Dienstags-Diskussion: Wie viel Zeit braucht ihr am Morgen?

Jan
17/17

Letzte Woche war wieder so ein Tag: der Wecker klingelte, wir kamen pünktlich raus aus den Betten, alles lief rund (na gut, fast). Wir hatten unsere eineinhalb Stunden Zeit, wie jeden Morgen. Und trotzdem kamen wir mal wieder (beinahe) zu spät zur Vorschule. Ich fühle mich eigentlich bestens organisiert, sprich: ich sehe kaum, nein, kein Verbesserungspotential, außer, okay, noch eine halbe Stunde eher aufzustehen…
Aufstehen mit Kids, Eltern sein, Kinder haben, Alltag mit Kindern
Dagegen spricht mein Gefühl, dass wie bloß noch trödeliger werden, wenn wir mehr Zeit haben. Unsere größten Zeitfallen am Morgen sind: das Anziehen der Kinder. Also dieses „zuerst raus aus den Schlafanzügen und rein in die Klamotten“, und dann das „nochmal rein in die Jacken und Mützen und Schals und Handschuhe“, bevor wie das Haus verlassen (wo ist der rechte Handschuh denn nun schon wieder?). Ich lege den Kindern abends alle Klamotten raus, jeweils auf einen kleinen Stuhl an ihrem Bett, ich stelle mich beim Anziehen daneben, um hier und da ein wenig zu helfen, dennoch fühle ich mich jedes Mal wie eine automatische Zeitansage, bloß dass ich nicht die Zeit ansage, also die auch, aber noch öfter: „Ein bisschen schneller!“ Und: „Na los, komm, rein in die Hose!“ Und: „Ziehst du jetzt bitte (endlich) deinen Schlafanzug aus!“ Und: „Nun mach endlich…!“

Manchmal verliere ich die Nerven und ziehe doch an Schlafanzugbeinen oder -ärmeln oder schiebe doch Kinderfüße durch nicht endenwollende Jeansbeine. Obwohl ich eigentlich finde, dass die Kinder das allein können, die beiden Großen zumindest. Und auch, dass es wichtig ist, dass sie es allein machen. Leider verliert mein Nervenkostüm so früh am Morgen gern mal gegen mein Erziehungsideal.

Das Frühstück läuft eigentlich ganz gut, bloß danach wird es wieder heikel. Ich weiß nicht, wie oft ich sage: „Zieh bitte deine Jacke an!“ „Deine Jacke!“ „Jacke!“, bevor sie tatsächlich alle eine anhaben. Gleiches wiederholt sich mit den Schuhen, Mützen (von denen meist mindestens eine weg ist) und Schals. Vielleicht sollte ich auf dem Handy einen Countdown stellen, mit einem Klingelton am Ende, als Anreiz, ob wir es bis dahin schaffen? Nach dem Motto: wir alle gemeinsam gegen die Uhr (so wie beim Mini-Obstgartenspiel, bloß dass wir da alle gegen den kleinen Raben kämpfen. Klappt gut, die Jungs lieben es). Vielleicht sollte ich außer den Klamotten oben im Schlafzimmer, abends auch die Mützen und Schals unten im Flur zurechtlegen? Vielleicht würde das nochmal wertvolle fünf Minuten einsparen (und zwei Hände voll Nerven). Wie macht ihr denn das?

Habt ihr noch Tipps, damit es morgens runder läuft? Und: Wie viel Zeit braucht ihr am Morgen?

32 Kommentar zu “Dienstags-Diskussion: Wie viel Zeit braucht ihr am Morgen?

  1. Penny on 17. Januar 2017 at 09:27 geschrieben

    Also, richtig gute Tipps habe ich auch nicht, denn die Schulkindtochter trödelt einfach immer. Aber bei uns hilft: erst wenn du gewaschen und angezogen bist gibt’s Frühstück ( da sie in den letzten 3 Monaten 4 cm gewachsen ist, kann man sich den Nahrungsbedarf ungefähr vorstellen.). Und: statt Handyklingelton einen Lieblingssong einstellen, wenn das Lied vorbei ist (ich nehme meistens 3 Minuten Songs) muss alles angezogen sein. Klappt mit kurzen Punksongs auch für Schuhe, Mütze, Schal, Handschuhe, Jacke. Diese Sachen muss sie sich selbst rausholen, aber sie ist ja auch schon ein Schulkind. Sie freut sich immer, wenn sie noch vor Ende des Liedes fertig ist. Ich glaube, es ist einfach so: mit Kindern, die (habe ich den Eindruck) einfach überhaupt kein Gefühl für Zeit haben, wird es morgens stressig, egal, wie früh man aufsteht (weil dann bleibt ja mehr Zeit um noch was zu basteln oder zu malen, oder sich noch mal im Spiegel anzuschauen…). Ich denke mir oft: na gut, wenn sie zu spät kommt, dann ist es eben so (ja, ich hab gut reden, die 150 m kann sie alleine laufen). Aber gerade heute morgen habe ich gesagt: Oh Gott, und das geht die nächsten 12 Jahre so weiter (ich hab nicht dran gedacht, dass der zweijährige ja auch irgendwann in die Schule kommt…) Also, hang in there, es ist halt so. Übrigens musste ich gleich Sachen bei WeAreSmall bestellen. Sooooo süß! Danke für den Tipp! Alles Liebe Penny

    • Claudia on 19. Januar 2017 at 14:43 geschrieben

      Liebe Penny, die Idee mit dem Anzieh-Song mops ich mir gleich für morgen. Die finde ich super!
      Danke dafür und liebste Grüße,
      Claudi

      • Bettina on 21. Januar 2017 at 03:20 geschrieben

        Mir geht es morgens ganz genauso morgens, wobei der größte Zeitverlust beim Anziehen herrscht. Ich hab manchmal gute Erfahrungen mit runter zählen bzw. Countdowns in verschiedenen Arten.

  2. Nina on 17. Januar 2017 at 10:10 geschrieben

    Guten Morgen!
    Lieblingssong beim Anziehen einstellen ist ja eine gute Idee! Das übernehme ich. Bei uns läuft das Anziehen/Waschen der Jungs besser, wenn wir Zeit (15-20 Min) Zeit haben, vorher in Ruhe Milch und Kaffee zu trinken. Aber wir stehen auch zwei Stunden vor Abflug auf, damit alles in Ruhe abläuft und wir noch Zeit für ein Buch/ Last- minute-Windel-Wechsel haben. Einen schönen Tag wünscht Nina

    • Claudia on 19. Januar 2017 at 14:42 geschrieben

      Lieblingssong ist eine super Idee. Eigentlich. Leider sind wir morgens alle etwas morgenmuffelig. Aber dann vielleicht grade mit Musik, oder?
      Wird ausprobiert.

      Claudi

      • Penny on 22. Januar 2017 at 19:13 geschrieben

        Freut mich, dass Dir der Tippe gefällt! Echt! Es ist tatsächlich so, dass man auch bei Songs rumschreien kann/muss, aber ganz oft müssen wir auch alle lachen, weil sie dann so super hektisch wird, und wir helfen müssen, und der 2. Handschuh doch nicht da ist und wir müssen doch unbedingt vor Ende des Songs fertig sein…ich finde, es macht den Morgen oft schöner. Viel Spaß damit! (Falls die Kinder Madagascar gesehen haben: I like to move it motiviert extrem ;-))
        Alles Liebe

        Penny

  3. Mel on 17. Januar 2017 at 10:25 geschrieben

    Hallo Claudi,

    wir planen auch 2 Stunden ein, damit alle Eventualitäten mit abgepuffert werden. Nein der Pulli kratzt, ich will nicht Zähne putzen, oh du hast dich wieder ausgezogen, warum?, wo ist der Schal den jetzt ( auch wenn ich alles zurechtlege), Mist Wasserflasche oben vergessen, oh schön du willst jetzt schon dein frühstück für die Kita essen, wo hab ich meine Brille, handy etc jetzt hingelegt, nein die Puppe kommt heute nicht mit, ok dann nimm die puppe mit. ja die puppe kann auch was anziehen, es gibt jetzt keine Chips einself!!!, ja ihr könnt schon rausgehen aber nicht schreien, warum schreit ihr denn jetzt draussen, moment Mama muss noch auf toilette, nein heute kannst Du nicht vorne sitzen, die Tür ist eingefroren und wir nehmen noch deine Freundin heute mit…. und so weiter, egal wieviel abends schon vorbereitet ist. Aber sonst klappt es gut 🙂

  4. Tina on 17. Januar 2017 at 11:00 geschrieben

    Huhu. Ähnliches hier auch jeden Morgen. Etwas besser klappt es, wenn wir erst frühstücken, dann ins Bad gehen und beide Anziehen zusammen legen. Irgendwie bin ich dann geduldiger und kreativer als bei zwei getrennten nervigen Situationen. Und die frischen Sachen bekommen nicht direkt ne Ladung Müsli ab 😉
    Grundsätzlich glaube ich aber dass es keine guten Lösungen gibt. Sondern nur ein ständiges situatives Suchen nach Aktuell passenden kreativen Lösungen. (Die Erkenntnis hat mir viel Druck genommen)

    • Claudia on 19. Januar 2017 at 14:40 geschrieben

      Mmh, oh ja, das mit dem Müsli ist hier auch ein Problem. Ich reibe jeden zweiten Morgen mit einem nassen Lappen an irgendeinem herum ; )
      Dein Motto rund um die kreativen Lösungen finde ich super!

  5. Wow! Ich finde das echt bewundernswert wie du das machst! Mit 3 Kindern!! Es ist jetzt 11 und wir haben gerade mal die Kinder angezogen, gefrühstückt und inhaliert (Erkältung 😞). Ich bin selbst noch im Schlafanzug 😅 Habe mich gerade eben im Bad gefragt wie ich das machen soll wenn ich wieder arbeiten gehe!?
    Ich meine, wann räumt ihr dann die Küche auf oder legt selbst Make-up auf?
    Ich ziehe meinen Hut vor euch und genieße die letzten Monate Stay-at-Home-Mom Dasein 😊

    • Claudia on 19. Januar 2017 at 14:38 geschrieben

      Oh ja, genieß es. Aber ich kann dich beruhigen. Irgendwie klappt es immer.
      Obwohl ich ganz ehrlich die Frühstückssachen oft erst mittags aufräume…

      Alles Liebe,
      Claudi

  6. Julia on 17. Januar 2017 at 11:29 geschrieben

    Dieser Beitrag kommt gerade zur rechten Zeit! Heute Morgen dachte ich wieder, wir sind die einzige Familie, die erst los kommt, nachdem unsere Quasselstrippen (6 und 4 + Baby) alles nur nach mehrmaligem Erinnern machen (Anziehen, Essen, Zähne putzen, wieder Anziehen…). Wenn ich mit unseren drei alleine bin, klappt es oft besser als mit Papa, weil ich dann alles komplett vorbereitet habe, bevor ich die Kids wecke. Dann kann ich mich auf die Kleinen konzentrieren und die Zeit im Auge behalten. Danke für den Anstoß, das wieder besser einzuhalten. Am besten klappt es, wenn die Großen ihre Sachen selbst vorbereiten, dann sind sie gedanklich mit dabei. Aber oft klappt das natürlich auch nicht.

    • Claudia on 19. Januar 2017 at 14:36 geschrieben

      Ja lustig, oder? Die Erfahrung habe ich auch gemacht. Zu zweit ist es zwar schöner, dauert aber irgendwie noch länger.
      Ein Hoch aufs Erinnern und ganz liebe, verständnisvolle Grüße,
      Claudi

  7. Cathrin on 17. Januar 2017 at 14:56 geschrieben

    Wir machen das komplett anders, allerdings sind meine beiden schon älter. Mir ist wichtig, dass ich eine halbe Stunde Vorlauf habe, zum Kaffeetrinken. Dann wecke ich um6:15 den grossen Sohn. Der geht ins Bad und zieht sich an, trinkt was und isst ein Brot. Dann geht er um 6:40 aus dem Haus. Der kleine Sohn ist acht und der bekommt morgens auch genau 25-30min., alles andere endet in der Katastrophe…essen, trinken, sich anziehen, ins Bad und aus dem Haus. Und das alles abseits von dort, wo gespielt wird. Denn sonst wird/wurde hier keiner fertig. Je knapper die Zeit, desto stressfreier geht das morgendliche Procedere bei uns. Das habe ich im Laufe der Jahre gemerkt. Ich mache das auch so, wenn ich Tageskinder zum Übernachten habe. Allerdings sind die eben auch alle über 6 Jahre alt. In einer halben Stunde kann man sich auch nicht soviel aufregen ;-), ist für alle besser. Aber eben meine Jungs sind 14 und 8.

    • Claudia on 19. Januar 2017 at 14:34 geschrieben

      Ich bin so gespannt, wie das dann bei uns wird.
      Danke für den möglichen Blick in die Zukunft.

      Alles Liebe,
      Claudi

      • Cathrin on 19. Januar 2017 at 18:47 geschrieben

        Und was bei uns das ganze noch entzerrt, ist natürlich, dass beide solo jeder für sich aufsteht. wenn meine beiden am Wochenende (oder ganz selten mal unter der Woche) gemeinsam zur gleichen Zeit fertig sein sollen, haben wir auch wirklich mehr Stress. Ich bin quasi exklusiv für jedes Kind da, was bei euch ja nicht wirklich möglich ist. Ausser du staffelst das Aufstehen. Meine Freundin macht das so. Sie weckt die Kinder 6:50 der erste, 7:15 der nächste und 7:39 der letzte, so kann sie jeden separat ein bisschen scheuchen. Allerdings sind die Kinder auch schon zwischen 8 und 14.

  8. anja on 17. Januar 2017 at 21:08 geschrieben

    Hallo Claudia.
    Wir haben morgen zu viert genau eine Stunde Zeit und es klappt so lala. Je mehr Zeit, desto trödeliger bin auch ich und das überträgt sich ratzfatz auf die Kinder. Ich bin seit einiger Zeit dazu übergegangen nachts keine Schlafanzugoberteile anzuziehen sondern direkt die frischen t- Shirts des kommenden Tages. Das spart Anziehzeit und Gequengel ala „kalt“ wenn man aus dem warmen Bett schlüpft.
    Viele Grüße
    Anja

  9. MotherOfThree on 17. Januar 2017 at 22:22 geschrieben

    Hihi, geht gar nicht bei uns! Es ist jeden Morgen wieder ein Abenteuer! Ich lege auch schon alles abends heraus, aber irgendetwas geht morgens immer schief…Kind 1 will gar nicht aufstehen, Kind 2 sitzt 20 Minuten auf dem Klo, Kind 3 kippt sich die Milch über oder verschluckt sich und spuckt die Milch in hohem Bogen über den Tisch und den Fußboden und das Müsli von Kind 1, das sich doch nach langem Zetern aus dem Bett geschält hat! Ich bin gespannt, wie es ab Sommer läuft, da kommt Kind 1 zur Schule…ich sehe schon schwarz für die erste Stunde oder das Zähneputzen oder das Brotschmieren oder mein MakeUp! Naja…mein Tipp an alle Büromamis…ich spare eine Viertelstunde, weil ich meinen ersten Kaffee genüsslich am Schreibtisch bei der Arbeit trinke und damit nach dem Kinder- in- den- Kindergarten- Karren erst einmal durchatme:-) ansonsten immer am Ball bleiben, mahnen, kurz ausrasten, wieder beruhigen, nochmal mahnen und immer so weiter…hihi…spätestens im Auto haben sich auch alle wieder lieb!

    • Claudia on 19. Januar 2017 at 14:33 geschrieben

      Oh ja, ich mache mir immer einen Café im To-Go-Becher. Wenn ich dann nach dem Morgen-Abenteuer alle in Schule und Kindergarten abgesetzt habe, drehe ich das Radio laut und trinke ihn. Genüsslich. An ganz schlimmen Tagen bleibt das Radio auch mal aus ; )

      Ganz liebe Grüße!

  10. Auch wir brauchen pro Kind (Junge, 6 Jahre & Mädchen 2 Jahre) etwa 30 Minuten, also eine Stunde, wobei ich selber meist ca 30 Min bis eine Stunde vor den Kindern aufstehe, weil ich gerne ein kleines bisschen Zeit nur für mich haben möchte fürs Bad und Frühstück vorbereiten und was sonst noch so ansteht, bevor es laut und munter wird.
    Auch ich hab‘ die Erfahrung gemacht, dass mehr Zeit alles nur komplizierter, stressiger und trödeliger macht, als das es hilft. Bei uns sollen beide Kinder zuerst ins Bad bevor es gemeinsam an den Frühstückstisch geht. Denn das ist die grössere Hürde und auch mir geht es so, dass ich oft am Ende doch selber die auf links gedrehte Hose wieder auf rechts drehe etc, weil ich irgendwann keine Lust mehr auf das Trödeln und Theater habe und erst recht nicht darauf, hinterher wieder hetzen zu müssen. Auch ich frage mich bei diesem Punkt immer wieder: Wie machen andere das, wie schaffe ich es ruhiger zu bleiben? Das Frühstücken geht mal so mal, aber relativ ok. Das Jacken etc anziehen, ist dann die nächste Hürde, genau wie bei Euch. Aber mir ist bei allem aufgefallen und ich weiß wirklich nicht ob es Zufall ist, oder ob das Klischee tatsächlich stimmen sollte: Meine Tochter trödelt weniger und ist mit anziehen etc schneller, obwohl sie erst 2 und damit 4 Jahre jünger als der Sohn ist. Alles in allem habe ich bei mir festgestellt: Wann immer ich unter Druck und in Eile bin, einen Plan habe, irgend etwas besonders ist, an diesen Tagen ist alles schlimmer und nichts funktioniert. Ich glaube, es liegt viel an der Stimmung.

    • Claudia on 19. Januar 2017 at 14:31 geschrieben

      Ich frage mich auch manchmal, warum es den einen Tag läuft, den anderen Tag nicht, obwohl an diesem vielleicht sogar alles ganz furchtbar organisiert war. So ist es wohl – und das ist wohl auch irgendwie das Schöne an Kindern. Niemals langweilig ; )

      Alles Liebe,
      Claudi

  11. Doro on 18. Januar 2017 at 11:49 geschrieben

    Wir haben früher auch rumgetrödelt, als meine 2 großen Kinder noch nicht zur Schule gingen. Jetzt sind sie 10, 8 und 5. Das heißt ich stehe um 6 Uhr auf, decke den Tisch, trinke in Ruhe eine Tasse Kaffee und dann müssen alle Jungs um 6.45 Uhr aufstehen. Um 7.30 Uhr müssen alle aus dem Haus aus. In den 45 Minuten sind alle angezogen, haben gefrühstückt, Pausenbrote sind geschmiert, Jacken, Mützen, … sind an. Manchmal bin ich danach auch völlig fertig, aber es wird immer besser. Wenn man immer die gleichen Dinge morgens macht bekommen auch die Kinder Routine und jeder weiß was er wann zu tun hat.
    Ich habe die Zeit früher genossen, als alles morgens noch etwas langsamer lief. Irgendwann muss es morgens Fluppen und dann funktioniert es auch.
    Liebe Grüße
    Doro

    • Claudia on 19. Januar 2017 at 14:28 geschrieben

      Liebe Doro, ich bin auch immer froh, wenn ich morgens allein Duschen kann, auch wenn ich die müde Meute dann aufwändig wecken muss.
      Und ich bin ja so gespannt, wie es wird, wenn sich hier irgendwann drei Teeniejungs mit uns vor der Dusche drängeln…
      Hi hi, oh weh,
      alles Liebe,
      Claudi

  12. Janine on 18. Januar 2017 at 19:09 geschrieben

    Huhu Claudi,
    kennst du zufällig Olle Hansen Gedichte von Künstler Peter T. Schulz? Die gibt es auf kleinen schönen Holzschildern und die meisten Sprüche sind einfach toll. Auf einem steht: Wer trödelt, hat mehr Zeit… Das finde ich passt zu morgendlichen Stunden mit Kindern. 🙂

    Nun zu uns, bei uns ist es sehr getaktet. Das wissen alle und es klappt auch gut. Wichtig ist mir, dass ich komplett fertig bin bevor die anderen aufstehen. Tricks brauche ich noch nicht. Kommt aber sicherlich noch auf mich zu.

    P.S.: mein liebstes Olle Hansen Gedicht ist: Hauptsache man zaubert gut!

    • Claudia on 19. Januar 2017 at 14:26 geschrieben

      Wer trödelt hat mehr Zeit – wunderbar. Das werde ich auf ein Holzstück schreiben und ins Kinderzimmer hängen.
      Herzlichst,
      Claudi

  13. sunshine on 18. Januar 2017 at 23:51 geschrieben

    Liebe Claudi,
    ich kenne das so gut…wir haben zwei Grundschulmädchen und einen Kindergartenjunge…und alle fünf morgens zusammen 1.15 vom Wecker klingeln bis zum Haus verlassen. Wir haben viel mit der Zeit und Reihenfolge gespielt und so passt es jetzt echt gut. Mehr Zeit endet in Trödelei, weniger in Hektik. Wir frühstücken inzwischen als erstes, dabei können alle in Ruhe wach werden, über den vor uns liegenden Tag sprechen etc., wir füllen die Brotdosen und eventuelle Müsliunfälle landen nicht auf auf den frischen Klamotten. Wir haben eine feste Zeitspanne fürs Frühstück, wer länger braucht darf natürlich noch weiter essen, ditzt dann aber allein in der Küche. Manchmal genießt eines Kinder absichtlich noch einen Moment für sich, manchmal auch einer von uns Großen;-)
    Danach gehts ins Bad und dann ziehen sich alle an. Die Klamotten legen wir auch abends schon raus (die Kinder suchen sich selbst aus, was sie anziehen möchten) und legen die über Nsvht auf für Heizung. Das erhöht die Bereitschaft, sich vom kuscheligen Schlafi zu trennen deutlich;-)
    Für mich ist tatsächlich das „komplette Vorbereiten“ total wichtig: Tisch decken, Brotdosen und Flaschen bereit stellen, Klamottenstapel und auch Jacken etc. vollständig zurecht legen… mich nervt zwar bisweilen das Gefühl, abends immer schon ein bisschen im „Morgen“ zu leben, aber es hat den Start in den Tag so viel leichter und harmonischer gemacht, dass sich das lohnt.
    Lieben Gruß und danke für deine tollen Artikel hier immer!

    • Claudia on 19. Januar 2017 at 14:25 geschrieben

      Oh das mit den warmen Klamotten auf der Heizung kenne ich von früher, das war wunderbar. Leider haben wir Fußbodenheizung, aber zum Glück ist unser Haus irgendwie immer warm. Vorbereiten ist wohl alles, da hast du Recht und das Allerschönste an den Ferien ist dann eigentlich, das dieses fiese Vorbereiten am Abend wegfällt. So entspannt.
      Ganz liebe Grüße,
      Claudi

  14. Christina on 19. Januar 2017 at 00:31 geschrieben

    😀 bei uns ist es morgens auch das totale Chaos.
    Ich habe schon so viel probiert.
    Erst frühstücken dann anziehen – klappt nicht, alle haben das „es ist Wochenende und wir können den ganzen Tag im Schlafi bleiben Gefühl“.
    Abends alles für morgens bereitlegen – das am Abend Ausgesuchte gefällt am Morgen nicht mehr…
    Musik, Hörspiel – lenkt zu sehr ab „Was soll ich nochmal machen?“ „Nur noch ein Lied“
    Hinzu kommen all die nervigen, aber im Rückblick irgendwie doch soooo lustigen Dinge: Ich will nicht das aufs Brot -ich will das (am Vortag genau umgekehrt), ich will Sandalen (Winter) Nein, die gefütterten Gummistiefel (Sommer), „Ich geh schon mal raus – Die Matsche ist ganz alleine auf meine Hose/mein Gesicht/meine Jacke gekommen.“
    Jeden morgen denke ich, dass die Nachbarn denken müssen, ich sei komplett verrückt, die Kinder außer Rand und Band und unser Timing grotten schlecht…
    Wenn Papa helfen kann, geht es etwas besser, vielleicht bin ich selbst zu morgenmuffelig…
    Wenn ich endlich im Job angekommen bin, bin ich schweißgebadet und fix und fertig, es könnte gefühlt auch schon 16 Uhr sein 😉
    Ich bin sooooo froh, dass es nicht nur bei uns so ist.
    Den Tipp, dass Shirt für den nächsten Tag schon abends im Bett anzuziehen, werde ich ausprobieren! Das klingt toll! Kann man evtl. auch schon abends die Zähne für morgens putzen?!

    Viele Grüße Christina

    • Claudia on 19. Januar 2017 at 14:23 geschrieben

      Liebe Christina, ha ha, das mit dem Schlafi-Ferien-Gefühl ich kann ich mir bildlich vorstellen. Ich habe zum Glück (noch) keine Diskussionen um Klamotten, so ein Glück.
      Man muss ja auch das Gute sehen, stimmts.
      Ganz liebe Grüße,
      Claudi

  15. Theresa on 19. Januar 2017 at 20:40 geschrieben

    Hihi, macht wirklich Spaß hier die ganzen „Guten Morgen-Geschichten“ zu lesen! Nicht dass es bei uns jeden Morgen entspannt liefe, aber einen heißen Tipp hab ich: Wir haben mehrere große, knallbunte Sanduhren unterschiedlicher Laufdauer (1 Minute, 5 Minuten, 10 Minuten, 15 Minuten), die meine Jungs unheimlich motivieren. Drehe ich die blaue Uhr um, sind sie meist ratzfatz angezogen (es sei denn der Pullover kratzt, die Strümpfe sind doof, die Unterhose rutscht…;-)) und mega stolz, wenn sie in der Zeit auch noch looocker geschafft haben auf’s Klo zu gehen! Eignen sich auch sonst super, wenn man z.B mal zehn oder fünfzehn ruhige Kaffee-, Dusch- oder Leseminuten aushandeln will, in denen kein Kind fragt, ob die zehn Minuten schon rum sind!

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