Dienstags-Diskussion: Ab wann, wie viel und was helfen eure Kinder im Haushalt?

Feb
20/18

Meine Jungs haben manchmal zu gar nichts Lust – mal sind sie echte Gentlemen. Gerade helfen sie die meiste Zeit über ganz wunderbar, diese Woche, in der wir fünf allein sind. Sie kümmern sich mit mir ums Baby – und als ich heute ein bisschen rumgejammert habe, hat einer fast freiwillig die Geschirrspülmaschine ausgepackt, ein anderer den Tisch gedeckt (und bloß meine Gabel vergessen). Schließlich hat einer sogar noch Pilze fürs Abendessen geschnitten (in eine Größe, die ich tatsächlich nicht mehr heimlich vierteilen musste). Während wir alle nebeneinander in der Küche herumwerkelten, fragte ich mich, ob wir dafür nicht einen Plan bräuchten, ein System..
Haushaltsplan
Ich wünsche mir von Herzen, dass meine Jungs bei uns alles lernen, was sie später im Leben gut gebrauchen können: kochen, putzen, waschen. Genauso wie einen Stuhl reparieren, einen Nagel in die Wand bohren oder einen Baum einpflanzen. Genauso wünsche ich mir, dass ich dauerhaft etwas entlastet werde. Gerade komme ich haushaltsmäßig nämlich wirklich oft an meine Grenzen. Aber wann ist der richtige Zeitpunkt? Wann können Kinder eigene Aufgaben selbstständig übernehmen? Und welche Arbeiten sind am Anfang am passensten? Bei uns räumen sie natürlich ihr Zimmer auf – meistens mit mir zusammen, wenn es drauf ankommt, schaffen es die beiden Großen auch schon ganz toll allein. Außerdem lasse ich sie oft den Tisch decken, wenn sie zur Tischdeckzeit gerade in meiner Nähe sind. Sie sollen nach jeder Mahlzeit ihren Teller allein zur Geschirrspühlmaschine tragen. (Finde ich weder schwer oder schlimm – sorgt bei uns aber für endlose Diskussionen). Manchmal haben sie für mich in der Einzelsockenkiste Paare gesucht. Und ihre Schuhe selbst geputzt.

Ich möchte gern, dass sie jeden Abend ihre Wäsche sortieren, nach „muss-in-die-Wäsche oder „kann-ich-nochmal-anziehen. Und dass sie letztere ordentlich auf den Stuhl neben ihrem Bett legen. Klappt selten von allein. Meistens machen wir es vor dem Vorlesen zusammen. Dem Großen habe ich schon mal ein paar Teile aus der Wäsche zum Zusammenlegen gegeben, als er gern helfen wollte.

Etwas zeigen, sie zusehen oder helfen lassen, das geht immer gut. Oft sage ich zwar erstmal reflexartig „Nein“, wenn ich gerade etwas mache und sie wollen mit anpacken. Rudere dann aber schnell zurück und sage, na klar, komm her, probier es aus. Es ist nun mal so: Im Lernprozess ist die Hilfe von Kindern meist keine Hilfe. Sondern Extraarbeit. Auch mir fällt es in der Alltagshektik da manchmal wirklich schwer, das Entzückende, die Lernchance, das Miteinander an solchen Momenten in Ruhe zu genießen, statt hektisch mein Programm abzuarbeiten.

Aber was könnten Fünf-, Sieben- und Dreijährige denn überhaupt regelmäßig selbstständig übernehmen? Den Müll rausbringen? Der ist bei uns immer zu schwer. Ihre Wäsche selbst zusammenlegen? Wohl eher noch nicht. Tisch decken geht super. Blumen gießen vielleicht. Betten machen ginge vielleicht auch, für die beiden Großen. Aber brauchen wir dafür einen Plan, der das Ganze organisiert und klar zeigt, wer wann dran ist? Ich bin mir nicht sicher. Gäbe es dadurch nicht bloß Streit und Kontrollzwang und eine echte Hilfe wäre es auch nicht – also bloß viel Lärm um nichts?

Ich bin ganz gespannt, wie das bei euch ist? Was helfen eure Kinder? Wie organisiert ihr das? Ich würde es echt gern lesen…

Und noch was, wie findet ihr diese Jobbörse, für ältere Kinder mit größeren Aufgaben? Ich finde ja, dass Kinder für alle alltäglichen Aufgaben auf keinen Fall eine Belohnung bekommen sollten, schon gar nicht in Form von Geld. Aber für größere Projekte? Müssen ja nicht gleich Fünf-Euro-Scheine sein….

PS. Auf Pinterest habe ich übrigens eine spannende Lässig-erziehen-Pinnwand. Folgt ihr mir dort schon? Ich würde mich freuen!

Alles Liebe,

42 Kommentar zu “Dienstags-Diskussion: Ab wann, wie viel und was helfen eure Kinder im Haushalt?

  1. Fabienne Beetz on 20. Februar 2018 at 09:06 geschrieben

    Hallo,

    Ein schwieriges Thema… aber beschäftigt mich auch. Tisch decken und abräumen klappt ganz gut. Der große räumt seit seinem 8. Lebensjahr den Geschirrspüler aus, die mittlere (6) stellt dann Teller, Besteck und Gläser wieder rein. Töpfe Pfannen usw. mache ich.

    Wäsche zusammenlegen ist noch schwierig. Socken schaffen die großen ganz gut und Unterwäsche auch. Die kleine (fast 4) kann bei Handtüchern helfen (wenn sie gerade in der Nähe ist und helfen möchte). Was aber gut geht ist die eigene Wäsche in den Schrank räumen. (Auch weil ich da nicht so pingelig bin, was die Ordnung im kinderkleiderschrank angeht)

    Alle drei müssen abends ihre Klamotten nach dreckig und geht-nochmal sortieren.

    Im Sommer/Frühling packen alle im Garten mit an und der große will dieses Jahr zum ersten Mal alleine rasen mähen.

    Es wird…. immer mal so zwischendurch und bei Gelegenheit. Ich denke, ich könnte das strukturierter und mit mehr Geduld machen. Aber der Alltag holt mich auch oft ein. Am Ende des Tages will ich mich auch nicht um so kleinkram streiten und dann bleibt ein Zimmer halt mal im Chaos und wird bei Gelegenheit – am Tag danach oder noch später 😉 – aufgeräumt.

  2. Sophia on 20. Februar 2018 at 09:52 geschrieben

    Liebe Claudia, ich erinnere mich dran, dass meine Schwester und ich IMMER den Abendbrotstisch decken und abräumen mussten, seit wir Grundschüler waren. Anfangs mit Hilfe, ziemlich bald auch so. In den Ferien „durften“ wir irgendwann auch Geschirrtücher und sowas Bügeln, mal Wäsche aufhängen, wir mussten unsere zusammengelegte Wäsche immer selbst veräumen, auch ne Kleinigkeit selbst kochen nach der Schule (alles noch in der Unterstufe, aber mit 10+) und irgendwann sollten wir auch selbst das Bad putzen. Zimmer aufräumen, Spüler füllen und leeren sowieso. Was ich immer noch erinnere: mein Vater schaffte es seltenst seinen Teller wegzuräumen. Hat mich als Kind schon geärgert… Aber da waren wir wie gesagt schon älter als deine Jungs. Ich fand es aber gut. Kochen und Aufräumen, Wäsche machen ist für mich eine Selbstverständlichkeit und ich habe auch einen innerlichen Zwang es halbwegs regelmäßig zu machen damit es meinen Ansprüchen genügt. würde schon sagen, dass man da etwas anerziehen kann! Natürlich lief das nicht immer perfekt. Wir hatten aber keinen „Plan“, es wurde so vereinbart und dann auch eigentlich ohne Murren gemacht.

    Jetzt mit meinem Kind (1,5 Jahre) versuche ich so viel wie möglich helfen zu lassen. Klar, mit einem ist die Geduld sicher größer. Sie hängt gern mit Wäsche auf und nimmt sie ab, drückt gern die Knöpfe von Waschmaschine und Spüli (pieppiep Mama) und hilft beim Teigrühren und Kochen gern mit. Ist immer eher mehr Arbeit und Schweinerei aber sonst schimpft sie auch. Beim Aufräumen und Wegräumen ihrer Jacke und Schuhe versuchen wir auch, dass sie mindestens mitmacht, das klappt mal mehr, mal weniger. Aber immer ohne Zwang und viel mit Vormachen. Sobald sie älter wird, wird das sicher schwieriger ^^ Tisch decken in Ansätzen macht sie auch mal ganz gern. Also – d.h. angereichte Dinge auf den Tisch stellen. Ich hoffe es wird noch 😉

    Liebste Grüße und für viel Geduld mit den kleinen Ausprobierern!!!!

    Sophia

  3. Grit on 20. Februar 2018 at 09:57 geschrieben

    Ich hab zwar keine Kinder, aber bei uns früher zu Hause lief es ähnlich ab: eigene Wäsche In die Wäsche tun, eigenes Zimmer sauber halten, Geschirr abdecken (und wenn man in der Nähe war aufdecken), und dann und wann konnte man halt einfach mithelfen: kochen, bügeln und die Toilette putzen waren meine Lieblingsbeschäftigungen damals 😀

    Also alles überschaubar. Ausnahme waren die Ferien (also die, wo wir zuhause waren): da war der Deal, damit meine Mutter „auch Ferien hat“, dass wir jeden Tag eine kleine Hausarbeit übernommen haben: Treppe wischen, Irgendwo staubsaugen, Bad putzen, einfach eine Sache die halt so anfällt und nicht zwingend unsere Aufgabe war.

    Je älter wir wurden, desto mehr wurden alle Aufgaben auch unsere: Wäsche wurde zum Beispiel immer montags gewaschen, was nicht im Wäschekorb war, wurde nicht gewaschen, aber der 10. Klasse war Wäsche komplett unsere eigene Aufgabe und kochen war auch häufiger unser Job (vor allem Weil wir gerne und meine Mutter nicht so gerne kochen).

    • Friederike on 20. Februar 2018 at 21:32 geschrieben

      Obwohl unsere Mädchen (10, 9 und 3 Jahre alt) nicht allzu viel mit im Haushalt anfassen, finde ich es irgendwie auch Ok. Schließlich ist es doch ihre Kindheit, die sollen sie doch bitteschön nicht vor dem Geschirrspüler verbringen… natürlich platzt mir regelmäßig auch der Kragen, dann mäkel ich hier auch rum und es wird (ehrlicherweise aber eher muffig) mitgeholfen. Basismäßig setzte ich aber voraus: Jacke/Schals/Mützen und Schuhe kommen beim Nachhausekommen an ihren Platz, jedes Mädchen hat seine Ecke im Flur mit aufräumfreundlichen Körben und Haken. Nach jeder Mahlzeit räumt jeder 3 Teile vom Tisch an seinen richtigen Platz (Kühlschrank, Geschirrspüler, Vorratsschrank), dann darf man zum Spielen abdüsen! Mit der Regelung kommen hier alle gut klar.
      Da meine Damen hier ziemliche Morgenmuffel sind, verdonnere ich sie nicht zum Bettenmachen, das erledige ich, wenn sie in der Schule/Kiga sind. Wer etwas dreckig oder chaotisch hinterlässt (Waschbecken, Schreibtisch etc.) muss auch dafür sorgen, dass es wieder in den Originalzustand kommt (ausgenommen von dieser Regel ist noch unser Nesthäkchen).
      In den Ferien sind die beiden Grossen nach Lust und Laune auch mal für das Mittagessen (inkl. einkaufen) zuständig, das macht ihnen dann auch Spaß. Im Alltag versuche ich, möglichst im Haushalt keinen Druck aufzubauen, nur weil ich manchmal schlechte Laune bekomme, wenn ich die Wäscheberge wachsen sehe.
      Übrigens wird bei uns immer abends schon genau rausgelegt, was alle Kinder am nächsten Tag anziehen. Hört sich erst mal sehr unlässig an, ist aber Gold wert!

      • Claudia on 21. Februar 2018 at 12:15 geschrieben

        Die Drei-Teile-Regel finde ich genial. Super einfach – und echt effektiv, gerade bei mehreren Kindern. Und Wahlmöglichigkeiten bleiben ihnen auch. Danke dafür.
        Übrigens erinnere ich mich auch noch, was für schlechte Laune ich als Kind hatte, wenn ich herunterkram und da lag eine dicke Putzliste von meiner Mutter für mich.
        So möchte ich es glaube ich auch nicht. Danke fürs Erinnern!
        Claudi

      • synke on 27. Februar 2018 at 15:43 geschrieben

        Oh das sind ja tolle tips.danke da nehme ich gerne etwas mit rüber für meine drei jungs (13,10.8)

  4. Bianca on 20. Februar 2018 at 10:06 geschrieben

    Liebe Claudi,
    das ist ein wichtiges Thema. Denn ich finde es leben ja alle gemeinsam Zuhause – und da ist es doch auch schön wenn sich alle gemeinsam ein schönes Zuhause schaffen. Momentan funktioniert es noch nicht so toll. T ist fast 3, H erst 3 Monate. Aber ich habe gemerkt, dass es für mich vorallem an Tagen an denen der Papa Dienst hat stressfreier ist, den „Großen“ um Mithilfe zu bitten. Ich frage dann auch ob er mir helfen möchte. Dann bekommt er konkrete Aufgaben. ZB seine Wäsche in die Kommode bringen (ja, dann liegen die Unterhosen schon mal bei den Pullis, aber besser als nix), Tisch zu decken, Staub wischen,…. Einen Plan finde ich immer schwierig. Es ist zwar eine gute Orientierung, aber bei uns hat das in der WG damals schon besser ohne funktioniert. Ich putze ehrlich gesagt auch zuhause dann, wenn es notwendig ist. Mich selbst würde es zB zu sehr stressen immer Donnerstags das Bad machen zu müssen,.. irgendwas ist doch immer. Krank, tolles Wetter, spontan ein Eis mit Freunden. Das ist mir wichtiger. Dann wird halt ein Tag später die Aufgabe erledigt.
    Liebe Grüße
    Bianca

  5. Metta on 20. Februar 2018 at 10:21 geschrieben

    Liebe Claudi, vieles läuft hier mit den großen Mädchen (5 und 4 Jahre alt) ähnlich wie bei euch. Es gibt zudem die Regel: Bevor etwas Neues zum Spielen aus dem Regal/Schrank gezogen wird, wird das zuvor Bespielte weggeräumt. Klappt mal mehr, mal weniger gut (aber, hey, sie sind noch recht jung!). Aber es dämmt dieses furchtbare Mega-Chaos am Tagesende etwas ein. Das lähmt nämlich nicht nur mich, sondern erzeugt auch bei den Kleinen schon Prokrastination vom Allerfeinsten.:))
    Alles Gute für die papalose Woche!
    Metta

    • Metta on 20. Februar 2018 at 10:22 geschrieben

      PS: Token-Systeme finde ich auch von Grund auf falsch. Und Mithelfen sollte sowieso selbstverständlich sein und nicht durch Belohnungen zu einer besonderen „Leistung“ erklärt werden. <3

  6. Johanna on 20. Februar 2018 at 10:22 geschrieben

    Hallo,

    Eine gute ältere Freundin von mir hat 5 Kinder großgezogen. Ich habe sie mal gefragt wie sie mit genau diesem Thema umgegangen ist, da ich echt begeistert war wie es bei ihnen klappte.

    Sie meinte, der Vorteil in einer Großfamilie ist, dass immer genügend Arbeit anfällt, so dass für jeden etwas dabei ist das er lieber macht als das andere.

    Sie hat die Kinder selbst entscheiden lassen wer was macht und so machen wir das zwischenzeitlich mit unseren drei 8 Jähringen auch. Ich muss sagen auch bei uns klappt der Ansatz wirklich gut.

    Ich sage was heute alles ansteht und jeder sucht sich aus wonach ihm ist. Natürlich kommt es zu Überschneidungen oder das alle genau das Selbe machen wollen. Dann bitte ich darum sich zu überlegen wer es heute macht und der andere dafür am nächsten Tag (das gute an der Hausarbeit ist ja, alles kommt wieder).

    Sie helfen außerdem mit seit sie klein sind und so langsam zahlt sich die Investition in die zusätzliche und manchmal sehr nervenzehrende Zeit aus. Wäsche zusammenlegen, Betten überziehen, staubsaugen, Gartenarbeiten etc. klappt gut bei allen dreien. Es gibt keinen Plan und Geld schon gar nicht. Wir sind eine Familie und jeder Hilft mit so wie er kann. Aber ich denke auch, jede Familie muss da ihr eigenes „Rezept“ finden.

    Liebe Grüße,
    Johanna

  7. Marie on 20. Februar 2018 at 10:29 geschrieben

    Wir waren drei Kinder und meine Eltern haben einen riesigen Hof auf dem es immer etwas zu tun gibt. Deshalb mussten wir relativ früh schon immer mit helfen. Halt immer nach dem jeweiligen können und alter. Ich erinnere mich gut, das irgendwann so mit 13-14 Badputzen und Flurputzen zur wöchentlichen Routine wurde. Tisch decken und Spülmaschine, Müllwegbringen, Tiere füttern, im Garten helfen. Klar war das teilweise echt ätzend und wir haben je älter wir wurden immer wieder mit meiner Mutter versucht zu diskutieren um um die Arbeit drum herum zu kommen. Aber letztenendes hab ich sehr sehr viel für mein eigenes Leben gelernt und kann genau das alles was du willst, das deine Jungs es können. Vom bezahlen halte ich absolut gar nichts. Ich finde Haushalts aufgaben gehören halt genauso zu einer Familie, wie schöne gemeinsame Ausflüge. Jeder muss also irgendwie etwas zum Gebilde Familie beitragen, denn nur dadurch wird es für alle am Ende schön. Wenn ich beginne meine Kinder zu bezahlen für Hausarbeit, dann läuft da meiner Meinung irgendwie was schief.

  8. Hallo! Unser Großer (9J.)ist am Wochenende für die Spülmaschine und fürs Brötchen holen verantwortlich. Unter der Woche hat er keine festen Aufgaben – da er auf eine Ganztagsschule geht, finde ich es wichtig, dass er den spärlichen Rest des Nachmittags zum Spielen und Entspannen nutzen kann. Er deckt aber gerne freiwillig den Tisch, weil es ihm Spaß macht, immer noch ein bisschen Deko mit einzubauen :-). Auch im Garten hilft er freiwillig und er kümmert sich gerne um den kleinen Bruder. Im Kindergartenalter war Wäsche aufhängen seine Aufgabe. Und nach den ersten paar Malen bei denen ich knubbelige kleine Wäschehäufchen erst noch nachträglich so aufhängen musste, dass sie nicht zwei Wochen zum Trocknen brauchen, hat das auch ganz gut geklappt… In meiner Kindheit habe ich mit meiner Schwester immer den Abwasch gemacht: Eine hat gespült, eine abgetrocknet. Das habe ich sogar ganz gerne gemacht, einfach weil es zusammen mit der großen Schwester war… Liebe Grüße, Michaela

  9. Im Moment ist unser Bo noch zu klein, um helfen zu können, aber mein Mann und ich haben schon oft darüber gesprochen, wie wir es handhaben möchten: Sobald er alt genug ist, möchten wir ihn integrieren, in der Küche beim zubereiten des Essens helfen, Tisch decken, Spülmaschine etc. Wäsche machen usw. mit auf unserem kleinen Acker helfen (ernten) so dass er lernt, das Hausarbeit dazugehört. So die Theorie, die Praxis wird es dann zeigen 😅
    Aber Belohnungen gibt es nicht dafür. Die gibt es nur, wenn er z.B. beim Opa den Rasen mäht oder ähnliches.
    LG Kathrin

  10. Carla on 20. Februar 2018 at 11:29 geschrieben

    Bei uns ist es im Moment so, dass die beiden Großen (6 und 3 Jahre) abwechselnd, also jeden 2. Tag, den kompletten Mittagstisch abräumen. In die Spülmaschine sortiere ich dann.
    Das klappt super und auch fast immer ohne Gemecker. Bei uns dürfen sie auch immer nach dem Mittagessen eine Serie schauen (20 Min) und wer mit Abräumen dran ist,darf an dem Tag aussuchen, was geguckt wird.

    Außerdem halte ich sie dazu an, ihre Winterjacken, Schuhe, Kindergarten Rucksack etc selbst an den vorgesehenen Platz zu räumen.
    Und die Große sortiert abends auch meist ihre Wäsche selbst.

    Neu eingeführt habe ich gerade, dass in regelmäßigen Abständen ( jede 1x im Monat) eine mit mir zusammen fürs Mittagessen kochen verantwortlich ist. Inklusive Aussuchen des Gerichts, Einkaufsliste machen, kochen und Tisch decken. Das finden sie bisher ganz toll. Irgendwann ist der Plan, dass sie das mehr oder weniger allein machen (was aber natürlich auf jeden Fall noch dauern wird).

  11. Amelie on 20. Februar 2018 at 12:46 geschrieben

    Ohje, das ist ein Thema, das hier auch langsam aktuell wird. Bei der großen bin ich aber auch echt zufrieden – selbst meine Mutter fragt immer wieder, wiring es schaffe, dass sie ihre Sachen wegräumt. Ich möchte zB dass sie Spielzeug, wenn sie fertig ist aufräumt, bevor das nächste dran ist. Auch bei Büchern/Schuhen/Mütze geht das sehr gut. Es bleibt natürlich trotzdem dauernd was liegen, aber der Ansatz ist da. Ist ja auch erst 2.
    Beim Tischdecken MUSS sie ihre Schüssel selbst tragen, sonst gibts aufstand. Überhaupt achten wie viel ausführen eigenen Antrieb, fragen ob die abc tun möchte oder sagen „ich möchte, dass…“ tun es aber im Zweifel dann auch selber. Es steckt eine respektierende Haltung dahinter, Montessoris dienen statt bedienen.

    Ich habe als Kind kaum geholfen, erinnere mich aber nicht, gefragt zu werden (als echte Option). Wenn, dann war es Order. Bei meiner Oma habe ich Plätzchen backen geholfen, mein Bruder hat rasen gemäht u.ä. – er immer bezahlt, ich nie. Wenn ich mal den rasen machen wollte, hieß es, das sei jungsarbeit. Wenn ich genauer hinschau, ist es auch heute noch so ☹️

  12. Christin on 20. Februar 2018 at 13:41 geschrieben

    Hallo Claudia, meine Kids sind 5 und 2 Jahre und müssen keinerlei (regelmäßige) Hausarbeiten übernehmen ….. sie helfen gerne u ich binde sie auch oft mit ins alltägliche Programm ein, frage auch gezielte nach Hilfe , aber es gibt keine zugeteilten Aufgaben. Nicht mal Zimmer aufräumen ist Pflicht …. die Zimmer sind ordentlich weil ich es so mag und ich hoffe, sie werden es Vilt auch irgendwann „aufgeräumt“ mögen, aber wenn nicht, dann halt nicht ! Sie sind beide nicht faul sehen Aufgaben übernehmen freiwillig und das ist toll und reicht mir. Alleine anziehen, Zähne putzen, Haare kämen das sind Sachen, wo ich mehr wert drauf lege, als Müll raus bringen, Tisch decken oder Zimmer saugen.

    • Claudia on 21. Februar 2018 at 12:30 geschrieben

      Huhu, deine beiden sind ja auch noch sehr klein. Ich bin gespannt, wie du das handhabst, wenn sie älter sind.
      Danke dir für diese andere Sichtweise,
      alles Liebe,
      Claudi

  13. Anna Friedrich on 20. Februar 2018 at 14:29 geschrieben

    Liebe Claudia,

    ein spannendes Thema, das auch bei uns zu Hause nicht immer frei von Konflikten ist. Meine beiden Jungs sollen eigentlich bestimmte Dinge selbst erledigen, wie zum Beispiel das Abräumen ihrer Teller nach dem Essen, Geschirr in die Spülmaschine einräumen, ihre Jacken und Schulsachen aufräumen und ähnliche Dinge. Das klappt ganz gut. Andere Aufgaben teilen wir Ihnen zu, zum Beispiel rufe ich eher das Kind zum Tisch decken, das früher aus der Schule nach Hause kommt oder gerade ohnehin in meiner Nähe ist. Das gibt dann immer wieder Unmut unter den Jungs, und ich habe daher mal einen Plan entworfen, der dabei helfen sollte, solche Sachen gerechter zu verteilen. Einer muss mit dem Hund raus, der andere den Tisch decken. Ganz die motivierte Lehrerinnen-Mama, die ich bin, dachte ich, dass das alle Problemchen beseitigen würde – Pustekuchen :-). Der Plan ist hübsch aufgrund der niedlichen Fotos der Kinder, aber er verstaubt zusehends am Kühlschrank hängend. Und irgendwie finde ich ja auch, dass ich die Hoffnung nicht aufgeben sollte, dass Manches irgendwann tatsächlich selbständig und ohne Erinnerung daran funktionieren wird. Und dann ist es ja auch so, dass sie mir zwischendurch auch sehr gerne und von sich aus helfen – auch wenn ich vielleicht ein anderes Ergebnis erzielt hätte, sehe ich über die Staubflusen in den Ecken hinweg und bin zufrieden, dass meine Söhne immerhin die Mitte des Zimmers angegangen sind. Zudem hab ich noch meine kleine Tochter, die helfen hochinteressant findet und auch schon ganz alleine den Tisch decken kann und darf. Meine Kinder sind übrigens 10, 7 und 3 Jahre alt.

    Ich mag deinen Blog sehr. Danke dass du uns an deinen inspirierenden Gedanken teilhaben lässt!

    Liebe Grüße Anna

    • Claudia on 21. Februar 2018 at 12:28 geschrieben

      Liebe Anna, wie schön, dass dir das hier so gefällt. Ich finde deinen Kommentar auch super spannend. Danke dafür.
      Ich denke ja auch oft: „dafür brauchen wir jetzt echt mal einen Plan“ und merke dann, dass es uns nur noch mehr stresst. Und es ohne viel besser geht.
      (Mein Mann grinst dann immer über mein Lehrerinnen-Ego ; )
      Alles Liebe,
      Claudi

  14. Klar, ist es wichtig dass Kinder auch diese unangenehmen Dinge des alltäglichen Lebens kennenlernen.
    Auch wenn ich die Sachen lieber selber mache, weil es schneller geht. Meine müssen bisher nicht soviel machen, in letzter Zeit haben wir angefangen mit dem „Teller in die Küche bringen“. Was sie schon seit langem selber machen ist die saubere Wäsche in ihren Schrank zu räumen, der Stapel liegt da vielleicht mal ein paar Tage und wächst vielleicht auch ein wenig oder schrumpft, weil sie einfach gleich wieder die Sachen anziehen. Dreckwäsche in den Wäschekorb ist eigentlich schon selbstverständlich, das geht meistens automatisch. Spülmaschine ausräumen finde ich eher schwierig, der größte Teil der Sachen gehört in die Hängeschränke der Küche, extra jetzt umräumen? Naja vielleicht klappts ja mit Teamwork und ’nem Hocker.
    Wir hatten sogar mal einen Plan, die beiden Großen hatten 2 Tage in der Woche in der die bestimmte Bereiche im Haus saugen mussten…der ist auch passe.
    Aber sie helfen mir eigentlich schon wenn ich sie dazu auffordere…

    Liebe Grüße
    Sharon

    • Claudia on 21. Februar 2018 at 12:26 geschrieben

      Jippie, wir haben zum Glück keine Hängeschränke. Was für eine gute Idee ich damals beim Küche einrichten hatte… ; )
      Danke dir, alles Liebe,
      Claudi

  15. Lissa on 20. Februar 2018 at 16:25 geschrieben

    Hallo liebe Claudia,
    ich erinnere mich (ungern) an lange Listen, die mit unausgesprochenem Aufforderungscharakter auf dem Küchentisch lagen, wenn Muttern mal das Haus verlassen hat. Da waren wir Teenies…
    Nun bin ich selbst Mutter und bin der Überzeugung, dass es auch bei diesem Thema auf die innere Haltung ankommt, statt Listen und Pläne abzuarbeiten. Es ist SCHÖN, wenn das Zimmer, die Küche, die Kleider, der Garten, die Wohnung etc. aufgeräumt ist! Und dieses Empfinden entwickelt sich durch Vorbild und unaufgeregtes Miteinbeziehen.
    Bei uns ist manchmal „Aufgaben-Tag“. Da kriegt jeder ne Aufgabe. Ein Haufen in einer Ecke, auf den ich immer wieder was lege- das dürfen die Kinder (3 und 5) aufräumen, die zusammengelegten Kleider, die zu den verscheiden Schränken getragen werden dürfen (und davor liegen bleiben SOLLEN ;-)) und sie machen daraus immer ein Spiel: da werden die Puppenwagen eingesetzt oder ich werde aufgefordert, eine „Briefmarke“ darauf zu kleben (wie bei dem Hasen-Postboten von Janosch) usw. Und im Nachhinein sind sie stolz, mithelfen zu dürfen und freuen sich auch selber am Ergbebnis. Und wenn nicht, lenke ich ihren Blick darauf, bedanke mich, dass wir das jetzt zusammen geschafft haben, jetzt Zeit für was anderes ist, usw.
    Ich bin auch kein Freund von Belohnungen, denn mit ihnen gehen auch Bestrafungen einher, wenn irgendwann nur noch wegen der äußeren Motivation etwas gemacht wird (und was krieg ich dafür?).
    Ich bin gespannt auf deine Pinterest-Seite!

    • Claudia on 21. Februar 2018 at 12:25 geschrieben

      Haha, hier auch genauso. Diese Listen auf dem Tisch als Teenies waren schrecklich. Konnten einem schon mal den ganzen federleichten Tennietag versauen…
      Dass meine Söhne hoffentlich gelernt haben mitzuhelfen, wenn sie Teenies sind, möchte ich aber schon. (Dann bekommt man es nämlich glaube ich gar nicht mehr rein…)

      Und sag mal, wie schön ist denn die Briefmarken Idee… Ich glaube ich mache nochmal einen Extra-Post mit all euren tollen Ideen.
      Danke!
      Liebste Grüße,
      Claudi

  16. Judith on 20. Februar 2018 at 16:44 geschrieben

    Hallo liebe Claudi,

    spannendes Thema wieder!
    Bei uns ist es so,dass keines der Kinder feste Aufgaben hat.Ich finde so einen Zwang nicht gut und glaube auch nicht,dass es hilft,Verantwortung zu übernehmen.Ausserdem sind wir auch nicht so organisiert…Aber alle zwei Wochen bekomme ich voll den Rappel,weil gefühlt vieles an mir hängen bleibt-dann dürfen die Kinder (4 und 6) sich eine Aufgabe aussuchen und helfen dann meistens mit!Staubsaugen,Wäsche zusammen legen,Treppenhaus fegen…sowas eben
    Im Alltag helfen sie gerne beim Kochen etc. Und ihr Zimmer müssen sie selbst aufräumen.Teller werden wie bei euch zur Spülmaschine getragen..Das war es.Ich hoffe,dass wir durch gutes Vorbild-sein dazu beitragen,dass sie es irgendwann gern machen!
    Etwas besonderes gibt es bei uns schon:Beide Kinder streiten sich darum,wer uns Kaffee ans Bett bringen darf.Das hat sich ganz von selbst so eingeschlichen -mein Mann und ih bringen uns den Kaffee ggenseitig ans Bett,je nachdem, wer eher aufsteht.und jetzt machen das die Kinder für uns!Übrigens auch für Gäste!!
    Danke für seinen tollen Blog,ich lese ohn.mit Begeisterung ❤

    • Judith W. on 20. Februar 2018 at 17:10 geschrieben

      Für deinen tollen Blog.Ich lese ihn mit Begeisterung -sollte es heißen; )

    • Claudia on 21. Februar 2018 at 12:23 geschrieben

      Die Kaffeehilfe ist ja toll. Wie schön. Und da geht auch nichts daneben? Ich meine, du liegst imBett und hörst an drei von fünf Tagen wie der Kaffeeauf den Boden platscht?
      Ach und den Zwei-Wochen-Rappel kenne ich sehr gut ; )
      Danke für deinen Kommentar und wie schön, dass du hier so gern liest.
      Alles Liebe,
      Claudi

  17. Sandra on 20. Februar 2018 at 20:22 geschrieben

    Liebe Claudi,
    Ich finde helfen im Haushalt auch sehr wichtig. Gerade Jungs werden ( finde ich ) oft zu selten mit einbezogen. Meine Schulfreunde mussten früher selten helfen meine Schulfreundinnen schon mehr.
    Unsere Jungs (8 und 4) helfen nicht immer gerne, aber wir versuchen sie immer wieder anzuleiten und manche Dinge werden selbstverständlich. Spülmaschine ausräumen, Tisch decken und abdecken und auch kochen helfen, aufräumen, Wäsche falten können Sie oft schon sehr gut. Und ein Abendessen bei dem man geholfen hat schmeckt oft viel besser.
    Seitdem wir die Becherküche geschenkt bekommen haben, geht vieles fast ganz allein, auch bei dem Kleinen. Das macht ihn sehr stolz.
    Mein Mann musste als Kind immer sehr viel helfen, da die Schwiegereltern ein Restaurant hatten und zeitlich immer sehr eingespannt waren. Ich würde behaupten er kann heute noch deutlich besser bügeln und schneller Kartoffeln schälen als ich das kann ;-)))
    Geld bekommen die Kinder für die Hilfe nicht. Bis auf eine Ausnahme: wenn das wirklich immer sehr dreckige Auto enthusiastisch gereinigt wird kann schon einmal ein Euro dabei heraus springen.
    Liebe Grüße

    • Claudia on 21. Februar 2018 at 12:20 geschrieben

      Hallo, danke dir für deinen Kommentar. Die Becherküche steht hier auch auf der Liste für den Osterhasen. Ich bin schon ganz gespannt.
      Claudi

  18. Uli on 20. Februar 2018 at 21:41 geschrieben

    Wir hatten als ich klein war Familien-regeln an der Küchentür hängen.
    Die wurden mal gemeinsam bei Kaffee und Tee und Keksen beschlossen.
    So sachen wie „niemand geht ohne Erlaubnis an den Süßigkeiten- Schrank “ und“schlagen ist nicht Ok, völlig verboten in die Weichteile und den Bauch “ etc.
    Da stand auch : jeder hilft Tisch decken und Socken zusammen legen und auch die Aufgabe, die jeder hatte. Zum Beispiel war es eine Zeit : ich habe die bunt Wäsche gemacht, Bruder 1 hat die Treppe gekehrt, Bruder zwei gesaugt und Bruder 3 die Küche und das Bad gewischt. (Diese großen Aufgaben bekam man zum Schulanfang dazu 😉 die kleinen wie Tisch decken musste man erfüllen sobald man in der Lage dazu war)
    Wenn man unzufrieden war, durfte man seine Aufgabe mit jemandem tauschen oder eine neue, gleichwertige übernehmen.
    Das ist nur Mittel durchgeplant hat aber immer gut funktioniert.
    Zusätzlich mussten wir immer helfen. Rasen mähen. Laub kehren, Holz stapeln, Schnee schippen und und und. Klar hat das nicht immer Spaß gemacht aber geschadet hat es nie. Ich fand eigentlich immer alles Ok, solange ich nicht das Gefühl hatte es wäre unfair.

    • Claudia on 21. Februar 2018 at 12:12 geschrieben

      Was für eine gute Idee: eine Aufgabe mit zum Schulanfang bekommen. Vielleicht auf einen hübschen Zettel geschrieben, wie ein Zertifikat. Toll!
      Danke dafür,
      alles Liebe!

  19. Sina on 20. Februar 2018 at 22:46 geschrieben

    Liebe Claudi,

    wir haben eine Magnettafel und selbstgestaltete Magnete mit Symbolen für die Aufgaben, die die Kinder machen können, z. B. Tisch decken/abräumen, Fegen, Flaschen wegbringen etc. Wenn sie etwas gemacht haben tun sie den entsprechenden Magneten in „ihre“ Reihe (mit Masking-Tape einfach auf die Tafel geklebt plus ein Foto von jedem Kind). Beliebig erweiterbar: es können immer neue Magnete gestaltet werden, wenn Aufgaben dazu kommen. Das Ganze läuft zurzeit aufgrund des Alters (7 und 4) freiwillig und soll für die Kinder v. a. eine visuelle Erinnerung sein, sich an der Arbeit, die ansteht, zu beteiligen. Und eine gute gefüllte eigene Reihe sieht schon toll aus 🙂

    Ich habe als Kind so ca. mit 11, 12 Jahren die ersten festen Aufgaben (spülen, putzen, saugen, Gartenarbeit) bekommen, den Zeitpunkt finde ich gut. Kindergarten- und Grundschulkinder brauchen einfach noch viel Anleitung und Begleitung und Lernen-durch-Mitmachen – deshalb können sie natürlich trotzdem schon vieles für die Familie tun (inkl. Kochen) und sich daran freuen, was sie schon können!
    Regeln wie Jacke/Schuhe wegräumen, Klamotten abends sortieren, Spielsachen aufräumen etc. hatten wir schon ganz früh, die würde ich aber eher noch nicht als „Hilfe im Haushalt“ einordnen, sondern als Erziehung zum Ordnunghalten.

    Lieben Gruß und Danke für eine interessante Dienstagsdiskussion! Sina

    • Claudia on 21. Februar 2018 at 12:10 geschrieben

      Liebe Sina,
      das finde ich spannend. Wie kommt denn die Magnetwand bei den Kinder an? Ist ihnen das wichtig? Und gibt es eine Belohnung für eine volle Reihe?
      Fragen über Fragen… ; )
      Alles Liebe,
      Claudi

  20. Andrea on 21. Februar 2018 at 06:58 geschrieben

    Bei uns putzt der Große (8) seit zwei Jahren die Waschbecken im Badezimmer, klappt recht gut. Der Mittlere (5) staubsaugt (meistens) mit Begeisterung. Das passiert beides eigentlich immer Samstags morgens, wenn wir alle ein bisschen aufräumen und putzen – die Kleine (3) räumt in der Zeit den Spielteppich auf, oder fegt mit dem Handfeger die Papierschnipsel unter dem Basteltisch zusammen.
    Das ist dann alles nicht so sauber wie bei mir, aber sie helfen und mittlerweile klappt es gemeinsam echt schneller, als wenn ich alles allein mache…

    Schöne Grüße,
    Andrea

    • Claudia on 21. Februar 2018 at 12:08 geschrieben

      Liebe Andrea, das klingt doch richtig gut. Wollen wir hoffen, dass das so bleibt.
      Handfeger ist hier übrigens auch sehr beliebt. (Manchmal auch zum Legosteine auffegen.)
      Alles Liebe,
      Claudi

  21. Kathi H. on 21. Februar 2018 at 09:12 geschrieben

    Hallo Claudi,
    Ich finde helfen im Haushalt wichtig. Ich finde das hilft den Kindern auch sich gebraucht und zugehörig zu fühlen. Meine große Tochter ist erst 4 und hilft im Moment noch eher unsystematisch, wenn sie gerade Lust hat. Ich denke aber, dass sie bald auch feste Aufgaben übernehmen kann.
    Meine Mutter war allein erziehend und wir mussten früher viel mithelfen. Jeder hatte seine festen Aufgaben wie Tisch decken, Geschirr abtrocknen, Küche fegen, Müllereimer leeren etc. Samstags haben wir dann uns dann noch alle zusammen um Hof und Garten gekümmert. Als Jugendliche fand ich das dann doof und hätte gerne weniger Pflichten gehabt, so wie meine Freundinnen. Andererseits habe mich auch nicht wohl gefühlt, wenn die Mutter einer Freundin nach dem Essen immer allein gespült und abgetrocknet hat und die Kinder gar nicht geholfen haben. Da habe ich mich dann sogar manchmal freiwillig zum Abtrocknen angeboten;)
    Irgendwie vermittelt das Helfen im Haushalt ja auch, dass diese Arbeit ihren Wert hat und es ist weniger selbstverständlich, dass Mama alles macht. Die Familie ist ein Team und alle tragen ihren Teil zum Zusammenleben bei – das finde ich einen schönen Gedanken. Da braucht man auch keine Belohnungen finde ich.
    Liebe Grüße!

    • Claudia on 21. Februar 2018 at 12:05 geschrieben

      Das finde ich super spannend, wenn dieses Gefühl bei einem selbst einsetzt, dass es nicht richtig ist, wenn die anderen nicht helfen – und man es selbst dann tut. Toll. Das möchte ich meinen Jungs auch einpflanzen… Danke für deinen Kommentar!
      Claudi

  22. Jessica on 21. Februar 2018 at 09:57 geschrieben

    Hallo Claudi,
    oh ja das ist mal ein Thema! Also bei uns helfen die Kinder (3 und 5) recht viel mit. Allerdings nur das was ihnen Spaß macht. Bei uns gibt es eigentlich alles in Mini (Wäscheständer, Kinderküche, Tischstaubsauger, Kinderwerkbank usw. oder einen Learning Tower für Tätigkeiten an unserer Arbeitsplatte). Sie lieben folgendes Wäsche aufhängen/teilweise zusammen legen, Obst und Gemüse für Smoothies schneiden, Kochen, Staubsaugen (sowohl mit dem Tisch- als auch mit dem normalen Staubsauger), Fegen, Geschirrspüler ausräumen, Kloputzen, Blumengießen, werkeln sowieso. Ich lasse sie immer helfen. Weil ich eben genau deine Grundsätze total wichtig finde. Trotzdem seufze ich (leider) jedesmal. Ich will schnell den Geschirrspüler ausräumen und mein dreijähriger schreit helfen. Nun dauert es fünf mal so lange… Der Renner ist bei beiden die Kinderküche (Ikea) mit richtigem Brettchen, scharfem Messer und Obst und Gemüse. Sie bereiten sich ihren Nachmittagssnack selbst zu und lieben es. Leider haben meine Kinder aber zu den Dingen, die mir wirklich helfen würden überhaupt keine Lust: AUFRÄUMEN, nicht alle Klamotten aus dem Schrank ziehen (weil sie sich fünf Mal am Tag umziehen), Jacke und Schuhe dorthin in die Garderobe bringen, den dreckigen Teller wegbringen. Nein, da haben sie einfach keine Lust zu. Und ich bin ratlos. Egal wie liebevoll ich erkläre wie viel wohler wir uns alle in einer schönen Umgebung fühlen, oder ob ich meckere. Also falls einer Tipps hat…

    • Claudia on 21. Februar 2018 at 12:03 geschrieben

      Haha, das stimmt, bei den richtig unebliebten Sachen, zu denen ich auch wirklich so gar keine Lust habe: bügeln, Dusche putzen oder Fenster (kann oder will nie jemand helfen. Doof.
      Die Miniküche ist hier auch nach wie vor eins der meistbespielten Spielzeuge. Dort räumen sie manchmal sogar freiwillig auf (oft aber auch so: Spülbecken raus, alles rein, Spülbecken wieder drauf…)
      Alles Liebe,
      Claudi

  23. Tischdecken und Geschirrspülmaschine ausräumen, wären wirklich tolle Aufgaben für Kinder (wo sie WIRKLICH helfen), doch blöderweise ist unser Geschirr teilweise so weit oben, dass sie da nur sehr schwer hinkommen (zumindest der Kleine). Grummel. Meine Kinder haben selbst schon oft Pläne eingefordert. Die wurden dann mit großer Sorgfalt erstellt… und irgendwie nie eingehalten. Ihre dreckigen Klamotten in die Wäschebox bringen, die Badetasche nach dem Schwimmen ausräumen und nasse Sachen aufhängen oder Dinge die man verschüttet selbst aufwischen sind die Hauptarbeiten. Recht wenig. Okay, die Große darf noch ihre Wäsche (außer ganz oben) in den Schrank legen. Bezahlen finde ich übrigens schlecht. Es sollte doch selbstverständlich sein, dass jeder mithilft. Und wichtig finde ich es die Kinder immer mithelfen zu lassen (auch wenn man innerlich die Zähne fletscht, wie bspw. beim Wäscheaufhängen ;-)) Niemals würde ich sagen: Ne lass mal.

  24. Harobed on 23. Februar 2018 at 13:43 geschrieben

    Hi Claudi!
    So spannend!!!
    Bei meinen Eltern mussten wir sehr viel im Haushalt helfen. Schon im Grundschulalter. Als Teenie hab ich angefangen regelmäßig allein für alle das Mittagessen zu kochen, weil es Spaß gemacht hat.
    Pläne gab es auch immer mal wieder aber meine Eltern haben es nicht regelmäßig kontrolliert. Das war eher demotivierend für mich.
    Meine Schwestern u ich haben beim Wäsche zusammenlegen das Sockenmemorie erfunden. Das macht sogar richtig Spaß😉.
    Ich hab noch kleine Kinder (3 und 8 Monate) und lasse mir helfen, wenn er mag.
    Ich hab mal irgendwo gelesen, das es paradox ist, dass es uns Eltern schwer fällt Kleinkinder in die tägliche Hausarbeit einzubeziehen, dann aber irgendwann die Erwartungshaltung an die Teenies greift. -ist mir im Gedächtnis geblieben.
    Mein großer hilft oft gern u wir haben ein paar Dinge für ihn umfunktioniert, damit er richtig helfen kann.
    Hab z.B. aus einem Swifferwischer Elemente entfernt und nun ist es seiner. Zusammen wischen macht auch mehr Spaß.
    Lg

    • Claudia on 23. Februar 2018 at 22:09 geschrieben

      Genau das denke ich auch, wie sollen sie es lernen, wenn wir sie nie teilhaben lassen, weil es ohne sie einfach schneller geht… Ich hab vieles im Haushalt nicht gelernt – was ich heute traurig finde.
      Liebe Grüße!

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