Aller guten Dinge sind drei. Oder?

Mrz
23/16

Ich habe das Gefühl, so langsam haben wir im Bekanntenkreis beinahe ebenso viele Paare die drei Kinder haben (oder wollen), wie welche die zwei haben. Bei uns im Dorf sowieso – da ist ein drittes Kind nichts Besonderes. Aber ist das tatsächlich Trend? Bekommen die Leute wieder mehr Kinder? Ist drei das neue zwei? Und ist es überhaupt wirklich so toll, drei Kinder zu haben? Meine Freundin S. durfte mir dazu beim Kaffee ein paar Fragen stellen. S. hat zwei Kinder und wünscht sich ein drittes. Eigentlich. Oder doch nicht?
Will ich drei Kinder, dreifacher Kinderwunsch
Liebe Claudi, sag doch mal, gerade ist der Körper wieder fit und die letzten Schwangerschaftspfunde sind geschmolzen. Gerade hat man abgestillt und ist mal wieder allein im Frauenkörper und dann noch mal wieder alles von vorn? Wieder fett werden, wieder den Körper teilen, hormonell verwirrt, hochemotional und zutiefst mütterlich sein?
Liebe S., also meine Schwangerschaftspfunde waren noch nicht ganz geschmolzen, als ich mit Tjelle schwanger geworden bin. Vielleicht hab ich deshalb gedacht: ach komm, egal. Überhaupt: Klar ist mein Körper nicht mehr derselbe. Aber dieser Körper hat mir meine Kinder geschenkt. Das werde ich ihm nie vergessen. Dafür verzeihe ich ihm auch ein paar Rundungen und Dellen und Flecken. Und auf eine Schwangerschaft mehr oder weniger kommt es jetzt eh nicht mehr an, oder? Außerdem kann man sich ja dann danach überlegen, wie man das beste daraus macht, welcher Sport sich vielleicht integrieren lässt. Welche Süßigkeiten man weglässt. Oder auch dabei. Wer sagt, dass du nicht auch oder gerade schwanger endlich mit Yoga loslegen kannst.
Noch was: Zwei Kinder, zwei Erwachsene: Für jeden ist immer einer dabei, in beide Richtungen. Und auch das Kinder-Outsourcing bei Freunden oder Großeltern läuft spitze. Denn zwei nimmt jeder mal. Aber drei? Wer nimmt das Dritte und vor allem, wer nimmt alle? Oder bleibt nicht immer einer übrig?
Also da ist schon was dran: Zwei Kinder einer Freundin aufs Auge zu drücken, würde ich mich grad noch trauen, drei schon nicht mehr. Da braucht es schon ein wenig mehr Organisation. Ein paar mehr Anrufe bei Kindergartenmüttern: „Könntest du vielleicht Tjelle? Die K. nimmt Luk und J. nimmt Lasse.“ Wir haben das große Glück und Oma und Opa direkt nebenan wohnen. Da ging es bis jetzt immer irgendwie. Obwohl ich natürlich auch ein seltsames Gefühl habe, ihnen das ganze wilde Trio für eine Nacht zu überlassen. Haben wir aber schon mal gemacht. Und würde Oma wieder machen, hat sie gesagt. Eins ist aber Fakt: Bei drei KIndern wird die Zeit, die man ganz ohne Kinder hat, tatsächlich viel kleiner, bei uns auf jeden Fall. Bei zweien war das anders, da hat öfter einer mal beide genommen und der andere hatte frei. Jetzt nimmt auch oft einer zwei, mit zum Schwimmkurs zum Beispiel, dann bleibt ja aber immer noch einer für den anderen übrig. Allerdings merkt man dann erstmal, wie leise und relaxed es mit einem Kind ist. Das ist ja auch was Schönes.
ein drittes KInd bekommen? Vor- und Nachteile eines dritten KIndes
Puh. Ich habe außerdem gerade das Gefühl, jeder hat sich bei uns im Vierer-Dasein eingegroovt. Alles im Fluss, alles flutscht. Jeder hat seinen Platz, jeder seine Rolle und die Aufgaben und Bedürfnisse werden gerecht verteilt und erfüllt. Und dann kommt noch mal jemand Neues und die bringt die frische, praktische und beruhigende Ordnung durcheinander und zwingt zur abermaligen Familien-Neufindung.
Ha erwischt. DIE bringt die frische Ordnung durcheinander? Du gehst also ganz fest von einem Mädchen aus, das da als drittes noch zu euch käme. Also hast du schon ein fertiges Bild im Kopf. Ich glaube, das Geheimnnis ist Spaß an der Neuordnung, am frischen Wind, ja an dem Chaos zu entwickeln. Und keine fertigen Bilder darüber im Kopf zu haben, wie die eigene Familie ist. Dann beginnt man das ganze als Abenteuerreise zu sehen, nach deren Frische und Esprit man auf der anderen Seite auch nahezu süchtig werden kann. Überhaupt: ich glaube, mit drei Kindern sollte man wenigstens eine Hauch von Chaos im Haus mögen. Das macht es zumindest einfacher.
Apropos Chaos, was ist denn mit Urlaub? Ich mache demnächst eine Klettertour mit Freunden, er den Skiurlaub mit den Kumpels. Ich fahre übers Wochenende zu einem Workshop, er die 3-Tage-Wanderung durch den Harz – Jeder kann mal wieder was ALLEINE machen und nur ICH sein. Ohne große Vorplanung, ohne großes Orga-Theater und vor allem auch: ohne schlechtes Gewissen und dem Gefühl, bei dem anderen irgendwie in der Schuld zu stehen. Ich frage mich, ist es das Wert, das ICH also wieder zurückstellen und im WIR einfügen?
Die Frage stellte sich für mich nie. Überhaupt: Wieso fahrt ihr denn dann nicht einfach zu fünft weg und habt eine gute Zeit? Das ist das, worauf ich mich unglaublich freue: Urlaub zu fünft. Mit einer ganzen eigenen Bande. Mit Krach und Leben und vielen Leuten am Tisch, wie in einer italienischen Nudelwerbung. Dass das nicht immer wie in der Werbung ist, ist klar. Manchmal schreien alle und die Kleinen hauen und kneifen und ich will doch bloß mal diese eine Seite Zeitung zu Ende lesen. Aber manchmal ist es eben doch so. Und diese Momente, wenn einer erzählt und alle zuhören und wir uns ansehen, ein nudelverschmiertes Gesicht neben dem anderen, und dann lachen, alle zusammen und das Wir-Gefühl in unserer Mitte hochgeht, wie ein Tischfeuerwerk und als silbernes Konfetti auf uns hinunterprasselt, dann weiß ich, genau das ist es, was ich will. Ach und überhaupt: wer sagt denn, dass man auch mit drei Kindern nicht mal für ein Wochenende allein wegfahren kann? Ich finde das geht trotzdem. Ohne schlechtes Gewissen. Vielleicht lädt sich der der zu Hause bleibt einen Freund zur Unterstützung ein. Oder die Mutter. Oder rockt die Kids eben 48 Stunden mal allein.
Und wie gehst du damit um, mit diesem ganzen Beikost/Zahnen/Kolliken/Schlafprobleme/Schnullerentwöhnung/Trockenwerden-Gedöns? Beim ersten Kind ist das anstrengend, aber auch wahnsinnig spannend. Beim zweiten vor allem anstrengend und ein klitzekleinesbisschen herausfordernd. Und beim dritten? Völlig überflüssig, weil bekannt und nervig. Konfrontiert wird man damit höchstwahrscheinlich trotzdem…..
Das ist das Schöne beim Dritten, da läuft das alles mal sowas von nebenbei. Zahnen – pah, ist ja bald wieder vorbei. Beikost? Läuft schon irgendwie, „Aber was packen wir eigentlich dem Großen in die Schultüte?“ Trockenwerden – irgendwann später. Das einzige was ich beim Dritten wirklich nicht mehr ertragen konnte, waren Babykursgespräche mit Erst-Mamas. Aber die Kurse muss man ja nicht buchen. Und bei der Rückbildung hatte ich zum Glück ebenfalls eine Dritt-Mama neben mir.
Was mir echt noch auf der Seele liegt… Also ich frag dich jetzt einfach! Seit kurzem hat man ja auch mal wieder Sex ohne das leise Gefühl der Pflichterfüllung dem Partner gegenüber. Und auch ohne das Abwägen, ob nicht die halbe Stunde, die man jetzt durch den Beischlaf verliert, vielleicht mit normalem Schlaf besser genutzt wäre. Man sieht den anderen wieder als Mann und Frau und findet sich scharf und führt auch mal wieder Gespräche, in denen Kinder keine Rolle spielen. Man hat wirklich Lust mit dem anderen ins Kino/ zum Essen, ins Konzert zu gehen und tut es nicht nur, weil man sich sonst so langweilig fühlt oder weil man meint, man müsse endlich mal wieder was für die Partnerschaft tun. Sollen wir das Paar jetzt also wirklich wieder an der Garderobe abgeben und uns dafür den ollen Elternschaft-Kittel anziehen?
Mmmh, also du kannst doch auch schwanger prima Paar sein. Ausgehen. Ins Bett gehen. Zeit ins Paarsein investieren. Und dann doch auch nach einem Jahr ja schon wieder. Also ist eine dritte Schwangerschaft auf das große Ganze betrachtet nur ein Wimpernschlag. (Zugegebener Weise an einem müden Auge.) Ich glaube auch, es kommt total darauf an, wie man Paarzeit auslegt. Mein Mann und ich genießen es zum Beispiel am Wochenende total, zusammen ein Film zu gucken, nachdem wir gemeinsam alle drei Kinder ins Bett gebracht haben. Auf dem Sofa, ein Glas Wein, meine Füße auf seinen Füßen. Ganz entspannt. Oder Sonntags auf einer Decke im Park, die Kinder toben/laufen/krabbeln um uns herum, aber wir haben uns. Das ist auch Paarzeit. Wir reden viel. Das gibt uns viel. Wir müssen gar nicht ständig miteinander essen gehen. Vielleicht auch weil wir es könnten, fällt mir gerade ein. Meine Schwiegermutter bietet mir das öfter an. Aber wir nutzen das gar nicht so oft. Es reicht mir zu wissen, dass wir es jederzeit könnten. Was ich sagen will: Die Elternschaft muss doch gar kein mausgrauer Kittel sein. Vielleicht ist sie auch ein buntes, luftiges Kleid…
Eins noch: „Wenn wir Mitte 50 sind, sind alle Kinder ausgezogen“ versus „Wenn wir Anfang 60 sind, sind alle Kinder ausgezogen.“ Also für mich klingt Mitte 50 okay. Anfang 60 klingt alt. Nach „DiezweimonatigeSüdafrikareiseistunsjetztgesundheitlichzuriskant“ oder nach „DielangeFahrtnachParislohntsichfürnurzweiTagegarnicht“ oder nach „Nee,nichtindasneueRestaurantlassmallieberwiederzuunseremItalienergehen“.
Also ehrlich gesagt denke ich soweit gar nicht. Und überhaupt: Mitte 50 oder Anfang 60 das sind doch bloß Zahlen. Ist doch heute eh alles anders. 60-Jährige machen Rucksackreisen, 70-Jährige besteigen den Himalaya. Wer weiß, in zwanzig Jahren machen sie vielelicht alle noch mal ein Praktikum. Und überhaupt: wie du dich mit 50 oder 60 fühlst, weiß doch keiner. Zum Glück. Wir können bloß hoffen, dass es uns dann gut geht. In der Zukunft zu leben, ist doch blöd. Jetzt muss man es sich so schön wie möglich machen, das ist wichtig. Und jetzt gerade macht es wirklich unglaublich viel Spaß, mit drei Kindern zu leben.
Claudi, ich danke dir. Mal sehen wie wir uns entscheiden.
Liebe S. Gerne. Ich bin gespannt….

Und ihr? Wie viele Kinder habt ihr oder plant ihr? Und warum? Mögt ihr erzählen?
Alles Liebe,

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33 Kommentar zu “Aller guten Dinge sind drei. Oder?

  1. Sandra on 23. März 2016 at 13:19 geschrieben

    Danke für den tollen Text. Ich habe 2 Jungs und irgendwie wünsche ich mir ein drittes Kind, irgendwie aber auch nicht 😉
    Die Fragen sind genau die, die ich mir auch stelle.

  2. Helena on 23. März 2016 at 13:30 geschrieben

    Wie witzig! Genau die gleichen Fragen haben wir uns vor 16 Monaten auch gestellt. Nun ist unser Kleinster schon 7 Monate! Und wir unglaublich froh, uns fürs Dritte entschieden zu haben. Klar, ists anstrengender, aber ich freue mich riesig über die Zeit, die noch kommt!

  3. Motherofthree on 23. März 2016 at 14:06 geschrieben

    Oh, wie treffend all Deine Antworten sind! Auch wir haben uns ziemlich schnell fürs Dritte entschieden. Eigentlich war mir schon bei Geburt Nr 2 klar, dass das nicht mein letztes Kind ist. Klaro, 3 sind eine Herausforderung und manchmal sind meine Augenringe riesig und manchmal fühle ich mich auch überfordert. Aber da gibt es diese Momente, in denen wir ganz bei uns sind als Familie und ich meine Kinder anschaue und meinen Mann anschaue und in seinen Augen genau das sehe, was auch ich fühle…unbändigen Stolz, dass wir das dreimal so toll hinbekommen haben. Dreimal die Welt ein wenig bunter, voller, lauter und schöner gemacht haben, zumindest unsere… Ich liiiieeebe es. Und drei Kinder sind hier tatsächlich ein Trend, wobei man sagen muss,3 drei Kinder bekommen hauptsächlich auch die, die sich drei Kinder leisten können und wollen. Die drei- Kind- Eltern um uns herum sind allesamt gut situiert. Viele Eltern mit 2 Kindern, die ich kenne, verzichten auch aus finanziellen Gründen auf Nr. 3. Ich bin jedenfalls froh über unser Nesthäkchen, das gerade 10 Wochen alt ist und auf meinem Schoß schläft! Es macht uns als Familie mit 3 wilden kleinen Jungs vollkommen!

    • Claudia on 24. März 2016 at 11:45 geschrieben

      Das stimmt, Geld spielt eine Rolle. Und wir haben Glück, dass wir andere Dinge über die Familienplanung entscheiden lassen können. Glückwunsch zu euerm Nesthäkchen und immer schön weuter schlummern, damit Mama so lieb kommentieren kann.
      Beste Grüße!

  4. Svenja on 23. März 2016 at 14:11 geschrieben

    Ach was für ein herrlich schöner Text! Die Fragen hätte ich mir auch gestellt…:)

  5. Wir haben 3. 2 davon waren geplant. Das Dritte… Nennen wir es mal den „schönsten Unfall“. Nach Kind 2 wollte ich unbedingt ein Drittes. Das haben wir dann aber schnell verworfen. Deine Fragen habe ich mir auch gestellt und „ich hab 2 Arme in die passen genau 2 Kinder“.
    Als ich mit Kind 3 schwanger war, war das erst der total Weltuntergang, erst kurz vor der Geburt habe ich angefangen, mich so richtig zu freuen. Jetzt kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, dass ich mal so doof war. War doch klar dass wir ein Drittes bekommen, der Wunsch war scheinbar ganz tief in mir.
    Ich genieße es richtig, die Geschwister aufwachsen zu sehen (wir sind beide Einzelkinder) und finde es so niedlich, wie sie sich gegenseitig knutschen und bekuscheln.
    Und wenn Kinder nicht so teuer und anstregend wären, würde es auch noch mehr geben.

    • Claudia on 24. März 2016 at 11:50 geschrieben

      Manchmal sind Unfälle ja dann auch mal ganz schön – ne. Viel Spaß mit den Folgen.

      Liebe Grüße,
      Claudi

    • Alexandra Baum on 20. Oktober 2016 at 10:33 geschrieben

      „Unfall“- was für ein negatives Wort!!! Stell dir vor, dein Kind ist größer und erfährt, dass es ein „Unfall“ war…. „Überraschungs-Kind“- das hört sich doch viel netter an 😉

  6. Rosica on 23. März 2016 at 16:24 geschrieben

    Das hört sich immer alles so nett bei dir an. Aber nie wird von dem Stress dem Ärger der Hilflosigkeit und manchmal auch der Einsamkeit gesprochen und auch der Faktor Geld verbunden mit dem Jobverlust oder gar Verlust von Freundschaft oder Partnerschaft. Kinder bekommen und ordentlich für das Leben vorbereiten ist oft nicht einfach und jeder andere weiß es irgendwie besser.

    • Claudia on 24. März 2016 at 11:42 geschrieben

      Hallo du Liebe,
      es hört sich immer so nett an, danke, das nehme ich erst einmal als Kompliment. Und ja, ich glaube ich besitze zum Glück die Fähigkeit, meistens das Gute zu sehen. Und viel Kraft zu haben. Aber natürlich ist auch bei uns nicht immer alles gut. Auch hier wird gebrüllt, gestritten, getobt, geweint, auch hier werden sich Sorgen gemacht – und immer wieder taucht so etwas in Maßen auch mal hier auf dem Blog auf. Aber ich habe mich entschlossen, einen Blog zu schreiben über die schönen Seiten des Familienlebens, über die Freude daran, Kinder zu haben. Alles andere ist privat, darüber möchte ich hier nicht schreiben – auch zu unserem Schutz und zum Schutz meiner Kinder. Aber eins noch, ich bin meinen Kindern gerade so dankbar, dass sie mir helfen das Positive zu sehen. Ärger im Job, Verlust von Freundschaft: ich finde Kinder beleuchten, was wirklich wichtig ist. Und das schätze ich sehr. Seit ich Kinder habe kann mich der Jobärger nicht mehr so stark verletzen wie früher. Und das Thema Einsamkeit ist zum Glück eins, was sich mit mehreren Kindern davonschleicht. Da ist immer einer da…
      Ich wünsche dir alles Gute,
      Claudi

  7. Christine on 23. März 2016 at 20:53 geschrieben

    Hmmmm, bei uns stand jetzt erstmal die Frage nach einem zweiten Kind im Raum. Und das finde ich schon sehr schwierig. Wir haben beide jeweils ein Geschwister und ich weiß wie wichtig und wundervoll Geschwister sein können. Aber tatsächlich fehlt mir etwas ganz entscheidendes: mein Herzenswunsch für ein weiteres Kind. Jahrelang hat mein Herz sooo sehr ein Kind gewollt. Denselben Wunsch für ein zweites verspüre ich aber (noch) nicht. Erstmal lassen wir es also, aber mit dem Wissen dass sich das jederzeit ändern kann. Hormone und so. Und wer weiß ob ich dann nach dem zweiten nicht sofort ein drittes will?
    Lieben Gruß, Christine

    • Claudia on 24. März 2016 at 11:34 geschrieben

      Ja, die Hormone, diese kleinen Ganoven. Machen was sie wollen, oder?
      Ich wünsch dir alles Gute – Kinderanzahl hin oder her.
      Liebe Grüße!

  8. Nicole Schmidt on 24. März 2016 at 07:05 geschrieben

    Oh, dass ist ein ganz sensibles Thema! Ich habe zwei Mädchen im Alter von 10 und 6 Jahren und hatte immer das Gefühl, dass wir nicht komplett sind! Leider sind bei uns beide Elternteile bereits Pflegefälle und brauchen unsere Hilfe! Da, wo ich manchmal Entlastung gebraucht hätte, mussten wir dann noch zusätzlich einspringen um zu helfen!
    Tja, und jetzt bin ich 41 und „rieche“ den Frühling! Die Mädels werden selbstständiger und mein Mann und ich haben wieder etwas Zeit für uns! Das Abschiednehmen vom dritten Kind war sehr schwer, aber manche Dinge sind einfach wie sie sind! Und ich glaube es ist auch so ein „Frauendings“, mein Mann war mit den Zweien immer total zufrieden! ??
    Liebe Claudi, ich wünsche Euch Frohe Ostern!

    Viele Grüße, Nickes

    • Claudia on 24. März 2016 at 11:32 geschrieben

      Liebe Nickes,
      ich glaube auch, die meisten Freuen reagieren da viel emotionaler.
      Männer machen sich meist eher negative Gedanken.
      Wie auch immer – ich wünsche dir und euch einen wunderbaren Frühling.
      Liebste Grüße,
      Claudi

  9. wirimwald on 24. März 2016 at 22:40 geschrieben

    Liebe Claudi,
    das hast du sehr schön geschrieben! Ich denke hier muss jeder auf sein Herz hören und bestimmt auch ein bisschen auf seinen Verstand.
    Ich hatte immer das Gefühl `da fehlt noch jemand´- und nun, nach dem dritten Kind ist diese Gefühl endlich weg!! Ich möchte nicht sagen `wir sind komplett´, denn mit vier oder fünf Kindern wäre es ja vielleicht auch schön? Aber wir müssen das hier auch ohne Familienhilfe und Großeltern wuppen und Geld und Platz und Zeit und jedem gerecht werden spielen natürlich auch eine Rolle.
    Und ja, drei Kinder sind super anstrengend, nervig, und Schlaf raubend- aber dafür nehmen sie mich jeden Tag mit in ihre kleine Welt! Ich freue mich über unsere kleine Bande!
    Liebe Grüße
    Kalinka

  10. Julia on 26. März 2016 at 19:59 geschrieben

    So schön geschrieben! Das macht Lust auf mehr!!!:)

  11. Julia on 26. März 2016 at 20:00 geschrieben

    So schön geschrieben! Das macht Lust auf mehr!!!:)

  12. Julia on 26. März 2016 at 20:00 geschrieben

    So schön geschrieben! Das macht Lust auf mehr!!!:)

  13. Franziska on 27. März 2016 at 20:01 geschrieben

    Vielen Dank für den tollen Post….irgendwie zieht mich das Thema immer wieder an,denn eigentlich wünsche ich mir auch noch ein drittes. Ich hadere allerdings mit meinem Alter, denn ich werde dieses Jahr 40 und mein Sohn ist gerade erst 20 Monate…also irgendwie bin ich immer wieder hin und hergerissen, ob ich das alles noch mal schaffe….körperlich und so! Ich finde deine. Text wirklich sehr sehr positiv und erfreue mich über so positive Gedanken…
    Danke dafür ,
    Liebe Grüße

  14. Katharina on 28. März 2016 at 14:38 geschrieben

    Hach hat das Spaß gemacht das zu lesen! Danke Claudi!
    Mir geht es ziemlich genauso wie wir mit den Gedanken über meine 3 Kids und das Familienleben zu 5.
    Ich bin echt sehr sehr froh und dankbar unser 3. Kind zu haben, denn erst dadurch habe ich auch vieles gelernt und begriffen, was unserem Familienleben gut tut.

    LG

  15. Suse on 28. März 2016 at 17:25 geschrieben

    Drei Kinder sind prima.
    Und da hier nur ich ein Viertes nehmen würde kommt jetzt ein Hundebaby zu uns.
    Danke für den Text.
    LG
    Suse

  16. ostseekind on 28. März 2016 at 22:10 geschrieben

    Ohhh man..pipi in den Augen, dies ist soooo schön geschrieben…wir haben auch 3 (Mädchen 9 und Jungs 6 und 3)…und wir sind so stolz auf unsere 3…was nur schade ist,die Gesellschaft ist oft nur auf 2 Kinder ausgelegt, ob Hotel (im Zimmer der Eltern nur 2 Kinder) und FamilienKarten im Zoo (nur 2 Kinder), dies ist echt schade…

  17. katharina on 4. April 2016 at 12:24 geschrieben

    Liebe Claudia, ich hab deinen blog erst vor ein paar Tagen entdeckt und bin ganz begeistert! Wir wohnen erst seit einem Jahr in Hamburg (zuvor in Süddeutschland) und ich plane fest einen Ausflug nach Vierlande, sobald wir Zeit haben.
    Deinen Text über die Familienplanung fand ich sooo schön, ich war gleich auch ganz gerührt. Und fand mich sehr wieder an vielen vielen Stellen. Eine davon die mit dem Tischfeuerwerk des Wir-Gefühls, das geht mir ganz ganz oft genauso.
    Bei uns stellte sich erst nach dem vierten Kind dieses „jetzt-ist-es-gut-so-wie-es-ist-jetzt-sind-wir-komplett-Gefühl“ ein und bei allem Chaos, all den schlechten Nächten möchte ich es nie mehr anders haben!!! Und klar können mein Mann und ich nicht mal eben über’s Wochenende weg fahren (vier lassen sich dann noch etwas schlechter abgeben als drei ;-), aber egal, dafür fahren wir öfter mal alle gemeinsam weg. Und dann gibt es trotzdem diese kleinen Auszeiten als Paar, im Urlaub abends alleine mit einem Glas Wein auf dem Balkon oder am Strand auf der großen Decke und alle buddeln und spielen um uns herum.
    Es ist gut so wie es ist!
    Danke für den tollen Text und ich freu mich schon drauf, nach und nach noch mehr in deinem blog zu stöbern!

    • Claudia on 4. April 2016 at 12:40 geschrieben

      Was für ein liebes Feedback! Ganz herzlichen Dank dafür und ganz viel Spaß beim Stöbern und Vierlanden-Erkunden ; )
      Bis ganz bald,
      Claudi

  18. Pingback: #Lieblinks der Woche |

  19. Martina on 4. Juni 2016 at 03:28 geschrieben

    Wir haben auch drei Kinder und sind super glücklich! Das dritte Kind mischt alles nochmal auf, was interessant und schön ist. Ich bin selbst ein Einzelkind und fand das immer so langweilig, daher wollte ich mindestens zwei Kinder. Wir haben unser drittes Kind während eines Auslandsaufenthaltes bekommen, wo wir von kinderreichen Familien umgeben waren. Oftmals haben wir gedacht, dass wir in Deutschland wahrscheinlich kein drittes mehr bekommen hätten, da damals in unserem Umfeld kaum einer mehr als zwei Kinder hatte und wenn man mal darüber sprach, hat jeder nur davon abgeraten! Ich finde Deine Antworten sehr zutreffend und sympathisch und finde ehrlich gesagt, wer sich ernsthaft all diese Fragen stellt, sollte vielleicht lieber kein drittes Kind bekommen…

  20. Paula on 3. Juni 2017 at 22:03 geschrieben

    Liebe Claudi,

    ich lese Deinen Blog erst seit Kurzem und tatsächlich kamen mir nach Nr. 2 immer mal kurz ähnliche Fragen in den Sinn. Die Entscheidung für Nr. 3 war am Ende aber eine absolute Bauch- und Herzentscheidung und ich bin sehr froh, dass unser 3. Bübchen nun bald bei uns ankommen wird 🙂
    Deine Antworten haben mir sehr aus dem Herzen gesprochen und in ganz stillen Momenten frage ich mich ja, ob aller guten Dinge nicht vielleicht auch vier sind 😉

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