Dienstags-Diskussion: Gibt es einen Töchter-Vorteil in Sachen Enkelkindern?

Mrz
27/18

Normalerweise ist es bei uns kein Thema mehr, dieses vier Jungs-Ding. Nachdem ich eine Weile wirklich traurig war, dass ich keine Tochter habe, ist es jetzt wie es ist. Und es ist gut. Sehr gut. Tatsächlich denke ich überhaupt kein bisschen darüber nach im Alltag. Denke nicht, dass ich vier Söhne habe, sondern, dass ich vier Kinder habe. Alle komplett unterschiedlich. Und ich würde keinen von ihnen gegen ein Dutzend Mädchen eintauschen…
Jungsmama, Söhne, Schwiegermutter
Doch gestern morgen, bei meiner Online-Zeitung- und Kaffee-Halbenstunde, war da plötzlich seit langer Zeit mal wieder ein Moment, der mich nachdenklich gemacht hat. Ich nenne ihn jetzt mal einen „Gilmore-Girls-Moment“, also ein kurzer Anflug von Enttäuschung, weil mir etwas eingefallen ist, was eben doch nur mit einer Tochter geht. Kichernd in rosa Pyjamas mit Gesichtsmaske Fußnägel lackieren zum Beispiel. (Habe keinen rosa Pyjama und keine pinken Fußnägel. Aber egal.)

Dieses Mal ging es um etwas wirklich wichtiges, ich hatte ich in der New York Times über den „Maternal Grandparent Advantage“ gelesen. Der besagt, dass Töchter ein besseres Verhältnis zu ihren Eltern haben, sie öfter sehen und die Eltern daher später auch mehr Zeit mit den Kindern von Töchtern verbringen als mit denen von Söhnen.

Ein Grund dafür könnte sein, dass es in den allermeisten Familien die Frauen sind, die Verabredungen und Urlaube organisieren, Einladungen zu- oder absagen und Geschenke planen. Frauen sind in der Regel aktiver im darin, Beziehungen zu pflegen, hat man also eine Mutter und eine Tochter, wird von zwei Seiten aktiver an der Beziehung gearbeitet.

Wie ist es bei Söhnen? Eine große Rolle spielt hier laut Times-Artikel die Frau an der Seite des Sohnes. Sie ist es, von der die Beziehung zu Eltern und Enkeln abhängt. Ich habe eine ganze Weile deprimiert darüber nachgedacht. War alles, was ich tun konnte, also bloß Daumendrücken für willige Schwiegertöchter?

Ein bisschen versöhnt hat mich, dass der NYT-Artikel noch andere Gründe für regelmäßige und gute familiäre Beziehungen aufzeigt: ganz simple, wie räumliche Nähe zum Beispiel, die Arbeitssituation von Eltern und Großeltern und auch Geld. Wer finanziell gut da steht, kann räumliche Trennungen öfter für Besuche überwinden. Dann ein neuer Stich in der Magengegend: Im Artikel wird Doktor Arthur Kornhaber zitiert, ein amerikanischer Kinderpsychologe, der betont, dass „die Bindung zwischen einer Frau und ihrer Mutter tatsächlich besonders tief ist, das sei einfach menschlich.“ Aber auch sagt, dass er nicht ausschließe, dass das ein kultureller und kein biologischer Fakt sei. Sprich: mit viel Liebe und aufgebrochenen Geschlechterstereotypen könnte sich das ändern.

Dr. Kornhaber nutzt für Familie das Bild einer Pyramide. Unten eine breite, feste Basis der Großelterngeneration, darüber die junge Familie und die Enkel. Je fester die Basis unten sei, sprich je liebevoller und verständnisvoller die Großeltern mit den Jungen umgingen, sie schätzten, stärkten und unterstützten, desto kräftiger stehe die Familienpyramide da. Desto vertrauter sei der Umgang der Menschen darin miteinander. Ich mag das Bild. Ich mag gern in die Basis investieren und so an eine gute Beziehung zu meinen Kindern (und hoffentlich auch Enkelkindern) glauben.

Zu guter Letzt ist mir meine eigene Familie eingefallen. Ich musste kurz lachen, über all meine trüben Gedanken – manchmal sieht man ja den Wald vor lauter Bäumen nicht. Wir wohnen schließlich direkt neben meinen Schwiegereltern, meine Schwiegermutter sieht unsere Kinder allein aus räumlichen und zeitlichen Gründen viel häufiger als meine Mutter. Der Grund dafür: reiner Zufall. Aber: Meine Schwiegermutter hat auch fantastisch gearbeitet an der Basis, mein Mann schwärmt heute noch davon, wie er als Sechzehnjähriger mit seiner Mama abends oft draußen saß, mit einem Glas Wein und einem winzigen Schluck Wein und sie sich stundenlang unterhalten haben. Mein Mann macht bei uns übrigens mindestens genauso viele Verabredungen mit Freunden und Familie aus wie ich. Und er telefoniert viel lieber.

Schön, dass heute alles möglich ist.

Was denkt ihr darüber? Gibt es einen Töchtervorteil im Bezug auf Enkel? Glaubt ihr, dass die meisten Mädchenmütter ihre Enkel öfter sehen? Wie leicht fällt euch der Umgang mit eurer Schwiegermutter? Und zu welchen Eltern habt ihr mehr Kontakt?

Ich hoffe auf eine spannende Dienstags-Diskussion,
alles Liebe,

37 Kommentar zu “Dienstags-Diskussion: Gibt es einen Töchter-Vorteil in Sachen Enkelkindern?

  1. Kathi H. on 27. März 2018 at 09:50 geschrieben

    Hallo Claudi,
    spannende Frage!
    Mein Verhältnis zu meiner Mutter ist für mich anstrengender als das zu meiner Schwiegermutter. Ich bin gern bei meinen Schwiegereltern, ich mag wie sie mit den Kindern umgehen und ich kann dort gut entspannen. Bei meiner Mutter regen mich häufig doch die Dinge auf, die mich schon immer aufgeregt haben.
    Meine Schwiegereltern haben zu den Kindern ihrer Söhne und ihrer Tochter ein gleich enges Verhältnis. Es wird aber sicher bestimmt durch die Distanz und vielleicht auch durch den Partner.
    Also ich glaube, es kommt sehr auf das Verhältnis zu den eigenen Kindern und deren Partnern an, wie viel Nähe man zu den Enkeln hat. Das Geschlecht ist eher nachrangig.
    Liebe Grüße!

  2. Steffi on 27. März 2018 at 09:58 geschrieben

    Liebe Claudia,
    also meine Kinder sehen meine Schwiegereltern deutlich öfter als meine Eltern. Ich habe auch ein besseres Verhältnis zu meiner Schwiegermutter als zu meiner eigenen Mutter.
    Liebe Grüße
    Steffi

  3. Mareike on 27. März 2018 at 09:58 geschrieben

    Ähnliche „Ängste“ hatte ich auch, als wir erfahren haben, dass unser zweites Kind auch ein Junge wird. Aber dann, nach ein bisschen Trauer (ich glaube, die meisten Frauen wünschen sich irgendwie tief drin ein Mädchen) war ich wirklich froh. Besonders fürr unseren ersten Sohn (ich denke, gleichgeschlechtliche Geschwister haben oft eine andere,tiefere Beziehung, weil sich das Leben und viele Umstände einfach ähnlicher ist). Und dann hab ich einfach mal an unsre Eltern gedacht – meine Schwiegermutter hat eine viel tiefere Verbindung zu unserem Sohn, obwohl sie weiter weg wohnt. Aber sie bemüht sich mehr, interessiert sich mehr und auch ihr Verhältnis zu ihrem Sohn ist ein ganz anderes als meins zu meinen Eltern. Es ist also alles möglich, wenn alle Seiten daran gut arbeiten. Auch wenn man „nur“ Jungs kann (danke an meine Nachbarin für diesen doofen Spruch 😉 )
    Liebe Grüße!

  4. Mary Lou on 27. März 2018 at 10:06 geschrieben

    Ich habe davon auch schon gehört und denke in gewisser Weise ist da auch was dran. Töchter orientieren sich eher an ihrer eigenen Familie als an die Schwiegerfamilie, aber eben nicht immer. Bei meinem Bruder ist es schon eher so, er ist nicht derjenige der super oft Kontakt sucht und wohnt auch nicht direkt in unserer Nähe. Bei meinem Mann ist es aber andersrum, er hat teilweise mehr Kontakt zu seiner Mutter als seine beiden Schwestern. Alle Großeltern unserer Kinder bemühen sich aktiv um die Teilhabe am Leben ihrer Enkel. Meist mache ich zwar Termine aus, aber ebenso mit der Schwiegerfamilie. Ich denke also es gibt solche und solche Fälle, wie immer im Leben 🙂

  5. Miri on 27. März 2018 at 10:10 geschrieben

    Moin Moin 😉 also meine persönliche Erfahrung bestätigt den Artikel eher. Aber ich habe auch eine sehr fürsorgliche Mutter, fast könnte man sagen es fehlt ein bisschen (innere) Distanz. Meine Schwiegermutter ist seit noch nicht so langer Zeit Single und ist reichlich egozentrisch. Früher hatten wir beide ein gutes Verhältnis und sie hat mich manchmal als „die Tochter, die ich nie hatte“ bezeichnet. Wenn sie jetzt kommt ist es eher eine Mehrbelastung und ich empfinde ihr Interesse als oberflächlich. Besprechen kann ich das mit ihr nicht, auch mein Mann bespricht seine Probleme ja nicht mit ihr. Meinen Schwiegervater fand ich zwischenzeitlich auch sehr schwierig aber er stellt sich jetzt auf uns ein, versucht uns zu entlasten. Dazu muss ich sagen, dass alle Großeltern etwa 2 Autofahrstunden entfernt wohnen. Meine Eltern sehe ich öfter aber das liegt wirklich nicht nur an mir. Es wird also sehr darauf ankommen wie du dich verhältst, davon bin ich überzeugt!
    Viele Grüße

  6. Vica on 27. März 2018 at 10:22 geschrieben

    Liebe Claudi,
    du sprichst mir aus der Seele. Ich habe drei kleine Jungs. Dass ich insgeheim zwar mindestens ein Mädchen wollte stimmt absolut, dass ich aber super gemacht bin für wildes Bäumeklettern, Fussballschlachten und am liebsten bei jedem Wetter draußen Feuer machen, stimmt noch mehr. Nicht, dass meine potentiellen Mädchen das nicht auch gerne gemacht hätten, aber wer weiß das schon… Ich bin rundum glücklich so wie es ist. Aber manchmal denke ich über genau dieses Zunkunfts-Mütter-Töchter-Ding nach. Und nach einigen Momenten des Zweifels habe ich aber inzwischen beschlossen, dass ich diese Nähe zu meinen zukünftigen Schwiegertöchtern (oder vielleicht auch Schwiegersöhnen, wer weiß das schon)einafch wett machen werde! Durch unfassbare Liebenswürdigkeit, Offenheit, Abenteuerlust und vorallem ohne Besserwisser-Neigungen. Letzteres haben nämlich die viele Mütter, egal ob angeheiratet oder nicht. Mal sehen, ob mein Zukunfts-Ich das so galant hinbekommt…aber ich werde es versuchen. Und der Rest wird einfach von selbst gut werden. Liebe Grüße!

    • anne on 27. März 2018 at 19:28 geschrieben

      wow wow wow!!! du sprichst mir aus dem herzen und rührst mich ungemein! so wünsche ich mir das auch (ich hab auch 3 jungs & diese ängste…). tolle vorsätze! ich bin dabei!

    • Meisenleben on 31. März 2018 at 11:25 geschrieben

      Liebe Vica,

      ganz genauso ist es bei mir 🙂 Du schreibst mir aus der Seele. Leider habe ich kein besonderes Verhältnis zu meiner Schwiegermutter. Ich werde alles dafür tun, dass das später bei mir anders ist.

      Liebe Grüße

      Alex.

  7. Annika on 27. März 2018 at 10:28 geschrieben

    Ach, ich glaube, das hat überhaupt nichts mit Sohn oder Tochter zu tun…unsere Eltern wohnen beide gleich weit weg und wir sehen meine Schwiegereltern öfter, einfach weil die uns öfter aktiv einladen und uns auch häufiger besuchen – da ist es übrigens meist der Opa, der sagt „Wir wollen euch besuchen, habt ihr dann und dann Zeit?“…
    Und zum Thema besonders enges Verhältnis zwischen Mutter und Tochter: Joa, ich hab aber auch mal gelesen, dass das die konfliktreichste Verbindung innerhalb einer Familie ist und kann das bei uns auf beiden Seiten (Schwester meines Mannes und bei mir selbst) so bestätigen.
    Mein Plan: Ein so gutes Verhältnis zu meinem Sohn haben, dass wir immer von beiden Seiten froh sind, Zeit miteinander zu verbringen…und die Schwiegertochter herzlich in die Familie aufnehmen (aber wehe, bloß nicht früher als in 25 Jahren!!!). ;-)))

    • Luise on 28. März 2018 at 09:56 geschrieben

      Yes!! Ich glaube nämlich auch, dass es nix damit zu tun hat, ob man nun Söhne oder Töchter hat. Wir sind vier Kinder, wir zwei Töchter sind die einzigen, die die nähere Umgebung unserer Eltern verlassen haben. Die Söhne wohnen sehr nah, haben beide noch Hausschlüssel und kommen oft zu Besuch, auch einfach mal so, um zu quatschen oder einen Kaffee zu trinken. Ich glaub also auch, dass es mehr Charakterveranlagung ist, ob und wie nah man der Familie sein will. Und klar, wenn man von Angang an eine gute und positive Beziehung gestaltet, dann hat man da eh bessere „Chancen“, denke ich. Egal, ob Sohn oder Tochter.

  8. Regina on 27. März 2018 at 11:07 geschrieben

    Hallo Claudia,
    ich schreibe mal was aus der Schwiegermutter-Oma-Perspektive. Unsere Schwiegertochter hat eine engere Beziehung zu ihrer Mutter. Sie telefonieren fast täglich miteinander. (Ich muss aber auch sagen, dass ich keine Mama bin, die täglich mit ihren Kindern telefonieren würde. Das ist nicht meins.) Aber unsere Beziehung ist noch am Anfang und ich muss daran arbeiten. Als wir erfuhren, dass wir Großeltern werden, wussten es die anderen Großeltern schon einige Wochen. Das hat mich schon sehr getroffen und ich brauchte einige Zeit, dass unter die Füße zu bekommen. Und ich merke selbst, wie sensibel ich manchmal reagiere, wenn ich merke, dass mit der anderen Seite schon alles abgesprochen wurde und wir erst dann zum Zug kommen. Das liegt allerdings manchmal oder meist daran, dass unser Sohn kein kommunikativer Typ ist und erst alles auf den letzten Drücker klärt. Aber ich möchte mich bemühen, nicht die beleidigte Leberwurst zu sein und mich immer wieder auf den Weg machen.
    In meiner Familie ist es auch so, dass meine Tante vier Jungs hat und ihr Leben lang bedauert, keine Töchter zu haben. Das hört man immer wieder raus, auch meiner Mutter gegenüber (‚ja, du hast ja auch Töchter‘).
    Das war für mich immer so das Beispiel, wie ich es nicht haben/sein wollte. Natürlich hat man das Geschlecht der Kinder nicht in der Hand. Als ich mit dem dritten Kind schwanger war, wussten wir bis zur Geburt nicht, was es wird. Ich wollte mich bewußt auf einen Jungen einstellen, weil ich nicht ‚enttäuscht‘ sein wollte, sondern mich von Herzen freuen wollte. Da gab es auch von außen oft Kommentare dazu (und jetzt noch ein Mädchen). Da hätte ich die Krise bekommen können!!!! Letzendlich haben wir erst zwei Jungs, dann zwei Mädchen bekommen. Nur unser ältester Sohn ist bisher verheiratet, alle anderen noch ohne feste Beziehung. Das wird noch spannend in den nächsten Jahren! 😉

  9. Shirin Hamdan on 27. März 2018 at 11:56 geschrieben

    Liebe Claudia, ich kenne deine Gedanken sehr gut (Mama von 2 Jungs). Ich war zeitweise auch traurig und zwar genau aus dem gleichen Grund. Aber mir ist klar geworden dass das Quatsch ist. Vielleicht hätten unsere Töchter ja gar keine Kinder bekommen oder hätten sich in einen Australier verliebt und dann auch dorthin gezogen. Zu SEINER Familie. Es spielen so viele Faktoren rein…..Es ist alles Zufall und Schicksal und Glück. Ich bin mir sicher bei 4 Kindern wirst du dich später nach Enkelfreien Wochenenden sehnen;-))))
    Alles Liebe

  10. E on 27. März 2018 at 12:13 geschrieben

    Liebe Claudia, meiner Erfahrung nach ist schon etwas dran – was mich als Mama von drei Söhnen mitunter auch etwas beunruhigt. Andererseits denke ich dass es stark von den beteiligten Persönlichkeiten abhängt, wie oft und gern man sich sieht. Die Frauen als Kontaktpersonen spielen da sicherlich eine große Rolle. Und die Frage, wie die beiden Generationen das Verhältnis von Nähe und Distanz miteinander ausloten können. Aber gleichzeitig erlebe ich meine Kinder schon jetzt als so unterschiedlich dass ich sicher bin, das ganze Leben lang von ihnen überrascht zu werden. Das macht mich zuversichtlich. Und hej… so gemütlich wie es bei euch immer aussieht kommen die sie später sicher gern mit ihrer Bande zum freitäglichen Heimkino 😉 Liebe Grüße! E

  11. Henriette on 27. März 2018 at 12:13 geschrieben

    Liebe Claudi,als Mami von drei (und ab August dann vier) Söhnen sind mir Deine Gedanken sehr vertraut. In der Gewissheit, dass es wohl sehr wahrscheinlich bei unseren vier Söhnen bleiben wird, verunsichern mich derlei Artikel auch ein wenig. Aber am Ende des Tages vertraue ich auf die feste Bindung zu unseren Kindern. Und auch wenn ich mir im hintersten Winkel meines Herzens schon ein bisschen eine Tochter gewünscht habe, so gibt es auch die Momente, in denen ich es sehr genieße, „nur“ eine Jungsmami zu sein: weniger Drama, mehr klare Ansagen und einfach für mich als Frau ein teilweise ganz anderer Blick auf die Welt. Die Beziehung zu unseren Kindern und Enkelkindern ist für mich letztlich eine Frage der Liebe, Fürsorge und inneren Einstellung.

  12. Interessante Gedanken! Ich glaube ja, es liegt vor allem daran, wie die Großeltern mit den Enkeln umgehen. Ob sie einen Draht zu Kindern haben. Mit ihnen rumalbern und Quatsch machen. Sie liebevoll in den Arm nehmen. Oder ob sie eher distanziert sind. Und selbst die räumliche Distanz kann dadurch zweitrangig werden. Auch wer weiter weg wohnt, aber die Zeit, die er mit den Enkeln verbringt intensiver verbringt, hat ein innigeres Verhältnis zu ihnen (so geschehn in meiner Kindheit mit den Eltern meines Vaters) 🙂

  13. Bei uns ist die Theorie des Artikels total erfüllt, was aber auch an mehreren Faktoren liegt. Zunächst wohnen wir mit beiden Großelternpaaren im selben Ort und die Entfernung zu beiden ist etwa gleich. Beste Voraussetzungen also. Aber mein Verhältnis zu meinen Eltern ist deutlich enger als das Verhältnis meines Mannes zu seinen Eltern. Meine Eltern sind sehr warmherzige Menschen, bei meinen Schwiegereltern geht es deutlich kühler und sachlicher zu. Es herrscht eine ganz andere Atmosphäre und somit habe ich keinen Drang alleine zu ihnen zu fahren und für meinen Mann sind die Besuche auch eher Pflicht. Um im Bild zu bleiben: die Basis unserer Pyramide ist einseitig ziemlich fest, einseitig doch recht wackelig.
    Trotzdem glaube ich nicht, dass es so sein muss und dass auch eine Jungsmama engen Kontakt zu den Enkeln haben kann, aber das Verhältnis zur Schwiegertochter ist da schon ein entscheidender Faktor, denn in den meisten Fällen verbringen die doch immer noch die meiste Zeit mit den Enkeln.

  14. Julika on 27. März 2018 at 12:36 geschrieben

    Ich habe gerade meinen zweiten Sohn bekommen (einen Tjelle😉) und genau darüber habe ich schon öfter nachgedacht. Mein Mann hat eher ein schwieriges Verhältnis zu seiner Mutter. Und obwohl sie sehr bemüht ist und die Kinder sie sehr lieben, meine Eltern sehen ihre Enkel viel öfter, einfach weil ich mehr den Kontakt zu meinen Eltern pflege. Ich hoffe sehr, dass es mir in 30 Jahren anders ergeht…

  15. Julia on 27. März 2018 at 12:38 geschrieben

    Wir haben auch 4 Söhne und tatsächlich war dieses Thema bisher meine einzige Sorge diesbezüglich! Ich denke schon, dass es in der Regel stimmt, dass Töchter zu ihren eigenen Müttern eine engere Beziehung haben als zu ohrenbetäubend Schwiegermüttern und an den Töchtern hängen in der Regrl die (Enkel)Kinder. ABER: Ich hab mir vorgenommen, eine ganz besonders tolle Schwiegermutter zu werden 😜! Vielleicht hilft das!!!

  16. mixmax on 27. März 2018 at 12:40 geschrieben

    Also ich denke man darf auch simple soziale Gegebenheiten nicht außen vor lassen: Wer übernimmt hauptsächlich die Kinderbetreuung und hat mehr freie Zeit zur Verfügung? Die Mütter (ist eben immernoch so). Und wenn ich Zeit habe, mit wem verbringe ich die gern? Mit Leuten, die mir nahestehen, zB der Familie. Und wenn man sich eben mit den eigenen Eltern gut versteht, geht man, sofern dies möglich ist entfernungstechnisch, eher zu ihnen. Mir geht das gleich, auch weil man sich durch Kinder meist den eigenen Eltern nochmal annähert. Wenn ich frei habe, gehe ich eher zu meiner Familie, einfach weil es mein Zuhause ist, weil ich gern Zeit mit ihnen verbringe. Wenn mein Mann die Kinder hauptsächlich betreuen würde, würde er sicher eher zu seinen Eltern gehen. Ich glaube diese tatsache verstärkt den evtl. vorhandenen Effekt noch, wobei ich auch glaube, dass geschlechtsunabhängig das Verhältnis zwischen Eltern und Großeltern eine Rolle spielt, weniger die Geschlechtskonstellation…

  17. Christiane on 27. März 2018 at 12:44 geschrieben

    Hallo , ich bin die Schwiegermutter der Mutter.
    Hatte große Angst davor bei meiner Enkelin nicht aktiv sein zu dürfen .Alles unbegründet , meine Schwiegertochter hat es mir immer leicht gemacht. Vielleicht liegt es auch daran wie das Verhältnis zu der Schwiegertochter ist .Ich denke unser ist entspannt.

  18. Anja on 27. März 2018 at 12:46 geschrieben

    Hi Claudi, als meine Schwägerin kürzlich ein Kind bekam, hat meine Schwiegermutter (die sich tatsächlich nur recht wenig um unsere drei Racker kümmert) mir tatsächlich gesagt, dass sie sich dem Sohn ihrer Tochter näher fühlt, als meinen Söhnen, weil „man sich Töchtern und ihrem Schicksal einfach näher fühlt“. Tja. War kein schöner Moment für mich. Aber ich hoffe sehr, dass meine Söhne als erwachsene Männer ein so gutes Verhältnis zu mir haben (und so nette Partner/-innen) auswählen, dass ich auch eine enge Beziehung zu meinen Enkeln haben darf. Ich glaube daran und hoffe, dass es an mir lieg! LG Anja

  19. Mone on 27. März 2018 at 13:05 geschrieben

    Liebe Claudia,
    Ich denke, dass da ganz viel dran ist!
    In meinem Umfeld ist es auf jeden Fall so. Es gibt natürlich hier auch Ausnahmen, aber diese bestätigen nur die Regel…
    Mein Bruder und ich, wir haben beide Kinder. Meine Kinder sehen meine Eltern sehr oft, bei meinem Bruder sind es seine Schwiegereltern.
    Vielleicht ist es anders, wenn man nur Söhne hat… und ja, die Basis ist auf jeden Fall mitentscheidend. Wobei wir beide wirklich von meinen Eltern die beste und liebevollste Basis mitbekommen haben!
    Wir werden es sehen… wenn wir Enkel bekommen…

  20. Vik on 27. März 2018 at 13:48 geschrieben

    Was für ein spannender Artikel. Ich bin Russlands- deutsche. Die beiden Väter meiner 3 Jungs sind deutsche. Ich bin mit zwei Brüdern aufgewachsen und kann sagen, dass ich zwar den meisten Kontakt zu meiner Mutter habe, aber einen ganz besonderen speziellen Bezug zu meinem Vater habe. Ich glaube der Psychologe hat recht, dass viel auch von den sxhwiegertöchtern abhängt. Bei der Trennung vom Vater meines ersten Kindes lag es an mir den Kontakt zu den Großeltern bei zu behalten. Die Großeltern haben mit mir Kontakt gehalten und haben über mich und nicjh über ihren Sohn Verabredungen mit ihrem Enkelkind ausgemacht. So liebevolle Großeltern. Jetzt sehe ich, dass die jetzige Schwiegertochter einfach anders tickt als ich und sie die anderen Enkelkinder sehr viel seltener sehen, obwohl sie im gleichen Dorf leben. Und ich kann bestätigen, dass die meisten Verabredungen die Frau trifft und vielleicht sogar ein kulturelles Ding ist. Mein Mann und auch der Vater des 1 Kindes haben sehr viel weniger Kontakt zu ihren Eltern als ich und auch meine Brüder zu unseren Eltern. Mein Bruder der ebenfalls zwei Kinder hat sieht und hört unsere Eltern genau so häufig wie ich bzw. Meine Jungs. Mein Mann hat da wesentlich weniger Kontakt und am Anfang habe ich mich bemüht Treffen mit meiner Schwiegermutter aus zu machen. Habe es aber aufgegeben und wir sehen uns tatsächlich nur zu Feierlichkeiten. Zu meinem Schwiegervater dagegen, obwohl 230km entfernt habe ich regelmäßigerem Kontakt als mein Mann. Also alles in allem läuft es tatsächlich auf mich hinaus, wird mir gerade klar. Und gleichzeitig sehe, dass es bei meinen Brüdern anders läuft. Also vielleicht tatsächlich Kultur und Erziehung.

  21. Sina on 27. März 2018 at 14:39 geschrieben

    Hallo, Danke – interessanter Artikel, interessante Fragen!
    Bei mir und meinen Geschwistern stimmt es (leider) total. Aber: auch mit den Eltern meines Mannes verbringen wir viel Zeit, weil sie unglaublich viel dafür tun, trotz großer räumlicher Entfernung oft mit uns und den Enkeln zusammen sein zu können. Von uns aus hätten wir das nicht unbedingt angefangen, aber seit einigen Jahren verbringen wir einen Teil unseres Sommers bei ihnen und inzwischen weiß ich diese Zeit sehr zu schätzen. Selten erlebe ich meine Schwiegermutter so entspannt, wir tauschen uns aus, experimentieren zusammen in der Küche und ich lerne sie von Jahr zu Jahr besser kennen. Hätte ich mir vor einigen Jahren nicht vorstellen können!
    Ich denke, die sozialen Rollen und Zuständigkeiten für die Beziehungsflege spielen tatsächlich eine große Rolle. Aber wie du sagst: das kann alles auch von Männern gelebt werden – wenn wir Frauen nicht auf unserer althergebrachten Zuständigkeit hocken bleiben 😉 Da gehört nämlich auch was dazu, die Hoheit über diesen Bereich aufzugeben.
    Lieben Gruß! Sina

  22. Carolin on 27. März 2018 at 14:54 geschrieben

    Hi Claudia,
    Wir wohnen auch neben meinen Schwiegereltern dadurch sehen sie unseren Sohn schon öfter. Wobei nicht täglich. Aber spätestens wenn Opa ihn zwei Tage nicht gesehen hat muss er vorm schlafen gehen nochmal rüberkommen und schauen ob er gewachsen ist 😁 ich fahre auch eher zu meiner Mutter die auch nicht weit entfernt wohnt da ich dort einfach zuhause bin. Habe aber auch ein sehr gutes Verhältnis zu meiner Schwiegermutter. Aber gerade in der Schwangerschaft habe ich gemerkt wie eng das Verhältnis zur eigenen Mama dann doch ist.
    Glaube es liegt an allen Beteiligten.
    Kenne auch Fälle wo die Papa Oma komplett ausgeschlossen wird, liegt an der Schwiegertochter und der mann/Sohn lässt es geschehen weil er seine Frau nicht verärgern will. Obwohl er davor ein extrem enges Verhältnis zu seiner Mutter hatte.
    Gibt es leider alles.

    Ich hoffe auf ein gutes Verhältnis zu meiner zukünftigen Schwiegertochter….
    Schöne Grüße Carolin

  23. Sarah R. on 27. März 2018 at 15:01 geschrieben

    Hallo claudi.
    Ich habe drei Söhne und ich hatte schon die gleichen Gedanken. Obwohl meine Jungs beide Omas gleich doll mögen.
    Mal schauen was die Zukunft bringt. Ein wichtiger Ansatz von achtsamkeit ist ja das im hier und jetzt Leben und das sollten wir viel öfter tun und nicht über die Zukunft grübeln.
    Liebe Grüße

  24. Bine on 27. März 2018 at 15:02 geschrieben

    Interessantes Thema und tatsächlich der einzige Grund warum mich das Jungsmama sein schon in beiden Schwangerschaften so beschäftigt hat. Mein Mann findet es übrigens verrückt, dass man sich mit so etwas schon so früh gedanklich auseinandersetzt und meint es hängt von den Eltern ab und wie sehr sie sich bemühen. Leider haben wir zu seiner Familie nicht so ein enges Verhältnis obwohl die räumliche Nähe da ist.
    Ich glaube tatsächlich auch, dass die Schwiegertöchter hier später doch großen Einfluss haben aber gehe natürlich davon aus, dass tolle Männer auch tolle Frauen finden.

    Liebe Grüße
    Bine

  25. Silvia on 27. März 2018 at 19:04 geschrieben

    Echt, verdammte Kiste!! Seltsamerweise denke ich auch oft darüber nach… Eigentlich hab ich mir auch immer eine Tochter gewünscht und war fast ein bißchen enttäuscht, als nach den Zwillis der 3.Junge unterwegs war. Keine Frage, meine Kids sind das Beste was mir passieren konnte!! Meine Mutter ist sehr früh gestorben und irgendwie war und ist da immer mal wieder so eine Sehnsucht nach einer „typischen“ Mutter-Tochter Beziehung mit allem was man dann halt so macht. Wahrscheinlich daher auch der Wunsch nach einer Tochter sowie irgendwann mal einem tollen Schwiegermutter-Schwiegertochter-Enkel Verhältnis?! Ich habe kein sehr inniges Verhältnis zu meiner Schwiegermutter, aber wir verstehen uns gut und sie kümmert sich mit Hingabe und Engelsgeduld um die Jungs und auch der Schwiegervater, der letztes Jahr verstarb war immer für die 3 da. Ich fand und finde das toll weil sie den Jungs soviel mit auf den Weg geben können, was ich vielleicht nicht kann oder anders halt eben… Aber ich muss ehrlich sagen, ich bin manchmal eifersüchtig das meine Mutter das alles nicht miterleben kann. Wäre sie da, würde ich wahrscheinlich auch eher bei ihr sein als bei der Schwiegermutter, aber wer weiß… Ich für meinen Teil versuche den Jungs so viel Liebe, Geborgenheit und Vertrauen zu schenken wie es nur geht. Ich hoffe Ihnen dadurch Wurzeln zu geben und eine Basis zu schaffen, so dass sie immer wieder gern nach Hause kommen. Ich versuche mir weniger Gedanken über zukünftige Schwiegertöchter-Beziehungen, Probleme und sonstiges zu machen(auch wenn dieses Thema uns Jungs-Mamas wahrscheinlich immer mal wieder einholt 🙂 ABEr wer weiß was kommen mag… Liebe Grüße!

  26. Edith on 27. März 2018 at 22:15 geschrieben

    Hallo Claudi,

    das ist ein großes Thema in meiner Familie. Bei uns war das leider eine self fullfilling prophecy. Meine Schwiegermutter, eine reine Jungs Mutter, hatte vom ersten Lebenstag meines Kindes wahnsinnig grosse Angst, dass sie immer hinter meiner Mutter zurück stehen würde. Völlig unberechtigter Weise. Mein Mann telefoniert oft mehrmals am Tag mit ihr, berät sich zu allen Themen, nimmt ihren Rat sehr ernst. Ich spreche weit weniger mit meiner Mutter (aber dennoch haben wir einen super guten Draht). In diesen Gedanken der Zweitrangigkeit hat sie sich so sehr verrannt,dass sie sich damit selbst aktiv an den Rand gedrängt hat und ich jetzt wirklich keine große Lust mehr habe viel Zeit mit ihr zu verbringen. Wir sehen uns also immer seltener. Auch die Familienfeste, die wir eigentlich gerne gemeinsam gefeiert haben, werden immer angespannter, es liegt arger Konkurrenzdruck und Eifersucht in der Luft. Es macht keinen der beteiligten mehr Spaß. Ich finde das so schade, die Familien sind ja heute eh schon so klein, wir sollten doch zusammen halten…
    ich versuche daraus zu lernen positiv nach vorne zu blicken, und nicht das schlechteste zu erwarten, sondern lieber das beste! Mit offenem Herzen und offenen Armen in die Zukunft!

    • Claudia on 28. März 2018 at 09:15 geschrieben

      Oh weh, das klingt schwierig. Zum Glück hat man immer die Möglichkeit es bewusst ganz anders zu machen.
      Danke fürs Mitdiskutieren.
      Liebe Grüße,
      Claudi

  27. Franzi on 27. März 2018 at 22:56 geschrieben

    Das Thema regt sehr zum Diskutieren an (:.Für meine Herkunftsfamilie kann ich das so bestätigen. Meine Mutter war mit mir und meiner jüngeren Schwester immer viel inniger als mit meinem älteren Bruder, der sehr früh sehr selbständig war,und das ist bis heute so. Wir haben alle 3 Kinderund obwohl mein Bruder im Nachbardorf wohnt und wir Schwestern weit weg,ist unser Verhältnis zur Mutter enger, während mein Bruder und seine Familie mit der Familie seiner Frau enger verbändelt sind. Meine Mutter ist darübermanchmal traurig aber es war halt wirklich schon seit der Kindheit irgendwie so (sicher nicht nur wegen dem Geschlecht,sondern weil er halt der Große war und früh sein eigenes Ding machte).
    Mein Mann ist Einzelkind, seine Mutter bringt sich bei den Enkeln sehr ein. Ich finde das grundsätzlich gut,manchmal nervt es mich aber,wenn ich das Gefühl habe,sie will mir reinreden.Da reagiere ich tatsächlich sensibler als bei meiner eigenen Mutter.
    Und meine eigenen Kinder? Ich habe zwei Jungs und ein Sandwich-Mädchen. Manchmal befürchte ich,dass esmit dem Großen ähnlich wird wie mit meinem Bruder – irgendwie fordern die beiden Jüngeren haltmehr Aufmerksamkeit und Nähe ein, der Große dagegen wirkt recht autark und macht mehr sein Ding.Mal sehen,was ich in 30 Jahren dazu sagen kann.

  28. Annemarie on 27. März 2018 at 23:43 geschrieben

    Das ist eine gute Frage, die ich jedoch als Mama eines Sohnes recht gelassen sehe. Ich mache mir da weniger Sorgen, und obwohl ich mein Kind lieber bei meinen Eltern lasse, weil ich einfach mehr Vertrauen habe wegen ihrer Art und auch wegen des Alters (wir sind spätere Eltern ;)) finde ich es sehr wichtig dass er ein gutes Verhältbis und einen regelmäßigen Kontakt zu allen Großeltern hat. Und er mag meine Schwiegermutter und meinen Vater ganz besonders. Ohne mein Zutun. Und auch ich habe ein sehr enges Verhältnis zur Mutter meines Vaters weil wir immer zusammen gewohnt haben als ich ein Kind war. Es sind die Umstände, die örtliche Nähe und die Charaktere, die es ausmachen. Und auch ein bisschen die Nähe zwischen dem Vater und seinen Eltern. Also die Nähe der Söhne zu den Eltern ist wichtig. Und das kann man als Mutter beeinflussen 😍 Liebe Grüße!

  29. Marie on 28. März 2018 at 10:09 geschrieben

    Liebe Claudia,
    ich habe auch zwei Jungs. Klar wäre Mädchen/Junge schön gewesen, aber ich bin überzeugt davon, dass ein Mädchen in unserer Familienkonstellation nicht gut gewesen wäre. Nämlich aus dem Grund, dass sie die einzige Enkelin von vielen gewesen wäre.
    Meine Familie und erst recht die Schwiegerfamilie tun sich schwer, mit „Jungstypischem“ Verhalten umzugehen.
    Es ist so schön, wie du schreibst, dass jedes Kind von Dir einzigartig ist. Das sehe ich auch so. Dennoch sehe ich im Umfeld viele, die Kinder oberflächlich nach ihrem Behalten be-/verurteilen und nicht gewillt sind, passende Rahmenbedingungen zu schaffen.
    Ich sehe es auch so, dass Mädchen auch wenn sie laut und zickig sind, mehr Verständnis bekommen, als Jungs wenn sie laut und zickig sind.
    Als Eltern sollten wir im Besten Falle für unsere Kinder da sein, in eine gute Beziehung investieren und das ist ganz egal, ob Mädchen oder Junge. Es gibt genug Mädchen, die sich von ihren Müttern spät. in der Pubertät distanzieren und Jungs, die ihre Mütter abgöttisch lieben oder andersrum.
    Ich finde es schade um unsere Großelternbasis, aber wir können es ja ändern wollen. Wie es kommt, beruht auf Gegenseitigkeit 😉
    Viele Grüße,
    Marie

  30. Susanne on 30. März 2018 at 20:09 geschrieben

    Ich bin mit meinen Großeltern väterlicherseits in einem Haus aufgewachsen und die Kinder meiner Tante, also der Tochter, waren Ihnen nicht so nah wie ich als Kind des Sohnes, wegen der räumlichen Nähe. Ich persönlich finde auch, dass Mädchen und ihre Mütter sich nicht immer so nah sind wie behauptet. Da ich selber in der psychologischen Wissenschaft tätig bin, weiß ich auch dass diese Studien nie repräsentativ sind. Bin ich eigentlich die einzige Frau die einen Sohn wollte? Jungs sind für mich als Einzelkind Mädchen eine fremde, spannende Welt und als Musik- und Film-und Literaturliebhaberin und politisch interessierte empfand ich Jungs bei diesen Themen auch immer als spannendere Gesprächspartner, nicht böse gemeint, Mädels interessieren sich natürlich auch oft für solche Themen, aber das andere Geschlecht großzuziehen ist spannend und verschafft einem eine ganz andere Perspektive als Frau. Ein großes Geschenk wie ich finde! Ich wollte nie ein Mini-Me!

    • Claudia on 3. April 2018 at 11:10 geschrieben

      Das finde ich irre spannend, was du schreibst. Tatsächlich finde ich die Einblicke in die Jungswelt auch irre spannend. Wie sie manchmal ganz anders ticken, und dann wieder genau wie ich.
      Alles Liebe!

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Post Navigation