas ändern könnte? Da wächst ein Baby heran, das ist doch das einzig wichtige daran, oder?
    Dir noch alles Liebe für die kommende Zeit. Du bist wunderschön, mit jeder einzelnen Delle und Pollock darf ruhig neidisch sein auf die Kleckse 😉
    Lieben Gruß, Christine

    • Claudia on 3. Juli 2017 at 11:20 geschrieben

      Liebe Christine, was für ein toller Kommentar. Ich glaub inzwischen auch, das mit dem Körper lieben können ist ein ewiges Auf und ab und ein Lernprozess.
      Aber wir arbeiten dran. Und genießen die Geschenke, die unser Körper uns gemacht hat.
      Alles Liebe,
      Claudi

  25. Steffi on 3. Juli 2017 at 14:25 geschrieben

    Huhu Claudi,
    ich habe bei Instagram ja schonmal geschrieben, dass ich mich gerade nicht so gerne mag. Der Bauch an sich stört mich nicht, aber ich mag meinen großen Busen nicht und finde, ich bin leider auch etwas in die Breite gegangen. Ich bin jetzt in der 29. SSW und habe 8 Kilo zugenommen. Eigentlich finde ich das Ok, aber meine Ärztin hat so einen Kommentar abgelassen, weil ich in vier Wochen drei Kilo zugenommen habe. Aber ich kann nichts dafür, dass ich momentan nicht mehr so viel Sport machen kann wie sonst. Leider bekomme ich vom Step Rückenschmerzen und beim BBP zieht mir nachher alles furchtbar. Dann lasse ich es lieber. Aber ich kann ja auch der Geburt wieder Sport machen. Beim ersten mal hat das gut geklappt, ich hatte sofort mein Ausgangsgewicht wieder. Das mit den Beinen kenne ich auch. Mein Kapital, durch das jetzt plötzlich so blaue Dinger durchscheinen. Argh. Aber man kann es ja nicht ändern.
    LG Steffi

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